Betar Jerusalem – Bnei Yehuda 3 : 0
Die Trennung weicht der Annäherung
Text: Heinz Sigmund und Henrike Reinicke Bild: Heinz Sigmund und Henrieke Reinicke

Betar Jerusalem – Bnei Yehuda 3:0, Ligat ha’Al, Jerusalem / Israel Teddy-Kollek-Stadium, 19. August 2007, 14 000 Zuschauer
Meister Betar, von einem russischen Ölmagnaten gesponsert, galt mit seinen sieben Nationalspielern als Favorit. Die Betar-Spieler hatten das Spiel gegen die »Orange Hells« auch weitestgehend im Griff.
Nach der Führung durch den Ghanaer Toto Tamuz konnte Yehuda nur kurzzeitig dagegen halten. Technische Mängel glichen beide Teams durch einen erstaunlichen Offensivdrang aus. Tore von Michael Zandberg und Christian Alvarez ließen die Heimfans endgültig ausflippen.
In dieser Form könnten die Israelis zu einem ernstzunehmenden Gegner heranwachsen, auch für europäische Spitzenklubs. Zumal die Trennung zwischen jüdischen und arabischen Teams immer mehr aufweicht.
Betar duldet zwar bis heute keine arabischen Spieler im Kader. Wenn der umtriebige Sponsor aber tatsächlich Bürgermeister von Jerusalem werden will, wie unsere Gewährsleute mutmaßen, dann könnte sich auch das in absehbarer Zeit ändern. Fußball in Israel hat eine interessante Zukunft, selbst wenn der Service noch zu wünschen übrig lässt: Im Stadionrestaurant gibt es nur schmierige Hot Dogs und Coca-Cola.


