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Spanien | 18.04.2014

Barça-Fans wünschen sich Klopp als Trainer

Jürgen Klopp steht bei den Fans des spanischen Fußball-Erstligisten FC Barcelona hoch im Kurs.

Barcelona - Jürgen Klopp steht bei den Fans des spanischen Fußball-Erstligisten FC Barcelona hoch im Kurs. Laut einer Umfrage der spanischen Sportzeitung Marca wünschen sich 31,3 Prozent der Befragten den Trainer von Borussia Dortmund als neuen Coach beim aktuellen Tabellendritten. 

Damit steht Klopp an der Spitze einer Liste von Wunschkandidaten. Pep Guardiola, der Barça unter anderem zu zwei Titeln in der Champions League sowie drei spanischen Meisterschaften führte, bevor er zum deutschen Rekordmeister FC Bayern München wechselte, erhielt 21,4 Prozent der Stimmen. Auf Rang drei folgt Luis Enrique (16 Prozent), Fußball-Lehrer bei Celta Vigo. Nur 13,4 Prozent sprechen sich für eine Fortsetzung des Engagements des derzeitigen Trainers Gerardo Martino aus. Unter "Tata" waren die Katalanen im Viertelfinale der Königsklasse an Ligakonkurrent Atlético Madrid gescheitert.

In den spanischen Medien hatte es zuletzt immer wieder Spekulationen gegeben, Klopp könne zur kommenden Saison in Barcelona übernehmen. Ein Sprecher des Klubs hatte in der Zeitung El Mundo Deportivo allerdings jeglichen Kontakt zu Klopp "kategorisch" ausgeschlossen. Der 46-Jährige selbst hatte seinen Vertrag beim BVB im Oktober vergangenen Jahres vorzeitig bis 2018 verlängert.

Bundesliga | 05.04.2014

Historische Pleite: Guardiola rotiert die Bayern zur Pleite

Bayern München hat das schwäbisch-bayerische Derby beim FC Augsburg nach einer weitgehend armseligen Darbietung sensationell mit 0:1 (0:1) verloren.

Augsburg - Historische Niederlage für Bayern München: Der deutsche Fußball-Meister hat das schwäbisch-bayerische Derby beim FC Augsburg nach einer weitgehend armseligen Darbietung sensationell mit 0:1 (0:1) verloren und damit die erste Pleite in der Bundesliga seit fast eineinhalb Jahren und 53 Spielen erlitten (28. Oktober 2012 gegen Bayer Leverkusen). Trainer Pep Guardiola, der mit Blick auf das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Manchester United am Mittwoch zahlreiche Stars geschont hatte, wurde dabei für übereifrige Rotation bestraft. Auswärts hatten die gestürzten "Super-Bayern" zuletzt am 11. April 2012 bei Borussia Dortmund (0:1) verloren, dem nächsten Gegner in der Liga.

Augsburg blieb nach dem ersten Pflichtspielsieg gegen die Münchner seit fast 53 Jahren (3:1 am 6. August 1961 in der Oberliga als BC Augsburg) an den Europacup-Plätzen dran. Den Treffer zum geschichtsträchtigen ersten Bundesliga-Sieg gegen den übermächtigen Nachbarn nach fünf Niederlagen erzielte Sascha Mölders (31.). Die Bayern brachten nicht mehr als einen Pfostentreffer des eingewechselten David Alaba (68.) zustande.

"Manchester ist wichtiger", hatte Guardiola vor dem Spiel gesagt - und so veränderte er seine Mannschaft im Vergleich zum 1:1 auf der Insel am vergangenen Dienstag auf gleich sieben Positionen. Doch das war zu viel: Vor 30.660 Zuschauern in der ausverkauften SGL-Arena zeigten die behäbigen Bayern in den ersten 45 Minuten die mit Abstand schwächste Vorstellung in Guardiolas Amtszeit. Bundesliga-Debütant Ylli Sallahi und der erstmals für die Münchner in der Liga aktive Mitchell Weiser waren in der Abwehr auf den Außen überfordert, der junge Pierre-Emile Höjbjerg (18) fand im Mittelfeld nie ins Spiel. Aber auch Stars wie Bastian Schweinsteiger oder Toni Kroos enttäuschten, die Angreifer Claudio Pizarro und Mario Mandzukic hingen in der Luft. Höjbjergs Schuss in der 39. Minute war der erste, den FCA-Torwart Marwin Hitz abwehren musste.

Guardiola, der Kapitän Philipp Lahm, Franck Ribéry und Arjen Robben zu Hause gelassen hatte, musste sich bei Nationaltorwart Manuel Neuer bedanken, dass seine Elf zur Pause nicht höher zurück lag. Neuer rettete gegen Matthias Ostrzolek (2.), Mölders (11./38.) und vor allem Halil Altintop (26.) stark. Nach einem unnötigen Ballverlust von Weiser an Daniel Baier war Neuer jedoch machtlos, als Mölders den Ball von halblinks zum 1:0 in die rechte obere Torecke knallte.

Die deutlich heißeren Augsburger erzwangen die Führung mit giftigem Zweikampfverhalten und Mut zum Risiko. Und das, obwohl Trainer Markus Weinzierl gleich sechs Stammspieler fehlten, darunter André Hahn (gesperrt) und Tobias Werner (verletzt), die besten Torschützen.

Guardiola reagierte bald und brachte bis zur 61. Minute Mario Götze, Alaba sowie Thomas Müller - und jetzt endlich wollten die Bayern. Mandzukic und Javi Martínez vergaben früh in der zweiten Hälfte gute Kopfballchancen. Die zunächst größte Gelegenheit vereitelte jedoch erneut Neuer, als er gegen Alexander Esswein parierte (52.). In einer zunehmend hektischen und umkämpften Begegnung erarbeiteten sich die Münchner ein Übergewicht. Der aufopferungsvoll rackernde FCA hielt mit Nadelstichen dagegen.

Bundesliga | 03.04.2014

FC Bayern: Contento am Außenband verletzt

Bayern München muss mindestens am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Bundesliga-Spiel beim FC Augsburg auf Linksverteidiger Diego Contento verzichten.

München - Bayern München muss mindestens am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Bundesliga-Spiel beim FC Augsburg auf Linksverteidiger Diego Contento verzichten. Der 23-Jährige hatte sich schon zu Beginn der Woche im Training vor der Champions-League-Partie in Manchester eine Außenband-Verletzung im linken Sprunggelenk zugezogen und trägt derzeit einen Gips.

Bayerns Mediendirektor Markus Hörwick bestätigte einen entsprechenden Bericht von Sport Bild online. Contento werde am Freitag "einen Spezialschuh bekommen und dann ab Montag mit einem Tapeverband das Lauftraining wieder aufnehmen", sagte Hörwick.

Bundesliga | 28.03.2014

Kicker: Hahn vor Wechsel nach Gladbach

Senkrechtstarter André Hahn (23) steht vor einem Wechsel vom FC Augsburg zum fünfmaligen deutschen Meister Borussia Mönchengladbach.

Augsburg - Bundesliga-Senkrechtstarter André Hahn (23) steht vor einem Wechsel vom FC Augsburg zum fünfmaligen deutschen Fußball-Meister Borussia Mönchengladbach. Das berichtet der kicker. Der Mittelfeldspieler, dessen Vertrag beim FCA noch bis 2016 läuft, kann demnach für eine festgeschriebene Ablösesumme von 2,25 Millionen Euro den Verein verlassen.

FCA-Trainer Markus Weinzierl gibt sich derweil gelassen. "Wir haben riesiges Interesse, ihn zu behalten. Er ist aber am Zug. Es ist seine Entscheidung, ob er den Weg beim FC Augsburg weitergeht und sich weiterentwickelt, oder einen anderen Weg geht", sagte Weinzierl. Bis Montag soll wohl eine endgültige Entscheidung fallen.

Hahn, der zuletzt sogar von Bundestrainer Joachim Löw für das Länderspiel gegen Chile nominiert worden war, hat in der laufenden Saison bereits 17 Scorerpunkte (10 Tore, 7 Vorlagen) erzielt. Auch Schalke 04 und Bayer Leverkusen sollen Interesse an einer Verpflichtung haben.

Angst vor einem Ausverkauf hat Weinzierl nicht, auch wenn der Hamburger SV angeblich Interesse an Matthias Ostrzolek haben soll. "Da lache ich ja. Sie wissen gar nicht in welcher Liga sie spielen, haben hundert Millionen Schulden und wollen nach Augsburg kommen und uns die Spieler wegkaufen. Da bin ich ganz entspannt", sagte Weinzierl vor dem Gastspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim FSV Mainz 05.

In Mainz will der FCA seine bemerkenswerte Auswärtsserie fortsetzen. Seit acht Spielen und dem 0:3 bei Bayern München am 9. November sind die Fuggerstädter in fremden Stadien unbesiegt. "Wir fahren nach Mainz, um die Serie zu bestätigen", sagte Weinzierl, der allerdings betont, dass "die Begegnung kein Spiel auf Augenhöhe" sei. "Wir haben im Winter gemerkt, als sie Ja-Cheol Koo gekauft haben, dass wir finanziell mit Mainz nicht mithalten können."

 

Bundesliga | 17.03.2014

FC Bayern: Hopfner kandidiert - Hoeneß: "Lasse alles auf mich zukommen"

Karl Hopfner wird sich nach dem Rücktritt von Uli Hoeneß bei Bayern München als Kandidat für das Präsidentenamt zur Verfügung stellen.

München - Karl Hopfner wird sich nach dem Rücktritt von Uli Hoeneß bei Bayern München als Kandidat für das Präsidentenamt zur Verfügung stellen. "Ich habe mir das nicht so vorgestellt. Ich mache das wirklich nur für den FC Bayern, weil ich dem Verein so viel zu verdanken habe, da kann man in dieser nicht leichten Situation nicht Nein sagen", sagte der 61-Jährige dem kicker.

Hopfner, bisher erster "Vize" des deutschen Fußball-Rekordmeisters, soll auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 2. Mai in München von den Mitgliedern zum neuen Vereinschef gewählt werden. Bis dahin leitet er die Geschäfte des FC Bayern e.V. kommissarisch.

Hopfner gehört der Bayern-Führung seit über 30 Jahren an und war dort immer für die Finanzen zuständig. Im vergangenen Jahr war er aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand ausgeschieden. Deshalb war zunächst unsicher, ob sich Hopfner überhaupt als Präsident zur Wahl stellt.

Der Verwaltungsrat der Münchner hatte Hopfner vorgeschlagen, zudem erneut Rudolf Schels und - neu - Professor Dr. Dieter Maier als Vizepräsidenten. Die Wahl gilt als Formsache. Die Führung im Aufsichtsrat hatte bis auf Weiteres adidas-Chef Herbert Hainer übernommen.

Derweil hat sich Hoeneß erstmals nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung und seinem Rücktritt beim FC Bayern als Präsident und Aufsichtsratschef ganz kurz geäußert. "Ich lasse das im Moment alles mal auf mich zukommen. Und dann sehen wir weiter", sagte der 62-Jährige dem kicker.

 

National | 13.03.2014

Hoeneß-Urteil: Drei Jahre und sechs Monate Haft - Revision angekündigt

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß ist am Donnerstag im Steuerprozess zu drei Jahren und sechs Monaten Haftstrafe verurteilt worden.

München - Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß ist am Donnerstag im Steuerprozess vor der 5. Strafkammer des Landgerichts München II für schuldig befunden und zu drei Jahren und sechs Monaten Haftstrafe verurteilt worden. Hoeneß (62) kündigte über seinen Anwalt Hanns Feigen umgehend an, in Revision zu gehen.

Der Vorsitzende Richter Rupert Heindl (47) erklärte in seiner Urteilsbegründung, das Gericht sei zu dem Ergebnis gekommen, Hoeneß' Selbstanzeige sei unwirksam gewesen. Mit den vorgelegten Unterlagen hätte keine vollständige Selbstanzeige erstattet werden können. "Sie hatten nicht alles, was sie brauchten, und haben es trotzdem riskiert", sagte Heindl. Hoeneß habe 28,462 Millionen Euro Steuern inklusive Solidaritätszuschlag hinterzogen.

Das Urteil ist noch nicht das letzte Wort: Hoeneß muss nicht sofort ins Gefängnis, sondern erst, wenn es ein rechtsgültiges Urteil gibt. Er hat formlos Revision angekündigt, sein Anwalt Feigen sagte: "Wir werden das Urteil natürlich angreifen." Hoeneß wird das Urteil nun in Schriftform zugestellt, anschließend hat er vier Wochen Zeit, die Revision zu begründen. 

Von der Staatsanwaltschaft waren Hoeneß zunächst nur die Hinterziehung von 3,545 Millionen Euro Steuern sowie die unrechtmäßige Einreichung von Verlustvorträgen in Höhe von 5,5 Millionen Euro vorgeworfen worden. Im Laufe des Prozesses stellte sich heraus, dass die für das Urteil relevante Summe deutlich größer ist.

Der Prozess hatte am vergangenen Montag begonnen und wurde am Donnerstag nach vier Verhandlungstagen abgeschlossen. Am 17. Januar 2013 hatte Hoeneß beim Finanzamt Rosenheim Selbstanzeige eingereicht.

 

National | 13.03.2014

Fall Hoeneß: Dreieinhalb Jahre Haft für den Bayern-Präsidenten

Uli Hoeneß ist am Donnerstag im Steuerprozess vor der 5. Strafkammer des Landgerichts München II für schuldig befunden worden.

München - Das einst Unvorstellbare wird Wirklichkeit. Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß ist am Donnerstag im Steuerprozess vor der 5. Strafkammer des Landgerichts München II für schuldig befunden worden - das Urteil: drei Jahre und sechs Monate Haft. Hoeneß hatte in sieben Fällen insgesamt 27,2 Millionen Euro Steuern hinterzogen. 

Das Urteil ist wahrscheinlich noch nicht das letzte Wort: Hoeneß muss nicht sofort ins Gefängnis, sondern erst, wenn es ein rechtsgültiges Urteil gibt. Der 62-Jährige hat eine Woche Zeit, formlos Revision zu beantragen. Tut er das, wird ihm das Urteil in Schriftform zugestellt. Danach hätte er vier Wochen Zeit, die Revision zu begründen. 

Die Münchner Staatsanwaltschaft hatte am vierten und letzten Verhandlungstag in ihrem Plädoyer eine Haftstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten gefordert. Die Verteidigung des Präsidenten und Aufsichtsratsvorsitzenden der Bayern beantragte dagegen die Einstellung des Verfahrens - oder eine Bewährungsstrafe für den Fall, dass das Gericht die Selbstanzeige von Hoeneß wegen Steuerhinterziehung aufgrund "formaler Fehler" als unwirksam ansieht. Hoeneß hatte sich am 17. Januar 2013 beim Finanzamt Rosenheim angezeigt.

In den abschließenden Plädoyers ging es am Donnerstagvormittag um die Wirksamkeit der Selbstanzeige. Selbst Verteidiger Hanns Feigen räumte "formale Mängel" ein, er gestand zu, dass es eine "knappe Verfehlung" bei der Erstellung und damit auch "bei der Wirkung" gegeben habe. "Die Situation war hektisch", erklärte er, "man hätte die Anzeige vollständig machen können."

Von der Staatsanwaltschaft waren Hoeneß zunächst nur die Hinterziehung von 3,545 Millionen Euro Steuern sowie die unrechtmäßige Einreichung von Verlustvorträgen in Höhe von 5,5 Millionen Euro vorgeworfen worden. Die nunmehr geschätzte Summe der hinterzogenen Steuern beläuft sich nach Übereinstimmung aller Prozessbeteiligten allerdings auf 27,2 Millionen Euro. Diese müsste Hoeneß in jedem Fall noch nachzahlen, womit sich seine Zahlungen an die Staatskasse inklusive Verzugszinsen und Sonstigem auf rund 48 bis 50 Millionen Euro erhöhen würden. Eine Abschlagszahlung von zehn Millionen Euro hatte er bereits am Tag seiner Selbstanzeige geleistet.

Hoeneß' Anwalt Feigen betonte in seinem 50-minütigen Plädoyer, die Motive für die Steuerhinterziehung durch seinen Mandanten seien "unerheblich", vielmehr gehe es "nur um die Rückkehr zur Steuerehrlichkeit". Darüber hinaus, betonte er, hätten alle Beträge, die in den Tagen des Prozesses zur Sprache gekommen seien, schon aus den ursprünglichen Unterlagen herausgelesen werden können. Insofern könne nicht die Rede davon sein, dass Hoeneß die Weitergabe von Informationen verschleppt habe. 

Während Staatsanwalt Achim von Engel die Selbstanzeige als "schnell zusammengebastelt" sowie als "Schnellschuss" bezeichnete, der nur unter dem Druck einer drohenden Veröffentlichung durch das Magazin Stern entstanden sei, behauptete Hoeneß' Anwalt: Es habe überhaupt keine Rolle zu spielen, dass es Stern-Recherchen gegeben habe. Die Tat sei nicht entdeckt gewesen, "nur wenn der Täter entdeckt wird, kann die Tat erkannt sein".

Von Engel wollte sich mit diesem Punkt auch nicht zu lange aufhalten und hielt Hoeneß vor, neben der nicht korrekt abgegebenen Selbstanzeige diese auch nicht wie vereinbart umgehend mit weiteren Unterlagen ergänzt zu haben. Erst am 5. März 2014 hätten Daten vorgelegen, welche die Angaben aus der Selbstanzeige "real" machten. Bislang seien Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft "nach wie vor auf Schätzungen angewiesen".

Von Engel warf Hoeneß, der die Ausführungen des Staatsanwalts mit zusammengepressten Lippen verfolgte, in vier von sieben Punkten der Anklage einen "besonders schweren Fall von Steuerhinterziehung" vor. Hoeneß habe, so von Engel weiter, mit "grobem Eigennutz" gehandelt, als er die Steuern hinterzogen habe, er habe in der Tat eine "kriminelle Energie" offenbart. Besonders wichtige Gründe für eine Minderung der Bestrafung sah er nicht.

Bundesliga | 09.02.2014

HSV-Krisensitzung beendet: van Marwijk bleibt vorerst im Amt

Nach fast acht Stunden ist die Krisensitzung beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV am späten Sonntagabend ohne konkrete Ergebnisse zuende gegangen.

Hamburg - Nach fast acht Stunden ist die Krisensitzung beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV am späten Sonntagabend ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. "Der Vorstand hat den Aufsichtsrat informiert, dass er gedenkt, mit Trainer Bert van Marwijk weiterzumachen. Die Sitzung ist beendet, und es gibt kein Ergebnis zu verkünden", sagte HSV-Pressesprecher Jörn Wolf um kurz vor 23.00 Uhr im Foyer des Hotels Grand Elysee. Weitere Sitzungen seien nicht geplant.

"Herr van Marwijk wird am Montag beginnen, die Mannschaft auf das Pokalspiel gegen Bayern München am Mittwoch vorzubereiten", sagte Wolf. Um 14.00 Uhr am Montag wird die turnusmäßige Pressekonferenz an der Arena stattfinden.

Der Aufsichtsrat und der Vorstand hatten sich in dem Hotel gegen 15.00 Uhr getroffen, um über Maßnahmen nach der sechsten Bundesliga-Niederlage in Serie zu sprechen. Nach dem 0:3 (0:3) gegen Hertha BSC am Samstag ist die Mannschaft des Niederländers van Marwijk Tabellen-17. 

Während des Sonntags schienen sich zunächst Gerüchte über eine Rückkehr des HSV-Idols Felix Magath auf den Trainerstuhl in Hamburg zu verdichten. Offensichtlich gab es im Aufsichtsrat aber keine Mehrheit für einen radikalen Schnitt.

 

 

 

Bundesliga | 03.02.2014

HSV: Jarchow gibt van Marwijk eine Jobgarantie

Trotz des Absturzes auf Platz 17 erteilt Carl Jarchow, Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV, Bert van Marwijk eine Jobgarantie.

Hamburg - Carl Jarchow, Vorstandsvorsitzender des abstiegsgefährdeten Fußball-Bundesligisten Hamburger SV, hat Trainer Bert van Marwijk (61) trotz des Absturzes auf Platz 17 in der Tabelle vor der richtungweisenden Partie gegen Hertha BSC eine Jobgarantie gegeben. "Auch eine Niederlage gegen Berlin würde nichts an unserem Vertrauen in van Marwijk ändern", sagte Jarchow dem Fachmagazin kicker.

Nach dem Debakel bei 1899 Hoffenheim (0:3) nahm Jarchow stattdessen die schwächelnden Spieler des Traditionsklubs in die Pflicht. "Immer wieder wurde hier der Trainer gewechselt, jetzt ist schon wieder die Position im Gerede. Mich ärgert daran, dass so immer wieder die hochbezahlten Spieler aus dem Fokus genommen werden", sagte der 58-Jährige, "ihnen wird ein Alibi geliefert, aber sie stehen in der Pflicht. Wir sind froh, dass van Marwijk in Hamburg ist."

Der HSV kassierte in Hoffenheim die fünfte Niederlage in Folge und stellte damit seinen Vereinsnegativrekord ein - zuvor hatte es solch eine schwarze Serie bei den Hanseaten nur zweimal gegeben (1967 und 1970). Am kommenden Samstag empfangen die Hamburger die Hertha aus Berlin (18.30 Uhr/Sky)

Bundesliga | 21.01.2014

Rummenigge: "Beim FC Bayern war es zu kuschelig" - "Bundesliga wirtschaftet gut"

Karl-Heinz Rummenigge hat der völlig verpatzten Generalprobe wenige Tage vor dem Rückrundenauftakt auch etwas Positives abgewinnen können.

München - Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat der völlig verpatzten Generalprobe des Triple-Siegers wenige Tage vor dem Rückrundenauftakt auch etwas Positives abgewinnen können. "Dass wir da einen auf die Mütze bekommen haben, das macht mich gar nicht so unglücklich. Das war mir in letzter Zeit zu kuschelig beim FC Bayern", sagte Rummenigge zwei Tage nach dem 0:3 in Salzburg bei einer kicker-Veranstaltung in Nürnberg.

Er sei überzeugt, dass die deutliche Pleite in Österreich die Mannschaft vor der Bundesliga-Partie am Freitag (20.30 Uhr/ARD und Sky) bei Borussia Mönchengladbach "nachdenklich" gemacht habe. Die seit 41 Ligaspielen ungeschlagenen Bayern starten mit komfortablen sieben Punkten Vorsprung auf Bayer Leverkusen ins WM-Jahr, haben aber sogar noch eine Begegnung weniger ausgetragen.

Trotz der aktuellen Dominanz der Münchner sieht Rummenigge die Liga grundsätzlich als Vorbild in Europa. "Die Bundesliga wirtschaftet gut. Wir geben nicht mehr aus als wir einnehmen. Im Ausland macht man lieber 30 oder 40 Millionen Minus und holt einen Titel", sagte der Bayern-Boss.

Auch wenn man die englische Premier League "nicht einholen" könne ("Sie bleiben immer die Nummer eins."), sei die Bundesliga ein "wunderbares Beispiel für bezahlbaren Fußball". Er forderte deshalb "den Weg der Seriosität nicht zu verlassen".

Dagegen könnten sich Klubs wie etwa Paris St. Germain "nie refinanzieren". Wenn in Südeuropa ein Euro eingenommen werde, "dann werden immer zwei Euro verrechnet", führte Rummenigge weiter aus.

Am Wochenende hatte bereits Bayern-Präsident Uli Hoeneß einmal mehr den deutschen Vereinen eine positive Zukunft vorhergesagt: "Wenn das Financial Fairplay irgendwann konsequent und ernsthaft umgesetzt wird, steht der deutsche Fußball vor goldenen Zeiten."

Aber schon im anstehenden Achtelfinale der Champions League, für das sich neben den Bayern auch Dortmund, Leverkusen und Schalke qualifiziert haben, könne die Bundesliga zeigen, wie stark sie ist. In der K.o.-Phase musst du allerdings einen Sahnetag erwischen", betonte Rummenigge.

Zuversichtlich blickt der frühere DFB-Kapitän indes auf die WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli). "Wir haben seit 18 Jahren keinen Titel mehr geholt. Titel sind das Salz in der Suppe. Ich traue der Mannschaft das Finale zu. Deutschland ist die stärkste europäische Mannschaft. Brasilien ist für mich Favorit. Aber wenn jemand in Brasilien bestehen kann, dann die Deutschen", sagte Rummenigge.

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