SID-IMAGES/AFP/VANDERLEI ALMEIDA

Confed-Cup | 30.06.2013

Scolari: Final-Sieg wäre klare Botschaft

Brasiliens Nationalcoach Luiz Felipe Scolari erhofft sich von seinem Team im Endspiel des Confed Cups am Sonntag gegen Spanien eine Kampfsage an die führenden Fußballmächte.

Rio de Janeiro - Ob als Final-Sieger oder selbst als Verlierer des letzten Spiels: Brasiliens Fußball-Nationalcoach Luiz Felipe Scolari erhofft sich von seinem Team im Endspiel des Confed Cups am Sonntag gegen Spanien eine deutliche Kampfsage an die führenden Fußballmächte. "Mit einem Sieg schicken wir die Botschaft, dass wir bei der WM 2014 ganz klar um den Titel mitspielen", sagte der 64-Jährige am Samstagabend.

Und das gelte möglicherweise sogar im Falle einer Niederlage der aktuellen Nummer 22 der FIFA-Weltrangliste gegen den Weltmeister. "Aber nur, wenn wir gut spielen, Chancen herausarbeiten, zeigen, dass wir auf Augenhöhe sind", ergänzte der Weltmeister-Trainer von 2002 vor dem "Grande Final" im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro.

Von der Rückkehr zum "Jogo bonito", dem einst kunstvoll inszenierten Fußball der Brasilianer, will "Felipão" aber nichts wissen. "Wir haben schon einmal bei einer WM schön gespielt, und den Titel nicht geholt, haben für das Spektakel das Ergebnis geopfert", erinnerte Scolari mit Blick auf die Generation um Zico und Sócrates 1982. "Alle wollen schön spielen und gewinnen. Das Ergebnis geht aber in die Geschichte ein, das 'Jogo bonito' nicht", meinte er.

Confed-Cup | 25.06.2013

Brasilien vor Halbfinale: Alle Mann an Bord

Grünes Licht von der medizinischen Abteilung für alle Spieler: Brasilien kann beim Halbfinale des Confed Cups am Mittwoch in Belo Horizonte gegen Uruguay aus dem Vollen schöpfen.

Belo Horizonte - Grünes Licht von der medizinischen Abteilung für alle Spieler: Brasilien kann beim Halbfinale des Confed Cups am Mittwoch in Belo Horizonte gegen Uruguay aus dem Vollen schöpfen. Auch die angeschlagenen David Luiz und Paulinho meldeten sich vor dem südamerikanischen Fußballklassiker einsatzbereit. David Luiz war am Samstag beim 4:2 gegen Italien in der 33. Minute nach einem Schlag auf den Oberschenkel gegen den Münchner Dante ausgetauscht worden. Paulinho, der sich zuvor beim 2:0 gegen Mexiko den Knöchel verdreht hatte, war gegen die Squadra Azzurra erst gar nicht aufgelaufen.

Allerdings humpelte am Montag Bernard beim Abschlusstraining vom Platz. Wie der brasilianische Verband CBF mitteilte, hatte der Offensivspieler einen Schlag auf den rechten Fuß abbekommen. Eine schwerwiegendere Verletzung läge nicht vor, Bernard sollte aber am Dienstag noch einmal eingehender untersucht werden.

Confed-Cup | 24.06.2013

Verletzung doch schlimmer: Balotelli abgereist

Schwerer Schlag für die italienische Fußball-Nationalmannschaft: Die Azzurri müssen in der K.o.-Phase des Confed Cups auf Stürmer Mario Balotelli verzichten.

Fortaleza - Schwerer Schlag für die italienische Fußball-Nationalmannschaft: Die Azzurri müssen in der K.o.-Phase des Confed Cups auf Stürmer Mario Balotelli verzichten. Der 22-Jährige kann wegen einer Muskelzerrung im linken Oberschenkel in Brasilien nicht mehr eingesetzt werden und ist bereits abgereist, teilte die italienische Delegation am Montagnachmittag (Ortszeit) in Fortaleza mit. Dort trifft Italien im Halbfinale am Donnerstag wie im Endspiel der EM 2012 auf Weltmeister Spanien.

Balotelli hatte sich die Verletzung am vergangenen Sonntag beim 2:4 (0:1) gegen Brasilien zugezogen. Zunächst war der italiensiche Verband FIGC davon ausgegangen, dass Balotelli würde weiterspielen können. Dann hieß es, er falle zumindest für die Vorschlussrunde aus. Bei einer Pressekonferenz in Fortaleza wurde dann am Montag das endgültige Turnieraus für den Angreifer verkündet. Erster Ersatz für Balotelli ist Alberto Gilardino.

"Optimistisch" äußerte sich Teamarzt Enrico Castellacci derweil im Hinblick auf einen Einsatz von Regisseur Andrea Pirlo und Riccardo Montolivo gegen Spanien. Pirlo hatte gegen Brasilien wegen einer Wadenverletzung pausieren müssen. Montolivo erlitt im Duell mit dem Rekord-Weltmeister eine Gehirnerschüterung und steht weiter unter Beobachtung. Bereits zurück in Italien ist Ignazio Abate, der sich gegen Brasilien die rechte Schulter ausgekugelt hatte.

Confed-Cup | 21.06.2013

Brasilien gegen Italien ohne Paulinho

Rekord-Weltmeister Braslien muss beim Gruppen-Finale beim Confed Cup gegen Italien auf seinen Mittelfeldspieler Paulinho verzichten.

Salvador da Bahia - Rekord-Weltmeister Braslien muss beim Gruppen-Finale beim Confed Cup gegen Italien auf seinen Mittelfeldspieler Paulinho verzichten. Der 24-Jährige fällt wegen einer Knöchelverletzung für den Fußball-Klassiker am Samstag (21.00 Uhr/ZDF) in Salvador da Bahia aus. Damit muss Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari nach zwei Spielen bei der "Mini-WM" erstmals seine Startelf umbauen.

Dagegen hat David Luiz trotz gebrochener Nase von der medizinischen Abteilung grünes Licht für die Partie in der Arena Fonte Nova bekommen. Die beiden Fußball-Großmächte, die zusammen auf neun WM-Titel kommen, haben ihr Halbfinal-Ticket bereits sicher und spielen "nur" noch um den Sieg in Gruppe A. Aufgrund der besseren Tordifferenz reicht Brasilien ein Unentschieden.

Confed-Cup | 18.06.2013

Brasiliens Sportler unterstützen Prostet-Bewegung

Die Massenkundgebungen in zahlreichen Städten stoßen bei Brasiliens Fußball-Nationalspielern und bei vielen weiteren bekannten Sportlern auf Zustimmung.

Rio de Janeiro - Die Massenkundgebungen in zahlreichen Städten stoßen bei Brasiliens Fußball-Nationalspielern und bei vielen weiteren bekannten Sportlern auf Zustimmung. Nationalspieler Dante vom Triple-Gewinner Bayern München twitterte: "Lasst uns zusammen marschieren, Brasilien. Ich liebe mein Volk und werde euch immer unterstützen."

Auch Außenverteidiger Dani Alves nutzte vor dem zweiten Spiel des Gastgebers im Confed-Cup gegen Mexiko am Mittwoch die sozialen Netzwerke für seinen Appell: "Ordnung und Fortschritt (Spruch auf der brasilianischen Nationalflagge, Anm. d. Red.) ohne Gewalt für ein besseres Brasilien, für ein Brasilien im Frieden, für ein gebildetes Brasilien, für ein gesundes Brasilien, für ein anständiges Brasilien, für ein glückliches Brasilien."

Den mehr als 200.000 Menschen, die am Montag unter anderem gegen die Kosten der Fußball-WM demonstrierten, schloss sich auch Formel-1-Pilot Felipe Massa an. "Ich bin auf der Seite des brasilianischen Volkes im Kampf für ein besseres Brasilien", schrieb Massa auf Twitter.

Fußballer wie Robinho ("Alle im Kampf für ein besseres Brasilien") oder Kaká ("Der Gigant zeigt seine Stärke ohne Gewalt"), Volleyball-Stars wie Sheilla ("So viele Menschen auf der Straße, das macht Lust auf mehr") oder Bruno ("Die Stunde ist gekommen"), Idole aus dem Schwimmen wie Fernando Scherer ("Weckt den Giganten") oder Tennis wie Fernando Meligeni ("Unser Land wacht endlich auf") - alle begrüßen die wachsende Protest-Bewegung.

Confed-Cup | 16.06.2013

Nur Tuncay und "Batigol" schneller als Neymar

Brasiliens Jungstar Neymar hat sich mit seinem Tor beim Eröffnungsspiel des Confed Cups nach nur zwei Minuten und 52 Sekunden in die Geschichtsbücher eingetragen.

Rio de Janeiro - Brasiliens Jungstar Neymar hat sich mit seinem Tor beim Eröffnungsspiel des Confed Cups nach nur zwei Minuten und 52 Sekunden in die Geschichtsbücher eingetragen - der schnellste Torschütze der "Mini-WM" ist er aber nicht. Der 21 Jahre alte Offensivspieler bringt es in der ebenso alten Historie des Wettbewerbs nur auf Platz drei in dieser Rangliste.

Schnellster Schütze war der Türke Tuncay Sanli, der beim Confed Cup 2003 beim 2:1 gegen Kolumbien im Spiel um Platz 3 bereits nach 1:45 Minuten zuschlug. Auch schneller als Neymar war Argentiniens Rekordtorschütze Gabriel Batistuta. "Batigol" traf bei der Premiere des Turniers, das damals noch "King Fahd Cup" hieß, 1992 beim 4:0 im Halbfinale gegen die Elfenbeinküste nach 2:30 Minuten.

Confed-Cup | 15.06.2013

Confed Cup mit farbenfrohem Auftakt in Brasília

Mit einem farbenfrohen Fest aus Rhythmus, Tanz und Karneval hat Gastgeber Brasilien einen spektakulären Startschuss zum Confed Cup gegeben.

Brasília - Mit einem farbenfrohen Fest aus Rhythmus, Tanz und Karneval hat Gastgeber Brasilien einen spektakulären Startschuss zum Confed Cup gegeben. Rund 2800 Mitwirkende, ausgewählt aus 8492 Bewerbern, verwandelten das gut eineinhalb Stunden vor der Auftaktpartie zwischen Brasilien und Japan noch nicht ganz gefüllte Estádio Nacional Mané Garrincha in Brasília in ein Tollhaus.

"Es war eine großartige Eröffnungsfeier. Ich habe die Feierlaune der Brasilianer richtig gespürt, ein wunderbares Publikum", schrieb FIFA-Präsident Joseph S. Blatter bei twitter. Das Stadion nannte der Schweizer "beeindruckend. Die Arena ist ein Juwel für den Fußball."

Zeremonienmeister war Paulo Barros, der mit seiner Kreativität in den letzten Jahren die Karnevalsumzüge in Rio de Janeiro revolutioniert hat. Der "Carnevalesco" begeisterte das Publikum in der 25-minütigen Show mit außergewöhnlichen Choreographien. Der erste Schrei "Gol" (Tor) ertönte, als die Artisten mit grünem Federschmuck auf dem Kopf und mannsgroßen Puppen eine Fußballpartie aufführten.

Confed-Cup | 14.06.2013

Proteste und brennende Reifen in Brasília

Dicke Luft in Brasília: Eine Gruppe von rund 200 Demonstranten sorgte für Tumulte vor dem Nationalstadion, wo mit der Partie Brasilien gegen Japan der Confed Cup startet.

Brasília - Dicke Luft in Brasília: Eine Gruppe von rund 200 Demonstranten sorgte am Freitagmorgen für Tumulte vor dem Nationalstadion, wo am Samstag mit der Partie Brasilien gegen Japan der Confed Cup startet. Die Anhänger der "Bewegung der obdachloser Arbeiter" (MTST) versperrten die Hauptverkehrsstraße Eixo Monumental mit Autoreifen und steckten diese in Brand.

Weitere Aktionen sind für den Spieltag angekündigt. "Morgen sind wir wieder hier", sagte Thiago Ávila, einer der Führer der lokalen MTST-Gruppe. "Die WM ist nicht für die Brasilianer, nur eine Minderheit aus dem Volk wird die Spiele sehen. Wir aus den unteren Schichten haben keinen Zugang", sagte Edenilson Paraná von MTST. Auf Flugblättern kündigten die Demonstranten für die nächsten Tage Proteste in allen zwölf WM-Stadien an. "Während die Welt zusieht, wie Männer mit dem Ball spielen, sind mehr als 250.000 Menschen ohne Unterkunft", heißt es auf einem der Demonstrations-Plakate.

Confed-Cup | 14.06.2013

Brasilien: Jô ersetzt verletzten Damião

Gastgeber Brasilien muss beim Confed Cup auf Angreifer Leandro Damião verzichten. Für Damião rückt Jô (26) von Atlético Mineiro in Brasiliens Kader.

Brasília - Gastgeber Brasilien muss beim Confed Cup auf Angreifer Leandro Damião verzichten. Der 23 Jahre alte Profi vom SC Internacional aus Porto Alegre hat am Donnerstag beim Training mit der Seleção eine Verletzung am rechten Bein erlitten. Tests am Freitag ergaben, dass der Stürmer nicht mehr rechtzeitig für das Turnier fit werden würde, das für Brasilien am Samstag (21.00 Uhr/Sport1) mit dem Eröffnungsspiel gegen Japan beginnt. Für Damião rückt Jô (26) von Atlético Mineiro in Brasiliens Kader.

WM | 10.06.2013

4500 Miteigentümer von Maracanã reichen Klage ein

Die Negativ-Schlagzeilen rund um das Maracanã-Stadion reißen ein Jahr vor dem Start der WM-Endrunde in Brasilien nicht ab.

Rio de Janeiro - Die Negativ-Schlagzeilen rund um das Maracanã-Stadion reißen ein Jahr vor dem Start der WM-Endrunde in Brasilien nicht ab. 4500 Mitinhaber der Arena haben gegen den Staat von Rio de Janeiro sowie den Stadionbetreiber Klage eingereicht, da sie beim anstehenden Confed-Cup (15. bis 30. Juni) sowie der Fußball-WM 2014 nicht auf ihre eigenen Plätze in der Arena dürfen. Das berichtet die Website www.fussball-institut.de.

Während der Weltverband FIFA ihre Plätze für viel Geld veräußere, müssten sie entgegen bestehender Verträge auf ihr angestammtes Sitzplatzrecht verzichten, lautet der Vorwurf der Kläger, die sich in Maracana eingekauft haben. Zur Finanzierung des Stadions im Jahre 1950 wurden 4500 Sitzplätze zur uneingeschränkten Nutzung auf unbegrenzten Zeitraum angeboten und verkauft. Die Eigentümer dieser Plätze blieben aber in dem WM-Vertrag zwischen Brasilien und der FIFA unberücksichtigt. Die Betroffenen wehren sich nun juristisch gegen diese ihrer Meinung unrechtmäßige Vorgehensweise.

Das Ziel der Regierung ist angeblich, die Angelegenheit unter den Teppich zu kehren, um die Spiele des Confed Cups in Rios Vorzeigestadion nicht zu gefährden. Unter den Klägern befinden sich eine Reihe von bedeutenden Personen, die auch eine größere Auseinandersetzung nicht scheuen. Geklagt werden darf nur in kleinen Gruppen, die maximal fünf Sitzplatzeigentümer vertreten können.

Erste Gerichtsurteile gaben den Sitzplatzeigentümern recht, doch in von der Regierung eiligst durchgeführten Revisions-Verfahren wurden diese Entscheidungen wieder zurückgenommen. Man hätte einen in der Weltöffentlichkeit zu großen Imageschaden, so die Begründung, deshalb sollten die Sitzplatzinhaber auf ihr Recht verzichten.

Diese Plätze sind allerdings laut Vertrag für Dritte nicht verfügbar, sondern sowohl bei Sportveranstaltungen als auch bei Popkonzerten für die Eigentümer reserviert. Diese privilegierten Plätze werden aktuell nicht unter 35.000 Euro gehandelt. Jeder Verkauf wird notariell dokumentiert.

Zuletzt war WM-Gastgeber Brasilien wegen Maracanã einer Blamage nur haarscharf entgangen. Nachdem eine Richterin in Rio de Janeiro die Partie zwischen Brasilien und England am 1. Juni (2:2) zwischen dem Rekordweltmeister und England wegen "fehlender Sicherheit für das Publikum" im wiedereröffneten Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro zunächst untersagt hatte, nahm eine zweite gerichtliche Instanz die Entscheidung nur wenige Stunden später wieder zurück.

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