10 Dinge über Peru

A wie Anden-Bomber

6. Legende.

Auch Teofilo Cubillas stand damals auf dem Platz. »El Nene«, das Kind, gilt bis heute als einer der besten peruanischen Spieler aller Zeiten, prägte die erfolgreichste Zeit von »Los Incas« in den 70ern und wurde als bislang einziger Peruaner Südamerikas Fußballer des Jahres. Außerdem ist er neben Miroslav Klose und Thomas Müller der einzige, der bei zwei Weltmeisterschaften mindestens fünf Tore erzielen konnte.  

7. Geschichte.

Das Spiel Deutschland gegen Peru gab es bisher nur ein einziges Mal. 1970 gewann Deutschland mit 3:1 während der Gruppenphase der WM in Mexiko. Torschütze für die Bundesrepublik: der dreifache Gerd Müller. Torschütze für Peru: natürlich Teofilo Cubillas. Das spätere Aus im Viertelfinale ist das beste WM-Ergebnis in Perus Historie.

8. Rekordhalter.

Mehr Tore als Cubilllas hat nur einer für Peru erzielt, nämlich Paolo Guerrero. Der Ex-Bayer und -Hamburger traf 35 Mal für die Nationalmannschaft, zuletzt bei der WM in Russland gegen Australien. Dabei hätte er wegen angeblichen Kokainkonsums fast gar nicht mitspielen dürfen.

9. Auslandserfahrung.

Aktuell steht zwar kein peruanischer Nationalspieler mehr in der Bundesliga unter Vertrag, wie Guerrero haben aber viele eine Vorgeschichte in Deutschland. Jefferson Farfan (Schalke), Carlos Zambrano (Schalke, Frankfurt), Carlos Ascues (Wolfsburg) und nicht zuletzt der Bundesliga-Rekordausländer Claudio Pizarro waren beziehungsweise sind alle schon in der höchsten Spielklasse am Ball.

10. Querulant.

Anders als in Deutschland ist der »Anden-Bomber« in Peru allerdings wenig beliebt. Könnte daran liegen, dass er in der Vergangenheit mit wilden Partys im Teamhotel, Spiel-Boykotten, Rücktrittsforderungen an den Trainer und eigene Rücktritte vom Rücktritt vom Rücktritt in die Schlagzeilen geriet. Seit 2015 wurde er allerdings nicht mehr nominiert. Ändert dennoch nichts an seinem Legendenstatus – zumindest in Bremen.