SID-IMAGES/AFP/PATRIK STOLLARZ

WM | 08.12.2013

Magath setzt Löw unter Druck

Felix Magath hat nach der Auslosung der WM-Gruppen die Erwartungen der deutschen Fußball-Fans geschürt und Bundestrainer Joachim Löw zusätzlich unter Druck gesetzt.

Berlin - Felix Magath hat nach der Auslosung der WM-Gruppen die Erwartungen der deutschen Fußball-Fans geschürt und Bundestrainer Joachim Löw zusätzlich unter Druck gesetzt. "Ich finde die deutsche Gruppe interessant, aber nicht übermäßig schwer. Insgesamt gesehen sind die Gegner nicht auf dem Niveau, das wir in der Lage sind zu spielen. Ich finde es eine Selbstverständlichkeit, in dieser Gruppe weiterzukommen", sagte der 60-Jährige der Welt am Sonntag. Deutschland trifft in der Vorrunde der WM-Endrunde in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) auf Portugal, Ghana und die USA mit Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann auf der Bank.

Magath ist sich sicher, dass die DFB-Auswahl mindestens das Viertelfinale erreicht, da die möglichen Gegner im Achtelfinale dem dreimaligen Weltmeister ebenfalls nicht das Waser reichen könnten. Im Achtelfinale würde Deutschland auf einen Vertreter der Gruppe H (Belgien, Algerien, Südkorea, Russland) treffen. "Da dürfen wir keinen Zweifel daran lassen, dass das ein Glückslos ist. Eigentlich können wir schon eine Runde weiterschauen, wenn wir das Achtelfinale erreicht haben", sagte Magath.

Löw empfiehlt der frühere Bayern-Trainer zudem einen Strategiewechsel in der Kommunikation. Der Bundestrainer hatte am Rande der Auslosung in Brasilien zum wiederholten Male erklärt, Brasilien sei für ihn der Topfavorit auf den WM-Titel. "Ich hätte an seiner Stelle gesagt: Wir wollen Weltmeister werden", sagte Magath. Der Druck werde ohnehin riesig sein, "da kann Löw sagen, was er will. Die deutschen Fans erwarten einen Titel von der Mannschaft, und das zu Recht. Sie ist auf dem Zenit ihres Könnens."

Deshalb erwartet er von Löw auch einen Erfolg am Zuckerhut: "Nach drei Turnieren unter Löw ohne Titel wird jetzt ein Erfolg unseres Teams erwartet. Keiner bezweifelt, dass Jogi Löw gute Arbeit macht. Trotzdem muss sich die Mannschaft der Situation stellen. Die Strategie, Druck abzuwälzen, erhöht aus meiner Sicht nicht die Erfolgsaussichten, wenn wir nächstes Jahr im Finale gewinnen wollen."

Zudem kann der 43-malige Nationalspieler nicht nachvollziehen, warum nach der Auslosung so viel über die klimatischen Bedingungen in den Spielorten Salvador, Fortaleza und Recife geredet wird, wo Temperaturen von 30 Grad und mehr herrschen können. "Als Trainer würde ich sagen: Hört auf zu lamentieren! Ich habe 1986 bei der WM in Mexiko um zwölf Uhr mittags gespielt, und das auf 2000 Metern Höhe - und das ging auch irgendwie. Die deutschen Spielorte sind alle am Meer, da wird schon die eine oder andere frische Brise wehen. Im Landesinneren dürfte es deutlich unangenehmer werden. Ich würde das alles nicht dramatisieren", sagte Magath.

Mit Blick auf den Vorrundengegner Ghana und dessen Star Kevin-Prince Boateng konnte sich der ehemalige Schalke-Trainer einen Seitenhieb auf seinen Ex-Klub nicht verkneifen. Boatengs Knie gilt als anfällig. "Als Trainer hatte ich immer meine Schwierigkeiten mit Spielern, bei denen ich nie ganz weiß, ob sie nun voll einsatzfähig sind oder nicht. Aus meiner Sicht ist das eine ganz schwierige Situation. Darum hätte ich als Trainer einem solchen Transfer nicht zugestimmt", sagte Magath.

Zudem äußerte er sich zur Wahl des "Weltfußballers des Jahres". Er würde weder Ribéry noch Cristiano Ronaldo wählen, verriet Magath: "Ich finde schon, dass es ein Spieler von Bayern München sein muss. Aber mich wundert, dass nicht über Manuel Neuer oder Bastian Schweinsteiger diskutiert wird. Oder Thomas Müller, der in jungen Jahren schon in dieser herausragenden Mannschaft eine wichtige Rolle spielt. Die sehe ich noch vor Ribéry."

Bundesliga | 07.12.2013

Bender und Sahin für CL-Gruppenfinale fraglich

Bei Borussia Dortmund reißt das Verletzungspech nicht ab. Im Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen verletzten sich in Sven Bender und Nuri Sahin erneut zwei Mittelfeldspieler.

Dortmund - Beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund reißt das Verletzungspech nicht ab. Im Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen verletzten sich in Sven Bender und Nuri Sahin erneut zwei defensive Mittelfeldspieler des BVB. Bender hat sich wahrscheinlich in der 62. Minute eine schwere Knöchelverletzung zugezogen. Sahin prallte in der 82. Minute nach einem Zweikampf unglücklich auf den Boden uns musste ebenso wie Bender zur Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Nach Angaben von BVB-Trainer Jürgen Klopp haben die beiden verletzten Profis über sehr große Schmerzen geklagt. Ob Bender und Sahin am Mittwoch im Gruppen-"Endspiel" der Champions League (20.45 Uhr/Sky und ZDF) bei Olympique Marseille spielen können, ist unwahrscheinlich. "Wunder gibt es immer wieder, aber es sieht nicht gut aus", sagte Klopp bei Sky.

Bundesliga | 07.12.2013

BVB verliert Verfolgerduell und Boden

Neuer Rückschlag für Borussia Dortmund: Der deutsche Vizemeister hat vorerst den Anschluss an das Spitzenduo der Fußball-Bundesliga verloren.

Dortmund - Neuer Rückschlag für Borussia Dortmund: Der deutsche Vizemeister hat vorerst den Anschluss an das Spitzenduo der Fußball-Bundesliga verloren. Die enttäuschenden Westfalen mussten sich im Verfolgerduell dem Tabellenzweiten Bayer Leverkusen mit 0:1 (0:1) geschlagen geben, womit sich der Abstand zu den Rheinländern auf sechs Punkte und zum Spitzenreiter Bayern München auf zehn Punkte vergrößerte.

Heung Min Son mit seinem siebten Saisontreffer (18.) machten die zweite Heimniederlage der Dortmunder hintereinander ohne eigenen Treffer perfekt. Zuletzt hatte der BVB zu Hause gegen die Bayern mit 0:3 den Kürzeren gezogen. Angeschlagen geht Dortmund nunmehr in das Gruppen-"Endspiel" in der Champions League (Mittwoch, 20.45 Uhr/Sky und ZDF) bei Olympique Marseille. Die Rote Karte gegen Emir Spahic wegen einer Tätlichkeit (80.) sorgte beim Bayer-Erfolg für den Wermutstropfen. Beim BVB sah Sokratis in der Nachspielzeit (90.+2) noch die Gelb-Rote Karte.

Die Borussia begann vor 80.645 Zuschauern in der abermals ausverkauften Arena gewohnt druckvoll und hatte bereits in der dritten Minute ihre erste Chance, als Bayer-Torhüter Bernd Leno in höchster Not gegen Robert Lewandowski klären musste. Leverkusen, das bereits am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) in der Königsklasse bei Real Sociedad San Sebastian um den Einzug ins Achtelfinale kämpft, versteckte sich jedoch keineswegs in der Defensive, sondern suchte den offenen Schlagabtausch. Doch den wenigen Angriffsaktionen fehlte es zunächst an der nötigen Durschschlagskraft.

So bedurfte es nach dem ersten Warnschuss knapp über das BVB-Gehäuse von Emre Can (13.) beim Führungstreffer der Schützenhilfe durch die Gastgeber. Ausgerechnet der ehemalige Leverkusener Manuel Friedrich leistete mit einem eklatanten Fehlpass auf Gonzalo Castro unmittelbar vor dem Strafraum die Vorarbeit, bevor Son aus spitzem Winkel einschoss.

Anschließend agierte Bayer selbstbewusster und mutiger, während die Westfalen den Faden verloren und Glück hatten, dass Torhüter Roman Weidenfeller mit einem Reflex gegen den freistehenden Son (31.) das 0:2 verhinderte.

Die Borussia verzichtete in der Startelf zunächst auf Marco Reus, vermutlich mit Blick auf Spiel in Marseille. Reus hatte sich am vergangenen Samstag in Mainz eine Wadenverletzung zugezogen. Doch auch ohne 24-Jährigen erhöhte Dortmund nach der Pause das Tempo und den Angriffsdruck.

Doch die Dortmunder bleiben offensichtlich vom Verletzungspech verfolgt, denn nach einer Stunde wurde Sven Bender, der ohnehin mit gebrochener Nase aufgelaufen war, mit einer Knöchelverletzung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Auch Nuri Sahin musste kurz vor Schluss verletzt raus.

Die Borussen zogen in Hälfte zwei alle Register, um den Ausgleichtreffer zu erzielen. Doch was auch immer sie versuchten - es lief nicht rund gegen taktisch disziplinierte Leverkusener, die alle Register zogen, um den Vorsprung über die Ziellinie zu bringen. Wegen einer Tätlichkeit gegen Henrich Mchitarjan sah schließlich Spahic die Rote Karte.

Bei den Borussen gefielen allenfalls Erik Durm und Sahin, während die Leverkusener in Son und Ömer Toprak ihre stärksten Akteure hatten.

Bundesliga | 05.12.2013

Sam in Leverkusen vor dem Absprung

Nationalspieler Sidney Sam wird den Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen am Ende der Saison wohl in Richtung Schalke 04 verlassen.

Leverkusen - Nationalspieler Sidney Sam wird den Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen am Ende der Saison wohl in Richtung Schalke 04 verlassen. Nach Informationen des kicker soll sich der 25 Jahre alte Offensivakteur bereits mit dem Revierklub über einen Wechsel im nächsten Sommer einig sein. Sam kann die Werkself angeblich für eine festgeschriebene Ablösesumme von 2,5 Millionen Euro verlassen.

"Natürlich ist er ein sehr interessanter Spieler", sagte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt am Donnerstag, "bis zu seiner Verletzung war er einer der stärksten Spieler in der Bundesliga." Zu einer möglichen Verpflichtung sollte Heldt aber "gar nichts sagen".

Sams Berater Dirk Hebel hatte Gespräche über eine vorzeitige Vertragsverlängerung in Leverkusen auf Januar verschoben. Einen bereits feststehenden Wechsel nach Schalke wollte er nicht bestätigen: "Unsere Marschroute ist weiterhin, im neuen Jahr zu entscheiden. Daran hat sich nichts geändert."

Heldt wies indes Gerüchte zurück, dass der polnische Nationaltorhüter Lukasz Fabienski vom FC Arsenal vor einem Wechsel im nächsten Sommer zu den Königsblauen stehe. "Er ist kein Thema für uns", sagte der Schalker Manager. Die polnische Zeitung Fakt hatte berichtet, dass die Gelsenkirchener an dem 28-Jährigen interessiert seien.

Bundesliga | 05.12.2013

Schalke: Hildebrand wieder im Training

Torhüter Timo Hildebrand ist beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 nach auskurierter Hüftprellung ins Training zurückgekehrt.

Gelsenkirchen - Torhüter Timo Hildebrand ist beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 nach auskurierter Hüftprellung ins Training zurückgekehrt. Ob der 34-Jährige im Bundesliga-Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Borussia Mönchengladbach wieder zwischen den Pfosten der Königsblauen stehen wird, ließ Trainer Jens Keller offen. "Ich habe meine Entscheidung getroffen. Ich werde aber erst mit den Torhütern sprechen, bevor ich sie preisgebe", sagte der Schalker Coach am Donnerstag.

In den letzten drei Pflichtspielen hatte Ralf Fährmann den verletzten Ex-Nationaltorwart vertreten. In der Champions League bei Steaua Bukarest ließ der 25-Jährige beim 0:0 ebenso wenig ein Tor zu wie beim 3:0 in der Bundesliga gegen den VfB Stuttgart. Beim 1:3 am vergangenen Dienstag im DFB-Pokal gegen 1899 Hoffenheim war er bei den Gegentreffern machtlos.

Auch Offensivspieler Christian Clemens meldete sich am Donnerstag wieder fit. Dagegen ist fraglich, ob Stürmer Chinedu Obasi (Adduktorenprobleme) und Rechtsverteidiger Tim Hoogland (Knöchelverletzung) in Mönchengladbach zur Verfügung stehen werden.

DFB-Pokal | 04.12.2013

Dortmunds Hofmann will die Bayern

Borussia Dortmunds Mittelfeldspieler Jonas Hofmann fürchtet im Viertelfinale des DFB-Pokals auch das Duell mit dem Triple-Gewinner Bayern München nicht.

Saarbrücken - Borussia Dortmunds Mittelfeldspieler Jonas Hofmann fürchtet im Viertelfinale des DFB-Pokals auch das Duell mit dem Triple-Gewinner Bayern München nicht. "Der Pokal ist dazu da, um ihn zu gewinnen", sagte Hofmann, von Trainer Jürgen Klopp in Erinnerung an den 5:2-Finalcoup gegen die Bayern 2012 mit dem Berlin-Virus infiziert: "Ich durfte das damals auf der Tribüne erleben, jetzt will ich als Spieler dabei sein. Wenn die Bayern jetzt schon kommen, müssen wir sie eben schlagen. Das müssen wir ja wahrscheinlich so oder so irgendwann."

Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler Hofmann war beim 2:0-Erfolg im Achtelfinale beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken mit einem Tor und einer Vorlage der überragende Spieler des BVB. Zehn Tage zuvor hatten die Dortmunder in der Liga eine bittere 0:3-Heimniederlage gegen die seitdem um sieben Punkte enteilten Bayern hinnehmen müssen.

DFB-Pokal | 03.12.2013

Dortmunds letztes Aufgebot ohne Mühe

Dortmund hat auch mit seinem nahezu letzten Aufgebot seine Pokal-Pflicht souverän erfüllt. Ohne große Mühe gewann der BVB das Achtelfinal-Gastspiel beim 1. FC Saabrücken.

Saarbrücken - Borussia Dortmund hat auch mit seinem nahezu letzten Aufgebot seine Pokal-Pflicht souverän erfüllt. Ohne große Mühe gewann der deutsche Vizemeister das Achtelfinal-Gastspiel beim Drittligisten 1. FC Saabrücken mit 2:0 (1:0) und steht damit zum dritten Mal in Folge in der Runde der letzten Acht.

Julian Schieber (19.) sorgte vor 30.931 Zuschauern im seit Wochen ausverkauften Saarbrücker Stadion für die verdiente Halbzeit-Führung, bevor U21-Nationalspieler Jonas Hofmann (49.) für die in allen Belangen überlegenen Dortmunder alles klar machte. Damit war die Pokal-Reise der Gastgeber nach Überraschungserfolgen zuvor gegen den Bundesligisten Werder Bremen und Zweitligisten SC Paderborn beendet.

Vier Tage vor dem Verfolger-Duell am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Bayer Leverkusen fehlten Trainer Jürgen Klopp sieben Akteure aus der ersten Garde. Torhüter Roman Weidenfeller, Lukasz Piszczek, Jakub Blaczszykowski und Robert Lewandowski saßen zu Beginn zumindest noch auf der Bank. Im Gegensatz zum vergangenen Samstag im Bundesliga-Spiel in Mainz (3:1) fehlten die angeschlagenen Marco Reus, Sven Bender und Nuri Sahin.

Dennoch dominierte der BVB von der ersten Minute an und hatte sogleich zwei hochkarätige Chancen. Zunächst scheiterte Pierre-Emerick Aubameyang (12.) an Saabrückens Torhüter Timo Ochs, drei Minuten später brachte Henrich Mchitarjan den Ball völlig freistehend nicht ins Tor.

Mit viel Leidenschaft versuchte der Tabellen-19. der 3. Liga den Spielfluss der Westfalen zu stören, doch ein Patentrezept fanden die Gastgeber nicht. So war der erste Treffer des BVB durch Schieber bei dessen erstem Pflichtspiel-Einsatz der Saison von Beginn an per Kopf die logische Konsequenz.

In der Folge sahen die Zuschauer in fast regelmäßigen Abständen Möglichkeiten der Schwarz-Gelben, die wieder einmal erschreckende Abschlussschwächen offenbarten und das Spiel schon zur Pause deutlich für sich hätten entscheiden müssen.

Die spärlichen Angriffsversuche der Gastgeber endeten zumeist spätestens an der Strafraumgrenze. Allerdings hatte der BVB Glück, als Saarbrückens Marcel Ziemer (37.) bei einem Konter das Tor nach einem langen Pass mit einer Direktabnahme nur um Zentimeter verfehlte.

Der Treffer von Hofmann nach Vorlage von Aubameyang brach die Moral der Saarbrücker. Ihre Körpersprache sprach Bände, für sie ging es im erstmals seit 21 Jahren ausverkauften Stadion nur noch um Schadenbegrenzung. Das Tempo, das die Borussen in dem ungleichen Duell vorlegten, war für die drittklassigen Saarbrücker entschieden zu hoch.

Neben Hofmann vermochte bei den Dortmundern Oliver Kirch und Schieber zu gefallen, aufseiten der Saarbrücker ragten Torhüter Ochs und Tim Knipping heraus.

Bundesliga | 02.12.2013

Berthold attackiert VfB-Verantwortliche

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Thomas Berthold hat die Verantwortlichen seines Ex-Vereins VfB Stuttgart attackiert.

Stuttgart - Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Thomas Berthold hat die Verantwortlichen seines Ex-Vereins VfB Stuttgart attackiert. "Gibt es im Verein denn jemanden, der zurzeit auf Augenhöhe mit Fredi Bobic (Sportvorstand, d. Red.) diskutiert? Ich bezweifle es stark. Der VfB braucht mehr Sportkompetenz in der Führungsetage", sagte der Weltmeister von 1990, der zwischen 1993 und 2000 für die Schwaben gespielt hatte, den Stuttgarter Nachrichten (Dienstag-Ausgabe).

Auch die eingeforderte Geduld beim Umbruch der Mannschaft unter Trainer Thomas Schneider stört Berthold: "Ich kann doch nicht immer nur vom Übergang reden, das kann keiner mehr ertragen. Erfolg ist auch in solchen Phasen wichtig, sonst laufen einem die Leute davon." Zudem würden Spieler wie Konstantin Rausch und Arthur Boka auf der falschen Position eingesetzt. "Die beiden können nicht verteidigen und haben ein schlechtes Stellungsspiel", so Berthold.

Bundesliga | 01.12.2013

Watzke: Meisterschaft erstmal kein Thema

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke will von der Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga vorerst nichts mehr wissen.

Mainz - BVB-Boss Hans-Joachim Watzke will von der Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga vorerst nichts mehr wissen. "Das ist eine schöne Frage, aber sie führt nicht zum Ziel", antwortete der Geschäftsführer von Borussia Dortmund im ZDF auf die Frage, ob sein Team Tabellenführer Bayern München noch abfangen könne: "Wir haben sieben Punkte Rückstand, und da solltest du dich idealerweise darauf konzentrieren, was eigentlich das Normale ist: Mal ein Spiel gewinnen, vielleicht ein paar mehr."

Allerdings habe das Spitzenspiel am 13. Spieltag in Dortmund (0:3) gezeigt, "dass wir nicht unbedingt so viel schlechter waren, als das Ergebnis aussah", sagte Watzke: "Aber die Bayern haben irgendwann beschlossen: Wir verlieren gar nicht mehr. Das macht es nicht einfacher." Der Dauerrivale der vergangenen Jahre sei "momentan die beste Mannschaft der Welt, und wenn man Sportler ist, muss man das anerkennen".

Das gönne er den Bayern auch, meinte der 54-Jährige: "Mir ist das als Fußballer, der patriotisch ist, lieber, wenn eine deutsche Mannschaft die beste der Welt ist." Momentan steht der BVB trotz des 3:1 (0:0) beim FSV Mainz 05 am Samstag nur auf Platz drei hinter München und Bayer Leverkusen.

Auch die jüngsten Erfolge in der Champions League würden zudem die finanzielle Lücke zum Branchenführer nicht schließen können. Der Unterschied im Lizenzspieleretat betrage "80 oder 90 Millionen Euro - so viele Runden gibt es in der Champions League gar nicht, dass du das aufholst", sagte Watzke: "Das muss man akzeptieren. Die Bayern haben 30 Jahre Vorsprung."

In Demut verfallen müssen die BVB-Fans dennoch nicht. "Wir schreiben ein Märchen bei Borussia Dortmund", sagte Watzke: "In dem sind noch ein paar Kapitel frei, da können alle sicher sein."

England | 29.11.2013

Giggs: "Mit 18 Jahren dachte ich, 31 sei steinalt"

Manchester Uniteds Ikone Ryan Giggs ist auch mit 40 Jahren kein bisschen fußballmüde: "Manchmal kann es sehr hart sein", sagte der Waliser der BBC.

Manchester - Manchester Uniteds Fußball-Ikone Ryan Giggs ist auch mit 40 Jahren kein bisschen fußballmüde: "Manchmal kann es sehr hart sein", sagte der Waliser, der am Freitag sein 40. Lebensjahr vollendete, der BBC: "Aber es macht mir immer noch Spaß. So lange das der Fall ist, werde ich weitermachen" Beim 5:0-Sieg Manchesters am vergangenen Mittwoch bei Bayer Leverkusen machte Giggs sein 142. Spiel in der Champions League.

"Ich bin froh, dass ich bei einem Klub spielen kann, bei dem ich umgeben bin von einem guten Manager und guten Mitspielern", betonte der Ausnahmespieler. Sein Debüt bei den Red Devils feierte Giggs 1991 gegen den FC Everton, seitdem lief er in 953 Spielen für Manchester auf und erzielte 153 Tore.

Sollte der Mittelfeldspieler einen neuen Einjahresvertrag unterzeichnen, könnte er die magische Grenze von 1000 Spielen knacken. "Als ich 17 oder 18 war, dachte ich, 31 sei steinalt. Und hier bin ich, mit 40", äußerte Giggs.

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