11FREUNDE analysiert den Abstiegskampf (2)

Hannover 96

Hannover 96 / Platz 18 / 17 Punkte / 22:49 Punkte

Der Saisonverlauf
Was hat euch bloß so ruiniert? Bis auf ein kurzes Zwischenhoch im letzten Drittel der Hinrunde verkümmert Hannover am unteren Ende der Tabelle. Seit dem 18. Spieltag ist der Klub auf dem letzten Rang zu finden, daran hat auch die Verpflichtung von Thomas Schaaf nichts geändert. Der Meister von 2004 scheint als Retter nicht geeignet zu sein: bis auf den 2:1-Sieg am 23. Spieltag gegen Stuttgart hat 96 unter Schaaf jedes Spiel verloren.


(Quelle: fussballdaten.de)

Die aktuelle Situation
Klarer Fall: dieser Verein hat ein Problem mit Jubiläen. Ausgerechnet im 120. Jahr seines Bestehens (für alle Daten-Füchse: am 12. April ist es so weit) wird 96 wohl erstmals wieder absteigen. Erstmals seit wann? Genau: 1996. Damals stieg Zweitligist Hannover in die Regionalliga ab. Nie war weniger Party in der Hauptstadt Niedersachsens. Inzwischen beträgt der Rückstand auf einen rettenden Tabellenplatz zehn Punkte, nur noch unverbesserliche Optimisten glauben an ein Wunder. Einziger Vorteil der gegenwärtigen Lage: Hannover kann schon jetzt für die zweite Liga planen. Sehr wahrscheinlich ohne Thomas Schaaf, der in Rekordzeit seinen guten Ruf in der Bundesliga verspielt hat.

Darum steigt Hannover ab
Siehe Tabelle.

Darum steigt Hannover nicht ab
Wunder gibt es immer wieder? Allerdings. Selbst in Hannover. Sieben verbleibende Spiele bedeuten 21 noch zu vergebende Punkte. Gut, abzüglich der Punkte im Spiel gegen die Bayern am letzten Spieltag. Oder der im Auswärtsspiel am 29. Spieltag gegen Hertha. Gegen Mönchengladbach und Schalke dürfte es auch schwer werden…aber da bleiben dann immer noch drei Spiele, also neun Punkte und die…reichen nicht. Ach, lassen wir das und wünschen 96 einen würdevollen Abschied aus der Bundesliga. War schön gewesen.

Das Restprogramm
HSV (H), Hertha (A), Gladbach (H), Ingolstadt (A), Schalke (H), Hoffenheim (H), Bayern (A)

Die 11FREUNDE-Prognose
96 wird die Länderspiel-Pause nutzen, einmal durchschnaufen und sich dann von Thomas Schaaf trennen. Der ist nicht gemacht für einen Neuanfang, und genau den muss Hannover jetzt schon durchplanen. Vielleicht hilft ein neuer Trainer und die Gewissheit, von der Last des Klassenerhalts befreit zu sein, damit die Fans im Niedersachsenstadion noch ein paar anständige Spiele zu sehen bekommen.