SID-IMAGES/AFP/VANDERLEI ALMEIDA

International | 07.06.2013

Tödliche Signalrakete: Sieben Fans wieder frei

Im Fall des von einer Signalrakete tödlich getroffen bolivianischen Fans sind nach 106 Tagen Untersuchungshaft sieben Angeklagte auf freien Fuß gesetzt worden.

Oruro - Im Fall des von einer Signalrakete tödlich getroffen bolivianischen Fußballfans sind nach 106 Tagen Untersuchungshaft sieben Angeklagte aus Mangel an Beweisen auf freien Fuß gesetzt worden. Den übrigen fünf der insgesamt zwölf angeklagten Mitgliedern eines Fanklubs des Klubweltmeister SC Corinthians droht dagegen im Gefängnis der bolivianischen Stadt Oruro weiterhin die Anklage.

Die Corinthians-Anhänger waren am 20. Februar nach dem Libertadores-Cup-Spiel bei San José festgenommen worden, nachdem eine Leuchtrakete aus ihrem Tribünenbereich abgefeuert worden war. Das Geschoss hatte den 14 Jahren alten Kevin Espada tödlich im Gesicht getroffen.

Wenige Tage später hatte ein 17-Jähriger nach seiner Rückkehr in São Paulo gestanden, versehentlich die Rakete gezündet zu haben. Als Minderjähriger konnte jedoch keine Auslieferung des Geständigen nach Bolivien erfolgen. So blieben die zwölf Fans weiter in Haft.

DFB-Pokal | 03.06.2013

Scolari: Bayern Schuld an Freistellungs-Hickhack

Nach der gewonnenen Machtprobe mit Bayern München gibt Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari den Deutschen die alleinige Schuld an der Unnachgiebigkeit des brasilianischen Verbandes.

Rio de Janeiro - Nachtreten im Freistellungs-Hickhack: Nach der gewonnenen Machtprobe mit Triple-Gewinner Bayern München gibt Brasiliens Fußball-Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari den Deutschen die alleinige Schuld an der Unnachgiebigkeit des brasilianischen Verbandes beim Tauziehen um die Bayern-Profis Dante und Luiz Gustavo.

"Wir haben ihnen ein Schreiben 15 Tage, 10 Tage, 5 Tage vorher zugestellt. Und nichts kam. Wenn sie uns mit 15 Tagen Vorlauf geantwortet hätten, wären wir zu Verhandlungen bereit gewesen. Aber sie haben sich erst zwei Tage vorher geäußert. Und da kann man das natürlich vergessen", sagte der 64-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem 2:2 am Sonntag gegen England.

Beim Remis gegen die Briten hatte Luiz Gustavo die ersten 45 Minuten mitgewirkt. Dante dagegen musste sich die komplette Partie im Maracanã-Stadion von der Reservebank aus ansehen. Das Bayern-Duo war erst am Freitag in Rio de Janeiro eingetroffen.

Auf den Vorwurf des "Psychokriegs" vom Bayern-Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge antwortete Scolari: "Welchen Druck haben wir denn ausgeübt? Es wurden doch nur die Statuten eingehalten."

WM | 02.06.2013

Brasilien nur Remis bei Rückkehr ins Maracanã

Mit dem Münchner Luiz Gustavo in der Startelf kam Brasiliens Fußball-Nationalmannschaft bei der Rückkehr ins Maracanã-Stadion nur zu einem 2:2 (0:0) gegen England.

Rio de Janeiro - Mit dem Münchner Luiz Gustavo in der Startelf und seinem Bayern-Kollegen Dante auf der Bank kam Brasiliens Fußball-Nationalmannschaft bei der Rückkehr ins Maracanã-Stadion nur zu einem 2:2 (0:0) gegen England und verpasste damit den erhofften Schub für den in zwei Wochen startenden Confed Cup. Gut 70.000 Zuschauer im neuen Prunkstück feierten dennoch die Seleção, die zuletzt im Oktober 2008 in Rio de Janeiro gespielt hatte.

Brasilien, das im ersten Durchgang vor allem durch den zum FC Barcelona wechselnden Superstar Neymar noch zahlreiche Chancen ungenutzt ließ, ging durch ein Abstaubertor von Fred (57.) in Führung. Anschließend wagten sich die Briten mehr nach vorne und wurden durch wunderschöne Treffer von Alex Oxlade-Chamberlain (67.) und Wayne Rooney (79.) belohnt. Paulinho (82.) rettete den Hausherren immerhin noch das verdiente Remis.

Das für rund 425 Millionen Euro umgebaute Maracanã-Stadion bestand seinen ersten großen Test, auch wenn rund um die Arena zahlreiche Baustellen durch Planen notdürftig abgedeckt waren und noch nicht alle Zugangswege fertiggestellt sind.

DFB-Pokal | 01.06.2013

Dante: "Bin mit meinem Herzen bei euch!"

Dante und Luiz Gustavo haben ihre Mitspieler vom Fußball-Meister Bayern München vor dem DFB-Pokal-Finale gegen den VfB Stuttgart aufgefordert, auch für sie das Triple zu gewinnen.

Berlin - Die verhinderten Profis Dante und Luiz Gustavo haben ihre Mitspieler vom Fußball-Meister Bayern München vor dem DFB-Pokal-Finale gegen den VfB Stuttgart aufgefordert, auch für sie das Triple zu gewinnen. "Wir haben so viel gearbeitet und so viel gekämpft für diesen Tag, das Triple. Ich bin nicht persönlich, aber mit meinem Herzen bei euch und drücke ganz fest die Daumen. Ich bin ganz überzeugt, Männer, dass wir es schaffen", sagte Dante in einer Videobotschaft, die er über Facebook veröffentlichte.

Der Abwehrchef trug dabei seine Siegermedaillen für Meisterschaft und Champions League um den Hals und forderte die Kollegen auf, der Sammlung die dritte Medaille hinzuzufügen. Mittelfeldspieler Luiz Gustavo twitterte, er werde am Abend mit seinen Freunden jubeln. Das Duo weilt derzeit auf Anforderung des brasilianischen Verbandes CBF in der Heimat, um sich dort auf den Confed-Cup (15. bis 30. Juni) im Gastgeberland der WM 2014 vorzubereiten.

WM | 15.05.2013

"Dribbel-Marathon" endet tödlich

Richard Swanson, der von Seattle aus etwa 16.000 Kilometer bis nach Sao Paulo mit dem Ball am Fuß zurücklegen wollte, ist nach nur 430 km von einem Auto erfasst worden.

Lincoln City - Der wohl einmalige "Dribbel-Marathon" eines Amerikaners endete tödlich: Richard Swanson (42), der von seiner Heimatstadt Seattle aus etwa 16.000 Kilometer bis nach Sao Paulo mit dem Ball am Fuß zurücklegen wollte, ist nach nur 430 km von einem Auto erfasst worden und an den Folgen des Unfalls verstorben. Dies teilte die Polizei mit und bestätigte damit übereinstimmende Medienberichte.

Demnach soll sich der Vorfall auf dem US Highway 101 an der Küste Oregons ereignet haben. Aufzeichnungen auf seiner Internetseite breakawaybrazil.com zufolge hatte Swanson seine Reise am 1. Mai begonnen. Der Trip hätte ihn bis zur Fußball-WM-Endrunde 2014 durch elf Länder führen sollen.

"Schweren Herzens müssen wir mitteilen, dass uns Richard Swanson verlassen hat", schrieb das "Team Richard" auf Facebook: "Sein Team, seine Familie und seine Freunde werden ihn sehnlichst vermissen. In unserem Herzen hast du es nach Brasilien geschafft, Richard."

WM | 14.05.2013

Maracana-Lizenz: Vertragsverbot aufgehoben

Das Gezerre um die Lizenzvergabe für das legendäre Maracana-Stadion in Rio de Janeiro geht weiter.

Rio de Janeiro - Das Gezerre um die Lizenzvergabe für das legendäre Maracana-Stadion in Rio de Janeiro geht weiter. Der oberste  Gerichtshof des Bundesstaates Rio de Janeiro hob die Einstweilige Verfügung gegen den unterschriftsreifen 35-Jahres-Vertrag über die Nutzungsrechte am berühmten Fußball-Stadion für ein Privatkonsortium aus.

Die zuständige Gerichtshof-Präsidentin Leila Mariano kassierte den in der Vorwoche verkündeten Beschluss ihrer Kollegin Gisele Guida wegen möglicher negativer Auswirkungen auf die Austragung von Spielen des bevorstehenden Confederations Cups (15. bis 30. Juni) und der WM-Endrunde 2014 wieder ein.

Auch fürchtete Mariano Konsequenzen für den Bundesstaat Rio wegen Missachtung internationaler Vereinbarungen. Ob das Geschäft, für das die Investoren umgerechnet 69 Millionen Euro geboten haben, nunmehr wie ursprünglich geplant bis zum 2. Juni abgeschlossen werden kann, war am Dienstag zunächst noch unklar.

In erster Instanz war das Gericht wegen Unregelmäßigkeiten bei der Ausschreibung dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Aussetzung des Deals gefolgt. Die Anklage sah in dem Vertrag außerdem millionenschwere Nachteile für Rio.

Der umstrittene Vertragsentwurf sieht Investitionen von rund 177 Millionen Euro in die nähere und weitere Umgebung der Arena vor. Außerdem wollen die künftigen Betreiber bis 2048 insgesamt 66,5 Millionen Euro (jährlich 1,9 Millionen Euro) an den Bundesstaat überweisen. Bis zum Ende der Vertragslaufzeit rechnen die Investoren mit Einnahmen von 550 Millionen Euro.

Die Sanierung des Maracana-Stadions für die bevorstehenden Fußball-Großereignisse kostete über 420 Millionen Euro. Damit war die Modernisierung der Arena, in der sowohl beim Confederations Cup als auch bei der EM das Finale stattfinden wird, doppelt so teuer wie geplant.

WM | 07.05.2013

Brasilien: CBF-Boss gibt Scolari Job-Garantie

Trotz eines von den Ergebnissen her ernüchternden Starts in seine zweite Amtszeit als Nationaltrainer Brasiliens hat Luiz Felipe Scolari Rückdeckung vom Verbandsboss bekommen.

São Paulo - Trotz eines von den Ergebnissen her ernüchternden Starts in seine zweite Amtszeit als Fußball-Nationaltrainer Brasiliens hat Luiz Felipe Scolari auch für den Fall eines Scheiterns beim anstehenden Confed Cup (15. bis 30. Juni) Rückdeckung vom Verbandsboss bekommen. "Wir wollen gewinnen, aber wenn wir es nicht schaffen, wird dies auf keinen Fall etwas an der Arbeit von Felipão ändern", erklärte José Maria Marin.

"Der Trainer und seine technische Kommission werden bleiben", stellte der CBF-Präsident am Montag klar. Scolari, der Brasilien 2002 in Südkorea und Japan zum WM-Titel geführt hatte, war Ende November 2012 als Nachfolger vom glücklosen Mano Menezes vorgestellt worden und fuhr in den fünf Länderspielen in diesem Jahr nur einen Sieg gegen Bolivien ein. Dem 1:2 zum Auftakt seiner Amtszeit in England folgten noch drei Unentschieden.

Spanien | 08.03.2013

Neymar: Real oder Barca - egal

Brasiliens Fußball-Toptalent Neymar hält sich für den Fall eines Wechsels nach Spanien alle Optionen offen.

Madrid - Brasiliens Fußball-Toptalent Neymar hält sich für den Fall eines Wechsels nach Spanien alle Optionen offen. Ob bei einer Entscheidung für die Primera División der FC Barcelona oder Real Madrid sein neuer Arbeitgeber sein wird, kümmert den 21-Jährigen nicht: "Beide sind große Klubs mit einer eigenen Geschichte."

Wann der Wechsel vom FC Santos nach Europa stattfinden wird, steht für den Nationalstürmer ebenfalls noch nicht fest. "Das ist meine Entscheidung", sagte Neymar einem spanischen Radiosender.

Im Februar hatte sich der Offensivspieler in einem Gespräch mit dem SID auch bei Bayern München ins Gespräch gebracht: "Das ist ein großer Verein mit Spielern von außergewöhnlicher Qualität", sagte Neymar, es müsse "nicht unbedingt Spanien sein".

WM | 06.02.2013

WM 2014: Dragone gestaltet Eröffnungsfeier

Franco Dragone wird bei der Eröffnungs- und Schlussfeier der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien Regie führen.

Paris - Franco Dragone wird bei der Eröffnungs- und Schlussfeier der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien Regie führen. Der Belgier mit italienischen Wurzeln bestätigte am Mittwoch das Engagement, mit dem er die Hauptverantwortung für die Zeremonien am 12. Juni und 13. Juli übernimmt. "In Paris sind heute die entsprechenden Vereinbarungen unterzeichnet worden", teilte die "Franco Dragone Entertainment Group" mit.

Dragone hat sich vor allem als einer der künstlerischen Leiter der weltberühmten Artistengruppe "Cirque de Soleil" seit Mitte der 80er-Jahre einen Namen gemacht. Zudem entwarf er für die kanadische Sängerin Celine Dion die Las-Vegas-Show "A new day", die zwischen 2003 und 2007 drei Millionen Menschen sahen.

International | 06.02.2013

Geldwäsche: Interpol jagt Kolumbien-Star Rincon

Interpol jagt den ehemaligen kolumbianischen Nationalspieler Freddy Rincon wegen des Geldwäsche-Verdachts sowie Mitgliedschaft in einer transnationalen kriminellen Organisation.

Bogota - Die internationale Polizei-Organisation Interpol jagt den ehemaligen kolumbianischen Fußball-Nationalspieler Freddy Rincon wegen des Verdachts der Geldwäsche sowie Mitgliedschaft in einer transnationalen kriminellen Organisation. In Panama wurde ein Haftbefehl gegen den 46-Jährigen ausgestellt.

Allerdings teilten die kolumbianischen Behörden bereits mit, dass Rincon nicht ausgeliefert werde, da zwischen den beiden Ländern kein entsprechendes Abkommen bestehe. Nach Medienberichten in Kolumbien und Panama soll Rincon, der an den Weltmeisterschaften 1990, 1994 und 1998 teilnahm, enge Beziehungen zum Kartell des Drogenbarons Rayo Montano unterhalten haben.

"Ich weiß nicht, woher diese Gerüchte um Geldwäsche kommen. Mein ganzes Vermögen stammt aus meiner Zeit als aktiver Fußballer", sagte Rincon, gegen den auch in Kolumbien ermittelt wird. Der ehemalige Mittelfeldspieler hat bereits seine Anwälte mit der Verteidigung beauftragt.

Zudem erwägt Rincon beim Traditionsklub America de Cali ein Comeback, um den in die zweite Liga abgestiegenen Ex-Meister wieder in die höchste Spielklasse zu führen. Der umstrittene Klub stand jahrelang auf der schwarzen Liste der amerikanischen Drogenfahndung, weil Mitglieder des milliardenschweren Cali-Kartells in der Geschäftsführung des Vereins tätig waren. Rincon, der in seiner Karriere unter anderem beim SSC Neapel und Real Madrid unter Vertrag stand, wird in Kolumbien seit seinem Treffer zum 1:1 in der Vorrunde bei der WM 1990 gegen Deutschland als Volksheld gefeiert.

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