10 Dinge: Fußballer und Politik

Wer die Wahl hat...

Leute, geht wählen. Und dann kommt wieder und genießt unsere zehn kuriosen Dinge über Fußball und Politik.

Pierre Littbarski 

Die CDU war die erste Partei, die die Zeichen der Zeit erkannte. Mit Fußballern lässt sich erfolgreich Politik machen. Und so wurde 1989 der gänzlich unpolitische Pierre Littbarski in die Bundesversammlung gerufen, um Richard von Weizsäcker im Amt des Bundespräsidenten zu bestätigen. Heute blickt »Litti« eher konsterniert auf den PR-Gag zurück: »Sie haben mich in einen schwarzen Anzug gesteckt. Irgendeiner von der Partei hat mit meinem Manager gesprochen und der hat mir dann erklärt, dass ich meinen Zettel langsam in den Topf schmeißen soll - damit die Fotografen genug Zeit haben.«

Johan Micoud

Angesprochen auf die Theorie des linken Fußballs von Fußballvisionär Menotti entgegnete Johan Micoud einst: »Dann sind wir bei Werder Bremen wohl alle Sozialisten! Ich kannte diese Theorie nicht und sehe auch keinen so klaren Bezug zwischen Fußball und Politik. Ich selbst bin politisch eher bei den Grünen anzusiedeln.« Eine Einstellung die sich Micoud auch nach dem Fußballerleben erhalten hat: heute besitzt er ein Weingut in Frankreich.

Manfred Kaltz

Als die DFB-Elf 1978 zur WM in Argentinien antreten musste, gab es vor dem Turnier eine Menge Bedenken. Immerhin wurde das Land damals von einer Militärdiktaktur regiert: Folterungen, das Verschwindenlassen und Ermorden von Regimegegnern gehörten zur Tagesordnung, heute geht man von 30.000 Todesopfern bis 1983 aus. Umso erstaunlicher, dass sich die Nationalspieler eher unbeeindruckt zeigten, so wie Manni Kaltz: »Nein, belasten tut mich das nicht, dass hier gefoltert wird. Ich habe andere Probleme.«

Jordan Letchkov

Der bulgarische WM-Held von 1994 und wohl größte Alptraum von Thomas Hässler wurde 2003 Bürgermeister seiner Heimatstadt Sliwen und ist Mitglied der konservativen Partei GERB. Nachdem er 2007 in seinem Amt bestätigt wurde, ging es mit der politischen Karriere bergab. 2010 wurde ihm vom Stadtrat das Bürgermeisteramt wegen des Verdachts auf Machtmissbrauch entzogen, es folgte eine dreijährige Bewährungsstrafe . Letchkov perplex: »Eine solche Strafe habe ich nicht erwartet. Wir werden natürlich Berufung einlegen, weil wir glauben, dass es ein politisches Urteil ist.« Bei einem politischen Amt durchaus eine gewagte These. 

Ümit Özat

Eher vage Pläne hatte der ehemalige Kölner Ümit Özat nachdem ihn eine Herzmuskelentzündung zum Karriereende gezwungen hatte: »Ich will irgendwann in die Politik, Abgeordneter und Sportminister sein. Oder Bürgermeister.« Zwar wusste Özat noch nicht genau, in welche politische Richtung es gehen sollte, dafür war klar, wer ihm die Entscheidung abnimmt: »Für welche Partei, das entscheidet letztlich mein Vater.«

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