10 Dinge über Fußball und Weihnachten

Ho, ho, ho!

Betrunkene Spieler auf Weihnachtsfeiern, Boxing Day und der Weihnachtsmann im Zentrum eines Manipulationsskandals. Der Fußball hat auch rund um die Feiertage einiges zu bieten. 

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1.

Beginnen wir mit einer dieser wunderbaren Geschichten, die nur der Fußball schreibt. Wobei es in diesem Fall eher Menschlichkeit und Nächstenliebe waren. In einer Zeit, in der es von beidem scheinbar viel zu wenig gab. An Weihnachten 1914, in den Schützengräben der Westfront, wurde nicht geschossen. Zumindest nicht überall. Waffenruhen wurden zwischen Deutschen und Briten vereinbart. Um Weihnachtslieder zu singen, die Toten zu bergen, Geschenke zu überreichen und Wunden zu verbinden. »Dann wurde ein Ball aus unserem Graben gekickt und Deutsche und Engländer fingen plötzlich gemeinsam an, Fußball zu spielen«, vermerkte der englische Sargeant Clement Barker. Während das Endergebnis des Spiels ungewiss ist, steht fest: Am zweiten Weihnachtsfeiertag war der Frieden vorbei, wo er denn überhaupt existiert hatte.

2.

Fußballerisch gesprochen, herrscht in England am zweiten Weihnachtstag sowieso kein Frieden. Der »Boxing Day« ist das Highlight im Premier-League-Kalender. Bis 1957 wurde sogar auch am 25. Dezember ein Spieltag abgehalten, Hin- und Rückspiele zwischen zwei Mannschaften wurden auf die beiden Tage verteilt. Mittlerweile wird zwar nur noch der 26. Bespielt, dafür dann aber auch die ganze Woche danach. Dieses Jahr sind in der Woche vom 26. Dezember bis 3. Januar nur an zwei Tagen keine Spiele angesetzt.

3.

Lange war Deutschland die einzige der großen Ligen, wo die Profis über Weihnachten weder spielen noch trainieren mussten. Dieses Jahr könnte sich das ändern. In Hannover besteht André Breitenreiter weiterhin auf seine Drohung, den Spielern des Tabellenvorletzten den Weihnachtsurlaub auf Kosten von Trainingseinheiten zu streichen.

4.

Schlimm wäre es auch auf Schalke, wenn die Spieler an Weihnachten trainieren müssten. Denn dann hätten sie keine Zeit mehr für solche Späße:


5.

Viel schöner verläuft die Weihnachtszeit da bei Union Berlin. Wie seit 15 Jahren treffen sich auch 2018 Fans im Stadion, um gemeinsam Weihnachtslieder zu schmettern. Das erste Weihnachtssingen fand übrigens 2003 statt, als sich 89 Anhänger mit Glühwein bewaffnet illegalerweise in der Alten Försterei trafen, um die sportliche Misere mit besinnlichem Gesang vergessen zu machen.