SID-IMAGES/AFP/THOMAS KIENZLE

Bundesliga | 14.04.2013

Rückschlag für Mönchengladbach

Herber Rückschlag für Mönchengladbach im Kampf um die Plätze in der Europa League: Beim VfB Stuttgart unterlagen die harmlosen und phasenweise unglücklichen Fohlen mit 0:2 (0:2).

Stuttgart - Herber Rückschlag für Borussia Mönchengladbach im Kampf um die Plätze in der Europa League: Beim ansonsten heimschwachen VfB Stuttgart unterlagen die harmlosen und phasenweise unglücklichen Fohlen mit 0:2 (0:2) und verpassten damit die Chance, zumindest auf Rang sechs in der Bundesliga vorzurücken. Dem VfB dagegen gelang mit seinem ersten Heimsieg seit dem 8. Dezember eine perfekte Generalprobe für sein Halbfinale im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg am kommenden Mittwoch (20.30 Uhr/ARD und Sky).

Gladbach musste bereits ab der elften Minute ohne Harvard Nordveidt auskommen, der mit blutender Nase vom Feld ging. Den Gästen verloren in Abwesenheit des Norwegers die Ordnung in der Defensive. Zu allem Überfluss leitete danach Alvaro Dominguez die Niederlage durch einen Treffer ins eigene Netz ein (28.), kurz darauf überlistete Christian Gentner die Abwehr der Borussen (33.). Gladbach war in der Offensive zu schwach, um den Rückstand aufzuholen. Stuttgart blieb vor 53.430 Zuschauern nach der Pause besser, vergab aber weitere gute Chancen.

"Wir haben nicht schlecht gespielt, kriegen aber Tore, die eine Menge kaputt machen", sagte Gladbachs Trainer Lucien Favre, der von dem Gerede über einen Europacup-Platz nichts mehr hören will: "Wir müssen das vergessen und an der Seite lassen. Wir dürfen nicht die letzte Saison mit dieser vergleichen, das ist unmöglich."

Dagegen war sein Stuttgarter Kollege Bruno Labbadia rundum zufrieden. "Das Spiel tut uns gut. Es ist das erste von drei Heimspielen in dieser Woche, es wäre schön, wenn es so weitergeht. Das Spiel trägt dazu bei, dass die Stimmung gut ist."

Die Borussia muss im Kampf um einen Platz in der Europa League nun auch ein wenig auf Schützenhilfe des VfB hoffen: Stuttgart hat am kommenden Sonntag den Gladbacher Mitkonkurrenten SC Freiburg in der Bundesliga zu Gast. Beide Mannschaften treffen außerdem schon am Mittwoch aufeinander, auch dabei geht es um die Europa League. Sollte am Dienstag Rekordtitelträger Bayern München sein Halbfinale gegen den VfL Wolfsburg gewinnen, wäre der Pokalfinalist automatisch international spielberechtigt.

Nach eher verhaltenem Beginn bei sommerlichen Temperaturen hatte der VfB die erste gute Chance des Spiels, Alexandru Maxim allerdings schoss den vom quirligen Ibrahima Traore gut quergelegten Ball neben das Tor (6.). Wenig später klärte Marc-André ter Stegen herausragend einen Kopfball von Martin Harnik (11.) - zu einem Zeitpunkt, als die die Gladbacher gerade in Unterzahl waren: Nordveidt war nach einem Zusammenprall mit Georg Niedermeier vom Feld gegangen, für ihn kam Granit Xhaka.

Der zuletzt gesperrte Niedermeier war eine von zwei Änderungen in Labbadias Anfangsformation. Der Abwehrspieler und der ebenfalls zuletzt gesperrte Martin Harnik rückten für Shinji Okazaki und den angeschlagenen Serdar Tasci in die Mannschaft. Vor der außerplanmäßigen frühen Auswechslung von Nordveidt hatte Lucien Favre dagegen nur eine Änderung vorgenommen: Tolga Cagerci erhielt den Vorzug vor Amin Jounes - und hatte auch die erste gute Chance für Gladbach: Seine Schuss strich nur knapp am Tor vorbei (17.). Danach gelang der Borussia nach vorne wenig.

Die Gäste blieben auch nach der Verletzung des langen Nordveidt vom Pech verfolgt: Einen Eckball des erneut starken Rumänen Maxim lenkte Dominguez bedrängt von Vedad Ibisevic unglücklich ins eigene Tor. Keine fünf Minuten ließen sich die Gladbacher dann übertölpeln. An der linken Strafraumgrenze nutzte Gentner ein Missverständnis zwischen dem viel zu passiven Tony Jantschke und ter Stegen, mit rechts lupfte er den Ball dabei elegant über den erstaunlich weit aus seinem Tor geeilten Schlussmann ins Netz.

Bundesliga | 13.04.2013

Lewandowski trifft im elften Spiel in Folge

Torjäger Robert Lewandowski von Borussia Dortmund befindet sich auf den Spuren von Gerd Müller. Der polnische Nationalspieler traf beim 6:1 in Fürth zum elften Mal in Folge.

Fürth - Torjäger Robert Lewandowski von Borussia Dortmund befindet sich auf den Spuren von Gerd Müller. Der polnische Nationalspieler erzielte beim 6:1 beim designierten Bundesliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth seinen 22. Saisontreffer zum Endstand, war damit zum elften Mal in Folge in einem Liga-Spiel erfolgreich und baute damit den Vereinsrekord aus.

Den hielt zuvor der inzwischen verstorbenen Timo Konietzka, der einst in sieben Spielen (Saison 1964/65) nacheinander für die Borussen getroffen hatte. Mit dem Treffer in Fürth überholte Lewandowski Klaus Allofs, der von April bis September 1984 im Trikot des 1. FC Köln zehnmal hintereinander erfolgreich war.

Nun hat der BVB-Stürmer den Bundesliga-Rekord in Sichtweite. Den hält noch immer Ex-Weltmeister Gerd Müller. Der "Bomber der Nation", markierte in 16 Begegnungen in Folge zwischen September 1969 und März 1970 mindestens einen Treffer (insgesamt 23).

Bundesliga | 12.04.2013

Freiburg träumt von der Champions League

Der SC Freiburg setzte sich am 29. Bundesliga-Spieltag 3:1 (2:1) gegen Hannover 96 durch und darf weiterhin von der großen europäischen Bühne träumen.

Freiburg - Der kleine SC Freiburg darf nach 90 Minuten Powerfußball von der großen europäischen Bühne träumen und hat eine perfekte Generalprobe für das Pokal-Halbfinale gefeiert. Das Überraschungsteam aus dem Breisgau, das sich unbeeindruckt vom drohenden Ausverkauf zeigte, setzte sich am 29. Bundesliga-Spieltag 3:1 (2:1) gegen Hannover 96 durch. Durch den dritten Sieg in Folge ist der SC, der am Mittwoch im baden-württembergischen Pokalderby beim VfB Stuttgart antritt, punktgleich mit dem Tabellenvierten Schalke 04 und hat sogar die Champions League im Visier.

Dagegen haben die vom Dauerzwist zwischen Sportdirektor Jörg Schmadtke und Trainer Mirko Slomka geplagten Niedersachsen nur noch geringe Chancen auf die Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Neben den Treffern von Max Kruse (44.) und Jonathan Schmid (73.) sorgte ein Eigentor von Hannovers Christian Schulz (24.) für den Erfolg der Freiburger, die zuletzt vor zwölf Jahren den Europapokal erreicht hatten. Auf der anderen Seite gewannen die Niedersachsen, die vorerst auf dem neunten Platz bleiben, nur eines der zurückliegenden sechs Spiele. Daran änderte auch der Treffer von Konstantin Rausch (36.) nichts.

Die Abwesenheit Schmadtkes, der eine Geburtstagsfeier in Düsseldorf dem Spiel im Breisgau vorgezogen hatte, heizte die Spekulationen über einen Abschied des Sportchefs nach Saisonende weiter an. Allerdings erklärte Klubchef Martin Kind vor der Partie, trotz der Querelen weiter mit Schmadtke und Slomka arbeiten zu wollen. Auch beim SC hat die heile Welt erste Risse bekommen. Die feststehenden Abgänge von Jan Rosenthal (Eintracht Frankfurt) und Kruse (Borussia Mönchengladbach) sowie die offenbar bevorstehenden Transfers von Daniel Caligiuri (VfL Wolfsburg) und Johannes Flum (Frankfurt) sorgen für große Unruhe im Klub.

Die 24.000 Zuschauer, darunter Bundestrainer Joachim Löw, sahen von Beginn an dominierende Gastgeber. In der 12. Minute vergab Kruse die erste gute Chance. Auch im Anschluss bestimmte die Mannschaft von Trainer Christian Streich das Geschehen. Hannover wusste sich oft nur mit Fouls zu helfen, dies führte zu zahlreichen Freistößen rund um den Strafraum der Gäste. Mit dem torlosen Remis nach 20 Minuten war 96 gut bedient.

In der 24. Minute verhinderte Torhüter Ron-Robert Zieler zunächst mit einer starken Parade bei einem abgefälschten Kruse-Schuss den Rückstand. Nur Sekunden später war der Keeper aber für den Rückstand mitverantworlich. Zieler unterlief ein Flanke von Schmid, dem vollkommen überraschten Schulz fiel der Ball auf den Fuß und von dort ins eigene Tor.

Nach dem Rückstand hatte Slomka genug gesehen. Der Coach schickte seine Reservisten zum Aufwärmen. Der Wink mit dem Zaunpfahl wirkte. Nur kurz darauf erzielte Rausch nach einem krassen Abwehrfehler von Pavel Krmas, der in der Pause aufgrund einer Kapselverletzung raus musste, den Ausgleich. Doch der starke Kruse brachte Freiburg vor dem Ende des ersten Durchgangs wieder in Führung. Zieler war beim zehnten Saisontor des Angreifers ohne Abwehrchance.

Zu Beginn der zweiten Hälfte änderte sich nichts am Spielverlauf. Schmid hatte den dritten Freiburger Treffer auf dem Fuß (54. und 59.). In der 60. Minute vergab Caligiuri. In all diesen Szenen stand Zieler, der nach seinem Fauxpas starke Szenen hatte, im Weg. Auf der Gegenseite vergab Mame Diouf die große Chance zum Ausgleich (69.). Schmid machte dann nach einem Konter alles klar.

Beste Spieler auf Seiten der Freiburger waren Kruse und Schmid. Bei Hannover überzeugte eigentlich nur Rausch.

Bundesliga | 05.04.2013

Stuttgart weiter mit Personalsorgen

Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart geht in das Gastspiel am Sonntag bei Hannover 96 wieder mit erheblichen Personalsorgen.

Stuttgart - Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart geht in das Gastspiel am Sonntag (17.30 Uhr/Sky und Liga total!) bei Hannover 96 wieder mit erheblichen Personalsorgen. Trainer Bruno Labbadia muss auf Georg Niedermeier (Gelb-Rot-Sperre) und Martin Harnik (Gelb-Sperre) verzichten. Dazu stehen hinter dem Einsatz von Federico Macheda (Sprunggelenksblessur), Felipe Lopes (Adduktorenprobleme), William Kvist (Fußverletzung) und Tim Hoogland (Fieber) Fragezeichen. Langzeitverletzt sind ohnehin unter anderem Cacau und Daniel Didavi. Zumindest ist Kapitän Serdar Tasci nach seine Grippeerkrankung wieder zurück.

Genervt war Labbadia von der Kritik an der Spielweise seiner Elf gegen Borussia Dortmund (1:2). "Ich finde es schade, dass ein attraktives Spiel auf ein Niveau gebracht wird, dass nichts mehr mit Fußball zu tun hat", sagte der 47-Jährige. Unfair sei anders, man müsse die Kirche im Dorf lassen, jedes Wort dazu sei unnötig. "Sollen wir etwa so spielen wie der HSV in München", fügte Labbadia an. Die Hamburger hatten beim FC Bayern eine 2:9-Klatsche bezogen und nahezu keine Gegenwehr gezeigt.

Labbadia, der Linksverteidiger Arthur Boka womöglich wieder im defensiven Mittelfeld aufbieten wird, warnt vor der Partie in Hannover vor allem vor den Kontern der Niedersachsen. "Ihre Stärke liegt im Umschaltspiel", sagte der Coach, der bei den 96ern "eine gute Qualität und Quantität im Offensivbereich" ausgemacht hat. Mit einem Sieg würde seine Elf bis auf zwei Punkte an Hannover heranrücken und noch einmal Kontakt zur oberen Tabellenhälfte aufnehmen.

Bundesliga | 24.03.2013

Rafati kann sich Job als "Experte" vorstellen

Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati liebäugelt mit einer Rückkehr in die Welt des Fußballs.

Frankfurt/Main - Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati liebäugelt mit einer Rückkehr in die Welt des Fußballs. "Ich könnte mir vorstellen, mein Fachwissen als Experte einzubringen, würde so gerne zurück in den Fußball", sagte Rafati rund 16 Monate nach seinem Selbstmordversuch der Bild am Sonntag. Ein Angebot habe es zwar noch nicht gegeben, aber er sei "offen für alles."

Das Verhältnis zu seinem Sport hat sich für Rafati in den vergangenen Monaten spürbar entspannt. Spiele schaue er "wieder mit Leidenschaft. Ich kann Fußball jetzt wieder genießen, habe immer noch den Schiri-Blick", berichtete der 42-Jährige, der zuletzt Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel wegen mangelnder Rückendeckung harsch kritisiert hatte.

Ein Spiel vor Ort im Stadion hat Rafati nach seinem Suizidversuch bislang nicht verfolgt. "Aber das wird wieder passieren. Ich laufe davor nicht weg." Das war nicht immer so. Während seiner Zeit in der Klinik hatte Rafati "traumatische Anfälle, wenn ich nur die Einlauf-Musik aus dem Stadion hörte. Erst nach einem halben Jahr wurde es besser", sagte er.

Als Abrechnung mit Fandel und dem Schiedsrichter-Wesen betrachtet Rafati seine Enthüllungen nicht. "Ich sage, was ich falsch gemacht habe und was im System Schiedsrichter falsch läuft. Ich möchte ein Ratgeber sein. Meine Botschaft ist: Geht respektvoll miteinander um! Sprecht miteinander!", betonte Rafati, der am 19. November 2011 im einem Kölner Hotel einen Selbstmordversuch unternommen hatte.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hätte sich gewünscht, dass Rafati seine Anschuldigungen direkt an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) richtet: "Ich hätte mir im Nachklapp gewünscht, dass er diese Vorwürfe uns gegenüber klar artikuliert, ehe er mit dieser Verspätung jetzt über eine Buchveröffentlichung kommt. Ich sage ganz deutlich und klar: Herbert Fandel an der Spitze und mit ihm Hellmut Krug und Michael Fröhlich erledigen ihre Aufgabe immer höchst verantwortungsvoll und auch sensibel", äußerte der 62-Jährige im Fußball-TV-Talk "Doppelpass" bei Sport1.

Anzeichen für eine Erkrankung bei Rafati habe es, so Niersbach, nicht gegeben: "Alle Schiedsrichter, die nahe an ihm dran waren, sowie die Schiedsrichterführung besaßen wirklich keine Indizien, dass Babak Rafati während seiner aktiven Karriere diese Probleme hatte, die er heute beschreibt. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Leistung der Schiedsrichter jedes Wochenende beurteilt wird. Alle sagen übereinstimmend, dass es nicht das gegeben hat, was Rafati als Mobbing oder unerträglichen Druck beschrieben hat."

National | 20.03.2013

Rafati: Fandel-Aussage "eine gefühlte Giftspritze"

Die Vorwürfe des früheren Bundesliga-Referees Babak Rafati gegen den deutschen Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel sind heftiger und wesentlich konkreter als bisher bekannt.

Köln - Die Vorwürfe des früheren Bundesliga-Referees Babak Rafati gegen den deutschen Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel sind heftiger und wesentlich konkreter als bisher bekannt. Eine Aussage Fandels, jeder dürfe Fehler machen, "nur du nicht, Babak", habe ihn völlig aus der Bahn geworfen. "Das war meine gefühlte Giftspritze. Dieser Satz hat mich bis ins Hotelzimmer in Köln verfolgt. Bis in die Badewanne. Ich weiß nicht, ob ich ihn irgendwann in meinem Leben loswerde - ich glaube nicht", sagte Rafati in einem stern-Interview, das dem SID in Gänze vorliegt.

Am 19. November 2011 hatte Rafati in einem Kölner Hotelzimmer einen Selbstmordversuch unternommen. "Ich wollte, dass diese Endlosschleife aus Selbstvorwürfen, Spielszenen, Fandels Zumutungen in meinem Kopf endlich aufhört. Der Gedanke, tot zu sein, hat für mich dabei keine Rolle gespielt."

Fandel habe den anscheinend so erschütternden Satz im Anschluss an Rafatis Comeback nach einer mehrwöchigen Pause gesagt. Rafatis Leistungen waren zu diesem Zeitpunkt höchst umstritten, auch beim Spiel des Hamburger SV gegen den FSV Mainz im März habe er einen Fehler gemacht.

"Ich sitze in meinem Büro in der Sparkasse Hannover, neunte Etage, riesige Fenster, und ich rufe an", berichtete Rafati. "Fandel sagt: Jeder darf einen Fehler machen, nur du nicht, Babak. Mein Gefühl kann ich gar nicht beschreiben. Hitze und Kälte zugleich." Die "Unerbittlichkeit und Kälte" hätten ihn in diesem Moment erschüttert.

Eine ähnliche Szene habe er in der Schalterhalle eines Flughafens erlebt, als er mitgeteilt bekommen habe, dass seine internationale Karriere vorbei sei. "Fandel kannte meine Flugpläne, muss gewusst haben, wo ich bin, dass ich ihn hier nicht anschreien kann. Mein Körper hat rebelliert. Ich konnte plötzlich nicht mehr laufen. Ich hatte ziehende Schmerzen in der Brust und bekam keine Luft", sagte Rafati.

WM 2014 | 18.03.2013

Maxim mit Rumänien im VfB-Duell gegen Hajnal

Mit dem Stuttgarter Mittelfeldspieler Alexandru Maxim im Kader geht die rumänische Fußball-Nationalmannschaft in die kommenden WM-Qualifikationsspiele.

Bukarest - Mit dem Stuttgarter Mittelfeldspieler Alexandru Maxim im Kader geht die rumänische Fußball-Nationalmannschaft in die kommenden WM-Qualifikationsspiele gegen Ungarn (22. März) und Vizeweltmeister Niederlande (26. März).

Die Partie gegen die Ungarn wird die Elf von Trainer Victor Piturca in Budapest allerdings vor leeren Rängen bestreiten. Der Fußball-Weltverband FIFA hatte gegen den ungarischen Verband nach anti-semitistischen Anfeindungen eigener Anhänger im Länderspiel gegen Israel am 15. August 2012 ein Geisterspiel als Strafe verhängt.

Beim Verfolger-Duell in der Gruppe D trifft Maxim auf seinen Stuttgarter Teamkollegen Támas Hajnal. Rumänien steht in der Tabelle auf Rang drei mit neun Punkten gleich auf mit den Ungarn. Spitzenreiter ist die Elf der Niederlande (12).

International | 16.03.2013

Aufholjagd von Kuranyi und Dynamo Moskau gebremst

Mit Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi als Joker ist die Siegesserie des russischen Erstligisten Dynamo Moskau gerissen. Bei Kuban Krasnodar spielte der Tabellensiebte 1:1 (1:1).

Krasnodar - Mit Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi als Joker ist die Siegesserie des russischen Fußball-Erstligisten Dynamo Moskau gerissen. Beim direkten Konkurrenten Kuban Krasnodar (4.) kam der Tabellensiebte nach zuletzt sechs Erfolgen nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und büßte damit wertvolle Punkte im Kampf um die Europapokal-Plätze ein. Kuranyi (31) wurde in der 65. Minute eingewechselt, blieb bei seinem Kurzeinsatz allerdings glücklos.

Alexander Kokorin hatte Moskau (24.) in Führung gebracht und die Hoffnungen auf den nächsten Sieg genährt. Nur fünf Minuten später glich Ibrahima Baldé die ereignisarme Begegnung aber wieder aus.

Bundesliga | 08.03.2013

Stuttgarter Maxim: Operation auf Montag verschoben

Alexandru Maxim vom Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart muss sich aller Voraussicht nach am Montag einem Eingriff an seiner gebrochenen Nase unterziehen.

Stuttgart - Alexandru Maxim vom Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart muss sich aller Voraussicht nach am Montag einem Eingriff an seiner gebrochenen Nase unterziehen. Der 22 Jahre alte Rumäne sollte eigentlich noch am Donnerstagabend operiert werden, die Schwellungen im Gesicht ließen eine OP jedoch nicht zu.

Maxim hatte im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen Lazio Rom (0:2) einen Nasenbeinbruch und eine Gehirnerschütterung zugezogen. Der Mittelfeldspieler war nach einem groben Foul des Brasilianers Hernanes kurz vor der Pause ausgewechselt und sofort in die Klinik gebracht worden.

Wie lange der im Winter von Pandurii Targu Jiu verpflichtete Maxim ausfallen wird, ist unklar. Im Bundesligaspiel des VfB gegen den Hamburger SV am Sonntag (17.30 Uhr/Sky und Liga total!) ist der Offensivspieler definitiv nicht dabei. Auch beim Rückspiel in Rom am kommenden Donnerstag wird er fehlen.

"Das ist ganz, ganz bitter", sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia: "Er hatte einen sehr guten Einstand gehabt." Maxim stand im Spiel gegen den italienischen Spitzenklub erstmals in der Startaufstellung der Stuttgarter. Auch Manager Fredi Bobic sprach von einem herben Schlag: "Er hatte fantastisch gespielt. Man hat gesehen, dass er viel Potenzial hat."

Der Ausfall verschärft die Stuttgarter Personalprobleme. Labbadia muss bereits auf die verletzten Daniel Didavi, Georg Niedermeier, Tunay Torun, Cacau und Johan Audel verzichten. Dafür steht gegen den HSV der gegen Rom gesperrte Torjäger Vedad Ibisevic wieder zur Verfügung.

Euro League | 07.03.2013

0:2 gegen Lazio: VfB muss auf Wunder hoffen

Dem VfB Stuttgart droht im Viertelfinale der Europa League nur noch die Zuschauerrolle. Die Mannschaft von Bruno Labbadia unterlag im Hinspiel gegen Lazio Rom zuhause mit 0:2.

Stuttgart - Der Bundesliga droht im Viertelfinale der Europa League nur noch die Zuschauerrolle. Der VfB Stuttgart, letzter Vertreter aus Deutschland in diesem Wettbewerb, steht im Achtelfinale vor dem Aus. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia unterlag im Hinspiel gegen Lazio Rom zuhause nach einer enttäuschenden Vorstellung verdient mit 0:2 (0:1) und braucht am 14. März beim "Geisterspiel" in der italienischen Hauptstadt schon ein Fußball-Wunder.

Das Rückspiel wird ohne Zuschauer stattfinden. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte Lazio wegen rassistischer Vorfälle unter den Fans zu dieser Strafe verurteilt. Labbadia sprach bereits von "schwierigen Bedingungen" - die sich durch die deutliche Niederlage noch verschärft haben.

Ederson hatte Lazio, das den Ausfall seines verletzten Torjägers Miroslav Klose gut kompensierte, in der 21. Minute in Führung gebracht. Ogenyi Onazi erhöhte in der 56. Minute nach einem Alleingang auf 2:0 für die Römer, die in der Zwischenrunde schon Borussia Mönchengladbach ausgeschaltet hatten (3:3/2:0). Insgsamt war der Tabellenfünfte der Serie A viel cleverer als der schwache VfB, dem spielerische Klasse und Entschlossenheit vor dem Tor fehlten.

Der VfB setzte damit seine magere Heimbilanz in der Europa League fort. Nur in den Play-offs (2:0 gegen Dynamo Moskau) hatte es einen Sieg zuhause gegeben. Dass die Schwaben auswärts drei der bisherigen vier Partien gewannen, dürfte dem VfB angesichts der Ausgangslage auch nur minimal Hoffnung geben - zumal Lazio in der bisherigen Europacup-Saison in elf Spielen noch unbesiegt ist.

Der VfB, der zuletzt 1998 in ein Europapokal-Viertelfinale eingezogen war, hatte erhebliche Mühe, ins Spiel zu kommen. Lazio agierte abgeklärter, ohne dabei zunächst für Gefahr zu sorgen. Die erste sehr gute Möglichkeit hatten die Stuttgarter. Doch einen Flugkopfball von Shinji Okazaki nach Flanke von Christian Gentner parierte Lazio-Keeper Federico Marchetti glänzend (16.).

Kurz danach kam die kalte Dusche für den VfB. William Kvist ließ im Zweikampf an der Strafraumgrenze Ederson gewähren, der schloss mit einem satten Linksschuss unhaltbar für Sven Ulreich ab. Auch danach konnten die Gastgeber kaum Druck aufbauen, zu oft erlaubten sie sich in den entscheidenden Momenten Fehler.

Lazio wurde in der Defensive, abgesehen von einem weiteren Kopfball von Okazaki (41.), kaum vor Probleme gestellt. Die Römer hätten bei Kopfbällen von Lorik Caca (30.) und Ederson (41.) sogar erhöhen können.

Dies besorgte dann Onazi, der bei einem Alleingang die VfB-Defensive, vor allem den jungen Antonio Rüdiger, alt aussehen ließ. Dem VfB, der auf den gesperrten Vedad Ibisevic sowie die angeschlagenen Daniel Didavi, Georg Niedermeier und Tunay Torun verzichten musste, fehlte auch in der Folge die Klasse, um Rom zusetzen zu können.

Im Angriff blieb der in Rom geborene Stürmer Federico Macheda, der Ibisevic ersetzet und erstmals in der Startelf stand, völlig blass. Auch aus dem Mittelfeld kam viel zu wenig - auch wenn Okazaki in der 63. Minute eine weitere gute Chance für die Stuttgarter auf dem Fuß hatte. Zudem wurde es bei einer verunglückten Flanke von Tamas Hajnal (68.) und bei einem Kopfball von Kapitän Serdar Tasci (82.) noch einmal leidlich gefährlich.

Beim VfB konnte allenfalls Okazaki gefallen. Rom hatte in Ederson und Hernanes seine besten Spieler.

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