Es wurde viel diskutiert über Sinn und Unsinn der Benotung von Fußballern. Menschenverachtend sei das, riefen nicht wenige, lasen aber heimlich auf dem Klo weiter. Im Internet-Forum der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung umschiffen einige 96-Fans nun ebenso geschickt wie entschlossen die Klippe der Bigotterie: Sie geben der Sportredaktion für die harsche Beurteilung ihrer Lieblinge einfach auch eine Sechs.
Nur Hohn und Spott erntete John Terry bei seinem ersten Auftritt nach der Entbindung vom englischen Kapitänsamt. »Du wirst deine Frau nie wieder sehen«, skandierten die Fans des FC Arsenal. Terry war ein Verhältnis zu der Freundin eines ehemaligen Mitspielers zum Verhängnis geworden, in der Folge verließ ihn seine Frau und Fabio Capello setzte ihn als Kapitän ab.
Da jene Dame, mit der Terry eine Affäre laufen hatte, den Nachnamen »Bridge« trägt und Terrys Club Chelsea an der Stamford Bridge beheimatet ist, bot sich den englischen Händlern eine besondere Verkaufsidee an: Momentan gibt es die »Team Terry«-Shirts zu kaufen, darauf zu lesen: »Terry. he always scores at (the) bridge.«
Vehöhnt wurde Terry schon so manches Mal, als gegnerische Fans Terrys Mutter als Diebin verunglimpften oder sich darüber lustig machten, wie Terry den entscheidenden Elfer im Champions League-Finale gegen ManU verschossen hatte. Text: »Viva John Terry. Could have won the cup, but he fucked it up.«
Heiko Herrlich und der VfL Bochum - das passt momentan. Der passionierte Paulo Coelho-Zitierer weiß, wie man die Spieler richtig anpackt. Und wir warten gespannt, wann Herrlich seinen Ex-Kollegen Andi Möller zum VfL lotst.
Und wie überwindet man eine Existenzkrise nun? Roberto Mancini, Trainer von Manchester City, macht es vor. Laut Guardian befahl er seinem Spieler Wayne Bridge, dessen Freundin mit Kollegenschwein John Terry fremdging, den Ärger zu vergessen. Genial! Den Trick sollte sich jede Feuerwehr merken: »Mein Haus brennt!« - »Ach, gucken sie einfach nicht hin!«