SID-IMAGES/AFP/PATRIK STOLLARZ

Champions League | 02.11.2013

Leverkusen-Gegner Donezk unterliegt Luzk

Schachtjor Donezk hat seine Generalprobe für das Champions-League-Spiel gegen Bayer Leverkusen am kommenden Dienstag (20.45 Uhr/Sky) verpatzt.

Luzk - Schachtjor Donezk hat seine Generalprobe für das Champions-League-Spiel gegen Bayer Leverkusen am kommenden Dienstag (20.45 Uhr/Sky) verpatzt. Der ukrainische Meister unterlag überraschend 0:2 (0:1) bei Wolyn Luzk und verpasste damit auch den vorübergehenden Sprung an die Tabellenspitze. Spitzenreiter ist weiter Metalist Charkow.

Bundesliga | 01.11.2013

Bayern wohl ohne Robben und Kroos nach Hoffenheim

Bayern München wird am Samstag bei 1899 Hoffenheim wohl ohne Arjen Robben und Toni Kroos den Rekord des Hamburger SV von 36 Bundesliga-Spielen in Serie ohne Niederlage angreifen.

München - Champions-League-Sieger Bayern München wird am Samstag bei 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr/Sky) wohl ohne Arjen Robben und Toni Kroos den Rekord des Hamburger SV von 36 Bundesliga-Spielen in Serie ohne Niederlage angreifen. Die beiden Mittelfeldstars sind nach ihren Leistenproblemen zwar wieder im Training, Trainer Pep Guardiola dürfte aber auf der Jagd nach der 30 Jahre alten Bestmarke auf sie verzichten. "Sie sind vielleicht noch nicht fit, aber es ist kein Problem", sagte der 42-Jährige. Bei Kroos sei es "ein bisschen besser" als bei Robben.

Guardiola wolle jedoch noch die letzten Trainingseindrücke abwarten und "dann entscheiden". Für das Champions-League-Auswärtsspiel bei Viktoria Pilsen am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) plant der Bayern-Coach wieder mit beiden. "Dann werden sie fit sein", sagte der Spanier, der in Hoffenheim zumindest Innenverteidiger Dante zurückerwartet. Der Brasilianer hatte wegen einer Risswunde am Sprunggelenk knapp 14 Tage gefehlt. "Dante hat gut trainiert, es ist viel, viel besser", sagte Guardiola.

Bundesliga | 31.10.2013

Leverkusen verlängert Vertrag mit Lars Bender

Bundesligist Bayer Leverkusen den bis 2017 datierten Vertrag mit Nationalspieler Lars Bender vorzeitig um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2019 verlängert.

Leverkusen - Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat den bis 2017 datierten Vertrag mit Nationalspieler Lars Bender vorzeitig um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2019 verlängert. Damit setzte der Champions-League-Teilnehmer nach eigenen Angaben ein deutliches Signal für die Zukunft. Um Bender hatte im vergangenen Sommer Triple-Sieger Bayern München heftig geworben.

"Lars Bender hat bei Bayer 04 eine tolle Entwicklung gemacht und ist zum Nationalspieler geworden. Er ist ein sehr wichtiger Eckpfeiler unserer Mannschaft und dabei auch einer der absoluten Sympathieträger für die Fans der Werkself", kommentiert der neue Geschäftsführer Michael Schade die Vertragsverlängerung mit dem 24 Jahre alten Mittelfeldspieler und stellvertretenden Mannschaftskapitän. Zudem sei dies als ein klares Zeichen zu verstehen, dass Bayer den eingeschlagenen Kurs, junge deutsche Talente zu verpflichten und zu entwickeln, konsequent weiterverfolgt.

"Bei Bayer Leverkusen hat sich in den vergangenen Jahren etwas sehr Positives entwickelt. Unser Team ist stark und hat das Potenzial, noch besser zu werden. Ich möchte Teil dieser Geschichte sein und meinen Beitrag dazu leisten, dass wir uns klar und dauerhaft in der Spitzengruppe etablieren. Bayer 04 ist für mich zu einer großen Leidenschaft geworden. Ich fühle mich in diesem Klub einfach wohl und es macht mir große Freude, hier zu spielen", sagte Bender, der für Bayer-Sportchef Rudi Völler ein wichtiger Faktor ist, um die Leverkusener Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre fortzuschreiben.

"Wir haben Lars vor vier Jahren absolut richtig eingeschätzt, als wir ihn als jungen Spieler von 1860 München verpflichteten. Er hat die hohen Erwartungen mehr als erfüllt und sich auf und auch neben dem Platz als ein starker Typ im wahrsten Sinne des Wortes bewährt. Lars ist einer, der vorangehen kann. Einen solchen Charakter braucht eine Mannschaft, um erfolgreich Fußball zu spielen", so Völler.

International | 31.10.2013

Fink dementiert Gerüchte: "Kein Kontakt" zum SFV

Thorsten Fink gilt als Kandidat für die Nachfolge von Ottmar Hitzfeld als Nationaltrainer der Schweiz. Gespräche mit dem Schweizerischen Fußballverband gab es aber noch nicht.

Hamburg - Der ehemalige Bundesliga-Coach Thorsten Fink gilt als Kandidat für die Nachfolge von Ottmar Hitzfeld als Fußball-Nationaltrainer der Schweiz. Dies berichtet die Zeitung Blick. Gespräche mit dem Schweizerischen Fußballverband (SFV) gab es allerdings noch nicht. "Nein, es gab keinen Kontakt", bestätigte Fink dem SID. Der 46-Jährige, der im September nach zwei Jahren beim Hamburger SV entlassen wurde, macht gerade Urlaub in Dubai und will sich nicht zu einem möglichen Engagement als Nationaltrainer äußern. "Damit beschäftige ich mich nicht und halte mich eher zurück", sagte Fink, der mit dem FC Basel 2010 und 2011 Meister in der Schweiz wurde.

Am Mittwoch hatte der österreichische Nationaltrainer Marcel Koller dem SFV einen Korb gegeben. Der Schweizer, der früher den 1.FC Köln (2003 bis 2004) und den VfL Bochum (2005 bis 2009) in der Bundesliga betreute, galt als Wunschkandidat auf die Nachfolge von Hitzfeld, der seinen Job nach der WM 2014 in Brasilien aufgibt.

Bundesliga | 26.10.2013

Wolfsburg in der Spitzengruppe - 3:0 gegen Bremen

Der VfL Wolfsburg gewinnt in der Fußball-Bundesliga gegen Werder Bremen mit 3:0 (1:0). Maximilian Arnold, Ivica Olic und Ivan Perisic trafen für die Wölfe.

Wolfsburg - Youngster Maximilian Arnold, Routinier Ivica Olic und Ivan Perisic haben den VfL Wolfsburg in die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga geschossen. Gegen Werder Bremen gewannen die Niedersachsen 3:0 (1:0) und stehen nach dem zweiten Sieg in Serie zumindest vorübergehend auf dem fünften Platz. Gleichzeitig versöhnte sich das Team von Trainer Dieter Hecking mit den eigenen Anhängern, die ihnen die 0:2-Derbypleite gegen Eintracht Braunschweig im vorherigen Heimspiel mehr als übel genommen hatten.

Die Bremer können dagegen gegen ihren ehemaligen Manager Klaus Allofs weiterhin nicht gewinnen. Im dritten Duell nach dessen Wechsel zum VfL im vergangenen November war es bereits die zweite Niederlage. Das Team von Trainer Robin Dutt steckt nach dem vierten sieglosen Spiel in Serie weiter im Tabellenmittelfeld fest.

Die Führung hatte der erst 19-jährige Maximilian Arnold in der siebten Minuten nach einem schönen Hackentrick von Olic erzielt. Es war bereits das fünfte Tor des offensiven Mittelfeldspielers im zwölften Bundesligaspiel. In der 72. Minute erhöhte der 34-jährige Kroate Olic per Kopf dann selbst auf 2:0, ehe sein Landsmann Perisic (89.) den Schlusspunkt setzte.

Vor 29.488 Zuschauern wechselte Hecking im Vergleich zum 2:1 in der Vorwoche in Augsburg nur auf einer Position. Für Marcel Schäfer kam Ivan Perisic im Mittelfeld zum Einsatz. Bei Bremen machten Trainer Robin Dutt vor allem die Verletzungssorgen im Sturm zu schaffen. Für den verletzten Torjäger Nils Petersen (Innenbandanriss) spielte Özkan Yildirim als "falsche Neun".

So rochierten die Bremer Offensivspieler dann auch munter auf ihren Positionen, den besseren Start erwischten aber die Gastgeber. Nach einem schönen Trick von Olic vollendete Arnold mit einem satten Linksschuss. Bremens Torhüter Sebastian Mielitz hatte dabei keine Chance. Und die Gastgeber setzten nach. Nur drei Minuten später hatte Perisic die große Chance zum 2:0.

Offenbar schien die Kritik der Wölfe-Fans nach der bitteren Pleite gegen Braunschweig vor drei Wochen gewirkt zu haben. Mit einem großen Plakat über ihrem Block machten die Anhänger vor dem Anpfiff ihren Unmut über die Derbyniederlage noch einmal deutlich. "Ihr brachtet Schande über Verein und Stadt - habt gezeigt, dass ihr es nicht verstanden habt", hieß es dort.

Gegen Bremen konnten die Wolfsburger Fans allerdings zufrieden sein. 6:0 Torschüsse, fast 60 Prozent Ballbesitz und gewonnene Zweikämpfe: Die Anfangsviertelstunde lief nach Maß. Und hätte noch besser ausgehen müssen, doch Olic und Perisic vertändelten das mögliche 2:0 fahrlässig (16.). Auch im weiteren Spielverlauf hätten die Wolfsburger mehrmals das zweite Tor erzielen können.

Von den Gästen war dagegen lange fast nichts zu sehen. Nennenswerte Torchancen blieben Mangelware. Erst ein Freistoß von Aaron Hunt brachte Gefahr für Diego Benaglio (34.).

Nach der Pause waren wieder die Wolfsburger zuerst in Tornähe. Doch Mielitz hielt einen Schuss von Diego glänzend (48.). Anschließend waren beide Teams bemüht, die eigenen Fehler zu reduzieren, Wolfsburg hatte dennoch deutlich mehr vom Spiel. Selten kam es bei den Gästen zu einem geordneten Spielaufbau.

In der 63. Minute hätte Arnold seine gute Leistung mit einem weiteren Tor krönen können, doch er scheiterte freistehend am Bremer Torhüter. Besser machte es dann Olic aus kurzer Distanz, als er eine Flanke von Perisic verwertete. Kurz vor Schluss war Perisic höchstselbst mit einem Linksschuss aus 16 Metern erfolgreich.

Beste Spieler waren bei den Wolfsburgern Arnold und Olic, bei Bremen überzeugte nur Torhüter Mielitz.

Bundesliga | 26.10.2013

BVB nach Derbysieg elf Punkte vor Schalke

Im 143. Revierderby der Fußball-Bundesliga hat sich Borussia Dortmund mit 3:1 (1:0) gegen Schalke 04 durchgesetzt. Pierre-Emerick Aubameyang erzielte die Führung für den BVB.

Gelsenkirchen - Borussia Dortmund hat die Kräfteverhältnisse im Ruhrpott wieder zurechtgerückt. Nach zuletzt zwei Derbypleiten siegte der Vizemeister beim Erzrivalen Schalke 04 in der 143. Auflage des Klassikers 3:1 (1:0) und vergrößerte den Abstand zu den Gelsenkirchenern: Nach zehn Spieltagen liegen die Königsblauen, die sich vor der Saison auf Augenhöhe mit dem BVB gesehen hatten, bereits elf Punkte zurück.

Pierre-Emerick Aubameyang (14.) erzielte in seinem ersten Revierderby das Führungstor für die Borussen, die taktisch und spielerisch dem Nachbarn deutlich überlegen waren. Für die Entscheidung sorgten Nuri Sahin (51.) und Jakub Blaszczykowski (74.). Die größte Chance zum Schalker 1:1-Ausgleich hatte zuvor Kevin-Prince Boateng vergeben: Der Ex-Dortmunder scheiterte mit einem Foulelfmeter an BVB-Torwart Roman Weidenfeller (30.). Dem eingewechselten Jungstar Max Meyer gelang nur der 1:2-Anschlusstreffer (62.).

Für die Königsblauen, mit zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen in der Bundesliga im Aufwind, war es der zweite Rückschlag nach dem 0:3 in der Champions League gegen den FC Chelsea am vergangenen Dienstag. Dortmund holte nach nur einem Punkt aus den letzten beiden Auswärtsspielen, wieder einen Dreier in der Fremde.

Weil BVB-Fans Bengalos und Feuerwerkskörper abbrannten, begann der Klassiker mit fünfminütiger Verspätung. Schiedsrichter Knut Kircher hatte beide Mannschaften noch vor dem Anstoß zunächst wieder vom Feld geschickt.

Noch länger dauerte es, bis das Spiel Fahrt aufnahm. Nach hektischem Beginn mit vielen Ballverlusten auf beiden Seiten führte der erste gelungene Angriff in der 14. Minute gleich zur BVB-Führung: Aubameyang stand nach Zuspiel von Marco Reus und kollektivem Tiefschlaf der Schalker Abwehr völlig frei vor dem Tor und erzielte problemlos seinen sechsten Saisontreffer.

Danach beherrschten die Gäste, die in der vergangenen Saison beide Derbys 1:2 verloren hatten, das Geschehen. Vor allem die königsblaue Defensive war gegen den Dortmunder Kombinationsfußball völlig überfordert. Einzig Torhüter Timo Hildebrand verhinderte eine frühe Entscheidung: Der Ex-Nationalkeeper parierte Schüsse von Robert Lewandowski und Aubameyang (25.).

Dennoch bot sich plötzlich die Chance zum Ausgleich: Nach einem Zweikampf des Dortmunder Abwehrspielers Neven Subotic mit Christian Fuchs entschied Kircher auf Elfmeter - Boateng scheiterte allerdings an Weidenfeller. Auch beim Dortmunder 2:0 sahen die Schalker nur zu: Sahin wurde bei seinem 20-m-Schuss überhaupt nicht angegriffen. Erst danach bot Schalke in der Offensive mehr. Dem eingewechselten Meyer gelang im zweiten Versuch das 1:2 und sorgte für neuen Schwung. Doch Blaszczykowski schloss einen Konter des BVB erfolgreich zum 3:1 ab und machte die Sache für die Gäste klar.

Schalke-Trainer Jens Keller überraschte mit einigen Umstellungen: Linksverteidiger Dennis Aogo rückte auf die "Doppel-Sechs" vor, den Ex-Hamburger vertrat in der Abwehrkette Sead Kolasinac. Fuchs, der seit Monaten keine Rolle mehr gespielt hatte, begann im linken offensiven Mittelfeld, der 18-jährige Meyer musste zunächst auf die Bank. Boateng kehrte nach dem erfolglosen Einsatz als "falsche Neun" gegen Chelsea ins Mittelfeld zurück, Adam Szalai agierte im Sturm wieder als Ersatz für den Langzeitverletzten Klaas-Jan Huntelaar.

BVB-Coach Jürgen Klopp stellte gegenüber dem 2:1 beim FC Arsenal wie erwartet nur auf einer Position um: Für Blaszczykowski spielte auf der rechten Außenbahn Aubameyang.

Bei den Dortmundern verdienten sich Sahin und Sven Bender die besten Noten. Auf Schalker Seite verhinderte Hildebrand eine höhere Niederlage, auffälligster Feldspieler war trotz seines verschossenen Elfmeters Boateng.

Champions League | 23.10.2013

Kießling führt Bayer Richtung Achtelfinale

"Phantomtor-Schütze" Stefan Kießling hat Bayer Leverkusen zum Sieg in seinem Schlüsselspiel der Champions-League-Gruppenphase geführt und die Tür zum Achtelfinale weit aufgestoßen.

Leverkusen - "Phantomtor-Schütze" Stefan Kießling hat Bayer Leverkusen zum Sieg in seinem Schlüsselspiel der Champions-League-Gruppenphase geführt und die Tür zum Achtelfinale weit aufgestoßen. Die Rheinländer gewannen gegen Schachtjor Donezk mit 4:0 (1:0) und übernahmen dadurch bei Halbzeit der Gruppenphase den begehrten zweiten Tabellenplatz vom ukrainischen Meister. Bundesliga-Torschützenkönig Kießling erzielte zwei - diesmal eindeutig reguläre - Treffer (22./72.) und holte auch den umstrittenen Foulelfmeter heraus, den Kapitän Simon Rolfes zu seinem bereits dritten Saisontreffer in der Königsklasse verwandelte (50.).

Nationalspieler Sidney Sam hatte vor 25.804 Zuschauern in der nicht ausverkauften BayArena mit seinem bereits elften Pflichtspieltor dieser Saison (57.) die letzten Zweifel am achten Heimsieg in Folge Bayers in der Champions-League-Gruppenphase beseitigt. Im nächsten Spiel am 5. November muss der am Mittwoch erst im zweiten Durchgang überzeugende Bundesliga-Dritte in der Ukraine antreten, ein Remis dort und er stünde mit einem Bein in der K.o.-Runde.

Bayer-Coach Sami Hyypiä musste gleich zwei defensive Mittelfeldspieler ersetzen. Neben Lars Bender (Muskelfaserriss) fehlte kurzfristig auch Stefan Reinartz (Fersenprobleme). An ihrer Stelle spielten Gonzalo Castro und Emre Can, die ansonsten auch als Außenverteidiger ein Thema gewesen wären.

Donezk, das nach dem Verlust von Henrich Mchitarjan an Borussia Dortmund in der Offensive ausschließlich auf Brasilianer vertraut, stand relativ tief und überließ den selbst lieber konternden Leverkusenern weitgehend das Feld. Diese wussten mit den Freiheiten zunächst wenig anzufangen, spielten viel zu langsam und statisch nach vorne und verbuchten viel zu viele leichtfertige Ballverluste. Den ersten wirklich gelungenen Angriff nutzte der Bundesligist dann gleich zur Führung - unter tatkräftiger Mithilfe von Schachtjor-Keeper Andrej Pijatow, der den haltbaren Kopfball Kießlings nach Musterflanke von Giulio Donati passieren ließ. Dabei flog der Ball diesmal eindeutig zwischen den Pfosten ins Netz.

Zwei Minuten später hätte Kießling, dem die Bayer-Fans mit einem meterlangen Banner mit der Aufschrift "Stefan Kießling - Kämpfer, Identifikationsfigur und Persönlichkeit" Mut zugesprochen hatten, noch einen Elfmeter bekommen müssen. Der Schiedsrichter Stéphane Lannoy und seine insgesamt fünf Assistenten übersahen jedoch die Attacke von Alexander Kutscher, der den Bayer-Stürmer mit beiden Händen zu Boden gestoßen hatte. Dafür ahndete der Franzose direkt nach der Pause eine wahrlich nicht elfmeterreife Aktion von Schachtjor-Spielführer Dario Srna an Kießling mit Strafstoß.

Schachtjor kam gegen im ersten Durchgang wenig überzeugende Leverkusener erst wenige Sekunden vor der Pause zur ersten Torchance durch Alex Teixeira. Nach dem Wechsel kam der Bundesligist dann wesentlich zielstrebiger aus der Kabine und hatte den Dortmunder Achtelfinal-Gegner der Vorsaison fest im Griff. Nach dem 3:0 machte Donezk endlich auf, beide Teams kamen nun zu Chancen. Kießling nutzte schließlich einen weiteren Fehler Pijatows zum 4:0 und verdreifachte nach zuvor erst einem Tor im elften Champions-League-Einsatz seine Torquote in der Königsklasse.

Neben Kießling überzeugte bei den Gastgebern vor allem Rolfes. Bei den auf ganzer Linie enttäuschenden Ukrainern hinterließen der quirlige Douglas Costa und Tomas Hübschman noch den besten Eindruck.

Champions League | 23.10.2013

Schürrle schwärmt von Mourinho

Fußball-Nationalspieler André Schürrle schwärmt von seinem Trainer José Mourinho: "Der Trainer hat großen Anteil."

Gelsenkirchen - Fußball-Nationalspieler André Schürrle schwärmt von seinem Trainer José Mourinho. "Ich bin sehr glücklich, es macht mir sehr viel Spaß. Der Trainer hat großen Anteil. Er verlangt immer das Maximum", sagte Schürrle nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg des FC Chelsea in der Champions League beim Bundesligisten Schalke 04.

Den großen Konkurrenzkampf beim Europa-League-Sieger scheut der 22-Jährige nicht. "Es tut mir gut, dass ich mich immer wieder beweisen muss", sagte Schürrle, der zuletzt im Nationaltrikot mit einem Dreierpack im abschließenden WM-Qualifikationsspiel in Schweden (5:3) geglänzt hatte.

Champions League | 22.10.2013

Schalke stößt an Grenzen - Doppelpack von Torres

Schalke 04 ist gegen den FC Chelsea an seine Grenzen gestoßen und hat in der Champions League den ersten Rückschlag erlitten. Die Knappen unterlagen dem Europa-League-Sieger 0:3.

Gelsenkirchen - Schalke 04 ist gegen die Startruppe des FC Chelsea international an seine Grenzen gestoßen und hat in der Champions League den ersten Rückschlag erlitten. Die Mannschaft von Trainer Jens Keller unterlag dem Europa-League-Sieger trotz einer engagierten Leistung mit 0:3 (0:1), hat mit sechs Punkten nach drei Spielen aber weiterhin das Achtelfinale im Visier. Durch die Niederlage verpatzten die Schalker auch die Generalprobe für das Revierderby am Samstag gegen Erzrivale Borussia Dortmund.

Der spanische Welt- und Europameister Fernando Torres mit einem Doppelpack (5. und 69.) und Eden Hazard (87.) beendeten den Deutschland-Fluch ihres Trainers. José Mourinho hatte vor dem Auftritt am Dienstagabend alle sechs Spiele in der Königsklasse gegen deutsche Gegner auswärts verloren. Chelsea hat ebenso wie die Schalker vor dem Rückspiel in zwei Wochen in London nun sechs Zähler auf dem Konto.

Die Gastgeber wurden vor 54.442 Zuschauern in der ausverkauften Arena eiskalt erwischt. Eine Ecke von Frank Lampard verlängerte Branislav Ivanovic auf Torres, der am zweiten Pfosten keine Mühe hatte, aus kurzer Distanz einzuköpfen. Es war nach den Siegen gegen Steaua Bukarest (3:0) und beim FC Basel (1:0) der erste Gegentreffer der Königsblauen in der laufenden Gruppenphase.

Die Schalker brauchten trotz der Rückkehr der zuletzt angeschlagenen Kevin-Prince Boateng, Jermaine Jones und Timo Hildebrand eine Weile, um sich vom Schock des Gegentreffers zu erholen. Die Entscheidung von Keller, Boateng als einzige Spitze für Adam Szalai aufzubieten, fruchtete in der ersten Halbzeit nicht. Der Schalker Führungsspieler hing meist in der Luft und setzte sich kaum einmal gegen die kompakte Defensive des Champions-League-Siegers von 2012 durch.

Da Boateng sich mit zunehmender Spieldauer auch immer weiter zurückfallen ließ, fehlte dem in der zentralen Mittelfeldposition mutig aufspielenden Youngster Max Meyer die Anspielstation im Angriff. Ohne die verletzten Leistungsträger Klaas-Jan Huntelaar, Jefferson Farfán und Marco Höger entwickelten die Schalker erst kurz vor der Pause richtig Torgefahr. In der 39. Minute forderte Boateng Chelseas Weltklasse-Torwart Petr Cech mit einem 25-Meter-Schuss zu einer starken Parade, auch beim Kopfball von Benedikt Höwedes eine Minute später war der Tscheche zur Stelle.

Chelsea tat nach der frühen Führung nicht mehr als nötig. Nationalspieler André Schürrle setzte vor der Pause nach überstandener Muskelverletzung kaum Akzente, der Ex-Bremer Kevin de Bruyne stand hingegen erneut nicht im Kader.

Nach dem Wechsel hätten die Gastgeber fast wieder ein schnelles Gegentor hinnehmen müssen. Ein Kopfball von Torres nach Freistoß von Lampard klatschte aber ans Lattenkreuz (51.). Die Schalker waren danach zwar bemüht und drängten auf den Ausgleich, doch bissen sie sich öfters an der Abwehr der Gäste die Zähne aus. Klare Tormöglichkeiten blieben aber Mangelware. In der 67. Minute verfehlte Höwedes per Kopfball sein Ziel nur knapp. Zwei Minuten später erzielte Torres nach einem mustergültigen Konter seinen zweiten Treffer. Danach brachte Keller Szalai für Boateng, der sichtlich mit seinen Kräften am Ende war. Per erneutem Konter machte Hazard schließlich alles klar.

Bei den Gastgebern verdienten sich der 18-jährige Meyer und Außenverteidiger Dennis Aogo gute Noten, beim ehemaligen englischen Meister überzeugten vor allem Torres und Lampard.

England | 14.10.2013

Davids fliegt nach Ellbogenschlag vom Platz

Spielertrainer Edgar Davids (40) hat sich nicht gerade als Vorbild bei seinem englischen Fünftliga-Klub Barnet präsentiert.

Barnet - Spielertrainer Edgar Davids (40) hat sich nicht gerade als Vorbild bei seinem englischen Fünftliga-Klub Barnet präsentiert. Der ehemalige niederländische Fußball-Nationalspieler mit dem Spitznamen "Pitbull" flog im Ligaspiel gegen Wrexham wegen eines Ellbogenschlags per Roter Karte vom Platz. Den anschließenden Freistoß nutzte Wrexham zum 1:1-Endstand.

Seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr sorgt Davids regelmäßig für Gesprächsstoff: Der ehemalige Weltstar trägt modisch fragwürdige Outfits und auf dem Platz die Rückennummer 1, zudem hatte die Klatschpresse einmal berichtet, dass er zumindest ein Spiel wegen eines Ausflugs in die Playboy Mansion nach Los Angeles verpasst habe.

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