Danke Rom. 

Danke meiner Mutter, meinem Vater, meinem Bruder, meinen Ver­wandten und meinen Freunden. Danke meiner Frau und meinen drei Kin­dern.

Ich wollte mit dem Ende beginnen – beim Auf Wie­der­sehen – weil ich nicht weiß, ob ich nachher noch in der Lage sein werde, diese Zeilen zu lesen. Es ist unmög­lich, 28 Jahre in ein paar Sätzen zusam­men­zu­fassen.

Ich würde es gern mit einem Gedicht oder Lied tun, aber ich kann keines schreiben. Über die Jahre habe ich immer ver­sucht, mich über meine Füße aus­zu­drü­cken, die für mich immer alles ein­fa­cher gemacht haben, seitdem ich ein Kind war.

Da ich über Kind­heit rede, könnt ihr euch vor­stellen, was mein liebstes Spiel­zeug war? Ein Fuß­ball, natür­lich! Und er ist es immer noch.

Es gibt einen Punkt im Leben, an dem Du erwachsen wirst – das ist es, was man mir erzählt hat und das ist es, was die Zeit ent­schieden hat.

Ver­dammte Zeit.

Damals, am 17. Juni 2001 (Der AS Rom wurde bis dato letzt­mals ita­lie­ni­scher Meister, Anm. d. Red.), wollten wir alle, dass die Zeit etwas schneller ver­geht. Wir konnten nicht abwarten, dass der Schieds­richter zum Abpfiff pfeift.

Ich bekomme immer noch Gän­se­haut, wenn ich daran denke. Heute ist die Zeit gekommen, mir auf die Schulter zu klopfen und zu sagen:

Wir müssen erwachsen werden. Und morgen wirst Du ein Erwach­sener sein. Zieh diese Schuhe und Hose aus, weil ab heute bist Du ein Mann. Du kannst nicht länger den Geruch von Gras genießen, die Sonne auf deinem Gesicht, wäh­rend Du dich dem geg­ne­ri­schen Tor näherst, wie Dich das Adre­nalin auf­frisst, diese Freude des Fei­erns.“

Über die letzten Monate habe ich mich gefragt, warum ich von diesem Traum auf­ge­wacht bin. Stellt euch vor ihr seid ein Kind und habt einen guten Traum…und eure Mutter weckt euch auf, weil ihr zur Schule müsst.

Ihr wollt weiter träumen…ihr wollt wieder zurück in den Traum, aber das gelingt nie­mals. Dieses Mal ist es kein Traum, son­dern Rea­lität. Und ich kann nicht mehr in sie zurückkehren.