SID-IMAGES/AFP/VANDERLEI ALMEIDA

International | 07.09.2013

Brasilien schießt Australien ab

Umrahmt von Ausschreitungen hat Brasiliens Nationalmannschaft beim Wiedersehen mit den heimischen Fans nach dem Confed-Cup-Triumph einen 6:0-Kantersieg gegen Australien gefeiert.

London - Umrahmt von Ausschreitungen hat Brasiliens Fußball-Nationalmannschaft beim Wiedersehen mit den heimischen Fans nach dem Confed-Cup-Triumph einen Kantersieg gefeiert. Am "Tag der Unabhängigkeit", der von landesweiten Protestmärschen begleitet wurde, fertigte die Seleção Australien mit dem deutschen Trainer Holger Osieck 6:0 (3:0) ab. VfL Wolfsburgs Luiz Gustavo (83.) traf ebenso wie Jo (8./35.), Superstar Neymar (35.), Ramires (58.) und Alexandre Pato (72.). Bayern Münchens Dante wurde in der 62. Minute eingewechselt.

Im Rahmen der Proteste, die jedoch mit weniger Menschen als angenommen stattfanden, hatten rund 200 Brasilianer auf den Weg ins Stadion versucht, einen Sperr-Ring der Polizei zu durchbrechen. Tränengas und Blendgranaten wurden eingesetzt, ersten Berichte zufolge gab es 30 Festnahmen. Große Tumulte blieben allerdings aus. Das 72.000 Zuschauer fassende Estádio Nacional in der Hauptstadt Brasilia war überraschend längst nicht ausverkauft.

WM | 06.09.2013

WM-Quali: Usbekistan schafft gute Ausgangslage

Die Nationalmannschaft Usbekistans hat durch ein 1:1 in Jordanien weiter alle Chancen auf eine erstmalige Teilnahme an der Weltmeisterschaft.

Amman - Die Fußball-Nationalmannschaft Usbekistans hat weiter alle Chancen auf eine erstmalige Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Im Hinspiel zwischen den beiden Tabellendritten der Asiengruppen erreichten die Usbeken dank eines Treffers von Kapitän Serwer Djeparow (35.) in Jordanien ein 1:1 (1:1) und gehen damit als Favorit ins Rückspiel am Dienstag (16.00 Uhr) in Taschkent. Der Sieger der beiden Begegnungen spielt gegen den Fünften der Südamerika-Qualifikation einen WM-Startplatz aus. Für Jordanien hatte Musab Al Laham zunächst zur Führung getroffen (30.).

International | 26.08.2013

Ex-Barca-Star Deco beendet Karriere

Der frühere portugiesische Nationalspieler Deco hat am Montag das sofortige Ende seiner Fußballer-Karriere erklärt.

Rio de Janeiro - Der frühere portugiesische Nationalspieler Deco hat am Montag das sofortige Ende seiner Fußballer-Karriere erklärt. Der 35 Jahre alte Mittelfeldspieler, der vor allem in seiner Zeit beim FC Barcelona (2004-2008) zu Ruhm kam, gab seine Entscheidung nach der vierten Muskelverletzung innerhalb nur einer Saison bekannt.

"Ich hätte gerne Fluminense noch weiter zur Verfügung gestanden, aber mein Körper lässt dies nicht mehr zu", schrieb der gebürtige Brasilianer in einem Presse-Kommuniqué. Mit dem Klub aus Rio de Janeiro hatte Deco in den letzten drei Jahren noch zwei brasilianische Meisterschaften gewonnen.

Aus 17 Profijahren ragen vor allem der Gewinn des UEFA-Pokals (2003) und der Champions League (2004) mit dem portugiesischen Topklub FC Porto sowie 2006 der erneute Erfolg in der europäischen Königsklasse mit dem FC Barcelona heraus. Nach der Einbürgerung in Portugal bestritt Deco 75 Länderspiele für die Iberer und wurde dabei EM-Zweiter 2004 sowie WM-Vierter 2006.

International | 05.08.2013

Scolari will Breno helfen - Lob für Bayern-Profis

Brasiliens Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari hat sich in Sao Paulo für den inhaftierten Breno stark gemacht und den beiden aktuellen Bayern-Profis sein Vertrauen ausgesprochen.

München - Brasiliens Fußball-Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari hat sich in Sao Paulo für den inhaftierten Breno stark gemacht, den beiden aktuellen Bayern-Profis sein Vertrauen ausgesprochen und die Unstimmigkeiten zwischen seinem Verband und dem deutschen Rekordmeister aus der Welt geräumt. Im Falle des wegen schwerer Brandstiftung verurteilten ehemaligen Bayern-Profis Breno sei eine vorzeitige Haftentlassung von großem Vorteil für dessen Resozialisierung.

"Ich möchte bitten, darüber nachzudenken, ob der Junge nicht eine zweite Chance verdient hat", sagte der 64-Jährige in einem Interview mit der FAZ: "Manchmal begehen wir Fehler, und wenn wir dann nach Absitzen der Strafe zurückkommen, kann es zu spät sein. Wir wären sehr dankbar, wenn die zuständigen Personen in Deutschland unsere Bitte anhören, auch weil es eine Bitte ganz Brasiliens ist."

Scolari schlug eine Rückkehr Brenos in dessen Heimatland als möglichen Lösungsansatz vor: "Vielleicht können wir helfen, die Situation, in der er sich befindet, zu einem schnelleren Ende zu führen. Wenn man ihn nach Brasilien zurückkehren lässt und der Fußball wieder zu seinem Mittelpunkt wird, wäre das für ihn ein Neustart".

Der 23-jährige Breno war am 4. Juli 2012 zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden, nachdem er in der Nacht zum 20. September 2011 seine gemietete Villa im Münchner Vorort Grünwald in Brand gesetzt hatte. Die Revision des Brasilianers war im Januar vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe abgewiesen worden.

Den aktuellen Bayern-Spielern im Kader des fünfmaligen Weltmeisters, Dante und Luiz Gustavo, bescheinigte ihr Trainer zudem eine gute Perspektive für die Weltmeisterschaft in Brasilen in einem Jahr. Beide seien derzeit als feste Größen in der Seleção gesetzt. "Dante ist heute einer der Spieler mit der höchsten Wertschätzung. Wegen allem, was er auf dem Platz zeigt. Und auch als Persönlichkeit und Integrationsfigur in unserem Kader", lobte Scolari den Innenverteidiger des Triple-Siegers.

Die Differenzen zwischen dem brasilianischen Verband und dem deutschen Rekordmeister, die aufgrund der beiden Nationalspieler zuletzt aufgekommen waren, seien zudem behoben. "Zwischen uns und den Bayern gibt es kein Problem mehr. Das Problem haben weder Bayern noch wir geschaffen. Es kam vom Deutschen Fußball-Bund (DFB), der das Pokalfinale auf ein Datum gelegt hat, an dem die Spieler schon in Brasilien sein mussten", sagte Scolari.

Im Juni war es zu Unstimmigkeiten gekommen, nachdem Dante und Luiz Gustavo das DFB-Pokal-Finale mit den Bayern verpasst hatten, da sie bereits zum Confed-Cup nach Brasilien anreisen mussten, um die Abstellungspflicht einzuhalten.

England | 01.08.2013

30 Millionen: Tottenham vor Soldado-Verpflichtung

Tottenham Hotspur geht angesichts des nahenden Rekord-Transfers von Gareth Bale zu Real Madrid bereits auf Einkaufstour und steht dicht vor der Verpflichtung von Robert Soldado.

London - Tottenham Hotspur geht angesichts des nahenden Rekord-Transfers von Gareth Bale zu Real Madrid bereits auf Einkaufstour: Der englische Fußball-Erstligist steht dicht vor der Verpflichtung des spanischen Nationalstürmers Roberto Soldado vom FC Valencia.

"Wir freuen uns sehr, bekannt zu geben, dass wir eine Übereinkunft mit Valencia über den Wechsel von Roberto Soldado vorbehaltlich des Medizinchecks getroffen haben", twitterten die Spurs. Spanischen Medienberichten zufolge zahlt Tottenham die festgeschriebene Ablösesumme von 30 Millionen Euro. Nun seien noch letzte Details mit den Beratern des 28-Jährigen zu klären.

Soldado, der aus der Jugend von Real Madrid stammt, war 2010 für rund zehn Millionen Euro vom FC Getafe nach Valencia gekommen und hatte in der Saison 2012/13 in 35 Ligaspielen 24 Tore erzielt. Für Spanien traf der Mittelstürmer in elf Spielen sechsmal.

Den Spurs soll der anscheinend beschlossene Verkauf des walisischen Stars Bale mindestens 100 Millionen Euro einbringen. Soldado wäre nach dem brasilianischen Mittelfeldspieler Paulinho (Corinthians/20 Millionen Euro) der zweite hochkarätige Einkauf der Londoner.

International | 30.07.2013

Brasilien mit Dante und Luiz Gustavo

Mit Abwehr-Ass Dante und Mittefeldspieler Luiz Gustavo vom Triple-Gewinner Bayern München reist Fußball-Rekordweltmeister Brasilien zum Länderspiel am 14. August in die Schweiz.

Köln - Mit Abwehr-Ass Dante und Mittefeldspieler Luiz Gustavo vom Triple-Gewinner Bayern München reist Fußball-Rekordweltmeister Brasilien zum Länderspiel am 14. August in die Schweiz. Den Kader des WM-Gastgebers und Confed-Cup-Siegers für das Duell mit der Mannschaft von Münchens und Borussia Dortmunds Ex-Meistermacher Ottmar Hitzfeld führt Superstar Neymar vom spanischen Meister FC Barcelona an. Einziger Neuling im Aufgebot von Brasiliens Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari ist Abwehrspieler Maxwell vom französichen Champion Paris St. Germain.

Die Begegnung in der Schweiz dient Brasilien als Test für das WM-Turnier 2014 im eigenen Land. Bis Jahresende sollen die Südamerikaner nach Scolaris Plänen noch sechs weitere Länderspiele bestreiten.

England | 02.07.2013

Paulinho bestätigt Transfer zu Holtbys Spurs

Der Brasilianer Paulinho wird beim englischen Premier-League-Klub Tottenham Hotspur neuer Teamkollege des deutschen Fußball-Nationalspielers Lewis Holtby.

Sao Paulo - Der Brasilianer Paulinho wird beim englischen Premier-League-Klub Tottenham Hotspur neuer Teamkollege des deutschen Fußball-Nationalspielers Lewis Holtby. Der 24 Jahre alte Südamerikaner bestätigte einen Tag nach dem Triumph mit Brasiliens Nationalmannschaft beim Confed Cup auf einer Pressekonferenz seinen Abschied von Klub-Weltmeister und Copa-Libertadores-Sieger Corinthians aus Sao Paulo.

Laut Paulinho, der beim Confed Cup nicht nur wegen seines Siegtores im Halbfinale gegen Uruguay zu den Entdeckungen in der Selecao gehörte, überweisen die Spurs eine Ablöse von umgerechnet 20 Millionen Euro an die Corinthians. Zur Laufzeit seines Vertrags beim Europa-League-Teilnehmer machte der defensive Mittelfeldspieler keine Angaben.

Confed-Cup | 01.07.2013

Neymar muss sich Mandel-OP unterziehen

Brasiliens Fußball-Superstar Neymar muss sich einer Mandel-Operation unterziehen, bevor er seinen Dienst beim FC Barcelona antritt.

Rio de Janeiro - Brasiliens Fußball-Superstar Neymar muss sich einer Mandel-Operation unterziehen, bevor er seinen Dienst beim FC Barcelona antritt. "Der Hals, ein Problem, das ich schon länger habe", berichtete der Fußball-Popstar des WM-Gastgebers nach dem 3:0-Erfolg der Selecao im Endspiel des Confed Cups gegen Welt- und Europameister Spanien am Sonntag im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro.

Es sei eine chronische Mandelentzündung, teilte Nationalmannschaftsarzt Dr. José Luiz Runco mit. Der Eingriff soll am Freitag in Brasilien vorgenommen werden. Der spanische Meister aus Barcelona hatte sich Dienste Neymars, der bislang beim Pelé-Klub FC Santos spielte, 57 Millionen Euro Ablöse kosten lassen.

Confed-Cup | 01.07.2013

Spanier Torres Torschützenkönig

Vier Tore gegen Tahiti und ein weiterer Treffer gegen Nigeria haben Fernando Torres beim Confed Cup den "Goldenen Schuh" eingebracht. Der 29-jährige setzte sich gegen Fred durch.

Rio de Janeiro - Vier Tore gegen Fußball-Zwerg Tahiti und ein weiterer Treffer gegen Nigeria haben Fernando Torres beim Confed Cup den "Goldenen Schuh" eingebracht. Der 29 Jahre alte Spanier setzte sich hauchdünn gegen den Brasilianer Fred durch. Der kam wie Torschützenkönig Torres nach seinen beiden Treffern beim 3:0-Finalsieg der Seleção über Weltmeister Spanien auf fünf Tore. Außerdem hatten beide Spieler jeweils ein Tor vorbereitet. Deshalb musste die Einsatzzeit entscheiden: Torres brauchte für seine fünf Tore 273 Minuten, Fred dagegen 423.

Confed-Cup | 01.07.2013

"Fußball-Festa": Brasilien holt Confed Cup

Brasilien hat Spanien bei einer wahren "Fußball-Festa" entzaubert. Die Seleção bezwang den zuvor in 29 Pflichtspielen ungeschlagenen Weltmeister im Confed-Cup-Finale verdient 3:0.

Rio de Janeiro - Brasilien hat Weltmeister Spanien bei einer wahren "Fußball-Festa" entzaubert und ein Jahr vor der WM im eigenen Land ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt. Die Seleção bezwang die zuvor in 29 Pflichtspielen ungeschlagene "Rote Furie" im Confed-Cup-Finale verdient 3:0 (2:0) und sicherte sich zum dritten Mal nacheinander den Titel.

Fred (2., 47.) mit seinen Turniertreffern Nummer vier und fünf sowie Jungstar Neymar mit seinem vierten Tor (44.) verwandelten das Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro in ein Sambadrom. Spaniens Sergio Ramos schoss einen Foulelfmeter am Tor vorbei (55.). Zudem sah Gerard Piqué nach einer Notbremse gegen Neymar die Rote Karte (68.).

"Das konnte keiner erahnen", sagte Brasiliens Trainer Luiz Felipe Scolari über die unerwartete Höhe des Triumphs: "Unser Ziel ist ein viel schwierigeres Turnier. Aber wir haben einen Weg gefunden, den wir jetzt weitergehen werden - und dies mit viel Selbstvertrauen."

Für Brasilien bedeutete der zwölfte Sieg beim Confed Cup in Serie den insgesamt vierten Turniersieg - und noch viel mehr: Nach Jahren des Leidens und einigen herben Niederlagen blickt die Nation jetzt wieder voller Zuversicht auf die "Copa" vom 12. Juni bis 13. Juli 2014. Allerdings: Der Confed-Cup-Sieger hat in der 21-jährigen Turniergeschichte noch nie die folgende WM gewonnen. Spanien holte als Dritter der Generalprobe 2009 im Folgejahr den Pokal.

Vor 73.531 Fans stand wie erwartet Luiz Gustavo als einziger der drei Profis von Triple-Sieger Bayern München von Beginn an auf dem Rasen. Sein brasilianischer Kollege Dante und Spaniens Javi Martínez wohnten auf der Bank einem Fußball-Fest bei, das vor dem Anpfiff begann. Als Brasiliens Teambus eintraf, brandete ebenso frenetischer Jubel auf wie beim Einlaufen der Seleção zum Warmmachen.

Die "Hino Nacional Brasileiro" geriet erneut zu einer einzigen Demonstration des Nationalstolzes. Die Spieler sangen auch nach dem Verstummen der Musik innbrünstig mit - und starteten furios. Nach einer Flanke von Hulk sprang Álvaro Arbeloa im Fünfmeterraum der Ball an die Hand, Fred staubte liegend ab. Der "Tempel" bebte in seinen 63 Jahre alten Grundfesten. "Der Champion ist zurück!", brüllten die Anhänger.

Die Spanier waren danach verzweifelt um Spielkontrolle bemüht. In der siebten Minute reklamierten sie vergebens Elfmeter, als David Luiz im Strafraum der Ball an die Hand gesprungen sein soll. Statt Tiki-taka gab es zunächst weiter "Jogo bonito" mit ein paar rustikalen Zugaben der aufgepeitschen "Kanarienvögel".

Doch wie zuvor in fast jedem Spiel bei der "Mini-WM" drosselte Brasilien nun nach einer Viertelstunde das Tempo. Andrés Iniesta aus der Distanz und Fernando Torres per Kopf (jeweils 20.) hatten erste Chancen für Spanien. Brasilien hatte sich aber lediglich eine kleine Pause gegönnt. Iker Casillas hielt Spanien im Spiel, als er nach einem Traumpass von Neymar gegen Fred parierte (32.).

Glück hatte Brasilien, als Pedro bei einem Gegenstoß der Spanier Torhüter Júlio César bereits überwunden hatte, David Luiz den Ball aber noch von der Torlinie kratzte (41.). Nur drei Minuten später knallte Neymar den Ball nach Pass von Oscar von halblinks ansatzlos in die Maschen. "Olé, Neymar!", sangen die Zuschauer. Und als Fred nach Zuspiel von Hulk aus halblinker Position vollstreckte, kannte der Jubel gar keine Grenzen mehr.

Auch die Schlussfeier vor der Begegnung war ein buntes, launiges Musikfest, das jedoch einen peinlichen Zwischenfall erlebte: Zwei freiwillige Helfer zeigten ein Protstbanner ("Sofortige Aufhebung der Privatisierung des Maracanã") und wurden von Ordnern abgeführt. Im Umfeld gab es die erwarteten Demonstrationen. Rund 30 Mitglieder der "Nationalen Fanfront" versuchten vergeblich, den künftigen Sitz des Fußball-Verbandes CBF zu stürmen. Unmittelbar vor dem Anpfiff setzte die Polizei im Umfeld des Stadions Tränengas gegen Demonstranten und Steinewerfer ein.

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