SID-IMAGES/AFP/PIERRE-PHILIPPE MARCOU

Spanien | 18.05.2013

Real verliert Pokalfinale gegen Atletico

Real Madrid hat das spanische Pokalfinale verloren und bleibt damit ohne Titel. Im Endspiel um die Copa del Rey unterlag das Team Atletico Madrid nach Verlängerung 1:2 (1:1, 1:1).

Madrid - Rekordmeister Real Madrid hat das spanische Pokalfinale verloren und bleibt damit in dieser Saison ohne Titel. Im Endspiel um die Copa del Rey unterlag das Team des wohl scheidenden Trainers José Mourinho mit den Nationalspielern Mesut Özil und Sami Khedira dem Stadtrivalen Atletico Madrid nach Verlängerung 1:2 (1:1, 1:1). Die Rojiblancos feierten in Reals Stadion Santiago Bernabeu ihren insgesamt zehnten Pokalerfolg. Es war zudem der erste Sieg Atleticos gegen die Königlichen seit 14 Jahren.

Die Führung durch Cristiano Ronaldo (14.) glich Diego Costa aus (35.), ehe der Brasilianer Miranda zum Sieg traf (98.). Der ehemalige Weltfußballer Ronaldo sah in der 115. Minute wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte.

Beide Teams hatten sich in einer zerfahrenen Anfangsphase bemüht, Struktur ins Spiel zu bringen. Nach einer Ecke von Özil köpfte Ronaldo Real in Führung. Zwanzig Minuten später spielte der Kolumbianer Radamel Falcao zwei Gegenspieler aus und bediente Costa, der aus zehn Metern einschob. "Real ist favorisiert, aber das stört uns nicht", hatte der Kolumbianische Starstürmer vor der Partie gesagt.

Im zweiten Durchgang gab es Chancen auf beiden Seiten. Özils Ball wurde auf der Linie geklärt (61.), Ronaldo traf mit einem Freistoß nur den Pfosten (68.). Atletico hatte wiederholt gute Kontergelegenheiten. Danach merkte man beiden Teams das kraftraubende Spiel und die lange Saison immer mehr an.

In der Verlängerung hatte Costa die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an Reals Torwart Diego Lopez (95.). Besser machte es dann Teamkollege Miranda, der eine Flanke von Koke per Kopf verwertete. In der 109. Minute vergab Özil eine hundertprozentige Torchance zum Ausgleich. Ronaldo sah "Rot", nachdem er Atleticos Gabi im Fallen einen Tritt verpasst hatte. In der Nachspielzeit sah Gabi wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Spanien | 16.05.2013

Copa del Rey: Madrid-Derby spaltet das Königshaus

Wenn sich Real Madrid und Stadtrivale Atlético am Freitag im Finale um den spanischen Fußball-Pokal gegenüberstehen, ist selbst die Konigsfamilie gespalten.

Madrid - Wenn sich Real Madrid und Stadtrivale Atlético am Freitag (21.30 Uhr) im Finale um den spanischen Fußball-Pokal gegenüberstehen, ist selbst die Konigsfamilie gespalten. Als Monarch hat sich Juan Carlos standesgemäß auf die Seite von Real um die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira geschlagen. Thronfolger Felipe hofft dagegen auf Atléticos ersten Derby-Sieg seit 1999 und einen schmucklosen Abschied für Real-Trainer José Mourinho.

Denn nach dem Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Borussia Dortmund und Platz zwei in der Meisterschaft hinter dem FC Barcelona ist die Copa del Rey die letzte Titelchance für Real sowie den wohl scheidenden Coach. Dass das Finale im heimischen Estadio Santiago Bernabéu ausgetragen wird, muss dabei kein Vorteil sein. "Das wird ein seltsames Finale, weil wir in unserem Stadion spielen, aber die Fans zweigeteilt sein werden", sagte Reals Topstürmer Cristiano Ronaldo, der dennoch siegesgewiss ist.

Doch auch Atlético will sich nicht mit der Außenseiterrolle bescheiden und erstmals seit dem Double 1996 wieder den Pokal holen. Damals stand Trainer Diego Simeone noch als Aktiver auf dem Platz. "Unsere Waffen haben uns in dieser Saison gute Dienste geleistet. Wir wissen, was wir machen müssen, um zu gewinnen", sagte Juanfran.

Mit "Waffen" meint der Verteidiger wohl in erster Linie den kolumbianischen Torjäger Falcao, der in der laufenden Saison der Primera División bereits 28 Treffer erzielt hat.

Spanien | 14.05.2013

Zerrung: Messi droht das Saison-Aus

Lionel Messi droht das Saison-Aus: Der argentinische Ausnahmekönner wird dem frischgebackenen spanischen Meister FC Barcelona in den nächsten zwei bis drei Wochen fehlen.

Barcelona - Weltfußballer Lionel Messi droht das Saison-Aus: Der 25 Jahre alte argentinische Ausnahmekönner wird dem frischgebackenen spanischen Meister FC Barcelona in den nächsten zwei bis drei Wochen fehlen und kommt damit in dieser Spielzeit möglicherweise nicht mehr zum Einsatz. Der Argentinier erlitt im Ligaspiel bei Atletico Madrid eine Zerrung im rechten Oberschenkel und musste das Feld vorzeitig verlassen.

An einer ähnlichen Verletzung hatte Messi bereits Anfang des Monats laboriert, im Champions-League-Halbfinale gegen Bayern München kam der 25-Jährige nur im Hinspiel zum Einsatz. Beim 0:3 im Rückspiel im Camp Nou saß Messi 90 Minuten auf der Bank der Katalanen.

International | 09.05.2013

Esbjerg erstmals seit 37 Jahren Pokalsieger

Erstligist Esbjerg FB hat zum ersten Mal seit 37 Jahren den dänischen Pokal gewonnen. Im Finale gewann Esbjerg gegen den viermaligen Pokalsieger Randers FC mit 1:0 (0:0).

Kopenhagen - Fußball-Erstligist Esbjerg FB hat zum ersten Mal seit 37 Jahren den dänischen Pokal gewonnen. Im Finale gewann der Tabellenfünfte der Superliga gegen den viermaligen Pokalsieger Randers FC mit 1:0 (0:0). Stürmer Youssef Toutouh (20) sorgte mit seinem Treffer in der 55. Minute für die Entscheidung. Esbjerg, bei denen die Deutschen Davidson Drobo-Ampem, ehemaliger Spieler des FC St. Pauli, und Steffen Ernemann im Kader standen, holte zum insgesamt dritten Mal den den Cup.

Champions League | 01.05.2013

100.000 Anfragen: Fan-Ansturm beim BVB

Der BVB erlebt vor dem Champions-League-Endspiel am 25. Mai einen Ansturm seiner Fans. Bereits nach sechs Stunden lagen dem BVB 100.000 Ticket-Anfragen für die Partie vor.

Dortmund - Borussia Dortmund erlebt vor dem Champions-League-Endspiel am 25. Mai in London einen Ansturm seiner Fans. Bereits nach sechs Stunden lagen dem BVB 100.000 Ticket-Anfragen für die Partie im Wembleystadion vor. Jeder Klub erhält für das Endspiel rund 25.000 Karten von der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

Champions League | 01.05.2013

BVB hat weitere 6,5 Millionen Euro sicher

Mit dem Finaleinzug hat der entthronte deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund in der Champions League weitere 6,5 Millionen Euro sicher.

Madrid - Mit dem Finaleinzug hat der entthronte deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund in der Champions League weitere 6,5 Millionen Euro sicher. So viel erhält der Verlierer des Endspiels am 25. Mai im Londoner Wembley-Stadion. Der Gewinner bekommt 10,5 Millionen Euro. Damit steigen die Einnahmen des BVB aus Prämien der Europäischen Fußball-Union (UEFA), Zahlungen aus dem Marktpool sowie aus Zuschauereinnahmen in der laufenden Saison der Königsklasse auf mehr als 60 Millionen Euro.

Weitere 37 Millionen Euro haben die Dortmunder durch den Transfer von Mario Götze zu Bayern München sicher. Sollte Torjäger Robert Lewandowski den Klub schon nach Ablauf der Saison und nicht erst im Sommer 2014 nach Vertragsende verlassen, würden geschätzt weitere 25 Millionen Euro auf dem BVB-Konto landen.

Unabhängig davon und von eigenen Investitionen in neue Spieler kündigt sich bei den Schwarz-Gelben damit eine Rekordbilanz an. Im Februar hatte die Borussia Dortmund GmbH und Co. KGaA in ihrer Halbjahresbilanz den Gewinn vor Steuern per Stichtag 31. Dezember auf 17,5 Millionen Euro (Vorjahr: 16,7 Millionen Euro) beziffert. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 22,4 Prozent auf 124,1 Millionen Euro.

Champions League | 29.04.2013

Nur La Coruña schaffte das "Wunder"

"Mission impossible" für den FC Barcelona, ein letztes Fünkchen Hoffnung für Real Madrid.

München - "Mission impossible" für den FC Barcelona, ein letztes Fünkchen Hoffnung für Real Madrid: Ein Blick in die Geschichtsbücher der Champions League stärkt nur bei den Königlichen den Glauben an ein Fußball-Wunder im Halbfinal-Rückspiel am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) gegen Borussia Dortmund. Ein 1:4 hat in fast 21 Jahren Königsklasse nur Deportivo La Coruña aufgeholt. Im Viertelfinale der Saison 2003/04 gewannen die Spanier ihr Rückspiel gegen den AC Mailand 4:0. Es ist der größte Rückstand, der je in der Champions League wettgemacht wurde. Das bedeutet auch: Für Barça ist die Hoffnung nach dem 0:4 in München auf nahe Null gesunken.

In anderen Europapokal-Wettbewerben glückte es drei Klubs, einen Vier-Tore-Rückstand wettzumachen - darunter Real Madrid. Die Königlichen setzten sich in der Saison 1985/86 in der 3. Runde des UEFA-Pokals gegen Borussia Mönchengladbach (mit Coach Jupp Heynckes) nach dem 1:5 im Hinspiel zu Hause 4:0 durch.

Der portugiesische Klub Leixões SC gewann im Europapokal der Pokalsieger 1961/62 nach einem 2:6 bei FC La Chaux-de-Fonds in der Schweiz in der 1. Runde zu Hause 5:0. Und 1984/85 kam FK Partizan Belgrad nach einem 2:6 bei den Queens Park Rangers in der 2. Runde des UEFA-Pokals durch ein 4:0 im eigenen Stadion noch weiter.

Auch Madrid und Barcelona haben Erfahrung mit "Wundern" auf dem Fußballplatz. Real holte bereits drei Mal einen Rückstand von drei Toren auf. Die spektakulärste Wende gelang Madrid gegen Gladbach (siehe oben). In den Achtelfinals des Landesmeister-Cups 1975/76 gegen Derby County (5:1 n.V. nach 1:4) und des UEFA-Pokals 1984/85 gegen RSC Anderlecht (6:1 nach 0:3) gab es ähnliche Aufholjagden.

Barcelona ging erst ein Mal mit einem Vier-Tore-Rückstand in ein Europacup-Rückspiel: Im Messepokal-Finale 1962 reichte es nach einem 2:6 beim FC Valencia zu Hause nur zu einem 1:1. Barça drehte jedoch drei Mal ein 0:3: 1977/78 gegen Ipswich Town (UEFA-Pokal), 1978/79 gegen RSC Anderlecht (Pokal der Pokalsieger) und 1985/86 gegen IFK Göteborg (Landesmeistercup) kam der Klub im Elfmeterschießen weiter.

International | 28.04.2013

Bulgarien: Torwart schlägt Teamkollegen

Prügel für den Mitspieler: Weil er sich über ein Gegentor geärgert hatte, schlug Torhüter Abdi Abdikow in der bulgarischen Fußball-Liga Verteidiger Atanas Fidanin.

Sofia - - Prügel für den Mitspieler: Weil er sich über ein Gegentor geärgert hatte, schlug Torhüter Abdi Abdikow in der bulgarischen Fußball-Liga Verteidiger Atanas Fidanin. Der gewalttätige Schlussmann kassierte die Rote Karte, sein Team PFC Pirin Goze Deltschew eine 1:5-Pleite gegen Tscherno More Warna. Coach Tentscho Tenew war über die Szene, die sich während einer Trinkpause ereignet hatte, entsetzt: "So etwas habe ich noch nie gesehen. Ich kann mir nicht erklären, warum er das getan hat. Gut, wir haben einen Fehler gemacht und ein Tor kassiert. Aber dieses Verhalten ist nicht zu akzeptieren."

Champions League | 26.04.2013

Medien: Ronaldo fraglich für Rückspiel gegen BVB

Der Einsatz von Real Madrids Superstar Cristiano Ronaldo im Champions-League-Rückspiel gegen Borussia Dortmund ist laut spanischer Medien gefährdet.

Madrid - Der Einsatz von Real Madrids Superstar Cristiano Ronaldo im Champions-League-Rückspiel gegen Borussia Dortmund ist laut spanischer Medien gefährdet. Der Portugiese werde wegen einer Verletzung im linken Oberschenkel auf jeden Fall für das Derby bei Atlético Madrid am Samstag ausfallen, meldet AS.

Die Blessur habe sich der 28-Jährige beim Aufwärmen vor der Partie in Dortmund zugezogen und nur unter Schmerzen spielen können. Real empfängt Dortmund am kommenden Dienstag (20.45 Uhr/Sky) zum Halbfinal-Rückspiel und muss eine 1:4-Hinspielniederlage aufholen, um das Endspiel erstmals seit 2002 wieder zu erreichen.

Champions League | 25.04.2013

Real-Stars nach Dortmund-Debakel angepöbelt

Das Starensemble von Real Madrid hat bei Abreise nach dem 1:4-Debakel bei Borussia Dortmund noch einen Spießrutenlauf über sich ergehen lassen müssen.

Münster - Das Starensemble von Spaniens Fußball-Rekordmeister Real Madrid hat bei Abreise nach dem 1:4-Debakel im Halbfinal-Hinspiel der Champions League bei Bundesligist Borussia Dortmund noch einen Spießrutenlauf über sich ergehen lassen müssen. Auf dem Flughafen Münster pöbelten nach Informationen des spanischen Privatsender El Corto TV rund 150 Ultras der Königlichen die Spieler der Kastilianer lautstark an und beschimpften Trainer José Mourinho auf übelste Weise.

Aufgrund der Verbalattacken ging Madrids argentinischer Stürmerstar Gonzalo Higuain sogar auf die Anhänger los, bevor der Sicherheitsdienst einschritt und für eine Beruhigung der Gemüter sorgte. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Donnerstag gegen 2.00 Uhr kurz vor dem Heimflug von Reals Mannschaft nach Madrid.

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