10 Dinge über Harry Redknapp

Redknapp wird ausgeraubt

Redknapp wird ausgeraubt
Im Sommer 2011 hielt sich Redknapp in Madrid auf, um Atleticos Stürmer Diego Forlan zu beobachten. Die Reise blieb ihm jedoch weniger wegen Forlan in Erinnerung, als vielmehr wegen eines Überfalls, dessen Opfer er wurde. An einem Süßigkeitenstand, so erinnerte sich Redknapp, überfielen ihn sechs Ganoven, und nahmen ihm alles ab, was er bei sich trug. Unter anderem 600 Euro in bar. Nur sein Handy ließen sie ihm, wahrscheinlich »weil es ihnen zu alt war«. Oder Redknapp hatte ihnen glaubhaft versichert, dass man damit ohnehin keine Sms schreiben könne.

Redknapp gibt gern Interviews aus dem Auto
Redknapps sportliches Erfolgsrezept ist weniger auf seine taktischen Finessen oder sein ausgegklügeltes Trainingskonzept zurückzuführen, als vielmehr auf sein Transfergebahren. Von gezielten Verstärkungen einzelner Positionen hält er nicht viel, und so werden in einer Transferperiode gern mal halbe Mannschaften ausgetauscht. Oft genug hat Felix Magaths Bruder im Geiste damit den erwünschten Erfolg. Nur zuletzt bei den Queens Park Rangers, bei denen er bis Wochenbeginn noch unter Vertrag stand, griff seine alte Erfolgsformel nicht. Es folgte der Abstieg aus der Premier League. Und weil Redknapp so gern und viele Spieler kauft und verkauft, taucht er immer und immer wieder in der gleichen Pose im englischen Fernsehen auf: Im Interview aus seinem Auto heraus. Der Hintergrund ist simpel. Die Reporter sind in der Regel nicht auf dem Vereinsgelände erwünscht, und so warten sie an der Ausfahrt des Parkplatzes auf ihre Gesprächspartner.

Redknapp und das #AskHarry-Desaster
Fußball und Social media gehören inzwischen zusammen wie Fußball und Tattoos oder Fußball und Spielerfrauen oder Fußball und Fußball. Auch die Queens Park Rangers, Redknapps aktueller Klub, haben eine findige Medien-Abteilung und bieten dem Fan über Twitter und Co. Einblicke in das Vereinsleben. So setzte man unter anderem im Oktober dieses Jahres eine öffentliche Fragestunden mit Redknapp an. Unter dem Hashtag #AskHarry sollten die Fans von QPR die Möglichkeit haben, ihrem Trainer auf den Zahn zu fühlen. Dumm nur, dass Twitter nicht nur für Fans der Rangers zugänglich ist. So wurde aus der eigentlich gut gemeinten Aktion ein »Twitter-Desaster«, wie die englischen Zeitungen titelten. Denn weit über 90 Prozent der Fragen hatten mit Fußball im Allgemeinen, oder QPR im Speziellen nichts zu tun. Für den neutralen Beobachter war es trotzdem ein Spaß. Kostprobe gefällig? »Wer hat mehr Schaden an der englischen Südküste verursacht: Du, oder die Luftwaffe?«, lautete eine der Fragen an Redknapp. Eine andere: »Machst Du das aus Deinem Autofenster heraus?«

Redknapp setzt während eines Spiels sein Auto um
Redknapp und Autos, die Dritte. Während eines Spiels seines FC Portsmouth beim Amateurklub Havant&Waterlooville FC saß Redknapp nichtsahnend auf der Trainerbank, als der Stadionsprecher des örtlichen Westleigh Parks die Durchsage machte, es würden einige direkt vor dem Stadion geparkte Autos die Feuerwehrausfahrt blockieren. Sollten diese nicht schnellstens umgesetzt werden, würde ein Abschlepp-Dienst für Ordnung sorgen. Als der Stadionsprecher die Kennzeichen der betreffenden Autos vorlas, dämmerte es Redknapp: »Ich wusste gleich, dass es mein Auto war, und dass ich nun vor 3000 Zuschauern aufstehen musste, um die Karre wegzufahren.«

Redknapp, der Sprücheklopfer
Ob er nun schreiben kann oder nicht, reden kann Harry Redknapp auf jeden Fall. Dabei bewegen sich die meisten seiner Äußerungen irgendwo zwischen humorig und provokant. So sagte er etwa in Bezug auf Mäzene im Fußball: »Fußballfans kümmert das nicht. Spieler kümmert das nicht. Saddam Hussein könnte deinen Klub besitzen, und wenn er ein paar Millionen in den Verein pumpt, sind alle happy. Die Fans würden singen: ›Es gibt nur einen Saddam.‹« Aber auch sich selbst nimmt Redknapp gern auf die Schippe: »Ich habe unsere Mannschaftsaufstellung letzte Nacht im Bett mit meiner Frau gemacht. Wenn man so häßlich ist wie ich, macht man im Bett nichts anderes, als über Fußball zu reden.«