11FREUNDE analysiert den Abstiegskampf (1)

VfB Stuttgart

VfB Stuttgart / Platz 11 / 32 Punkte / 43:54 Tore

Der Saisonverlauf
Ostalgie im Schwabenländle. Auferstanden aus Ruinen ist in dieser Spielzeit nur eine Mannschaft: der VfB Stuttgart. Noch am 16. Spieltag war der Klub mausetot und wankte auf dem letzten Tabellenplatz der sportlichen Katastrophe entgegen. Doch spätestens der 3:1-Heimsieg am letzten Spieltag der Hinrunde gegen den VfL Wolfsburg leitete die Wende ein. In der Winterpause durfte der neue Trainer Jürgen Kramny (der Sieg gegen Wolfsburg war sein viertes Spiel) dem VfB seine Vorstellungen von Fußball verklickern – und fand offenbar Gehör. Die fiktive Rückrundentabelle listet die Stuttgarter mit 17 Punkten aus zehn Spielen auf Rang drei – nur Bayern und Dortmund sind besser.


(Quelle: fussballdaten.de)

Die aktuelle Situation
Das 0:2 gegen Bayer Leverkusen hat mal wieder bewiesen, woran der VfB in dieser Saison zu kränkeln hat. Insgesamt haben die Stuttgarter nun 54 Gegentreffer kassiert, gemeinsam mit Werder Bremen stellen die Schwaben damit die schlechteste Defensive der Liga. Immerhin auf die Offensive konnte sich Trainer Jürgen Kramny besonders in der Rückrunde verlassen, 43 Treffer sind mit Abstand der beste Wert von allen abstiegsbedrohten Teams. Allerdings geriet ausgerechnet diese gefeierte und so wertvolle Offensive gegen Leverkusen ins Straucheln. Das 0:2 war das erste Heimspiel ohne eigenen Treffer unter dem neuen Trainer. Der setzt jetzt auf den kommenden Spieltag und das Auswärtsspiel gegen Darmstadt 98: »Das sind die direkten Duelle, die wir gewinnen wollen, um nicht unten reingezogen zu werden.« Die Stuttgarter wissen ja, wie es da aussieht: sehr düster.

Darum steigt Stuttgart ab
Keine Mannschaft ist so unberechenbar wie der VfB. Beispiel gefällig? Da gewinnen die Stuttgarter am 21. Spieltag mit 2:0 gegen Hertha BSC, holen anschließend einen Punkt gegen Schalke – und verlieren dann mit 1:2 gegen Hannover (einer von insgesamt nur fünf Siegen für 96). So viel Wankelmut kommt nicht gut im Abstiegskampf.

Darum steigt Stuttgart nicht ab
Besagte Rückrundentabelle sollte den Stuttgartern Mut machen. Wer sich nach einer so gruseligen Hinrunde doch noch fängt und mit Hilfe eines neuen Trainers langsam aber sicher aus dem Tabellenkeller klettert, der wird auch nicht mehr in die Tiefe gerissen.

Das Restprogramm
Darmstadt (A), Bayern München (H), Augsburg (A), Dortmund (H), Werder (A), Mainz (H), Wolfsburg (A)

Die 11FREUNDE-Prognose
Die Stuttgarter tuen gut daran, Angreifer Timo Werner (20) längerfristig an den Klub zu binden. Sportdirektor Robin Dutt sagt: »Er hat noch einen Vertrag bei uns und wird nächstes Jahr beim VfB spielen.« Immerhin. Denn gemeinsam mit Mittelfeldmann Daniel Didavi (zehn Tore, vier Vorlagen) ist Werner (sechs Tore, vier Vorlagen) Stuttgarts wichtigster Mann. Gegen Leverkusen verlor Stuttgart auch, weil das Duo einen schlechten Tag erwischte. Nur eine Momentaufnahme: unter der Führung von Jürgen Kramny rettet sich der VfB vorzeitig.