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Bundesliga | 05.12.2013

VfB Stuttgart vor "ganz, ganz wichtigem Spiel"

Nach nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Spielen steht Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart vor wegweisenden Wochen.

Stuttgart - Nach nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Spielen steht Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart vor wegweisenden Wochen. Setzt sich die Negativserie auch am Samstag im Heimspiel gegen Hannover 96 (15.30 Uhr/Sky) fort, droht die Mannschaft von Trainer Thomas Schneider (40) in den Abstiegskampf zu rutschen. Der VfB rangiert mit nur 16 Zählern derzeit auf Platz zwölf. "Das ist für uns ein ganz, ganz wichtiges Spiel", sagte Schneider am Donnerstag: "Die Spieler können auch rechnen, wir haben zu wenig Punkte geholt." Er sei aber "überzeugt" von einem Sieg.

Auch Sportvorstand Fredi Bobic (42) hält die Begegnung für "sehr wichtig. Da sind Tugenden gefragt, die uns auf Schalke (0:3, d. Red.) in letzter Konsequenz gefehlt haben. Wir müssen alles in Bewegung setzen", sagte er. Gegen Hannover wolle Bobic auch sehen, "wer unsere Philosophie mittragen kann und für die Zukunft dabei sein wird". Im Moment sei Geduld gefragt, bis Schneiders Ideen konstant greifen. "Wir gehen unseren Weg weiter. Es ist ein Prozess, wir sehen schon positive Ansätze, sind aber noch nicht zufrieden".

DFB-Pokal | 04.12.2013

Bayer Leverkusen überwintert im DFB-Pokal

Bayer Leverkusen hat das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht. Die Werkself setzte sich beim SC Freiburg mit 2:1 (1:1) durch.

Freiburg - Bayer Leverkusen ist mit einem Sieg in die Multi-Millionen-Euro-Woche gestartet. Der Fußball-Bundesligist setzte sich mit 2:1 (1:1) im DFB-Pokal beim Ligarivalen SC Freiburg durch und steht zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder im Viertelfinale. Der Erfolg garantiert der Werkself 1,2 Millionen Euro. Wesentlich höhere Millionenbeträge stehen für Bayer am Samstag im Liga-Topspiel bei Borussia Dortmund und am Dienstag im "Finale" um den Achtelfinal-Einzug in der Champions League bei Real Sociedad San Sebastian auf dem Spiel.

Robbie Kruse mit einem Turbo-Tor nach 28 Sekunden und Emre Can (77.) trafen für die Leverkusener, die damit für das Aus des Halbfinalisten der Vorsaison sorgten. Daran änderte auch das Tor von Matthias Ginter (19.) nichts. Für die Breisgauer, die am Sonntag im Punktspiel gegen den VfL Wolfsburg antreten müssen, steht nun der Abstiegskampf in der Liga und die entscheidende Partie um den Einzug in die K.o.-Phase der Europa League am Donnerstag gegen den FC Sevilla im Vordergrund.

Die 16.400 Zuschauer waren noch nicht richtig auf ihren Plätzen, da führte der Bundesliga-Zweite bereits. Kruse, Australiens Fußballer des Jahres, nutzte einen Aussetzer von Nicolas Höfler. Nur zwei Minuten später vergab Heung-Min Son eine nahezu identische Möglichkeit. Kurz darauf hätte Kapitän Simon Rolfes die Führung der Leverkusener, bei denen Sidney Sam und Sebastian Boenisch fehlten, fast ausgebaut (4.).

Die Gastgeber, die ohne die Langzeitverletzten Julian Schuster, Mensur Mujdza, Jonathan Schmid und Vegar Hedenstad auskommen mussten, waren in der Anfangsphase völlig von der Rolle. In der 11. Minute leistete sich Abwehrchef Fallou Diagne einen haarsträubenden Fehler, Stefan Kießling scheiterte aber am Freiburger Torwart Oliver Baumann. Der Bundesliga-Drittletzte war mit dem knappen Rückstand nach einer Viertelstunde sehr gut bedient, auch wenn Ginter in der 14. Minute eine gute Chance zum Ausgleich hatte.

Kurz darauf machte es der 19-Jährige, der auf dem Wunschzettel vieler Topklubs steht, nach Vorarbeit des Tschechen Vladimir Darida besser. Bei dem Kopfballtor sah vor allem Bayer-Innenverteidiger Ömer Toprak, der früher das Freiburger Trikot trug, schlecht aus. Torwart Bernd Leno machte zwar eine unglückliche Figur, den Keeper traf aber keine Schuld.

Ginter hätte kurz vor der Pause sogar für die Freiburger Führung sorgen können, doch seinen Kopfball klärten Leno und Philipp Wollscheid in einer Co-Produktion wohl noch vor dem Überqueren der Torlinie (37.).

Nach dem Seitenwechsel passierte zunächst nicht viel in beiden Strafräumen. Dann prüfte Ginter mit einem sehenswerten Distanzschuss Leno (54.). Von den Gästen kam in der Offensive viel zu wenig, der schwache Kießling wurde in der 64. Minute durch Eren Derdiyok ersetzt. In dieser Phase deutete vieles auf einen Erfolg der Freiburger hin. Dann aber schlug Can mit einem satten Rechtsschuss aus 20 Metern zu.

Beste Spieler aufseiten der Freiburger waren der überragende Ginter und Admir Mehmedi. Bei Leverkusen konnten Leno und Kruse überzeugen.

Bundesliga | 23.11.2013

Freiburg hält Braunschweig auf Distanz

Im Bundesliga-Kellerduell schlägt der SC Freiburg Eintracht Braunschweig mit 1:0 (0:0). Gelson Fernandes trifft für das Team von Trainer Christian Streich.

Braunschweig - Das Kellerduell gewonnen und den Abstiegsrivalen Eintracht Braunschweig auf Distanz gehalten: Der SC Freiburg schöpft im Kampf um den Klassenerhalt ein wenig Luft. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich setzte sich bei den Niedersachsen nicht unverdient mit 1:0 (0:0) durch und liegt nun drei Punkte vor dem Aufsteiger.

Vor 21.810 Zuschauern im Eintracht-Stadion erzielte Gelson Fernandes den Treffer des Tages. Der Mittelfeldspieler verschaffte sich in der 52. Minute mit einer geschickten Körpertäuschung Platz im Strafraum und war per Flachschuss erfolgreich. Für die Gastgeber war es nach zwei Zu-Null-Spielen nacheinander wieder eine Partie mit einem Gegentor.

Besonders in der ersten Halbzeit waren beide Mannschaften mehr auf Absicherung des eigenen Tores als auf eigene vielversprechende Offensivaktionen fokussiert. Dementsprechend entwickelte sich zunächst eine eher unspektakuläre Begegnung, die sich überwiegend zwischen beiden Strafräumen abspielte.

Wirklich große Gefahr drohte dem Gehäuse der Gäste lediglich in der 21. Minute, als ein Fernschuss von Omar Elabdellaoui den Freiburger Torhüter Oliver Baumann zu einer Parade zwang. In der 9. Minute traf Eintracht-Kapitän Deniz Dogan in ausssichtsreicher Position den Ball nicht voll.

60 Sekunden später schob Sebastian Freis den Ball knapp am Tor der Niedersachsen vorbei. Pech hatte die Elf aus dem Breisgau in der 26. Minute, ein Kopfball von Nicolas Höfler traf lediglich die Unterkante der Latte.

Vier Minuten nach dem Seitenwechsel rettete Baumann aus kurzer Distanz gegen einen Schuss des freistehenden Norman Theuerkauf, 180 Sekunden später traf Fernandes. Danach wurde die Begegnung, in erster Linie von den Braunschweigern initiiert, zusehends lebendiger, ohne dass sich vorerst etwas am Zwischenstand änderte.

Streichs Team musste stark ersatzgeschwächt bei den Norddeutschen antreten. Den Platzherren fehlte Stürmer Dennis Kruppke wegen Wadenproblemen.

Neben Spielführer Dogan verdiente sich bei den Braunschweigern, die nun ein schweres Auswärtsspiel beim Triple-Gewinner Bayern München erwartet, die Leverkusener Leihgabe Karim Bellarabi trotz Adduktorenbeschwerden eine gute Note. Stärkste Freiburger Akteure waren Oliver Sorg und Torschütze Fernandes.

Bundesliga | 02.11.2013

Duell der Kellerkinder: Erster Sieg für Freiburg

Das Warten hat für den SC Freiburg ein Ende: Mit einem 3:0 (0:0) im Duell der sieglosen Kellerkinder beim 1. FC Nürnberg gelang den Breisgauern am elften Spieltag der erste Sieg.

Nürnberg - Das Warten hat ein Ende, zumindest für den SC Freiburg: Mit einem 3:0 (0:0) im Duell der sieglosen Kellerkinder beim 1. FC Nürnberg gelang den Breisgauern am elften Spieltag endlich der erste "Dreier" in der Fußball-Bundesliga seit dem 11. Mai. Die über weite Strecken harmlosen Gäste, ab der 69. Minute und der Gelb-Roten Karte für Oliver Sorg auch in Unterzahl, zogen durch Treffer von Felix Klaus (57.), Vladimir Darida (79.) und Admir Mehmedi (88.) zudem in der Tabelle an den Nürnbergern vorbei. Der Club bleibt nach dem verpatzten Heimdebüt unter dem neuen Trainer Gertjan Verbeek als einzige Mannschaft im deutschen Profifußball ohne Sieg.

In einem schwachen Spiel hatte Nürnberg die besseren Chancen, war vor allem nach der Pause und dem Platzverweis für Sorg phasenweise drückend überlegen, scheiterte aber zweimal am Pfosten, den eigenen Unzulänglichkeiten und dem diesmal hervorragend aufgelegten Freiburger Torhüter Oliver Baumann, der eine Woche zuvor beim 0:3 gegen den Hamburger SV alle drei Gegentreffer verschuldet hatte. Diese Nachlässigkeiten bestrafte Klaus beim bis dahin besten Angriff der Freiburger - die Nürnberger Abwehr griff dabei nicht entschlossen an und war völlig unsortiert. Der eingewechselte Darida aus 24 Metern und Mehmedi nach einem dicken Patzer von Abwehrspieler Per Nilsson machten alles klar.

Beide Mannschaften offenbarten große Probleme beim Spielaufbau. Freiburg war nach vorne harmlos, weil oft zu überhastet und ungenau sowie ohne Durchschlagskraft. Nürnberg war um Ballkontrolle bemüht, leistete sich aber beim Versuch, schnell in die Spitze zu spielen, regelmäßig Abspielfehler. Darüber hinaus zwangen die in der Abwehr zumeist gut gestaffelten Gäste den etwas planlos wirkenden Club auch immer wieder zu langen Bällen, aus denen sich dann kaum Brauchbares entwickelte.

In einer Schwächephase der Freiburger in der ersten Halbzeit hätten die Gastgeber dennoch in Führung gehen können. Ein Weitschuss des guten Makoto Hasebe landete am Pfosten (19.), danach wehrte Torhüter Baumann einen direkt aufs Tor gezogenen Freistoß von Hiroshi Kiyotake (22.) und einen Kopfball von Emanuel Pogatetz (26.) ab. Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) verweigerte zudem einem Treffer von Pogatetz die Anerkennung: Der Österreicher hatte sich bei Höhn aufgestützt (27.).

Nürnberg begann die zweite Halbzeit dann sehr druckvoll, besaß auch gleich eine ausgezeichnete Gelegenheit zu Führung, allerdings zögerte der nach vorne gestürmte Verteidiger Marvin Plattenhardt zu lange mit dem Abschluss (47.). Mitten hinein in diese Drangphase startete Freiburg einen Konter, erwischte die Nürnger dabei völlig auf dem falschen Fuß, Klaus konnte nach Vorlage von Sebastian Freis zum etwas überraschenden Führungstreffer einschießen. In der Schlussphase erhöhten der Tscheche Darida mit einem Sonntagsschuss am Samstagnachmittag und Mehmedi sogar noch.

Der Club antwortete mit wütenden Angriffen, verstärkte seine Bemühungen nach dem Platzverweis für Sorg, hatte beste Chancen, einen weiteren Pfostentreffer durch Per Nilsson (76.) - doch Baumann leistete sich diesmal keinen Fehler.

Euro League | 24.10.2013

Remis gegen Estoril: Freiburg vor dem Aus

Fußball-Bundesligist SC Freiburg steht in der Europa League nach einem erneuten Rückschlag vor dem Aus in der Gruppenphase.

Freiburg - Fußball-Bundesligist SC Freiburg steht in der Europa League nach einem erneuten Rückschlag vor dem Aus in der Gruppenphase. Gegen den portugiesischen Vertreter GD Estoril kam die Mannschaft von Trainer Christian Streich nur zu einem 1:1 (1:0) und hat mit zwei Punkten als Dritter der Gruppe H nur noch minimale Chancen auf den Einzug in die Zwischenrunde.

Auch die Führung durch den ersten Pflichtspieltreffer von Rekordtransfer Vladimir Darida (11.) reichte den Breisgauern nicht zum Sieg, Sebá traf nach der Pause zum Ausgleich (53.). Bereits im ersten Heimspiel der Gruppenphase hatte Freiburg gegen Slovan Liberec eine Führung verspielt, damals reichte den Breisgauern selbst ein 2:0 nicht zum Sieg.

Ein frühes Ende des "Abenteuers Europa" wäre für die auch in der Fußball-Bundesliga noch sieglosen Freiburger, die am 7. November zum Rückspiel nach Portugal reisen, offenbar aber kein Beinbruch. Im Gegenteil: Bereits vor dem Anpfiff hatte Streich betont, sein Hauptaugenmerk auf den Liga-Alltag zu legen.

Gegen Estoril verzichtete der Coach daher wie erwartet auf einige Leistungsträger und gab im Defensiv-Verbund in Vegar Hedenstad, Immanuel Höhn und Profidebütant Nicolai Lorenzoni drei Youngstern eine Chance. Im offensiven Mittelfeld feierte Darida, vor der Saison für vier Millionen Euro von Viktoria Pilsen gekommen, nach einer Syndesmose-Verletzung sein Debüt im Trikot der Breisgauer.

Die im laufenden Wettbewerb noch sieglosen Freiburger begannen die Partie vor 14.500 Zuschauern mit überraschend breiter Brust und reichlich Vorwärtsdrang. So ergaben sich schnell erste Chancen: Zunächst scheiterte Admir Mehmedi nach starker Vorarbeit von Hedenstad und Jonathan Schmid mit einem Kopfball an Estorils Keeper Vagner (8.).

Nach dem Treffer von Darida, der Glück hatte, dass Yohan Tavares seinen Schuss entscheidend abfälschte, ließ der Druck der schnell umschaltenden Freiburger zwar etwas nach, die besseren Gelegenheiten hatten die spielstarken Gastgeber aber weiterhin. Doch Julian Schuster verpasste im Anschluss an eine Ecke das zweite Tor (25.), und Mehmedi kam nicht an Vagner vorbei (35.).

Kurz nach der Pause zeigten sich allerdings die Nachteile des jungen Defensiv-Verbundes um Hedenstad (22), Höhn (21) und Lorenzoni (21): In Überzahl ließ sich die Freiburger Viererkette von einem Steilpass des Gäste-Stürmers Luís Leal überraschen, und Sebá tunnelte SC-Keeper Oliver Baumann zum überraschenden Ausgleich (53.).

Freiburg reagierte deutlich geschockt und verlor mehr und mehr Zugriff auf Partie und Gegner. Estoril durfte fast ungestört kombinieren und kam mit schnellen Gegenstößen immer wieder tief in die gegnerische Hälfte. Auf der Gegenseite sorgte ein Versuch des agilen Darida noch für Gefahr, strich aber knapp am Tor vorbei. Zudem scheiterte Francis Coquelin aus zwölf Metern frei an Vagner (80.).

Beste Spieler der Gastgeber waren Torschütze Darida und Mehmedi. Bei Estoril überzeugten vor allem Ruben Fernandes und Sebá.

International | 20.10.2013

Russland: Kuranyi trifft bei Dynamo-Sieg

Auch dank Torschütze Kevin Kuranyi (31) bleibt Dynamo Moskau in der russischen Meisterschaft weiter erfolgreich.

Moskau - Auch dank Torschütze Kevin Kuranyi (31) bleibt Dynamo Moskau in der russischen Meisterschaft weiter erfolgreich. Das Team des ehemaligen deutschen Nationalspielers setzte sich am 13. Spieltag gegen den Europa-League-Teilnehmer Kuban Krasnodar mit 3:1 (0:0) durch. Der Ex-Bundesligaprofi Andrej Woronin (34) drehte mit einem Doppelpack in der 58. und 62. Minute nach dem zwischenzeitlichen Rückstand die Partie, bevor der eingewechselte Kuranyi per Strafstoß (84.) den dritten Treffer für Moskau markierte.

Nach dem Derbysieg in der Vorwoche gegen Meister ZSKA verdrängte Dynamo den Stadtrivalen von Platz fünf in der Tabelle und kann nur bei einem Erfolg von Amkar Perm gegen den Tabellendritten Lokomotive Moskau am Montagabend den Europa-League-Platz wieder verlieren.

DFB-Pokal | 25.09.2013

Befreiungsschlag im Derby: Freiburg bezwingt VfB

Revanche geglückt: Der SC Freiburg hat nach mehr als sieben Wochen wieder gewonnen und durch ein 2:1 gegen den VfB Stuttgart das Pokal-Achtelfinale erreicht.

Freiburg - Revanche geglückt, Talfahrt gestoppt: Der SC Freiburg hat nach mehr als sieben Wochen wieder gewonnen und das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht. Im badisch-schwäbischen Derby besiegte die Mannschaft von Trainer Christian Streich ihren Bundesliga-Konkurrenten VfB Stuttgart mit 2:1 (0:0) und revanchierte sich damit gleichzeitig für die Halbfinal-Niederlage der vergangenen Saison.

U21-Nationalspieler Matthias Ginter (52.) und Mike Hanke (70.) Sekunden vor seiner Auswechslung sorgten mit ihren Treffern für den Befreiungsschlag der Gastgeber, die in der laufenden Saison bislang nur eine weitere Partie gewonnen hatten: Am 3. August in der ersten Pokalrunde beim Regionalligisten TSG Neustrelitz. Gegen Teams auf Augenhöhe war den Freiburgern hingegen das Glück bisher verwehrt geblieben. Für die Stuttgarter reichte es lediglich zum Anschlusstreffer durch Vedad Ibisevic (87.).

Vor 22.500 Zuschauern gefielen die zuletzt arg verunsicherten Gastgeber in der Anfangsphase durchaus überraschend mit ansehnlichen Kombinationen. Nach einer solchen hatte Admir Mehmedi (6.) die frühe Führung auf dem Fuß, der Ex-Freiburger Daniel Schwaab blockte den Schuss allerdings in höchster Not noch vor der Grundlinie.

Streich, der seine Mannschaft im Vergleich zum jüngsten Remis am Sonntag gegen Hertha BSC (1:1) auf drei Positionen veränderte, sah fortan dominierende Freiburger, die sich durch vermeidbare Fehler im Mittelfeld aber häufig selbst im Weg standen. Sobald die Unkonzentriertheiten allerdings ausblieben, wurde es im Stuttgarter Strafraum brandgefährlich. Nach knapp 20 Minuten scheiterte so erneut Mehmedi an Thorsten Kirschbaum, der VfB-Stammtorhüter Sven Ulreich (Handverletzung) vertrat.

Vom vermeintlichen Favoriten aus der Landeshauptstadt war bis auf einen Warnschuss von Christian Gentner (12.) bis zu diesem Zeitpunkt nichts zu sehen. Auch Ibisevics Versuch aus aussichtsreicher Position von der Straufraumgrenze (30.) änderte daran zwar wenig, immerhin schienen die Gäste aber besser ins Spiel zu kommen.

Dieser Eindruck bestätigte sich nach der Pause zunächst nicht. Im Gegenteil: Erst scheiterte Mike Hanke (51.) aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Kirschbaum per Kopf, Sekunden später besorgte Ginter die verdiente Führung. Von dieser berauscht, fehlte den Freiburgern kurz danach die Ordnung, der auffällige Ibisevic (55./59.) verpasste in der attraktivsten Phase der Begegnung den Ausgleich gleich zweimal.

Die stärkste Phase der Gäste beendete Hanke auf seine ganz persönliche Art und Weise, als er ein Missverständnis in der VfB-Abwehr mit einem krachenden Schuss in das kurze Eck bestrafte.

Die auffälligsten Freiburger waren Mehmedi und Keeper Oliver Baumann, bei den Stuttgartern überzeugten Ibisevic und Gentner.

Bundesliga | 22.09.2013

Kein Geschenk zum Geburtstag: VfB nur 1:1

Das Publikum war in Feierlaune, aber das Resultat passte nicht zum 120. Geburtstag des VfB Stuttgart. Die Gastgeber kamen gegen Eintracht Frankfurt nur zu einem 1:1 (1:1).

Stuttgart - Das Publikum war in Feierlaune, die Choreographie der Anhänger vor dem Anpfiff eindrucksvoll - nur das Resultat passte nicht zum 120. Geburtstag des VfB Stuttgart. Im Bemühen, den Sprung in das dicht gedrängte Mittelfeld zu schaffen, kamen die Gastgeber gegen Eintracht Frankfurt nach zuletzt zwei Siegen aufgrund eines Sekunden vor dem Abpfiff von Vedad Ibisevic verschossenen Foulelfmeters nur zu einem 1:1 (1:1). Beide Mannschaften bleiben mit jeweils sieben Punkten zunächst in der unteren Tabellenhälfte.

Die Eintracht, die zumindest ihre Serie von drei Niederlagen nacheinander gegen den VfB beenden konnte, war in einer munteren Anfangsphase zunächst durch Marco Russ in Führung gegangen (14.). Der erst 17 Jahre alte Tobias Werner glich nahezu postwendend mit seinem ersten Bundesliga-Treffer aus (16.). Das Niveau der Partie nahm danach ab, wobei die Eintracht die besseren Chancen besaß. Ein Treffer des VfB von Alexandru Maxim (65.) wurde von Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) zu Recht nicht anerkannt. Stuttgarts großer Unglücksrabe war Ibisevic, der die unverhoffte Strafstoß-Chance nach einem Foul an Traore

am Ende der Nachspielzeit ungenutzt ließ und neben das Tor schoss.

Das Spiel hatte zunächst im Zeichen des 120. Geburtstags des VfB-Gründungsvereins Stuttgarter FV 93 gestanden. Unter anderem kam die Mannschaft mit Traditions-Trikots aufs Feld: mit durchgehendem roten Ring, schwarzen Rückennummern - und, einer Sondergenehmigung der Deutschen Fußball Liga (DFL) sei Dank, ohne Werbung auf Brust und Ärmeln.

Die gute Laune wäre den Gastgebern beinahe früh vergangenen - Johannes Flum schoss mit einem Seitfallzieher nach einem schnellen Angriff der Eintracht aber knapp neben das Tor (7.). Flum war nach dem 3:0 zum Auftakt der Europa League gegen Girondins Bordeaux für Takashi Inui in die Anfangsformation gerückt. Beim VfB vertrat der Österreicher Martin Harnik den verletzten Moritz Leitner.

Auf Stuttgarter Seite blieb trotz erkennbar großen Bemühens vieles Stückwerk, ein konstruktives Offensivspiel entwickelte sich kaum. Die Eintracht wirkte bei ihren zumeist schnell vorgetragenen Angriffen ein wenig zielstrebiger. Die Führung aber erzielte Russ nach einem Eckball, er nutzte eine vorübergehende Orientierungslosigkeit des VfB aus. Zu dieser Phase wirkten die Stuttgarter in der Abwehr nicht sonderlich gut organisiert.

Nur zwei Minuten nach dem Frankfurter Treffer ergab sich jedoch auf der anderen Seite ein ähnliches Bild: Eckball, Christian Gentner verlängerte per Kopf, Eintracht-Torhüter Kevin Trapp wehrte schlecht ab, Werner stand am langen Pfosten und verwandelte per Kopf. Es war zugleich der Auftakt zu unterhaltsamen zehn Minuten mit schnellen Angriffen beider Mannschaften, mit zunehmender Spieldauer nahm das Niveau der Begegnung allerdings ab.

Es dauerte bis zur 55. Minute, ehe erneut die Eintracht die Chance zur Führung besaß: Bedrängt von VfB-Torhüter Sven Ulreich lenkte Torjäger Vaclav Kadlec die scharfe Hereingabe von Stefan Aigner allerdings neben das Tor. Zehn Minuten später zog Aigner selbst ab, der Ball rollte knapp am langen Pfosten vorbei (65.). Der anschließenden Treffer des VfB durch Maxim wurde nicht anerkannt, weil Ibisevic Torhüter Trapp behindert hatte.

International | 22.09.2013

Kuranyi verliert bei Saisondebüt

Beim ersten Saisoneinsatz des ehemaligen deutschen Fußball-Nationalspielers Kevin Kuranyi hat Dynamo Moskau das brisante Lokalderby gegen Lokomotive Moskau verloren.

Moskau - Beim ersten Saisoneinsatz des ehemaligen deutschen Fußball-Nationalspielers Kevin Kuranyi hat Dynamo Moskau das brisante Lokalderby gegen Lokomotive Moskau verloren. Dynamo unterlag am 9. Spieltag zu Hause 1:3 (0:0) und verpasste den Anschluss an die Spitzengruppe der russischen Premjer Liga. Kuranyi wurde in der 89. Minute für den ehemaligen Bundesliga-Profi Andrej Woronin eingewechselt. Der ehemalige Stuttgarter und Schalke stand erstmals seit vier Monaten nach seiner Adduktorenverletzung in einem offiziellen Spiel wieder auf dem Platz.

"Es war natürlich schön, wieder auf dem Platz zu stehen, nach solch einer langen Verletzungspause. Auch wenn es heute leider nur ein paar Minuten am Schluss waren. Wir haben unverdient verloren, mehr möchte ich zu diesem Spiel nicht sagen", resümierte Kuranyi.

Dame N'Doye (51.), Alexander Samedow (74., Elfmeter) und Sergej Tkatschew (90.) trafen für Lok, Christian Noboa (58.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich. Dynamos Wladimir Granat (73.) flog in einer turbulenten zweiten Halbzeit zudem vom Platz.

Euro League | 19.09.2013

Freiburger Frust nimmt europäische Ausmaße an

Der Freiburger Frust nimmt europäische Ausmaße an: Nach dem Liga-Fehlstart kam der SC Freiburg trotz 2:0-Führung nicht über ein 2:2 gegen Slovan Liberec hinaus.

Freiburg - Der Freiburger Frust nimmt europäische Ausmaße an: Nach dem Liga-Fehlstart hat der SC Freiburg auch seinen ersten Auftritt auf der internationalen Fußball-Bühne nach 4305 Tagen Abstinenz in den Sand gesetzt. Die Breisgauer kamen im ersten Gruppenspiel der Europa League trotz einer 2:0-Führung nicht über ein 2:2 (2:0) gegen den dreimaligen tschechischen Meister Slovan Liberec hinaus.

Kapitän Julian Schuster (23.) per Foulelfmeter und Admir Mehmedi (35.) trafen für den SC, der in der Liga noch ohne Sieg ist und mit mageren zwei Punkten auf dem Konto den vorletzten Platz belegt. Wladislaw Kalitwinzew (67.) und Michael Rabusic (74.) erzielten dank der Schützenhilfe des Freiburger Torwarts Oliver Baumann sowie Mehmedis die Treffer für die Gäste. Zudem sah der erst kurz zuvor eingewechselte Karim Guede nach wiederholtem Handspiel die Gelb-Rote Karte (77.).

In den kommenden sechs Tagen stehen richtungsweisende Partien auf nationaler Ebene für die Freiburger an. Am Sonntag gastiert Aufsteiger Hertha BSC im Breisgau, am Mittwoch steht das Pokal-Derby gegen den VfB Stuttgart auf dem Programm. Im zweiten Spiel der Europa League müssen die Breisgauer am 3. Oktober beim FC Sevilla antreten.

Vor rund 15.000 Zuschauern bestimmten die Gastgeber, die den Abgang von fünf Leistungsträgern nach dem Ende der vergangenen Spielzeit in der Liga noch nicht kompensieren konnten, zu Begin das Geschehen. Außenverteidiger Oliver Sorg vergab die erste Möglichkeit (9.), Jonathan Schmid konnte eine Minute später eine gute Schusschance nicht nutzen. Dasselbe galt kurz darauf für Christian Günter (13.).

Auch Mitte der ersten Hälfte beherrschten die Freiburger, die am Ende ihrer bisher letzten Europacup-Saison (2001/2002) aus der Bundesliga abgestiegen waren, das Spiel gegen die defensiv eingestellten Gäste. Die Führung war die logische Konsequenz. Nach einem Foul von Ondrej Kusnir an Günter verwandelte Schuster sicher den Strafstoß. Dem SC-Kapitän war es dabei egal, dass das Foul wenige Zentimeter vor der Strafraumgrenze begangen wurde.

Die Führung der Südbadener, die ohne Mensur Mujdza, Vladimir Darida, Hendrik Zuck, Marco Terrazzino, Vegar Hedenstad und Vaclav Pilar auskommen mussten, änderte nichts am Spielverlauf. Erst in der 30. Minute kamen die Gäste zu ihrer ersten Möglichkeit, die Dzon Delarge nicht nutzen konnte. Besser machte es der von Dynamo Kiew gewechseltee Schweizer Mehmedi fünf Minuten später. Beim Distanzschuss des Angreifers machte Slovan-Torwart Premysl Kovar allerdings eine schlechte Figur.

Nach dem Seitenwechsel passierte zunächst eine Viertelstunde lang so gut wie nichts. Die Tschechen waren zwar bemüht, Gefahr strahlten die Gäste aber trotz ihres gesteigerten Engagaments nicht aus. Die Freiburger spielten in dieser Phase äußerst passiv, darunter litt das Niveau der Partie. Auf packende Szenen warteten die Zuschauer vergebens.

Die Passivität der Gastgeber wurde bestraft, als SC-Torwart Oliver Baumann den eigentlich harmlosen Weitschuss des eingewechselten Kalitvintsev durch die Hände rutschen ließ. Danach leistete sich Mehmedi einen haarsträubenden Blackout, als er völlig unbedrängt den lauernden Rabusic in den Fuß spielte und so das 0:2 vorbereitete. Nach dem Platzverweis für Serhiy Rybalka (90.+1) in der hitzigen Schlussphase vergab Pavel Krmas noch zwei große Chancen zum Siegtreffer.

Beste Spieler der Freiburger, die es in der Gruppe H neben Liberec und Sevilla mit Estoril Praia aus Portugal zu tun haben, waren Schmid und Schuster.

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