Deutschland-Schweden im 11FREUNDINNEN-Liveticker
Ein Midsommeralbtraum
Text: Johanna Behre und Franziska Schmidt Bild: Imago
Die deutsche Elf hat sich und die Eventfans endlich erlöst. Mit einem furiosen Sieg gegen Schweden ließen Neid und ihr Team alle Kritiker verstummen. Das Sommermärchen geht weiter und weiter und weiter...
20:33 Uhr
Deutschland gegen Schwieden – 2003 ging die Partie dank Nia Künzers Golden Goal in der 98. Minute 2:1 für die deutsche Elf aus. Deutschland wurde zum zweiten Mal Weltmeister. Ein gutes Omen?
20:37 Uhr
Hingst und Angerer machen im Stadiongang den »ladybump« mit den Einlaufkindern.
20:44 Uhr
Wo wir gerade beim Thema sind: Für die verletzte Kim Kulig spielt Ariane Hingst auf der Doppelsechs. Durchaus überraschend: Birgit Prinz und Alexandra Popp bilden zusammen die deutsche Doppelspitze. Bundestrainerin Neid kontert damit den Vorwurf, alte und junge Spielerinnen im Team gegeneinander auszuspielen. Geschickt eingefädelt.
20:46 Uhr
Kommentator Norbert Galeske is back: »Rasse, Klasse, Spielwitz!«
2.
»Werden die Deutschen ähnlich gut wie gegen Japan hinten die Viererkette bilden?«, Norbert, gute Frage, nächste Frage.
5.
Die Kamera zeigt Caroline Seger auf der Ersatzbank – mit bandagiertem Knie. Es bleibt abzuwarten, wie Schweden diesen Ausfall kompensiert. Gut, dass wir die routinierte Ari Hingst haben. Aber genug gefreut. Schweden fährt den ersten Angriff, doch Angerer steht dort, wo eine Torwärtin stehen muss. Das deutsche Team zeigt alt bekannte Schwächen in Vorwärts- und Rückwärtsbewegung.
10.
Wie schon gegen Japan, nur spiegelverkehrt: ein Tor aus dem Nichts. Öqvist setzt sich auf Links durch und drescht den Ball ins rechte Netz. Angerer dieses Mal: wirklich machtlos.
14.
Trotz des frühen schwedischen Führungstreffers: Deutschlands Kombinationsspiel sieht schon um Weiten besser aus. Bundestrainerin Neid guckt trotzdem grimmig. Warum nur, Silv? Ist doch noch alles drin.
16.
...das Finale gegen die USA, das Sommermärchen, die Titelverteidigung, Olympia. Und selbst Birgit Prinz kann noch zu ihrem ersten WM-Tor kommen.
19.
Und der Ausgleich. Flankengöttin Behringer macht es diesmal selbst nach einer Flanke. Neid hat dem großen Druck, Bajramaj zu bringen, widerstanden und mit Behringer alles richtig gemacht.
24.
Deutschland hat die geringste Fehlpassquote im Turnier, weiß Galeske. Tikki-Takka, the german way.
28.
Das Unwetter hat uns erreicht. Fußballgroße Hagelkörner prasseln auf unseren Laptop. Wir wollen ihn retten und klappen ihn kurz zu. Wir dürfen das; ein bisschen Hagel würde dem Spiel jetzt nämlich auch gut tun – Chancenhagel, verstehse?
38.
Hingst, Behringer und Popp begeistern mit druckvollem Kurzpassspiel. 70 Trainingstage – und keiner zu viel.
40.
Bresonik gewohnt konsequent: Sie holt Öqvist von den Beinen. Ein Gedanke zwischendurch: Von Birgit Prinz ist bisher wenig bis gar nichts zu sehen. Wahrscheinlich rüffelt sie ihren Vater in Gedanken immer noch für dessen Kritik an ihrer Silv. Ein gutes Mädchen. Doch jetzt heißt es: aufwachen. »Birgit ist keine Einwechselspielerin«, erklärte Bundestrainerin Neid. Aber noch weniger eine Auswechselspielerin, wie wir spätestens seit dem Nigeria-Spiel wissen.


