SID-IMAGES/AFP/OLIVIER MORIN

Italien | 22.11.2013

15 Nocerina-Hooligans in Italien verhaftet

Nach den jüngsten gewaltsamen Ausschreitungen im italienischen Fußball hat die Polizei 15 Hooligans des Drittligisten ASG Nocerina verhaftet.

Rom - Nach den jüngsten gewaltsamen Ausschreitungen im italienischen Fußball hat die Polizei 15 Hooligans des Drittligisten ASG Nocerina verhaftet. Ihnen werden Gewalt, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Sachbeschädigung vorgeworfen. Die Hooligans hatten am 30. August vor dem Meisterschaftsspiel gegen AC Perugia randaliert, acht Polizisten wurden dabei verletzt.

Nocerina-Hooligans sind berüchtigt. Am 10. November war das Spiel des Drittligisten bei US Salernitana nach 20 Minuten abgebrochen worden, nachdem Nocerina-Ultras die eigenen Spieler bedroht hatten. Schon vor der Begegnung war es zu Anfeindungen gekommen, einige Nocerina-Akteure weigerten sich daher zunächst, überhaupt anzutreten.

WM | 17.11.2013

Löw: Lahm keine Dauerlösung auf der Sechs

Für Kapitän Philipp Lahm wird die Versetzung auf die Sechs in der deutschen Nationalmannschaft trotz der schweren Verletzung von Sami Khedira (Real Madrid) nicht zur Dauerlösung.

London - Für Kapitän Philipp Lahm (Bayern München) wird die Versetzung auf die Sechs in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft trotz der schweren Verletzung von Sami Khedira (Real Madrid) nicht zur Dauerlösung. "Es ist nach wie vor mein Plan, dass Philipp rechts spielt", sagte Löw in der ARD-Sportschau vor dem Klassiker am Dienstag (21.00 Uhr/ARD) in London gegen England. Im Mittelfeld habe er "genug Klassespieler", hatte der 53-Jährige bereits nach dem 1:1 (1:1) in Italien erklärt.

Neben Khedira, der sich in Mailand einen Kreuz- und Innenbandriss im Knie zugezogen hat und sogar um seine WM-Teilnahme in Brasilien fürchten muss, fehlen Löw derzeit auch die verletzten Bastian Schweinsteiger (Bayern München) und Ilkay Gündogan (Borussia Dortmund) für die Besetzung im defensiven Mittelfeld.

Er glaube, dass Schweinsteigers Knöchel-OP "super" verlaufen sei und "er rechtzeitig zurückkommt. Und ich bin mir auch sicher, dass Ilkay zurückkommt", führte Löw aus. Mit ihnen könne man "in der Rückrunde wieder planen". Mit Blickrichtung Brasilien nannte er als weitere Alternativen für die Sechser-Position Lars (Bayer Leverkusen) und Sven Bender (Borussia Dortmund) sowie den Münchner Toni Kroos. Zudem habe man "Mesut Özil, wir haben auch Mario Götze, der im Mittelfeld spielen kann. Wir haben da schon Möglichkeiten".

Lahm (30), der in San Siro sein 104. Länderspiel absolviert hatte, reiste am Samstag von Mailand nach München zurück und steht deshalb beim Jubiläumsspiel in Wembley nicht zur Verfügung. In Mailand sprach für den Kapitän "nichts dagegen", dass er auf der Sechs gespielt habe: "Wir hatten viele Ausfälle und ich spiele schon seit ein paar Wochen bei den Bayern auf dieser Position." Das sei auf Italien "zugeschnitten" gewesen, meinte auch Thomas Müller, der Lahm lieber als Außenverteidiger sieht: "Philipp Lahm hat man immer gerne hinter sich."

Vor der WM-Endrunde möchte Lahm auf jeden Fall Klarheit. "Ich gehe davon aus, dass ich vor dem Turnier weiß, wo ich spiele", hatte der 30-Jährige schon im Vorfeld des Italien-Spiels betont: "Ich habe bei der EM 2008 anderthalb Spiele als Rechtsverteidiger gespielt und den Rest des Turniers auf links. Das geht. Aber es ist am besten und schönsten, wenn man auf einer Position spielt." Bei der WM sollte es "keine Überraschungen oder spontane Positionswechsel geben".

Bei den Bayern wechselt Lahm in dieser Saison unter Trainer Pep Guardiola oft zwischen Sechs und Verteidigerposition. Guardiola sieht darin kein Problem. Für ihn ist Lahm "der intelligenteste Spieler", mit dem er je gearbeitet habe. Der könne auch ohne Probleme im Sturm spielen.

WM | 16.11.2013

Löw verzichtet auf Lahm, Neuer und Özil

Bundestrainer Joachim Löw verzichtet im letzten Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft in diesem Jahr am Dienstag in London auf Philipp Lahm, Manuel Neuer und Mesut Özil.

Mailand/London - Bundestrainer Joachim Löw verzichtet im letzten Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in diesem Jahr am Dienstag in London (21.00 Uhr/ARD) auf die Dienste von Kapitän Philipp Lahm, von Torwart Manuel Neuer und Mittelfeld-Ass Mesut Özil, die nicht mit der Mannschaft am Samstagnachmittag von Mailand nach London flogen. Dafür steht im Gegensatz zum Spiel gegen Italien Innenverteidiger Per Mertesacker für den Klassiker im Wembleystadion wieder zur Verfügung.

Der Abwehrspieler vom FC Arsenal hatte am Freitag beim 1:1 der DFB-Auswahl gegen Italien in Mailand wegen einer Grippe gefehlt und stieß am Samstagabend in London zur Mannschaft. "Das Spiel gegen England ist für uns eine der letzten Gelegenheiten vor der Weltmeisterschaft, taktisch und personell noch einige Varianten zu testen. Philipp Lahm, Manuel Neuer und Mesut Özil gehören zum absoluten Stamm, für mich ist es jetzt wichtiger, anderen Spielern auf Schlüsselpositionen gerade gegen eine große Mannschaft wie England eine Bewährungschance zu geben", sagte Löw.

Gegen England wird aller Voraussicht nach der erstmals nominierte Dortmunder Torwart Roman Weidenfeller (33) zu seinem Debüt in der Nationalmannschaft kommen. Zudem sollen seine Vereinskollegen Marco Reus und Marcel Schmelzer von Beginn an spielen, ebenso wie einer der Bender-Zwillinge Lars und Sven. Dies kündigte Löw bereits nach dem Spiel in Mailand auf der Pressekonferenz an.

Italien | 09.11.2013

Inter rückt an Spitzengruppe heran

Der 18-malige italienische Fußball-Meister Inter Mailand hat mit einem 2:0 (1:0) gegen AS Livorno vorerst den Rückstand zur Spitzengruppe verkürzt.

Mailand - - Der 18-malige italienische Fußball-Meister Inter Mailand hat vorerst den Rückstand zur Spitzengruppe verkürzt. Die Nerazzurri gewannen am 12. Spieltag der Serie A mit 2:0 (1:0) gegen AS Livorno und liegen mit 25 Punkten noch drei Zähler hinter Juventus Turin und SSC Neapel sowie sechs hinter Tabellenführer AS Rom.

Inter profitierte im heimischen Giuseppe-Meazza-Stadion zunächst von einem Eigentor des Livorno-Torwarts Francesco Bardi (29.), dann traf Yuto Nagatomo (90.). Am Sonntagabend kommt es zum Spitzenspiel zwischen Meister Juventus und Borussia Dortmunds Champions-League-Gegner Neapel. Im zweiten Samstagspiel bezwang Calcio Catania zu Hause Udinese Calcio mit 1:0 (1:0).

Italien | 03.11.2013

Milan in der Krise - Fans auf den Barrikaden

Der ruhmreiche AC Mailand hat seine Talfahrt in Italiens Fußball-Serie-A fortgesetzt. Nach der 0:2-Pleite gegen den AC Florenz gingen die Milan-Tifosi auf die Barrikaden.

Mailand - Der ruhmreiche AC Mailand hat seine Talfahrt in Italiens Fußball-Serie-A fortgesetzt. Nach der 0:2-Pleite gegen den AC Florenz, der ohne den weiterhin verletzten Mario Gomez antrat, gingen die Milan-Tifosi auf die Barrikaden. Heftige Pfiffe und Unmutsbekundungen gab es aus der Milan-Fankurve vor allem gegen Geschäftsführer Adriano Galliani, der eine Viertelstunde vor Ende des Spiels das Giuseppe-Meazza-Stadion verließ.

"Galliani auf der Flucht: Das ist das symbolische Bild dieser Mannschaft, die sich selbst überlassen ist", kommentierte die Tageszeitung La Repubblica. Die Rossoneri haben nach elf Spieltagen nur zwölf Zähler auf dem Konto und krebsen im Tabellenmittelfeld herum.

Seit 32 Jahren war der Mailänder Spitzenklub nicht so schlecht in die neue Saison gestartet. Schlechter war der Klub in der Saison 1981/1982, als Milan noch elf Spielen lediglich neun Punkte gesammelt hatte. "AC Florenz, Alleinherrscher in San Siro. Die Niederlage gegen die Toskaner ist eine blamable Pleite für die Truppe von Coach Massimiliano Allegri", schrieb die Gazzetta dello Sport. Die Milan-Elf ist nur noch der Schatten seiner selbst, auch Star-Stürmer Mario Balotelli enttäuschte.

Nach der Pleite wackelt aber auch der Trainerstuhl von Allegri, der seit dreieinhalb Jahren die Rotschwarzen betreut. "Das ist die schwierigste Phase, seitdem ich bei Milan bin. Wir müssen uns jetzt in Hinblick auf das Spiel gegen den FC Barcelona erholen. Wir können nicht so schlecht wie gegen Florenz spielen", sagte Allegri. Der Coach ordnete ein Straftraining an: "Es wird uns gut tun, mehr Zeit gemeinsam zu verbringen."

Italien | 29.10.2013

1:1 in Bergamo: Inter verpasst Anschluss

Inter Mailand hat in der Serie A den Anschluss an die Champions-League-Ränge verpasst. Die Nerazzurri kamen bei Atalanta Bergamo nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus

Bergamo - Inter Mailand hat in der italienischen Fußball-Liga Serie A den Anschluss an die Champions-League-Ränge verpasst. Die Nerazzurri kamen bei Atalanta Bergamo nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und liegen als Vierter bei einer mehr gespielten Partie drei Punkte hinter Juventus Turin. Der Argentinier Ricardo Álvarez hatte Inter zwar in Führung gebracht (16.), Denis glich allerdings noch vor der Pause aus (25.).

Italien | 26.10.2013

Inter feiert fünften Saisonsieg

Inter Mailand hat durch einen 4:2 (3:1)-Erfolg gegen Hellas Verona vorläufig den Anschluss an die Champions-League-Plätze der Serie A hergestellt.

Mailand - Der 18-malige italienische Fußball-Meister Inter Mailand hat vorläufig den Anschluss an die Champions-League-Plätze hergestellt. Die Nerazzurri gewannen am neunten Spieltag der Serie A im heimischen Giuseppe-Meazza-Stadion 4:2 (3:1) gegen Hellas Verona und zogen dadurch an dem stark gestarteten Aufsteiger vorbei auf Platz vier. Nach dem fünften Saisonsieg liegt Inter zunächst nur noch einen Punkt hinter Meister Juventus Turin und dem SSC Neapel, die am Sonntag im Einsatz sind.

Die Treffer für Inter erzielten Jonathan (10.), Rodrigo Palacio (12.), Esteban Cambiasso (38.) und Rolando (56.), bei Verona waren Martinho (32.) sowie Romulo (71.) erfolgreich. Bereits zuvor hatte Sampdoria Genua dank eines Treffers von Shkodran Mustafi (56.) Atalanta Bergamo mit 1:0 (0:0) bezwungen.

FIFA | 25.10.2013

FIFA-Film: Brite Roth als Blatter vor der Kamera

Der britische Schauspieler Tim Roth tritt in der Rolle als FIFA-Präsident Joseph S. Blatter vor die Kamera.

Genf - Der britische Schauspieler Tim Roth tritt in der Rolle als FIFA-Präsident Joseph S. Blatter vor die Kamera. Roth, bekannt aus Hollywood-Spielfilmen wie "Pulp Fiction" und "Reservoir Dogs", hat sich zuletzt zur Vorbereitung auf die Dreharbeiten mit dem Schweizer in Zürich getroffen. Der Film über den Fußball-Weltverband soll im kommenden Jahr vor der WM in Brasilien anlässlich des 110-jährigen Bestehens der FIFA erscheinen.

"Es war sehr interessant. Ich wollte ihn unbedingt treffen und habe dabei festgestellt, dass wir sehr viel gemeinsam haben", sagte Blatter: "Okay, das Alter ist etwas unterschiedlich." Der FIFA-Boss ist 77, Roth 52 Jahre alt.

Gedreht wird in Frankreich, Brasilien und Aserbaidschan. In dem Streifen, der den vorläufigen Titel "F2014" trägt, soll der Franzose Gerard Depardieu als Jules Rimet auftreten. Depardieus verstorbener Landsmann gehörte zu den Gründern des Weltverbandes und war über 30 Jahre FIFA-Präsident.

Champions League | 22.10.2013

Messi sichert Barca Remis, Brych souverän

Dank des wiedergenesenen Lionel Messi steuert der FC Barcelona weiter auf Achtelfinalkurs. Der Argentinier sicherte den Katalanen mit seinem Treffer ein 1:1 beim AC Mailand.

Köln - Dank des wiedergenesenen Weltfußballers Lionel Messi steuert Spaniens Renommierklub FC Barcelona weiter auf Achtelfinalkurs in der Champions League. Der Argentinier sicherte den Katalanen mit seinem Treffer in der 24. Minute ein 1:1 (1:1) beim AC Mailand - damit bleibt Barca nach dem dritten Spieltag ungeschlagen an der Tabellenspitze vor den Italienern. Der deutsche Schiedsrichter Felix Brych (München), der vier Tage zuvor das Phantomtor von Sinsheim gegeben hatte, leitete das Topspiel souverän.

Der Brasilianer Robinho (9.) hatte Milan im San Siro auf Vorlage des Neuzugangs Kaká in Führung gebacht. Messi (24.), der erstmals nach seiner Oberschenkelverletzung wieder in der Startelf gestanden hatte, glich aus. Die in der Liga nur achtplatzierten Mailänder stellten Barca in dessen Generalprobe für den Clasico gegen den Erzrivalen Real Madrid am Samstag vor allem in der Anfangsphase vor große Probleme.

Nach dem ersten Liga-Punktverlust am Wochenende bei CA Osasuna (0:0) verließ Barca nun auch in der Königsklasse erstmals in dieser Saison den Platz nicht als Sieger. Hinter Milan platzierte sich in der Tabelle der schottische Meister Celtic Glasgow durch ein 2:1 (1:0) gegen Ajax Amsterdam.

Brych hatte im Bundesliga-Spiel zwischen 1899 Hoffenheim und Bayer Leverkusen (1:2) einen irregulären Treffer für die Gäste gegeben, obwohl der Kopfball von Stefan Kießling seitlich durch ein Loch im Netz ins Tor gelangt war.

Schalkes Gruppengegner FC Basel verspielte derweil den zweiten Sieg. Nach dem Überraschungserfolg am ersten Spieltag bei Chelsea (2:1) bekam der Schweizer Meister beim rumänischen Titelträger Steaua Bukarest in der 88. Minute den Ausgleich zum 1:1 (0:0).

Der SSC Neapel fuhr nach dem Auftaktsieg gegen Borussia Dortmund seinen zweiten Dreier ein und schloss zum punktgleichen BVB und FC Arsenal auf. Bei Olympique Marseille gewannen die Italiener mit 2:1 (1:0). Bereits vor dem Spiel war es zu Auseinandersetzungen zwischen Neapel-Fans und der Polizei gekommen. Vier der ingesamt rund 2000 mitgereisten Tifosi wurden vorläufig festgenommen.

Atlético Madrid führt weiter souverän die Gruppe G an. Der spanische Pokalsieger siegte beim österreichischen Meister Austria Wien mit 3:0 (2:0) und sicherte sich den dritten Sieg. Starstürmer Diego Costa (20./53.) machte mit einem ein Doppelpack deutlich, warum sowohl Spanien, als auch sein Geburtsland Brasilien für das Nationalteam um den Angreifer kämpfen.

Hinter Madrid liegt nun Zenit St. Petersburg nach einem mühevollen 1:0 (0:0)-Sieg gegen den FC Porto, der in Unterzahl bis kurz vor Schluss ein Unentschieden gehalten hatte. Portos Hector Herrera sah bereits in der 6. Minute die Gelb-Rote Karte, nachdem er zunächst Hulk foulte und beim anschließenden Freistoß zu früh aus der Mauer gelaufen war. Alexander Kerschakow erzielte das Siegtor für St. Petersburg in der 86. Minute.

Italien | 22.10.2013

Strafen für Milan, Inter und FC Turin

Das Sportgericht des italienischen Fußballverbands hat für die Serie A-Klubs AS Rom, AC Mailand, Inter Mailand und FC Turin die Schließung der Fankurve für ein Match beschlossen.

Rom - Das Sportgericht des italienischen Fußballverbands (FIGC) hat am Montag für die Serie A-Klubs AS Rom, AC Mailand, Inter Mailand und FC Turin die Schließung der Fankurve für ein Match beschlossen. Die Fans der Vereine hatten sich am Wochenende mit Chören und Slogans für "territoriale Diskriminierung" verantwortlich gemacht.

Aufgrund einer in der vergangenen Woche eingeführten Reform des Strafsystems wird die verhängte Strafe ein Jahr lang zur Bewährung ausgesetzt und nur dann Anwendung finden, wenn die Tifosi erneut durch diskriminierende Vorfälle auffällig werden. Die FIGC geht mittlerweile nicht nur gegen rassistische Vergehen vor, sondern bestraft auch Schmähungen gegen andere italienische Landesteile.

Der AC Florenz, der Klub des deutschen Nationalspielers Mario Gomez, wurde zur Zahlung einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Fans des toskanischen Vereins hatten am 7. April beim Spiel gegen den AC Mailand den Geschäftsführer des Mailänder Klubs, Adriano Galliani, beschimpft und mit Gegenständen beworfen.

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