10 Dinge über die FIFA-Klub-WM

Dhabi, die freundliche Küstengazelle

Am Samstag spielt Real Madrid im Finale der FIFA-Klub-WM gegen Gremio Porto Alegre. Was Dhabi, Auckland City und der »Clásico« damit zu tun haben? Hier kommen zehn Dinge, die man über dieses Turnier einfach wissen muss.

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1.
Ein wenig Geschichte zum Start: Als Vorläufer des Turniers gilt die bereits Anfang der 50er Jahre lediglich zweimal ausgetragene »Copa Rio«. Der »Weltpokal«, der zwischen 1960 und 2004 gespielt wurde, beschränkte sich auf europäische und südamerikanische Mannschaften. Bei der »Klub-WM« sind neben den Gewinnern der UEFA Champions League und der Copa Libertadores auch die Gewinner der CAF Champions League (Afrika), der AFC Champions League (Asien), der CONCACAF Champions League (Nord- und Mittelamerika) und der OFC Champions League (Ozeanien) sowie ein Team aus dem Gastgeberland teilnahmeberechtigt.


2.
Total überraschenderweise war die Klub-WM anfangs jedoch nicht sonderlich beliebt. Trotz einer Teilnahmeprämie von 2,5 Millionen US-Dollar und zusätzlichen 1,5 bis 3,5 Millionen US-Dollar für die ersten drei Plätze, waren die europäischen Spitzenvereine nicht gerade scharf auf die Zusatzbelastung, nur, um am Ende einen weiteren Titel auf den Briefkopf drucken zu können. Erst nach zähen Verhandlungen, der Absage des Turniers 2001, sowie der eingestellten Planung für der Turniere 2002 bis 2004, einigte sich der Klubfußball auf die Einführung eines modifizierten Turniers ab 2005 – mit einem K.-o-System. Kurioserweise wurde im Jahr 2000 sowohl der Weltpokal, als auch die Klub-WM ausgetragen. Damals gewann Real Madrid den Weltpokal, bei der Klub-WM reichte es aber nur zum vierten Platz.


3.
In den bisherigen 13 Auflagen gewann mit dem FC Bayern erst ein deutsches Team den Titel. Beim 2:0 im Finale gegen Raja Casablanca im Jahr 2013 trafen damals Dante und Thiago für die Guardiola-Elf. Pep bezeichnete das Duo danach als »Super, super Spieler«. Mehr Lob geht nicht.


4.
Noch nie konnte übrigens eine Mannschaft den Klub-WM-Titel verteidigen - auch, weil eben bis zu diesem Sommer noch nie eine Mannschaft den europäischen CL-Titel verteidigt hatte. Real Madrid kann also für ein Novum sorgen und zugleich den Rekordsieger FC Barcelona (drei Titel) einholen.


5.
Aber aufgepasst, Real Madrid! Gemäß Artikel 38 d) des Disziplinar-Kodex der FIFA würde eine Sanktion während des Turniers auch für das nächste Pflichtspiel des betroffenen Klubs gelten, in Real Madrids Fall also für den folgenden Clásico. Sollte ein Spieler der »Königlichen« im letzten Spiel des Turniers vom Platz fliegen (*hust* Sergio Ramos *hust*), wäre er gegen die Katalanen nicht spielberechtigt. »Ich finde das ein bisschen komisch«, sagte Zinedine Zidane zu der kuriosen Regel, »aber wir akzeptieren das«. Etwas anderes bleibt dem Star-Coach auch nicht übrig. Vielleicht sollte er Ramos aber sicherheitshalber auf der Bank lassen.