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Confed-Cup | 18.06.2013

Brasiliens Sportler unterstützen Prostet-Bewegung

Die Massenkundgebungen in zahlreichen Städten stoßen bei Brasiliens Fußball-Nationalspielern und bei vielen weiteren bekannten Sportlern auf Zustimmung.

Rio de Janeiro - Die Massenkundgebungen in zahlreichen Städten stoßen bei Brasiliens Fußball-Nationalspielern und bei vielen weiteren bekannten Sportlern auf Zustimmung. Nationalspieler Dante vom Triple-Gewinner Bayern München twitterte: "Lasst uns zusammen marschieren, Brasilien. Ich liebe mein Volk und werde euch immer unterstützen."

Auch Außenverteidiger Dani Alves nutzte vor dem zweiten Spiel des Gastgebers im Confed-Cup gegen Mexiko am Mittwoch die sozialen Netzwerke für seinen Appell: "Ordnung und Fortschritt (Spruch auf der brasilianischen Nationalflagge, Anm. d. Red.) ohne Gewalt für ein besseres Brasilien, für ein Brasilien im Frieden, für ein gebildetes Brasilien, für ein gesundes Brasilien, für ein anständiges Brasilien, für ein glückliches Brasilien."

Den mehr als 200.000 Menschen, die am Montag unter anderem gegen die Kosten der Fußball-WM demonstrierten, schloss sich auch Formel-1-Pilot Felipe Massa an. "Ich bin auf der Seite des brasilianischen Volkes im Kampf für ein besseres Brasilien", schrieb Massa auf Twitter.

Fußballer wie Robinho ("Alle im Kampf für ein besseres Brasilien") oder Kaká ("Der Gigant zeigt seine Stärke ohne Gewalt"), Volleyball-Stars wie Sheilla ("So viele Menschen auf der Straße, das macht Lust auf mehr") oder Bruno ("Die Stunde ist gekommen"), Idole aus dem Schwimmen wie Fernando Scherer ("Weckt den Giganten") oder Tennis wie Fernando Meligeni ("Unser Land wacht endlich auf") - alle begrüßen die wachsende Protest-Bewegung.

Confed-Cup | 16.06.2013

Nur Tuncay und "Batigol" schneller als Neymar

Brasiliens Jungstar Neymar hat sich mit seinem Tor beim Eröffnungsspiel des Confed Cups nach nur zwei Minuten und 52 Sekunden in die Geschichtsbücher eingetragen.

Rio de Janeiro - Brasiliens Jungstar Neymar hat sich mit seinem Tor beim Eröffnungsspiel des Confed Cups nach nur zwei Minuten und 52 Sekunden in die Geschichtsbücher eingetragen - der schnellste Torschütze der "Mini-WM" ist er aber nicht. Der 21 Jahre alte Offensivspieler bringt es in der ebenso alten Historie des Wettbewerbs nur auf Platz drei in dieser Rangliste.

Schnellster Schütze war der Türke Tuncay Sanli, der beim Confed Cup 2003 beim 2:1 gegen Kolumbien im Spiel um Platz 3 bereits nach 1:45 Minuten zuschlug. Auch schneller als Neymar war Argentiniens Rekordtorschütze Gabriel Batistuta. "Batigol" traf bei der Premiere des Turniers, das damals noch "King Fahd Cup" hieß, 1992 beim 4:0 im Halbfinale gegen die Elfenbeinküste nach 2:30 Minuten.

Confed-Cup | 15.06.2013

Confed Cup mit farbenfrohem Auftakt in Brasília

Mit einem farbenfrohen Fest aus Rhythmus, Tanz und Karneval hat Gastgeber Brasilien einen spektakulären Startschuss zum Confed Cup gegeben.

Brasília - Mit einem farbenfrohen Fest aus Rhythmus, Tanz und Karneval hat Gastgeber Brasilien einen spektakulären Startschuss zum Confed Cup gegeben. Rund 2800 Mitwirkende, ausgewählt aus 8492 Bewerbern, verwandelten das gut eineinhalb Stunden vor der Auftaktpartie zwischen Brasilien und Japan noch nicht ganz gefüllte Estádio Nacional Mané Garrincha in Brasília in ein Tollhaus.

"Es war eine großartige Eröffnungsfeier. Ich habe die Feierlaune der Brasilianer richtig gespürt, ein wunderbares Publikum", schrieb FIFA-Präsident Joseph S. Blatter bei twitter. Das Stadion nannte der Schweizer "beeindruckend. Die Arena ist ein Juwel für den Fußball."

Zeremonienmeister war Paulo Barros, der mit seiner Kreativität in den letzten Jahren die Karnevalsumzüge in Rio de Janeiro revolutioniert hat. Der "Carnevalesco" begeisterte das Publikum in der 25-minütigen Show mit außergewöhnlichen Choreographien. Der erste Schrei "Gol" (Tor) ertönte, als die Artisten mit grünem Federschmuck auf dem Kopf und mannsgroßen Puppen eine Fußballpartie aufführten.

Confed-Cup | 14.06.2013

Proteste und brennende Reifen in Brasília

Dicke Luft in Brasília: Eine Gruppe von rund 200 Demonstranten sorgte für Tumulte vor dem Nationalstadion, wo mit der Partie Brasilien gegen Japan der Confed Cup startet.

Brasília - Dicke Luft in Brasília: Eine Gruppe von rund 200 Demonstranten sorgte am Freitagmorgen für Tumulte vor dem Nationalstadion, wo am Samstag mit der Partie Brasilien gegen Japan der Confed Cup startet. Die Anhänger der "Bewegung der obdachloser Arbeiter" (MTST) versperrten die Hauptverkehrsstraße Eixo Monumental mit Autoreifen und steckten diese in Brand.

Weitere Aktionen sind für den Spieltag angekündigt. "Morgen sind wir wieder hier", sagte Thiago Ávila, einer der Führer der lokalen MTST-Gruppe. "Die WM ist nicht für die Brasilianer, nur eine Minderheit aus dem Volk wird die Spiele sehen. Wir aus den unteren Schichten haben keinen Zugang", sagte Edenilson Paraná von MTST. Auf Flugblättern kündigten die Demonstranten für die nächsten Tage Proteste in allen zwölf WM-Stadien an. "Während die Welt zusieht, wie Männer mit dem Ball spielen, sind mehr als 250.000 Menschen ohne Unterkunft", heißt es auf einem der Demonstrations-Plakate.

Confed-Cup | 14.06.2013

Brasilien: Jô ersetzt verletzten Damião

Gastgeber Brasilien muss beim Confed Cup auf Angreifer Leandro Damião verzichten. Für Damião rückt Jô (26) von Atlético Mineiro in Brasiliens Kader.

Brasília - Gastgeber Brasilien muss beim Confed Cup auf Angreifer Leandro Damião verzichten. Der 23 Jahre alte Profi vom SC Internacional aus Porto Alegre hat am Donnerstag beim Training mit der Seleção eine Verletzung am rechten Bein erlitten. Tests am Freitag ergaben, dass der Stürmer nicht mehr rechtzeitig für das Turnier fit werden würde, das für Brasilien am Samstag (21.00 Uhr/Sport1) mit dem Eröffnungsspiel gegen Japan beginnt. Für Damião rückt Jô (26) von Atlético Mineiro in Brasiliens Kader.

WM | 10.06.2013

4500 Miteigentümer von Maracanã reichen Klage ein

Die Negativ-Schlagzeilen rund um das Maracanã-Stadion reißen ein Jahr vor dem Start der WM-Endrunde in Brasilien nicht ab.

Rio de Janeiro - Die Negativ-Schlagzeilen rund um das Maracanã-Stadion reißen ein Jahr vor dem Start der WM-Endrunde in Brasilien nicht ab. 4500 Mitinhaber der Arena haben gegen den Staat von Rio de Janeiro sowie den Stadionbetreiber Klage eingereicht, da sie beim anstehenden Confed-Cup (15. bis 30. Juni) sowie der Fußball-WM 2014 nicht auf ihre eigenen Plätze in der Arena dürfen. Das berichtet die Website www.fussball-institut.de.

Während der Weltverband FIFA ihre Plätze für viel Geld veräußere, müssten sie entgegen bestehender Verträge auf ihr angestammtes Sitzplatzrecht verzichten, lautet der Vorwurf der Kläger, die sich in Maracana eingekauft haben. Zur Finanzierung des Stadions im Jahre 1950 wurden 4500 Sitzplätze zur uneingeschränkten Nutzung auf unbegrenzten Zeitraum angeboten und verkauft. Die Eigentümer dieser Plätze blieben aber in dem WM-Vertrag zwischen Brasilien und der FIFA unberücksichtigt. Die Betroffenen wehren sich nun juristisch gegen diese ihrer Meinung unrechtmäßige Vorgehensweise.

Das Ziel der Regierung ist angeblich, die Angelegenheit unter den Teppich zu kehren, um die Spiele des Confed Cups in Rios Vorzeigestadion nicht zu gefährden. Unter den Klägern befinden sich eine Reihe von bedeutenden Personen, die auch eine größere Auseinandersetzung nicht scheuen. Geklagt werden darf nur in kleinen Gruppen, die maximal fünf Sitzplatzeigentümer vertreten können.

Erste Gerichtsurteile gaben den Sitzplatzeigentümern recht, doch in von der Regierung eiligst durchgeführten Revisions-Verfahren wurden diese Entscheidungen wieder zurückgenommen. Man hätte einen in der Weltöffentlichkeit zu großen Imageschaden, so die Begründung, deshalb sollten die Sitzplatzinhaber auf ihr Recht verzichten.

Diese Plätze sind allerdings laut Vertrag für Dritte nicht verfügbar, sondern sowohl bei Sportveranstaltungen als auch bei Popkonzerten für die Eigentümer reserviert. Diese privilegierten Plätze werden aktuell nicht unter 35.000 Euro gehandelt. Jeder Verkauf wird notariell dokumentiert.

Zuletzt war WM-Gastgeber Brasilien wegen Maracanã einer Blamage nur haarscharf entgangen. Nachdem eine Richterin in Rio de Janeiro die Partie zwischen Brasilien und England am 1. Juni (2:2) zwischen dem Rekordweltmeister und England wegen "fehlender Sicherheit für das Publikum" im wiedereröffneten Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro zunächst untersagt hatte, nahm eine zweite gerichtliche Instanz die Entscheidung nur wenige Stunden später wieder zurück.

International | 07.06.2013

Tödliche Signalrakete: Sieben Fans wieder frei

Im Fall des von einer Signalrakete tödlich getroffen bolivianischen Fans sind nach 106 Tagen Untersuchungshaft sieben Angeklagte auf freien Fuß gesetzt worden.

Oruro - Im Fall des von einer Signalrakete tödlich getroffen bolivianischen Fußballfans sind nach 106 Tagen Untersuchungshaft sieben Angeklagte aus Mangel an Beweisen auf freien Fuß gesetzt worden. Den übrigen fünf der insgesamt zwölf angeklagten Mitgliedern eines Fanklubs des Klubweltmeister SC Corinthians droht dagegen im Gefängnis der bolivianischen Stadt Oruro weiterhin die Anklage.

Die Corinthians-Anhänger waren am 20. Februar nach dem Libertadores-Cup-Spiel bei San José festgenommen worden, nachdem eine Leuchtrakete aus ihrem Tribünenbereich abgefeuert worden war. Das Geschoss hatte den 14 Jahren alten Kevin Espada tödlich im Gesicht getroffen.

Wenige Tage später hatte ein 17-Jähriger nach seiner Rückkehr in São Paulo gestanden, versehentlich die Rakete gezündet zu haben. Als Minderjähriger konnte jedoch keine Auslieferung des Geständigen nach Bolivien erfolgen. So blieben die zwölf Fans weiter in Haft.

DFB-Pokal | 03.06.2013

Scolari: Bayern Schuld an Freistellungs-Hickhack

Nach der gewonnenen Machtprobe mit Bayern München gibt Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari den Deutschen die alleinige Schuld an der Unnachgiebigkeit des brasilianischen Verbandes.

Rio de Janeiro - Nachtreten im Freistellungs-Hickhack: Nach der gewonnenen Machtprobe mit Triple-Gewinner Bayern München gibt Brasiliens Fußball-Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari den Deutschen die alleinige Schuld an der Unnachgiebigkeit des brasilianischen Verbandes beim Tauziehen um die Bayern-Profis Dante und Luiz Gustavo.

"Wir haben ihnen ein Schreiben 15 Tage, 10 Tage, 5 Tage vorher zugestellt. Und nichts kam. Wenn sie uns mit 15 Tagen Vorlauf geantwortet hätten, wären wir zu Verhandlungen bereit gewesen. Aber sie haben sich erst zwei Tage vorher geäußert. Und da kann man das natürlich vergessen", sagte der 64-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem 2:2 am Sonntag gegen England.

Beim Remis gegen die Briten hatte Luiz Gustavo die ersten 45 Minuten mitgewirkt. Dante dagegen musste sich die komplette Partie im Maracanã-Stadion von der Reservebank aus ansehen. Das Bayern-Duo war erst am Freitag in Rio de Janeiro eingetroffen.

Auf den Vorwurf des "Psychokriegs" vom Bayern-Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge antwortete Scolari: "Welchen Druck haben wir denn ausgeübt? Es wurden doch nur die Statuten eingehalten."

WM | 02.06.2013

Brasilien nur Remis bei Rückkehr ins Maracanã

Mit dem Münchner Luiz Gustavo in der Startelf kam Brasiliens Fußball-Nationalmannschaft bei der Rückkehr ins Maracanã-Stadion nur zu einem 2:2 (0:0) gegen England.

Rio de Janeiro - Mit dem Münchner Luiz Gustavo in der Startelf und seinem Bayern-Kollegen Dante auf der Bank kam Brasiliens Fußball-Nationalmannschaft bei der Rückkehr ins Maracanã-Stadion nur zu einem 2:2 (0:0) gegen England und verpasste damit den erhofften Schub für den in zwei Wochen startenden Confed Cup. Gut 70.000 Zuschauer im neuen Prunkstück feierten dennoch die Seleção, die zuletzt im Oktober 2008 in Rio de Janeiro gespielt hatte.

Brasilien, das im ersten Durchgang vor allem durch den zum FC Barcelona wechselnden Superstar Neymar noch zahlreiche Chancen ungenutzt ließ, ging durch ein Abstaubertor von Fred (57.) in Führung. Anschließend wagten sich die Briten mehr nach vorne und wurden durch wunderschöne Treffer von Alex Oxlade-Chamberlain (67.) und Wayne Rooney (79.) belohnt. Paulinho (82.) rettete den Hausherren immerhin noch das verdiente Remis.

Das für rund 425 Millionen Euro umgebaute Maracanã-Stadion bestand seinen ersten großen Test, auch wenn rund um die Arena zahlreiche Baustellen durch Planen notdürftig abgedeckt waren und noch nicht alle Zugangswege fertiggestellt sind.

DFB-Pokal | 01.06.2013

Dante: "Bin mit meinem Herzen bei euch!"

Dante und Luiz Gustavo haben ihre Mitspieler vom Fußball-Meister Bayern München vor dem DFB-Pokal-Finale gegen den VfB Stuttgart aufgefordert, auch für sie das Triple zu gewinnen.

Berlin - Die verhinderten Profis Dante und Luiz Gustavo haben ihre Mitspieler vom Fußball-Meister Bayern München vor dem DFB-Pokal-Finale gegen den VfB Stuttgart aufgefordert, auch für sie das Triple zu gewinnen. "Wir haben so viel gearbeitet und so viel gekämpft für diesen Tag, das Triple. Ich bin nicht persönlich, aber mit meinem Herzen bei euch und drücke ganz fest die Daumen. Ich bin ganz überzeugt, Männer, dass wir es schaffen", sagte Dante in einer Videobotschaft, die er über Facebook veröffentlichte.

Der Abwehrchef trug dabei seine Siegermedaillen für Meisterschaft und Champions League um den Hals und forderte die Kollegen auf, der Sammlung die dritte Medaille hinzuzufügen. Mittelfeldspieler Luiz Gustavo twitterte, er werde am Abend mit seinen Freunden jubeln. Das Duo weilt derzeit auf Anforderung des brasilianischen Verbandes CBF in der Heimat, um sich dort auf den Confed-Cup (15. bis 30. Juni) im Gastgeberland der WM 2014 vorzubereiten.

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