Das Nuller-Heft

11FREUNDE-Spezial: 00er

Das waren die Nuller Jahre

Neu hier? Alle Infos zu 11Freunde Community
16.02.2009

Der skandalöse Polizeieinsatz und seine Folgen

Bremen im Spätherbst

Text: Stefan Minden  Bild: Imago

Rund zwei Monate sind seit dem Spiel in Bremen vergangen, das vor allem von skandalösen Polizeieinsätzen gegen Auswärtsfans von Eintracht Frankfurt geprägt war. »Fan geht vor« wirft noch mal einen Blick zurück.

Der skandalöse Polizeieinsatz und seine Folgen - Bremen im Spätherbst


Man schrieb den 29. November 2008, der 15. Spieltag der laufenden Bundesligasaison stand auf dem Programm. Eintracht Frankfurt hatte beim SV Werder Bremen anzutreten, und wie üblich machte sich eine Großzahl von Eintrachtfans auf den Weg, die Mannschaft zu begleiten. Einige wählten diesmal eine besonders frühe Anreise. Fünf Busse aus Frankfurt und einer aus Gießen hatten sich schon des Nachts auf die etwa 500 km lange Reise gemacht. Die Mitfahrer – überwiegend (aber nicht ausschließlich) Ultras – wollten vor dem Spiel dem neben dem Weserstadion gelegenen Kneipenviertel einen Besuch abstatten.



Zur gleichen Stunde bereitete sich Heinz-Jürgen Pusch, Polizeibeamter in Diensten der Freien Hansestadt Bremen, auf seinen »großen Auftritt« vor. Natürlich hatte er schon vor Tagen durch die szenekundigen Beamten aus Frankfurt den Hinweis bekommen, dass sich die Ultras diesmal sehr früh aufmachen wollten. Da erinnerte sich Pusch der unlängst eingegangenen Anfrage eines im Auftrag von SAT 1 drehenden Fernsehteams: man arbeite an einer Reportage über Polizeieinsätze bei Fußballspielen und gewalttätige Fans, und ob man nicht einmal dabei sein dürfe. Heinz-Jürgen Pusch sah vermutlich unverhofft die Chance gekommen, sich bundesweit einem Millionenpublikum zu präsentieren...

Pusch verabredete sich am frühen Morgen des 29.11.08 mit dem Fernsehteam an der Kreuzung Osterdeich/Sielwall in Bremen, wenige hundert Meter vom Stadion entfernt und am Rande des dortigen Kneipenviertels. Die Fernsehleute lud er zu sich in den Mannschaftsbus der Einsatzleitung, in welchem man sodann gemeinsam auf die Ankunft der Frankfurter Busse wartete. Herr Pusch hatte sich fein gekleidet, oder sagen wir besser, jedenfalls so angezogen, wie er es für seinen Fernsehauftritt als unbarmherziger Sheriff und Garanten von Recht und Ordnung in der Bremer östlichen Vorstadt für angemessen fand: keine Uniform, sondern schwarze Hose, schwarzes Hemd, schwarze Krawatte und schwarze Lederjacke... (ohne hier irgendeine Unterstellung zu der uns gänzlich unbekannten politischen Gesinnung Herrn Puschs anbringen zu wollen: hat ihn denn niemand vorher gewarnt, dass er in diesem Aufzug eher wie ein Saalordner einer rechtsradikalen Partei aussieht und nicht wie ein Polizeibeamter im Dienst???)

Die Busse mit den Eintrachtfans waren schon auf der Autobahn von Fahrzeugen der Bremer Polizei in Empfang genommen worden, die sie bis zur besagten Kreuzung Osterdeich/Sielwall brachten. Ein Weiterfahren sei nicht möglich, da die Parkplätze am Weserstadion noch geschlossen wären. Die Fans stiegen aus, um nun zu Fuß den beabsichtigten Kneipenbummel zu unternehmen. Es war etwa 9.30 Uhr morgens, und die bekannten Rufe wie »Hurra, hurra – die Frankfurter sind da!« oder auch »Randale, Bambule, Frankfurter Schule!« hallten über den Osterdeich. An einer Stelle explodierte ein Böller, ohne dass sich der Übeltäter ausfindig machen ließ, und die Polizei forderte die Fans zum raschen Verlassen der Hauptverkehrsstraße »Osterdeich« auf.

Aber nicht nur die Fans verließen ihre Busse, auch Herr Pusch und sein Fernsehteam kletterten ins Freie. Erstaunlicherweise interessierte sich Herr Pusch zunächst nicht sonderlich für die Reisegruppe der Frankfurter Fans, sondern wandte ihnen erst einmal den Rücken zu. Er hatte Wichtigeres zu tun: vor ihm baute sich die Kamera auf, und vor dem Hintergrund der ankommenden Fans setzte er ein »Ich-bin-wichtig!«-Gesicht auf, rief einen ersten Lagebericht in sein Handy und gab dem Fernsehsender sein erstes Interview des Tages.

Bremen ist bekanntlich eher eine beschauliche Großstadt, und auch und gerade das »östliche Vorstadt« genannte Viertel, in dem das Weserstadion und die von Fußballfans an Spieltagen viel frequentierten Kneipen liegen, kann man nicht unbedingt mit pulsierendem Leben assoziieren. An diesem Samstagmorgen im November gab es jedenfalls überwiegend nur gähnende Leere, »tote Hose« allerorten. Die Straßen zugeparkt, aber menschenleer, die Kneipen geschlossen, zudem war es bitterkalt. Die knapp 300 Eintrachtfans und die sie zahlreich begleitende Polizei erreichten nun die Straße »Vor dem Steintor«. Doch auch die dort befindliche Kneipe »Haifischbecken« war noch geschlossen. Der Tross hielt an, man beratschlagte, wo man hingehen sollte, wo vielleicht eine Kneipe schon geöffnet haben könnte.


weiterlesen [1] [2] [3]



---
News, Interviews, Blogs, Statistiken und Service zu: Eintracht Frankfurt, Werder Bremen






Kommentare

  • User
  • 16.02.2009 14:25:43 pommesgruenweiss

    Ja, ja... die armen Ultras und die böse Polizei.

    Wenn ich als normaler Familienvater auf dem Weg zum Stadion einer Gruppe Menschen begegne, die im Autonomenlook Böller abbrennen, habe ich damit Probleme. Vor allem, wenn ich 4-Klässler im Schlepptau habe, die nur eine Fußballspiel sehen wollen.

    Durch euer Auftreten fühle ich mich belästigt und genötigt, v.a. wenn meine 4-Klässler von euch noch beleidigt werden, nur weil sie nicht eure Farben tragen.

    Meiner Meinung nach fehlt fehlt in keinem Stadion!

  • User
  • 16.02.2009 16:12:20 haibi

    moin,

    sensationeller beitrag lieber pommes.
    dann hoffe mal das deine viertklässler nicht eines tages auf die idee kommen ihren verein auch mal mit nemm fanbuss in die ferne zu begleiten.

    echt traurig was manche mensche für eine rechtsauffassung haben!

  • User
  • 17.02.2009 07:56:15 Dash_HB

    Auch wenn ich die Ultraszene ansonsten durchaus kritisch (das heißt nicht unbedingt negativ) sehe, kann ich mich als langjähriger Werderfan für diesen Vorfall einfach nur schämen. Sicherheit im Stadion muss sein, aber das hier ist peinlich und rückt Bremen in kein gutes Licht. Ich persönlich habe an dem Spieltag selbst gar nichts von der ganzen Geschichte mitbekommen. Wir sind nach dem Spiel im Zug mit diversen Eintrachtfans gefahren, und meine Freundin und ich waren uns noch einig, dass das mit die angenehmsten Gästefans waren, mit denen wir zu tun hatten. Da kann man sich im Namen der Bremer Fans nur entschuldigen.

  • User
  • 20.02.2009 21:27:17 Okolov

    ein schritt richtung polizeistaat...
    nich mehr, nich weniger

  • User
  • 30.03.2009 13:55:05 atzelinho76

    Hallo zusammen,
    ich denke, da liegt die Wahrheit wohl wieder mal in der Mitte. Das die Polizei mit Ihren Maßnahmen in den Augen vieler mit Ihren Maßnahmen voreilig, am Rande der Rechtsstaatlichkeit und überzogen gehandelt hat ist teilweise nachvollziehbar. Selbstredend schade ist natürlich, dass der ein- oder andere "Unbeteiligte" ebenfalls mitbetroffen war. Allerdings muss man aufgrund des Gejammers und Gezeters der Betroffenen m.E. nach auch mal eins bedenken:
    Wochenende für Wochenende sind es doch, für jeden Stadionbesucher quer durch die Republik unschwer erkennbar, immer wieder sog. Ultraszenen und deren Umfeld, denen es fortlaufend nicht gelingt, sich auf einen Stadionbesuch mit Fußballschauen und Support zu beschränken ohne sich in jedweder Form daneben zu benehmen.
    Bestimmte Szenen, so insbesondere die Frankfurter, tun sich dabei augenscheinlich ganz besonders hervor. Dabei meint man offensichtlich regelmäßig, sich aufgrund geschlossenen Auftretens und pubertärer Eigenmanifeste, sich in rechtlichen Freiräumen zu bewegen, bzw. diese zu schaffen. Straftatbestände interessieren dabei keine Sau und bei deren Verfolgung geht dann immer sehr schnell das "Willkür-Polizeistaat-Gar nichts gemacht-Provoziert durch Anwesenheit der Polizei-und-und-und" Geschrei und vor allem das Gejammer los. Genannte Gruppierungen lehnen sich eben in jeder Hinsicht weit aus dem Fenster und in Bremen hat die Polizei jetzt eben mal ziemlich flott reagiert und sich nicht ewig auf der Mase rumtanzen lassen.
    Meine Auffassung: Aus den Bussen steigen, schwarz gekleidet und cool zum Stadion latschen, weil stark durch die Masse, ein bisschen ACAB rufen, andere Leute anpöbeln, ins Stadion gehen, Fußball glotzen- Alles ist gut !!!
    Diesmal eben falsche Richtung, zuviel provoziert, ein bisschen zuviel gezündelt und dann gab's eben mal auf den Sack!
    Die Betroffenen haben sich ja meist als besonders gut im Austeilen erwiesen und diesmal hat man eben mal eingesteckt.

  • User
  • 30.03.2009 14:12:36 gelsenkirchen

    immer dieses deppenargument mit dem öminösen "familienvater" der "mit seinen kindern zum spiel geht". so ein richtg saudummes totschlagargument...

  • User
  • 30.03.2009 14:21:00 gelsenkirchen

    @atzelinho:

    "[...]Wochenende für Wochenende sind es doch, für jeden Stadionbesucher quer durch die Republik unschwer erkennbar, immer wieder sog. Ultraszenen und deren Umfeld, denen es fortlaufend nicht gelingt, sich auf einen Stadionbesuch mit Fußballschauen und Support zu beschränken ohne sich in jedweder Form daneben zu benehmen.[...]"

    ich hoffe du schämst dich im nachhinein hierfür, weil du es vielleicht im fieberwahn o.ä. getippt haben magst, ansonsten muss ich dir mal "keine Ahnung" unterstellen.
    klick hier

  • User
  • 30.03.2009 14:35:02 einrudithömmes

    Geht es um den konkreten Fall oder die Aussage von atzelinho, gelse?

    Ich war vor 10 Tagen in Düsseldorf in der Altstadt unterwegs (selten genug der Fall!) - ich war völlig überrascht, schon in der U-Bahn überall schwarze (und grüne latürnisch!) unterwegs. Was los, Fortuna hat doch heute gar nicht gespielt, denke ich mir so... und dann weiter in den Kneipen überall besoffenes, brutales... Fußball... Pack.

    Ok, nun mag man mir vorwerfen, selbst schuld zu sein, was gehe ich auch in die Altstadt, aber das Offenbacher Hools bei 'nem Auswärtsspiel der Eintracht in Düsseldorf gegen Leverkusen meinen neuen Lieblingspub (beinahe!) dicht machen, ismafaktgewesen.

  • User
  • 30.03.2009 14:35:11 unionchemiker

    gelse, darf ich dir etwas von meiner 2009er laune abgeben!?

  • User
  • 30.03.2009 14:35:37 einrudithömmes

    OFC steht doch für Offenbach, auch in weisser Schrift auf schwarzen Kapuzensweatern?

  • User
  • 30.03.2009 14:36:08 einrudithömmes

    altdeutscher weisser Schrift muss es heissen...

  • User
  • 30.03.2009 14:36:33 einrudithömmes

    Uschi - bitte gerne zuerst hier vorbeischauen. Danke.

  • User
  • 30.03.2009 15:02:41 gygax

    Rudi, nicht als Entschuldigung, aber als Erklaerung: Offenbacher pflegen schon lange gute Kontakte zu Leverkusenern. Es muessen nicht zwingend Offenbacher Fans gewesen sein (vor allem da die Kickers am selben Tag zu Hause gespielt haben). Koennten also auch durchaus L'kusener gewesen sein, die gern die Frankfurter etwas provozieren wollten. Pikanterweise gibt es in Offenbach keine Ultra-Szene

  • User
  • 30.03.2009 15:25:52 einrudithömmes

    Danke für die Aufklärung, gyx, ich hatte keine Ahnung...

    ...aber, (Vorsicht, könnte jetzt etwas platt werden): qed. ETWAS PROVOZIEREN? Die sollen 'ne RUnde ins Fitnessstudio gehen und Bankdrücken oder zu Hause mit ihren Kampfhunden spielen. Was bitte hat das mit Fussball zu tun?

  • User
  • 30.03.2009 15:30:42 gygax

    Nix. Aber willst du der Menschheit unterstellen, dass sie zu jedem Zeitpunkt und ueberall rational und nachvollziehbar handelt? Es ist leider nicht auszuschliessen, dass bei mehr als 6 000 000 000 auch ein paar Idioten dabei sind, die hin und wieder deinen Weg kreuzen

  • User
  • 30.03.2009 15:34:59 einrudithömmes

    Überproportional meinen Weg krauzen, dann wird ein Schuh draus.

  • User
  • 30.03.2009 15:38:21 gygax

    Hm, vielleicht bewegst du dich einfach den falschen Krausen, aeh, Kreisen

  • User
  • 30.03.2009 15:44:43 gelsenkirchen

    @uschi: wieso? es geht mir gut. nur so aussagen wo grundsätzlich von verfehlungen von kleinen gruppen vereinsübergreifend auf alle geschlossen wird kann ich leider so nicht stehen lassen und erst recht nicht ernst nehmen. ich habe im rahmen von fußballspielen in kneipen und an bierständen in meinem (zugegeben nach wie vor noch relativ frischen) leben auch schon kloppereien unter sog. normalfans (zu denen ich mich selber auch zählen würde und die nebenbei höchstwarscheinlich familienväter sind) gesehen. die gibt es mit sicherheit auch bei jedem spiel, genau wie dummes u-bahn-liedergesinge und deppensprüche von irgendwelchen bauern. interessiert aber auch keinen. auch interessiert es eigentlich keinen dass ein spielbesuch heutzutage gar nicht das von den medien so gerne gezeichnete gewaltszenario ist (als ich anfang der 90er begann zu fussballspielen zu gehen fand ich es bedeutend gefährlicher).
    ich finde es interesant dass pauschal behauptet werden kann dass sich ultras "wochenende für wochenende" (!!!) nicht wissen zu benehmen. man mag diese gruppen mögen oder nicht, aber jedem einzelnen pauschal mal sowas zu unterstellen finde ich ehrlich gesagt ziemlich arm und ist mir auch zu vereinfacht.

  • User
  • 30.03.2009 15:47:34 Redondo71

    Durch einen Zufall (Verspätung von schlappen 100 Minuten), den ich in den Verantwortungsbereich des ehemaligen Unternehmens von Herrn Mehdorn verorten muss, kam ich an dem besagten Samstag gegen 14.30 Uhr am Düsseldorfer Hbf an. Da meine eigentliche Nachmittagsplanung dadurch schon obsolet war, bin ich kurz entschlossen in die baldige Esprit-Arena gefahren. Die Stimmung war ziemlich mau. Nichts anderes hatte ich von den mit Freikarten des Werksclubs Ausgestatteten nicht erwartet, aber auch die Frankfurter waren sehr zurückhaltend, obwohl ihre Mannschaft brauchbar gespielt hat. Wenn ich das richtig gesehen habe, waren die Frankfurter Ultras nicht im Gästefan-Bereich und machten 90 Minuten wenig.
    Altdeutsch beschriftete Offenbacher sind mir dabei nicht begegnet, weil ich die Altstadt stets meide, wenn Fussball ist. Viel zu viele Vollidioten. Es reicht schon, das abgehängte Prekariat, und die es mal werden, am Hbf zu ertragen. Wer wirklich wissen will, wie es um unsere Gesellschaft steht, sollte sich dieses Schauspiel mal gönnen...

    Der Vorfall in Bremen wird in diesem Artikel wohl sehr einseitig dargestellt, aber das dort einiges falsch gelaufen ist, steht außer Frage. Aus welchen Motiven hier so willkürlich und rigoros vorgegangen wurde, ist unklar, aber im Ergebnis auch irrelevant.

  • User
  • 30.03.2009 15:54:02 gelsenkirchen

    Die Altstadt kann man aufgrund zu vieler Vollidioten allerdings größtenteils auch meiden wenn kein Fußball ist...
    Fußball exponiert diese Tatsache nur noch ein wenig.

  • User
  • 30.03.2009 16:34:26 einrudithömmes

    @gelse, redondo: Jaha.

    Ich gehe jetzt davon aus, dass ihr mich durchaus versteht. Wo ich mir nicht ganz sicher bin, ist, ob ihr meine Meinung teilt, dass es im Fußball 'ne ganze Menge Leute mit permanenter Hasskappe gibt, die ihre Emotionen gerne ergebnisunverknüpft mit anderen Unbeteiligten... teilen. Klar gibt's das auch außerhalb des Fußballs, aber darum geht's hier gerade nicht.

  • User
  • 30.03.2009 16:45:43 Redondo71

    Doch, doch, ich teile Deine Meinung. Auch bei unserem kleinen Vorort-Verein gibt es eine Menge Leute, denen ich von vornherein aus dem Weg gehe, weil die ihren Hass nicht nur Unbeteiligten zu Teil kommen lassen, sondern sogar gerne auch Gleichfarbige miteinbeziehen. Müssen ein armseliges Leben führen. Mit Gleichgesinnten können die sich von mir aus auf der Wiese prügeln, aber Unbeteiligte sollten dies auch bleiben dürfen.

  • User
  • 01.04.2009 17:08:20 Okolov

    die große frage is doch einfach, warum kann ich einfach eingesperrt werden, nur weil ich fußballfan bin?
    wenn die gleichen maßstäbe, wie in bremen, an normalen tagen gelten würden, würden jeden tag hunderte von menschen einfach weggesperrt werden.
    das kann nur falsch sein. ich weiß auch, dass da keine lämmer unterwegs waren, aber wer nix gemacht hat, kann nicht einfach eingesperrt werden, nur weil er fan ist.

  • User
  • 29.05.2009 14:10:06 Shinook

    so viel schwaches und unüberlegtes. ULTRA steht in erster linie nicht für einen menschen der über den fussball hinaus rechtsgerichtet ist, direkt nach dem aufstehen bei 200 puls fäusteschwingend durch die gegend läuft und sich acht tage die woche besäuft. ein ultra ist in erster linie doch nur ein fan, der von sich meint er sei mehr fan als andere, würde einen teil seines lebens auch auf den fussball, auf seinen verein, in dem fall auf seine eintracht verlegen und sich mit anderen ähnlichdenkenden zu einer kleinen organisation zusammenschließen, die sich zum ziel macht, fahrten zB zu auswärtsspielen günstiger werden zu lassen, fahnen zu besorgen usw usw.

    ultras prägen seit jahren einen großteil unserer fussballkultur!

    und wenn hier so ein hochkorrekter familienvater ohne spass in den backen sich von jedem angefeindet fühlt, dann, ja dann trifft das auch auf den einen oder anderen eintrachtfan zu, der mal n bisken besopen zum spiel kommt. und die "wahrheit liegt auch wieder in der mitte" ist eine hyperliberale aussage eines offensichtlich unpolitisch-ungebildeten menschen, der nicht wählen geht und den nur sein eigenes bier interessiert.

    an dieser stelle vielen dank nochmal an die vielen werder-fans die sich solidarisch an einem dunklen tag in der geschichte der fanverfolgung im polizeistaat deutschland gezeigt haben!

  • User
  • 29.05.2009 14:15:03 einrudithömmes

    Nicht über den Fußball hinaus rechtsgerichtet? Aber im Fußball schon, oder was?

    Hochkorrekter Familienvater ohne Soass in den Backen? Was ist denn bei Anfeindungen mit Spass in den Backen beim unkorrekten Familienvater?

    Wenn du dich auf den konkreten Fall beziehst, kann ich ja nicht mitreden, aber die anderen Sätze wirken doch etwas... wie sag' ich's... ja, unüberlegt.

  • User
  • 21.12.2009 14:41:24 Wirsching

    Mann oH Mann, immer diese Aso-Bullen, und das, wenn kleine Kinder dabei sind. Wegsperren sollte man dies prügelgeilen sogenannten "Ordnungshüter".

  • User
  • 21.12.2009 15:34:38 knoxville

    Mir fallen zu diesem reißerischen Bericht, der sich an der Grenze der Zumutbarkeit bewegt, nur zwei Worte ein:

    NA UND !?

  • User
  • 22.12.2009 16:59:28 haibi

    Schön das gerade Du diesen alten Mist nochmals anstösst, zeigt er doch deutlich eines, das nämlich nichts passiert ist. Pusch kann weitermachen wie gehabt, das ist traurig aber wahr!

zum Forum

Logge Dich ein, um einen Beitrag zu schreiben!

VON DEN LESERN EMPFOHLEN



DIE AKTUELLE UMFRAGE

Igor de Camargo ist...

super
Belgier
Brasilianer
eine Nasenschwalbe
blöd
clever
groß
klein
mittelgut
Igor de Camargo




Thomas Brdaric im Interview

11Freunde-Ausgaben nachbestellen