11FREUNDE analysiert den Abstiegskampf (1)

Hamburger SV

Hamburger SV / Platz 12 / 31 Punkte / 31:38 Tore

Der Saisonverlauf
Wundersamer HSV. Noch vor zwei Wochen herrschte eine ungewohnte entspannte Atmosphäre bei den Norddeutschen. Mit dem Abstieg, so viel stand fest, würde der zweifache Relegationsteilnehmer diesmal nichts zu tun haben. Der Saisoneverlauf gab den Optimisten recht, bis auf den ersten Spieltag (nach einer 0:5-Packung gegen die Bayern) bewegte sich der HSV in vergleichsweise sicheren Tabellenregionen. Dann verloren die Hamburger gegen Leverkusen (0:1) und nun am Wochenende zu Hause gegen Hoffenheim (1:3). Und plötzlich geht wieder die Angst um in Hamburg.


(Quelle: fussballdaten.de)

Die aktuelle Situation
HSV-Mann Matthias Ostrzolek sprach nach der Niederlage gegen Hoffenheim: »Die Situation ist nicht besser geworden. Aber ich habe keine Angst.« Vielleicht ist die aber doch angemessen, zumindest wenn es um die Furcht vor der eigenen Unzulänglichkeit geht. Darin haben sich die Hamburger in den vergangenen Jahren zu echten Spezialisten entwickelt. Die 1:3-Pleite gegen die abstiegsbedrohten Hoffenheimer reiht sich ein in die lange Liste der unnötigen Niederlagen: genügend Chancen erspielte sich der HSV, war allerdings nicht in der Lage, den überragenden Oliver Baumann im Hoffenheimer Tor mehr als einmal zu überwinden. Trockenes Fazit von Aaron Hunt: »Wenn wir die Bälle nicht reinmachen, kannst du in der Liga kein Spiel gewinnen.« Nur neun Punkte aus zehn Spielen der Rückrunde riechen jedenfalls sehr stark nach Relegation.

Darum steigt der HSV ab
Der vor Kraft schier zerberstende Pierre-Michel Lasogga war in der vergangenen Saison das Gesicht des Klassenerhalts. Nach einer gelungenen Hinrunde (sechs Treffer und drei Vorlagen in 16 Spielen) sollte er eigentlich das Gesicht der Hamburger Aufschwungs werden, doch seit er sich im Wintertrainingslager beim Jubeln (…) die ohnehin lädierte Schulter erneut verletzte, hat der bullige Stürmer nicht mehr zu seinem Spiel gefunden. Wenn er nicht mehr rechtzeitig in Form kommt, bekomt der HSV Probleme. Irgendwer muss ja die Tore schießen oder zumindest den Gegner erschrecken. Apropos erschrecken: Äußerst abstiegswürdig war auch der Instagram-Beitrag von Berater-Mama Kerstin, die ein Bild ihres Sohnes mit dem Eintrag »Auf das sie in Hamburg aufwachen« postete. Garniert mit den Hashtags #bestermann #maschine #bestersohn #ruhrpott #liebe #friends. Wir schenken Frau Lasogga ein »s« und fordern zum Wohle aller HSV-Fans ein Ende ihrer Social-Media-Karriere.


(Quelle: @Instagram _kerstinlasogga_)

Darum steigt der HSV nicht ab
Weil die Mannschaft in den kommenden zwei Spielen beweisen wird, dass sie es zumindest in diesem Jahr weder mit der Relegation, noch mit dem Abstieg zu tun hat. Sechs Punkte gegen Hannover und Darmstadt und die Hamburger dürfen sich ganz entspannt dem Saisonausklang widmen.

Das Restprogramm
Hannover (A), Darmstadt (H), Dortmund (A), Werder Bremen (H), Mainz (A), Wolfsburg (H), Augsburg (A)

Die 11FREUNDE-Prognose
Die guten Nachrichten zuerst für alle HSV-Fans: Absteigen wird der HSV nicht. Er muss auch nicht in die Relegation, dafür ist die Konkurrenz in dieser Saison einfach zu schwach. Aber es wird erneut eng zum Ende der Spielzeit – den erwünschten Umbruch haben die Hamburger auch nach zwei Relegationen noch nicht einleiten können. Dieser Verein findet einfach nicht zu sich selbst.