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England | 28.07.2014

Medien: Khedira zu Gehaltseinbußen bereit

Der Transfer von Fußball-Weltmeister Sami Khedira (27) von Champions-League-Sieger Real Madrid zum FC Arsenal rückt offenbar näher.

London - Der Transfer von Fußball-Weltmeister Sami Khedira (27) von Champions-League-Sieger Real Madrid zum FC Arsenal rückt offenbar näher. Laut einem Bericht der englischen Zeitung Daily Star ist der 27-Jährige zu Einbußen beim Gehalt bereit. Khediras Gehaltsvorstellungen sollen zuletzt in den Verhandlungen ein Problem gewesen sein.

Der Vertrag des Mittelfeldspielers beim spanischen Rekordmeister läuft noch bis Juni 2015. Als Ablösesumme waren zuletzt 25 Millionen Euro im Gespräch. Sein Berater Jörg Neubauer wollte sich zuletzt auf SID-Anfrage nicht zu einem Transfer von Khedira zum Klub von Mesut Özil, Lukas Podolski und Per Mertesacker äußern. "Wenn es etwas zu vermelden gibt, werden wir das tun", sagte er.

England | 25.07.2014

Cesar zurück zu den Queens Park Rangers

Der nach der glücklosen WM aus der brasilianischen Nationalmannschaft zurückgetretene Keeper Julio Cesar kehrt zu den Queens Park Rangers zurück.

London - Der nach der glücklosen Heim-WM aus der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft zurückgetretene Torhüter Julio Cesar kehrt zum Premier-League-Aufsteiger Queens Park Rangers zurück. Das teilte der kanadische Klub FC Toronto am Freitag mit, bei dem Cesar seit Februar auf Leihbasis spielte. Der 34-Jährige war im August 2012 von Inter Mailand zu den Londonern gewechselt und hatte einen Vierjahresvertrag erhalten. Nach dem Abstieg in die zweite Liga war Cesar aber nicht mehr zum Einsatz gekommen.

International | 23.07.2014

Brasiliens Trainer Dunga setzt auf Taffarel als Torwarttrainer

Der neue brasilianische Nationaltrainer Carlos Dunga vertraut bei der Zusammenstellung seines Trainerstabs seinem alten Weggefährten Claudio Taffarel.

Rio de Janeiro - Der neue brasilianische Fußball-Nationaltrainer Carlos Dunga vertraut bei der Zusammenstellung seines Trainerstabs seinem alten Weggefährten Claudio Taffarel. Der 48-Jährige, der im WM-Finale 1994 gegen Italien (3:2 nach Elfmeterschießen) zum Matchwinner avancierte, wird künftig die Torhüter der Seleção trainieren. Taffarel hatte diesen Posten bereits beim türkischen Topklub Galatasaray Istanbul inne.

WM | 04.07.2014

Brasilien kämpft sich ins Traum-Halbfinale gegen Deutschland

Mit Leidenschaft, Kampfkraft und jeder menge schmutziger Tricks ist WM-Gastgeber Brasilien ins Traum-Halbfinale gegen Deutschland eingezogen.

Fortaleza - Mit Leidenschaft, Kampfkraft und jeder menge schmutziger Tricks ist WM-Gastgeber Brasilien ins Traum-Halbfinale gegen Deutschland eingezogen. Die Innenverteidiger Thiago Silva (7.) und David Luiz (69.) erzielten die Tore beim 2:1 (1:0)-Arbeitssieg gegen Kolumbien. Die knüppelhart agierende Selecao machte damit die Neuauflage des Finals von 2002 perfekt. Vor Angst zu erstarren braucht die DFB-Elf am kommenden Dienstag - exakt 24 Jahre nach dem WM-Triumph 1990 - in Belo Horizonte (22.00 Uhr MESZ) aber nicht.

James Rodriguez gelang per Foulelfmeter (80.) nur noch der Anschlusstreffer für die Cafeteros, die den Einzug in ihr erstes WM-Halbfinale verpassten. Der Jungstar verabschiedete sich mit seinem sechsten Tor von der großen WM-Bühne.

Vom "Jogo bonito", dem in Brasilien so verehrten "schönen Spiel", war die Elf von Trainer Luiz Felipe Scolari Lichtjahre entfernt. Der Zweck heiligte die Mittel. Symptomatisch war die Gelbe Karte gegen den überragenden Thiago Silva, der damit gegen Deutschland gesperrt sein wird: Als Kolumbiens Torwart David Ospina das Spiel mal schnell machen wollte, rannte er ihn einfach über den Haufen. Nun wird wahrscheinlich Dante von Bayern München gegen seinen Teamkollegen Thomas Müller und Co. verteidigen.

Bangen müssen die unter dem Strich enttäuschenden Brasilianer vor dem Halbfinale auch um Neymar. Der Superstar wurde nach zahllosen Attacken und einem finalen Knie-Check in den Rücken durch Juan Zuniga in der 88. Minute vom Platz getragen.

Die Kolumbianer ließen sich in ihrem ersten WM-Viertelfinale den Schneid abkaufen. Die Brasilianer führten jeden einzelnen Zweikampf am Rande der Legalität und häufig jenseits davon. Vor allem Cafetero-Jungstar James wurde bei jeder Ballberührung knüppelhart attackiert - und der schwache Schiedsrichter Carlos Velasco Carballo (Spanien) schaute allzu oft nur zu.

Die Selecao-Fans im Estadio Castelao mussten nicht lange bis zum ersten Torjubel warten. Nach einer Ecke von Neymar passte Carlos Sanchez nicht auf, ließ Thiago Silva laufen, und der Kapitän bugsierte den Ball mit dem Knie ins Tor. Der Treffer passte zum Spiel der Brasilianer: Schön war er nicht. Umso schöner war dafür das 2:0 von David Luiz. Der Verteidiger vom FC Chelsea versenkte einen direkten Freistoß aus 25 Metern im Winkel.

Die Kolumbianer waren schon nach dem frühen ersten Gegentreffer schockiert gewesen, ihnen gelang gegen die bissigen und aggressiven Gastgeber kaum eine Aktion - auch, weil Rodriguez unentwegt attackiert wurde. Fernandinhos Checks gegen den 22-Jährigen vom AS Monaco (13./45.+1) waren grenzwertig, zahllose weitere Male bekam James Tritte, Schubser und Stöße ab. 

Am Drücker waren zumeist die Brasilianer, die bei aller Härte zumindest durch ihre Leidenschaft und Zielstrebigkeit zu überzeugen wussten. Nur einmal blitzte vor der Pause auch spielerische Klasse auf. In der 20. Minute kam Hulk nach einem Doppelpass mit Neymar zum Schuss, bei dem David Ospina im Tor seine ganze Klasse zeigen musste. 

Brasiliens Trainer Scolari hatte nach dem Zittersieg im Elfmeterschießen gegen Chile auf der rechten Abwehrseite überraschend Dani Alvez durch Maicon ersetzt. Paulinho spielte für den gelbgesperrten Wolfsburger Luiz Gustavo. 

Auch José Pekerman, argentinischer Coach der Cafeteros, nahm zwei Veränderungen vor. Im Mittelfeld spielte Fredy Guarín für Abel Aguilar. Im Angriff musste Jackson Martínez weichen, für ihn stürmte Víctor Ibarbo.

Nach der Pause ebbten die zumeist wilden und ungestümen Angriffswellen der Gastgeber ab, in der Defensive operierten sie weiter kompromisslos. Und wenn Kolumbien mal in Strafraumnähe kam, war spätestens beim bärenstarken Innenverteidiger-Duo Endstation. Nach dem Elfmeter, den Torwart Julio Cesar mit einem Foul am eingewechselten Carlos Bacca, war es aber vorbei mit der Sicherheit. Nur eine Minute später verpasste Bacca per Kopf den Ausgleich nur um wenige Zentimeter. Am Ende zitterte sich Brasilien ins Ziel.

 

WM | 17.06.2014

Brasilien gerät ins Stolpern: Nullnummer gegen Mexiko

Brasilien ist auf dem Weg zum angestrebten sechsten WM-Titel zum ersten Mal ins Stolpern geraten.

Fortaleza - Brasilien ist auf dem Weg zum angestrebten sechsten WM-Titel zum ersten Mal ins Stolpern geraten. In ihrem zweiten Spiel der Gruppe A kam die Selecao gegen widerspenstige Mexikaner nur zu einem 0:0. Was der Punkt beim Kampf um den Einzug in das Achtelfinale wert ist, erweist sich allerdings erst am Mittwoch: Dann spielt Kamerun, letzter Vorrundengegner der Gastgeber, zunächst gegen Kroatien.

In einem sehr intensiven Spiel hatten die Brasilianer nur wenige hochkarätige Chancen, die meisten davon vereitelte der exzellente mexikanische Torwart Guillermo Ochoa. Mexiko, das im Auftaktspiel nach zwei zu Unrecht aberkannten Treffern 1:0 gegen Kamerun gewonnen hatte, präsentierte sich als äußerst unbequemer Gegner: aggressiv, laufstark und hart im Zweikampf. Manchmal auch zu hart. Brasilien hatte damit Probleme, verzettelte sich allzu oft in Zweikämpfe.

Nach der Pause waren die Brasilianer in der Neuauflage des Olympia-Endspiels von 2012, das Neymar und Co. in Wembley mit 1:2 verloren hatten, zunächst sogar die deutlich bessere Mannschaft. Der starke Jose Juan Vasquez und Hector Herrera zielten mit ihren Schüssen aber über das Tor. Brasilien kam da tatsächlich ein bisschen ins Schwimmen, Kapitän Thiago Silva musste seine Mitspieler lautstark aufrütteln.

Neymar, im WM-Eröffnungsspiel zweifacher Torschütze, war diesmal von Beginn an gut im Spiel, er hatte oft den Ball, wechselte oft die Position. Auf die Unterstützung von Hulk musste er aber verzichten. Wegen Oberschenkelproblemen saß der Angreifer nur auf der Bank, dafür war Ramires dabei, Mittelfeldmann vom FC Chelsea. Im Strafraum aber kam Neymar oftmals zu spät, so in der 48. Minute, als ihm Francisco Rodriguez gerade noch den Ball vor der Nase wegköpfte.

Auch ohne Superstar Javier Hernandez, der erneut nur auf der Bank saß und erst in der 74. Minute ins Spiel kam, versteckte sich Mexiko keineswegs. Weil die beiden Außenverteidiger Dani Alves und Marcelo in erster Linie auf Offensive gepolt waren, blieben die Brasilianer hinten doch anfällig - allerdings räumte der starke Thiago Silva in der Mitte alles ab. Eine gute Gelegenheit hatte Mexiko nur durch einen 20-Meter-Schuss von Hector Herrera (24.), den Torhüter Julio Cesar gerade noch über die Latte lenkte.

Auch auf der Gegenseite stand der Torhüter im Blickpunkt - und Ochoa verhinderte vor der Pause die beiden besten Gelegenheiten der Brasilianer mit Bravour. Erst drehte er den Kopfball von Neymar mit einer Glanzparade noch um den Pfosten (26.). In der 44. Minute war er dann erneut zur Stelle und rettete in höchster Not gegen David Luiz.

Auch in der zweiten Halbzeit reagierte Ochoa großartig, in der 69. Minute war er erneut gegen Neymar mit einem Reflex zur Stelle.

Ein besonderer Druck lag auf Schiedsrichter Cüneyt Cakir (Türkei), nachdem sein japanischer Kollege Youchi Nishimura im Eröffnungsspiel durch einen falschen Elfmeterpfiff der Selecao das 2:1 beim Sieg gegen Kroatien (3:1) ermöglicht hatte. Cakir ließ zu Beginn beiden Mannschaften sehr viel durchgehen, ohne Gelb zu zeigen.

SID th jm

 

WM | 21.05.2014

Auf FIFA-Bitte: WM-Arena in São Paulo bekommt neuen Test

Auf Drängen des Fußball-Weltverbandes FIFA wird die Arena in São Paulo vor dem WM-Auftakt am 12. Juni noch einmal einem Kompletttest unterzogen.

São Paulo - Auf Drängen des Fußball-Weltverbandes FIFA wird die Arena in São Paulo vor dem WM-Auftakt am 12. Juni noch einmal einem Kompletttest unterzogen. Dazu krempelte der brasilianische Verband sogar den Spielkalender der ersten Liga um und machte nach dem Heimrecht-Tausch nun die Partie SC Corinthians gegen Botafogo Rio de Janeiro am 1. Juni zum ultimativen Probelauf für das WM-Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien.

"Für uns ist es fundamental, dass alle Einrichtungen unter totalen Spielbedingungen getestet werden, inklusive der Zusatztribünen und angrenzenden Anlagen", schrieb FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke via Twitter. Ursprünglich war die Partie Corinthians gegen Cruzeiro vom 28. auf den 29. Mai (Donnerstag) und vom Canindé-Stadion ins "Itaquerão" verlegt worden. Das Spiel findet nun wieder am eigentlich vorgesehenen Tag und Ort statt.

"Die Entscheidung, einen Test am Sonntag anstatt an einem Wochentag durchzuführen, wurde auf Bitten der lokalen Behörden getroffen, um die Auswirkungen auf die operationale Routine in der Stadt zu minimieren", heißt es in einem Kommuniqué der FIFA. Anstoßzeit ist um 16 Uhr.

Beim ersten Testlauf am vergangenen Sonntag waren die Zusatztribünen noch nicht freigegeben worden, sodass die für die WM-Spiele 66.000 Zuschauer fassende Arena mit rund 36.000 Fans nur gut zur Hälfte gefüllt war.

WM | 13.05.2014

ARD: Einsatzkommandos gegen Spielmanipulation bei der WM

Der Fußball-Weltverband FIFA will bei der WM in Brasilien offenbar mobile Einsatzkommandos für den Kampf gegen mögliche Spielmanipulationen einsetzen.

Köln - Der Fußball-Weltverband FIFA will bei der WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) offenbar mobile Einsatzkommandos für den Kampf gegen mögliche Spielmanipulationen einsetzen. Das ergaben Recherchen der ARD, die von FIFA-Sicherheitschef Ralf Mutschke bestätigt wurden. Bei konkreten Hinweisen hält Mutschke demnach sogar kurzfristige Spielabsagen für möglich.

In Brasilien werde in jedem Stadion ein speziell ausgebildeter FIFA-Sicherheitsoffizier sein, ein sogenanntes "Fly-In-Team" könne bei jedem Hinweis schnell direkt vor Ort sein. "Das ist wirklich was, was es in der Form noch nicht bei einer Weltmeisterschaft gegeben hat", sagte Mutschke.

WM | 07.05.2014

FIFA-Generalsekretär Valcke vor WM-Beginn: "Wir sind durch die Hölle gegangen"

Die FIFA ist vor der in 36 Tagen beginnenden Weltmeisterschaft in Brasilien laut ihres Generalsekretärs Jerome Valcke "durch die Hölle" gegangen.

Lausanne - Unruhen in Rio, Verzögerungen beim Bau der Stadien und wechselnde Ansprechpartner in der Politik: Die FIFA ist vor der in 36 Tagen beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien laut ihres Generalsekretärs Jerome Valcke "durch die Hölle" gegangen. "In Brasilien gibt es bestimmte Politiker, die gegen die Weltmeisterschaft sind", sagte Valcke in Lausanne.

Für die zahlreichen Probleme kurz vor dem Turnier sei nicht der Weltverband verantwortlich. "Es ist nicht die FIFA, die die Weltmeisterschaft in Brasilien organisiert", sagte Valcke, aber "wir unterstützen Brasilien, um sicherzustellen, dass es ein Erfolg wird." Andernfalls gerate auch die FIFA "in Schwierigkeiten".

Zuletzt sorgten zahlreiche Proteste in Rios Armenvierteln für negative Schlagzeilen. Zudem räumte Valcke ein, dass unter anderem das Stadion in Cuiabá nicht vollends fertig werden könnte. "Ich sage nicht, dass alles fertig sein wird", meinte der Franzose. Eigentlich sollten alle WM-Arenen bereits im Dezember an die FIFA übergeben worden sein. Wegen zahlreicher Verzögerungen wurde die Frist aber bis zum 15. Mai verlängert: "Es ist etwas später als erwartet, aber wir wissen, uns anzupassen."

WM | 21.03.2014

FIFA-General Valcke zur letzten WM-Bestandsaufnahme nach Brasilien

FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke reist vom 24. bis 27. März nach Rio de Janeiro zu einer letzten Bestandsaufnahme vor der WM-Endrunde in Brasilien.

Zürich - FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke reist vom 24. bis 27. März nach Rio de Janeiro zu einer letzten Bestandsaufnahme vor der WM-Endrunde in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli). Nach Angaben des Fußball-Weltverbandes FIFA ist es für die Organisatoren die letzte Gelegenheit, sich vor Ort hinsichtlich der operativen Vorbereitungen zu informieren, bevor mit der Umsetzung der jeweiligen WM-Installationen in allen zwölf Gastgeberstädten begonnen wird.

Alle vor Ort geplanten Besuche in den Gastgeberstädten wurden auf die abschließende Inspektionsreise verlegt, die für Ende April vorgesehen ist. Bis dahin sollen auch die Stadien in Sao Paulo, Curitiba und Cuiaba, wo es zu enormen Verzögerungen gekommen war, fertig sein.

EM | 23.02.2014

Auslosung der EM-Qualifikation: DFB-Team kann "Tour de France" planen

Deutschland geht als klarer Favorit auf den Gruppensieg in die Qualifikation für die EURO 2016 in Frankreich.

Nizza - Bundestrainer Joachim Löw und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) können ihre "Tour de France" schon planen: Die Nationalmannschaft hat auf dem Weg zur EM-Endrunde 2016 in Frankreich wie erwartet keine großen Stolpersteine zu befürchten. Irland, Polen, Schottland, Georgien und Gibraltar heißen die machbaren Gegner in der Qualifikation. Das ergab die Auslosung am Sonntag im Acropolis-Kongresscenter in Nizza. Die zehn Partien werden zwischen September 2014 und Oktober 2015 ausgetragen.

"Drei Stunden nach dieser Auslosung werde ich nicht mehr an die EM denken, sondern mich mit der WM beschäftigen", sagte Löw fast demonstrativ. Sportlich sei es jedoch schon interessant, zumal seine Mannschaft in Schottland und Irland stimmungsvolle Kulissen erwarten würden. 

Löw: "Und von den Polen kennen wir ja einige Spieler aus der Bundesliga." Eine Premiere in der Länderspiel-Geschichte steht mit den Duellen gegen Gibraltar bevor. Zu Recht erhob Löw den Anspruch, die Gruppe D als Erster abzuschließen.

"Die Iren und Schotten werden Spuren der Sympathie und viele leere Bierfässer hinterlassen", lautete die erste Reaktion von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Wann und im welchem deutschen Stadion die Heimspiele ausgetragen werden, soll auf einer Präsidiumssitzung am 21. März beschlossen werden.

Für die DFB-Verantwortlichen haben sich die Befürchtungen um eine Quali-Runde der gähnenden Langeweile bestätigt. Allenfalls die Begegnungen gegen den Nachbarn Polen mit den Dortmunder Bundesliga-Profis Robert Lewandowski, Jakub Blaszczykowski und Lukasz Piszczek könnten zu Härtetests taugen. 

Durch die Aufstockung des Endrunden-Teilnehmerfelds von 16 auf 24 Teams wird es für die DFB-Auswahl wohl nur darum gehen, sich so früh wie möglich für das Turnier vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 zu  qualifizieren. Schließlich schaffen es in den neun Qualifikationsgruppen die ersten beiden Teams und sogar noch der beste Gruppendritte direkt zur Endrunde. Die restlichen acht Gruppendritten spielen in Play-offs weitere vier EM-Teilnehmer aus.

Vor allem Löw und Manager Oliver Bierhoff, hatten die Aufblähung der Endrunde bereits im Vorfeld der Auslosung kritisiert. Dafür handelten sie sich einen Rüffel von UEFA-Boss Michel Platini ein. "Wem der Modus nicht gefällt, der muss nicht mitspielen. Eine überwältigend große Mehrheit aller Mitgliedsverbände war für diese Änderung. So funktioniert Demokratie", belehrte der Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) die Deutschen.

"Ich stehe zu der Kritik. Der sportliche Wert der Qualifikation wird zurückgesetzt und es gibt einen komplizierteren Modus bei der Endrunde", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach nach der Auslosung. Aber er habe bereits mit Platini gesprochen. 

"Unser Anspruch ist es ohnehin immer, unsere Qualifikationsgruppe zu gewinnen. Deshalb gibt für uns keinen großen Unterschied bei der Herangehensweise", sagte Bierhoff: "Da die Qualifikation für uns schon immer Pflicht war, ist sie jetzt erst recht Pflicht."

Immerhin darf sich der DFB aufgrund der neuen TV-Zentralvermarktung durch die UEFA auf mehr Einnahmen freuen. Zukünftig gibt es fünf statt der bisherigen vier Millionen Euro pro Spiel, zudem behält der Verband die Marketingrechte (Bandenwerbung). 

Neu sind auch die Spielpläne, die nun von der UEFA unter dem Motto "Nationalmannschafts-Wochen" erstellt werden. Von Donnerstag bis Dienstag werden jeweils acht bis zehn Partien pro Tag stattfinden, feste Spieltage gibt es nicht mehr. Damit will die UEFA den Fernsehsendern an jedem Tag mindestens ein Top-Spiel bieten.

Die Spiele der deutschen Mannschaften werden von RTL übertragen. Der Kölner Privatsender setzte sich (wie auch bei der Qualifikation zur WM 2018 in Russland) gegen die Platzhirsche von ARD und ZDF durch. Wegen der bestehenden TV-Verträge wurde Deutschland auch in eine der acht Sechsergruppen gelost.

Gastgeber Frankreich füllt die einzige Fünfergruppe auf und dient den Teams als Testspielgegner an ihren eigentlich spielfreien Terminen. Die Fünfergruppe ist auch der Grund dafür, dass am Ende der Qualifikation die Spiele in den Sechsergruppen gegen die Tabellenletzten nicht gewertet werden. Nur so ist der beste Gruppendritte ohne ein verzerrtes Bild zu ermitteln.

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