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2.Bundesliga | 09.12.2013

Diskussion über Dresden-Ausschluss letzter Ausweg

Arminia Bielefelds Geschäftsführer Marcus Uhlig hat seine umstrittenen Äußerungen über Dynamo Dresden erläutert.

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Köln - Arminia Bielefelds Geschäftsführer Marcus Uhlig hat seine umstrittenen Äußerungen über Dynamo Dresden erläutert und sieht eine Diskussion über einen Ausschluss des Vereins aus der 2. Fußball-Bundesliga als letzten Ausweg. "Es wird medial verkürzt und überhöht", sagte Uhlig dem SID am Montag, "es gibt jedoch über gewisse Dinge keine zwei Meinungen: Wir müssen die Grundlagen dafür schaffen, diese Chaoten schneller, konsequenter und härter bestrafen zu können. Es muss schnell daran gearbeitet werden, dass diese Leute, natürlich nicht alle Dynamo-Dresden-Fans, sondern Leute, die ausschließlich zu den Spielen fahren, um Straftaten zu begehen - wir müssen es schaffen, dass diese Leute erst gar nicht in die Städte kommen. Diese Leute dürfen gar nicht mehr die Gelegenheit bekommen, mitzureisen."

Dresdner Hooligans hatten nach Angaben der Polizei beim Auswärtsspiel in Bielefeld am Freitag "eine Spur der Gewalt vom Bahnhof bis zum Stadion" hinterlassen. 17 Polizisten wurden verletzt, zwei davon schwer, mehrere Autos und Einsatzwagen wurden demoliert, ein Kino und ein Supermarkt überfallen.

"Wir haben dieses Spiel sehr gut vorbereitet, mit allen Beteiligten", versicherte Uhlig. "Mehr können wir nicht machen. Dann sieht man diese Bilanz - da stimmt irgendwas nicht, dann ist das System sehr kritisch zu hinterfragen." Wenn alles nicht helfe, "wenn wir es nicht schaffen, den Fußball von dieser Geißel der Straftäter zu befreien, dann muss in letzter Konsequenz das Tabu gebrochen werden, ob nicht diskutiert wird, einen Klub auch vom Spielbetrieb auszuschließen."

Selbstverständlich wolle er das auch persönlich nicht. "Ich will natürlich nicht sagen: Schmeißt die Dresdner raus! Das wäre die Ultima Ratio. Wir müssen aber den Fußball sicher kriegen."

Dynamo-Verantwortliche hatten irritiert auf die Aussagen des Arminia-Geschäftsführers reagiert. "Herr Uhlig, den ich sehr schätze, hat sich im Vorfeld des Spiels noch sehr lobend über die Zusammenarbeit mit uns wegen der Fanproblematik geäußert. Ich kann mir vorstellen, dass er diese Aussage aus einem Schockzustand getätigt hat und sie heute bereut", sagte Dynamo-Geschäftsführer Christian Müller dem SID: "Es würde die falschen Leute treffen und an der Problematik rein gar nichts ändern."

International | 09.12.2013

Brasiliens Meister Fluminense abgestiegen

Nur ein Jahr nach dem Gewinn der brasilianischen Meisterschaft muss Fluminense FC den bitteren Gang in die zweite Liga antreten. Auch Vasco da Gama erwischte es.

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Rio de Janeiro - Nur ein Jahr nach dem Gewinn der brasilianischen Meisterschaft muss Fluminense FC den bitteren Gang in die zweite Liga antreten. Dem Traditionsklub aus Rio de Janeiro, der in der Schlussphase der Saison nicht auf den verletzten Seleção-Stürmer Fred zurückgreifen konnte, reichte am letzten Spieltag auch ein 2:1-Erfolg bei Bahia EC in Salvador nicht zum Verbleib in der Liga.

Auch Vasco da Gama erwischte es. Der viermalige Meister, Pokalsieger von 2011, war bei der 1:5-Niederlage bei Atlético Paranaense chancenlos. Das nach Joinville im Bundesland Santa Catarina verlegte Spiel war von schweren Fan-Ausschreitungen überschattet worden.

Der schon seit Wochen feststehende Meister Cruzeiro Belo Horizonte sowie Pokalsieger Flamengo aus Rio hatten am Samstag mit einem 1:1 im direkten Duell ihre Saison beendet. Náutico Recife und Ponte Preta aus Campinas sind die beiden anderen Absteiger, während Rekordmeister SE Palmeiras aus Sao Paulo wieder ins brasilianische Fußball-Oberhaus zurückkehrt.

Italien | 08.12.2013

Lazio verliert ohne Klose immer mehr an Boden

Ohne Fußball-Nationalspieler Miroslav Klose verliert Lazio Rom in der italienischen Serie A immer mehr an Boden. Die Römer unterlagen am 15. Spieltag 0:1 beim FC Turin.

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Rom - Ohne Fußball-Nationalspieler Miroslav Klose verliert Lazio Rom in der italienischen Serie A immer mehr an Boden. Die Römer unterlagen am 15. Spieltag 0:1 (0:1) beim FC Turin und sind bereits seit sechs Runden ohne Sieg. Mit 17 Punkten liegt der Pokalsieger als Zwölfter bereits zehn Zähler hinter den Europapokalplätzen zurück.

   Klose, der am 11. November eine Schulterverletzung erlitten hatte, gehörte noch nicht zum Lazio-Kader. Trainer Vladimir Petkovic ist mit dem Fitnesszustand des Torjägers noch nicht zufrieden.

   Auch Kloses Nationalmannschaftskollege Mario Gomez musste zuschauen, als sein Klub AC Florenz 1:2 (1:1) beim Tabellenzweiten AS Rom verlor. Nach einem Innenbandteilriss im rechten Knie und einer Sehnenentzündung soll Gomez am nächsten Wochenende sein Comeback geben. Die Fiorentina ist als Fünfte immerhin auf Kurs Europa League.

   Der AC Mailand kassierte nach dem Chaos um Geschäftsführer Adriano Galliani und Sportdirektor Ariedo Braida den nächsten Rückschlag. Beim Abstiegskandidaten AS Livorno kam der 18-malige Meister nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. Doppeltorschütze Mario Balotelli verhinderte mit einem späten Treffer die drohende Niederlage.

   Milan (18 Punkte), dem am Mittwoch im Heimspiel gegen Ajax Amsterdam das Aus in der Champions League droht, liegt nun schon neun Zähler hinter dem fünften Tabellenrang, der noch zur Teilnahme an der Europa League berechtigt.

   Balotelli brachte die Gäste aus der Lombardei früh in Führung (7.), doch Livorno drehte durch Luca Siligardi (26.) und Paulinho (58.) das Spiel. Mit seinem zweiten Tor rettete Balotelli (84.) einen Punkt.

   Mailand hat in der Liga von den vergangenen neun Spielen nur zwei gewonnen. Und auch neben dem Platz sorgt der Klub weiter für negative Schlagzeilen. Erst vor einer Woche hatte Galliani (69) seinen Rücktritt zurückgenommen, danach musste der Verein dementieren, dass Braida (67) seine Demission eingereicht habe. Laut italienischen Zeitungen ist der Bruch zwischen dem Sportdirektor und dem Verein aber nicht mehr zu kitten.

   Der SSC Neapel, Gruppengegner von Borussia Dortmund in der Champions League, musste sich mit einem 3:3 (2:1) gegen Udinese Calcio zufrieden geben und bleibt Dritter. Die Treffer für die Gastgeber erzielten Goran Pandev (38./41.) und Blerim Dzemaili (71.), für Udinese trafen Federico Fernandez (45./Eigentor), Bruno Fernandes (70.) sowie Dusan Basta (80.). Inter Mailand und der FC Parma trennten sich ebenfalls 3:3 (1:2). Spitzenreiter Juventus Turin hatte bereits am Freitag ein 2:0 (1:0) gegen den FC Bologna vorgelegt.

International | 08.12.2013

Heftige Ausschreitungen in Brasilien

In der brasilianischen Fußballliga ist das Spiel zwischen Atlético Paranaense und CR Vasco da Gama wegen heftiger Ausschreitungen unterbrochen worden.

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Santa Catarina - In der brasilianischen Fußballliga ist das Spiel zwischen Atlético Paranaense und CR Vasco da Gama (5:1) wegen heftiger Ausschreitungen für eine Stunde unterbrochen worden. Mehrere Hundert Zuschauer waren auf den Tribünen des Stadions im Süden des Landes aufeinander losgegangen, ersten Berichten zufolge wurden drei Schwerverletzte in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht, davon ein Fan im Koma. Erst der Einsatz von bewaffneten Militärpolizisten brachte die Situation wieder ansatzweise unter Kontrolle.

Paranaense, Pokalfinalist aus Curitiba, hatte die Partie wegen einer Stadionsperre aufgrund von vorherigen Fan-Randalen ins benachbarte Bundesland Santa Catarina verlegen müssen. Dort ist die Sicherheit in den Stadien aber Aufgabe privater Ordnungsdienste. Die Polizei, die viel zu spät eingriff, um die prügelnden Fans zu trennen, war nur im Umfeld der Arena positioniert.

Zum Zeitpunkt der Unterbrechung nach 17 Minuten hatte Paranense, einst Trainerstation des deutschen Rekordnationalspielers Lothar Matthäus, 1:0 geführt, nach Wiederanpfiff bildete die Polizei einen Sicherheitsring ums Spielfeld. Die Partie lief am Sonntagnachmittag im Free-TV. Die Bilder von wehrlos am Boden liegenden Fans, die aber weiterhin mit Kopftritten und Schlägen misshandelt wurden, versetzte die Fußballnation in Schockzustand.

England | 08.12.2013

England: Sechs Festnahmen im Manipulationsskandal

Im Zuge des Manipulationsskandals in England sind sechs weitere Personen festgenommen wurden. Die National Crime Agency reagierte damit auf den Tipp eines Undercoverjournalisten.

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London - Im Zuge des Manipulationsskandals in England sind sechs weitere Personen festgenommen wurden. Die National Crime Agency (NCA) reagierte damit auf den Tipp eines Undercoverjournalisten der Sun on Sunday. Der Reporter hatte sich nach eigenen Angaben mit dem früheren Premier-League-Spieler Sam Sodje getroffen. Der Nigerianer habe dabei behauptet, einen Zweitligaakteur mit 30.000 Pfund (rund 36.000 Euro) bestochen zu haben, um eine Gelbe Karte zu provozieren. Ob der 34-Jährige einer der Verhafteten ist, wurde allerdings nicht bekannt.

Im Februar hatte Sodje im Spiel des FC Portsmouth gegen Oldham Athletic in der zweitklassigen League One eine Rote Karte wegen einer Tätlichkeit bekommen. Nach Informationen der Sun on Sunday soll er dafür 70.000 Pfund (rund 83.500 Euro) erhalten haben.

Ein Sprecher des Vereins zeigte sich schockiert: "Sollte das stimmen, macht es und sehr traurig. Das greift die Integrität des Sports an." Am Donnerstag waren bereits zwei Fußballer des Sechstligisten FC Whitehawk von der Staatsanwaltschaft angeklagt worden. Michael Boateng und Hakeem Adelakun müssen sich am 11. Dezember vor einem Gericht in Birmingham verantworten.

In der Woche davor waren Chann Sankaran (33) aus Singapur und Krishna Sanjey Ganeshan (43), der die Staatsbürgerschaften aus Singapur und Großbritannien besitzt, wegen Verschwörung und Betrugs angeklagt worden. Die beiden mutmaßlichen Mitglieder der Wettmafia sollen an Spielmanipulationen vom 1. bis 26. November dieses Jahres beteiligt gewesen sein.

Bundesliga | 08.12.2013

2:0 - Hertha gewinnt in Braunschweig

Ein Kopfballtor von Adrian Ramos hat das Duell der Aufsteiger in der Fußball-Bundesliga zwischen Eintracht Braunschweig und Hertha BSC zugunsten der Berliner entschieden.

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Braunschweig - Nach dem Sieg im Aufsteigerduell der Fußball-Bundesliga strahlte Manager Michael Preetz mit den Berliner Profis um die Wette. "Wir freuen uns unglaublich über diesen wichtigen Dreier, weil wir unbedingt die 20-Punkte-Hürde nehmen wollten", sagte Preetz nach dem 2:0 (1:0) von Hertha BSC bei Eintracht Braunschweig und dem Sprung auf den siebten Tabellenplatz.

Von den Europapokalplätzen, die nur noch zwei Zähler entfernt sind, wollte der Ex-Profi aber noch nichts wissen. "Vielleicht können wir in den nächsten beiden Spielen noch den einen oder anderen Punkt holen. Das ist unser Thema, nichts anderes", sagte der Hertha-Manager bei Sky.

Bedanken durften sich die Berliner nicht zuletzt bei ihrem Sorgenkind Ronny. Der Brasilianer, der am vergangenen Dienstag wegen schlechter Trainingsleistungen zum Rapport beim Manager hatte antreten müssen, war mit seinen Vorlagen zu den Toren von Adrian Ramos (20.) und Tolga Cigerci (80.) quasi der Matchwinner. "Er hat seine außergewöhnlichen Qualitäten gezeigt", lobte Preetz den Aufstiegshelden der vergangenen Saison, der zuletzt meist nur zweite Wahl gewesen war, "er war mit spielentscheidend, weil er beide Tore vorbereitet hat."

Bei den Braunschweigern, die weiter im Besitz der Roten Laterne sind, war der Frust groß. "Ich kann meiner Mannschaft wieder keinen Vorwurf machen. Letztendlich fehlt uns vorne nicht nur die Kaltschnäuzigkeit, sondern auch das Quäntchen Glück", meinte Trainer Torsten Lieberknecht: "Das haben wir im Moment nicht, obwohl wir viel dafür tun. Heute tut die Niederlage sehr weh. Wir werden jetzt schlecht schlafen, ein Nutellabrot essen und wieder aufstehen."

Die Niedersachsen verpassten die Chance, den Drei-Punkte-Rückstand auf den rettenden 15. Tabellenplatz zu verkürzen. Zudem warten sie nun schon bereits seit 370 Minuten auf einen eigenen Torerfolg. Nach dem zweiten Gegentor sah auch noch Timo Perthel nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (81.).

Dabei hatten die Platzherren vor 23.100 Zuschauern im ausverkauften Eintracht-Stadion eindeutig den besseren Start hingelegt. Bei drei guten Einschussmöglichkeiten zwischen der 8. und 14. Minute benötigte die Hertha eine gute Portion Glück, um nicht in Rückstand zu geraten.

Nach einer guten Viertelstunde aber änderte sich das Bild. Die Berliner agierten nun zielstrebiger und standen schon in der 17. Minute dicht vor ihrem ersten Torerfolg, doch Cigerci traf nur die Latte. 180 Sekunden später machte es Ramos besser, es war das erste Erfolgserlebnis für Hertha BSC nach 207 torlosen Minuten.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Berliner ihre technische Überlegenheit mehr und mehr aus, drei Minuten nach Wiederbeginn verpasste Ramos aus kurzer Distanz die Vorentscheidung. Die Gastgeber warfen ihre Kampfkraft in die Waagschale, ihnen fehlten aber die Mittel, klare Einschussmöglichkeiten herauszuspielen.

In der 67. Minute kam bei den Braunschweigern Torjäger Domi Kumbela als zusätzliche Angriffsspitze auf den Platz. Doch auch diese Maßnahme zeitigte keinen entscheidenden Erfolg.

Unangenehm fielen nicht zum ersten Mal in dieser Saison die 2500 mitgereisten Berliner Fans auf. Pünktlich zum Spielbeginn zündeten sie ein halbes Dutzend Bengalos. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer aus Herne musste die Partie unterbrechen, bis sich die Nebelschwaden aus der Arena weitgehend verzogen hatten. "Das ist abartig", sagte Preetz, "leider gibt es immer noch diese Vollidioten."

International | 08.12.2013

Daum mit Bursaspor remis

Der ehemalige Bundesliga-Trainer Christoph Daum tritt mit dem türkischen Fußball-Erstligisten Bursaspor auf der Stelle.

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Bursa - Der ehemalige Bundesliga-Trainer Christoph Daum tritt mit dem türkischen Fußball-Erstligisten Bursaspor auf der Stelle. Gegen den Abstiegskandidaten Genclerbirligi Ankara kam der seit drei Spielen ungeschlagene Ex-Meister am 14. Spieltag nicht über ein 0:0 hinaus und rutschte auf den zehnten Platz ab.

International | 08.12.2013

Kuranyi führt Moskau mit Doppelpack zum Sieg

Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi hat Dynamo Moskau in der russischen Fußball-Meisterschaft mit einem Doppelpack zum Sieg geführt.

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Moskau - Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi hat Dynamo Moskau in der russischen Fußball-Meisterschaft mit einem Doppelpack zum Sieg geführt. Der 31-Jährige erzielte im Heimspiel des elfmaligen Meisters gegen Amkar Perm beide Tore zum 2:0 (0:0). Nach 19 Spieltagen liegt Dynamo dank des Ex-Schalkers, der in der 57. sowie in der 77. Minute per Elfmeter traf, auf Kurs Europa League - mit Hoffnung auf den Einzug in die Champions-League-Qualifikation.

"Das war ein unheimlicher wichtiger Sieg für uns gegen einen direkten Konkurrenten", schrieb Kuranyi auf seiner Facebook-Seite: "Der Blick auf die Tabelle zeigt, wie gut uns diese drei Punkte tun. Nun können wir als Vierter überwintern und im Frühjahr vorne angreifen."

International | 08.12.2013

Ailton spielt künftig für Schweizer Fünftligisten

Der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Ailton geht in Zukunft für den Schweizer Fünftligisten Olympique Lucerne auf Torejagd.

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Luzern - Der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Ailton geht in Zukunft für den Schweizer Fünftligisten Olympique Lucerne auf Torejagd. Der 40-jährige Brasilianer, der zuletzt beim deutschen Landesligisten Hassia Bingen spielte, erhält in Luzern einen Zweijahresvertrag, wie der Klub am Sonntag bestätigte. Ein russischer Multimillionär soll den Deal möglich gemacht haben.

"Wir sind überglücklich über diesen Transfercoup", sagte Lucerne-Trainer Saliu Demerali. Ailton selbst wurde auf der Klub-Homepage zitiert: "Ailton kommen und dann nur Tore, Tore, Tore."

2. Bundesliga | 08.12.2013

Dynamo irritiert über Debatte um Ligaauschluss

Erneute Ausschreitungen gewaltbereiter Fans von Dynamo Dresden vor dem Spiel in Bielefeld haben eine Debatte über die Verbannung der Sachsen aus der 2. Bundesliga ausgelöst.

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Dresden - Erneute schwere Ausschreitungen gewaltbereiter Fans von Dynamo Dresden vor dem Auswärtsspiel am Freitag bei Arminia Bielefeld (1:1) haben eine Debatte über die Verbannung der Sachsen aus der 2. Fußball-Bundesliga ausgelöst. "Diese Fans sind eine Schande für den deutschen Fußball", sagte Arminia-Geschäftsführer Marcus Uhlig der Neuen Westfälischen. Es müssten Überlegungen stattfinden, "ob Dresden nicht auch aus dem Ligabetrieb ausgeschlossen werden soll".

Die Dynamo-Verantwortlichen reagierten irritiert auf die Forderung. "Herr Uhlig, den ich sehr schätze, hat sich im Vorfeld des Spiel noch sehr lobend über die Zusammenarbeit mit uns wegen der Fanproblematik geäußert. Ich kann mir vorstellen, dass er diese Aussage aus einem Schockzustand getätigt hat und sie heute bereut", sagte Dynamo-Geschäftsführer Christian Müller dem SID am Sonntag: "Es würde die falschen Leute treffen und an der Problematik rein gar nichts ändern."

Dresdner Hooligans hatten nach Angaben der Polizei in Bielefeld "eine Spur der Gewalt vom Bahnhof bis zum Stadion" hinterlassen. 17 Polizisten wurden verletzt, zwei davon schwer, drei Chaoten kamen vorübergehend in Gewahrsam. Mehrere Autos und Einsatzwagen wurden demoliert, ein Kino und ein Supermarkt überfallen. Zudem erlitt ein Polizeipferd eine Schnittwunde. Während des Spiels war es im Gästefanblock zu einem Pyrotechnik-Vorfall gekommen.

Die Dynamo-Verantwortlichen zeigten sich in einer offiziellen Stellungnahme schockiert über die Randale und entschuldigten sich bei den Verletzten. Das Ausmaß der Ausschreitungen machte Uhlig fassungslos: "Bielefeld erlebte am Nikolaustag eine noch nie gekannte Gewaltdimension. Da war die absolute Geilheit auf Gewalt, die kannten überhaupt keine Hemmschwelle."

Die neuerlichen Krawalle könnten Dynamo teuer zu stehen kommen, denn der mühsam auf den Weg gebrachte Kompromiss mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) steht plötzlich auf dem Prüfstand. Nach zähem Ringen mit den eigenen Fans hatte der Klub entschieden, auf das Angebot des Verbandes einzugehen und auf eine Zivilklage wegen des Ausschlusses aus dem diesjährigen DFB-Pokal zu verzichten. Im Gegenzug sollen alle Vorstrafen des Vereins auf Null gesetzt werden, noch offene Verfahren wegen Ausschreitungen könnten so kostengünstig beendet werden.

"Wir waren mit dem DFB eigentlich auf einem guten Weg und fühlen uns nun im Stich gelassen", sagte Müller und kündigte Konsequenzen an: "Wie der DFB jetzt reagiert, hängt davon ab, wie wir mit der Sache umgehen. Wir erwarten von der aktiven Fanszene Antworten auf ein paar Fragen, dann werden wir Konsequenzen ziehen."

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