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Champions League | 21.05.2013

BVB-Ultras verzichten auf Choreographie in Wembley

Der harte Kern der Borussia-Dortmund-Fans wird wegen der strengen UEFA-Auflagen auf eine Choreographie vor dem Champions-League-Endspiel gegen Bayern München verzichten.

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Dortmund - Der harte Kern der Borussia-Dortmund-Fans wird wegen der strengen UEFA-Auflagen auf eine Choreographie vor dem Champions-League-Endspiel gegen Bayern München verzichten. Das teilte die Ultra-Gruppierung The Unity auf ihrer Internetseite mit.

Das sogenannte Team Choreo erklärte, es würde im Londoner Wembley-Stadion "gerne zeigen, was wir und die Fans von Borussia Dortmund zu leisten im Stande sind". Aber nachdem das Ausmaß der Auflagen und Einschränkungen seitens der Europäischen Fußball-Union (UEFA) klar geworden sei, "mussten wir uns dazu entscheiden, ganz auf eine Choreo zu verzichten. Abgesehen von maßlos übertriebenen Brandschutzauflagen wurde uns in Wembley nun auch noch verboten, den kompletten mittleren Tribünenrang mit in unsere Aktion einzubeziehen. An ein geschlossenes Kurvenbild war so nicht mehr zu denken." Die Vereinigung sei "über alle Maßen frustriert".

Vor dem Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Málaga (3:2) hatten die BVB-Fans mit einer Choreographie über die gesamte Südtribüne im Signal-Iduna-Park begeistert. In Wembley sei es aber ausschließlich mit der Stimme möglich, für einen "unvergesslichen Abend" zu sorgen.

Die Bayern-Fanvereinigung "Club Nr. 12" äußerte sich ebenfalls kritisch über die UEFA-Auflagen, sie will jedoch an ihrem Plan für eine Choreographie festhalten. In der Vergangenheit waren auch den Bayern-Fans bereits Aktionen untersagt worden.

Champions League | 21.05.2013

Vor dem Finale: Bayern um Normalität bemüht

Die ganze (Fußball-)Welt spielt verrückt, doch Bayern München ist vor dem Finale der Champions League gegen Borussia Dortmund um Normalität bemüht.

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München - Die ganze (Fußball-)Welt spielt verrückt, doch Bayern München ist vor dem Finale der Champions League gegen Borussia Dortmund um Normalität bemüht. "Was kannst du am Montag oder Dienstag tun? Nichts!", sagte Sportvorstand Matthias Sammer über den Auftakt der finalen Vorbereitungen der Bayern. "Heute, morgen oder übermorgen durchzuknallen, bringt gar nichts. Wir müssen eine gewisse Gelassenheit entwickeln, langsam Spannung aufbauen - und dann im Spiel explodieren", betonte Sammer am Dienstag in München weiter.

Die Bayern wollen ruhig bleiben - und damit alles anders machen als beim "Finale dahoam", das am 19. Mai 2012 mit dem "Drama dahoam" endete. Sammer als Außenstehender hatte damals den Eindruck: "Wir sind krampfhaft irgendetwas hinterhergerannt. Von früh bis abends hieß es: das Finale dahoam, hoffentlich enttäuschen wir keinen, hoffentlich gewinnen wir. Es ging nicht um das Wie und darum, was es braucht, um zu gewinnen", sagte Sammer.

Deshalb müsse am Samstag im Wembley-Stadion in London bei allen der Gedanke im Vordergrund stehen: Wie ist Dortmund zu schlagen? Der frühere Borusse kennt die Antwort, behauptete er, und bemühte seine drei viel zitierten Erfolgsformeln: Die Rolle und Ausstrahlung der Führungspieler Lahm, Schweinsteiger und Neuer, "unser Wirken gegen den Ball" und die "Stärke im Ballbesitz". Also all das, was den FC Bayern in dieser Rekord-Saison so stark gemacht habe.

Profi Arjen Robben hat Sammers Marschroute verinnerlicht. "Auf einmal früh ins Bett gehen, anders essen - nein, bleib normal!", gab er als Devise aus. Angst vor der dritten Final-Pleite nach 2010 und 2012 spürten die Münchner nicht. "Wenn man denkt: Uhhh, wir dürfen nicht verlieren, dann musst du aufhören", sagte Robben. Vielmehr wisse die Mannschaft, "was zu tun ist". Er habe bei all seinen Mitspielern "das Gefühl: Wir packen das! Wir wissen, was wir können. Wir werden am Samstag da sein, da habe ich keine Zweifel."

Champions League | 20.05.2013

Italiener Rizzoli pfeift Champions-League-Finale

Der italienische Unparteiische Nicola Rizzoli wird das Champions-League-Endspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München am Samstag pfeifen.

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London - Der italienische Unparteiische Nicola Rizzoli wird das Champions-League-Endspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München am Samstag (20.45 Uhr/Sky und ZDF) pfeifen. Der 41-Jährige wird dabei von seinen Landsleuten Renato Faverani und Andrea Stefani als Assistenten unterstützt, vierter Offizieller ist der Slowene Damir Skomina.

Rizzoli leitet seit 2002 Spiele der italienischen Serie A und steht seit 2007 auf der FIFA-Liste. Für die Münchner ist der Architekt ein schlechtes Omen: Mit Rizzoli als Schiedsrichter verlor der deutsche Rekordmeister vergangene Saison in Basel und 2010 bei Manchester United beide Spiele in der Königsklasse.

Supercup | 20.05.2013

Spiel um Supercup am 30. August in Prag

Das Spiel um den europäischen Supercup wird am 30. August in Prag ausgetragen. Dort trifft der Sieger des Champions League Finales auf den Europa-League-Gewinner FC Chelsea.

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Köln - Das Spiel um den europäischen Supercup wird am 30. August in Prag ausgetragen. Dort trifft der Sieger des Finales der Champions League am kommenden Samstag in London zwischen Borussia Dortmund und Bayern München auf den Europa-League-Gewinner FC Chelsea. Folglich wird einer der beiden Bundesliga-Vertreter an diesem Wochenende nicht zeitgleich am vierten Bundesliga-Spieltag der kommenden Saison antreten können und seine Begegnung zu einem späteren Zeitpunkt nachholen müssen.

Am 17. oder 18. Dezember greift der Gewinner der Königsklasse als Vertreter Europas bei der Klub-WM in Marokko (11. bis 21. Dezember) in das Turnier ein. Entsprechend verpassen die Bayern oder die Borussen den 17. Liga-Spieltag.

Sollten die Münchner am 1. Juni in Berlin gegen den VfB Stuttgart den DFB-Pokal gewinnen, kommt es am 27. Juli in Dortmund um den nationalen Supercup wie im Vorjahr zum Duell des Meisters gegen den "Vize", also Bayern gegen BVB.

Zu einem weitere Aufeinandertreffen der beiden Erzrivalen könnte es auch bei einem Vorbereitungsturnier am 20. und 21. Juli kommen, an dem außerdem Gastgeber Borussia Mönchengladbach und der Hamburger SV teilnehmen.

2. Bundesliga | 12.05.2013

Hertha Zweitliga-Meister - Köln weiter Zweitligist

Hertha BSC hat sich den Meistertitel in der 2. Bundesliga gesichert. Die Berliner gewannen das Duell der Absteiger bei den Rheinländern hochverdient mit 2:1 (1:0).

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Köln - Aufsteiger Hertha BSC hat sich den Meistertitel in der 2. Fußball-Bundesliga gesichert, für den 1. FC Köln ist derweil der Traum von der sofortigen Rückkehr ins Oberhaus endgültig ausgeträumt. Die Berliner gewannen das Duell der Absteiger bei den Rheinländern hochverdient mit 2:1 (1:0) und dürfen beim Saisonfinale nächste Woche gegen Energie Cottbus im Olympiastadion die Meisterschale entgegennehmen.

Die Treffer für die Hertha, die nur eines der letzten 32 Spiele verlor, erzielten Lewan Kobiaschwili (36., Foulelfmeter) mit seinem ersten Tor seit Ablauf seiner sechsmonatigen Sperre und Eigengewächs Alfredo Morales mit seinem ersten Profi-Treffer am 23. Geburtstag (55.). Dem wohl zu Schalke 04 wechselnden Christian Clemens gelang der Kölner Ehrentreffer (68.).

Der Kölner Vorstand, der nach internen Querelen unter der Woche die Bereitschaft zu einer weiteren Amtszeit ab November erklärt hatte, verabschiedete vor dem Spiel in Christian Eichner (wahrscheinlich zum Karlsruher SC), Daniel Royer (zurück nach Hannover), Tobias Strobl (zurück nach Hoffenheim), Stefan Maierhofer und Christopher Schorch (beide Ziel offen) gleich fünf Akteure. In der Startelf stand ohnehin schon keiner mehr.

Das Spiel hatte derweil nicht annähernd nicht so viel Bundesligaformat wie der äußere Rahmen in der fast ausverkauften WM-Arena. Nachdem sich Herthas Sorge um die Meisterschaft und die Kölner Hoffnung auf den Relegationsplatz durch die Zwischenergebnisse schnell erledigt hatten, sahen die 49.500 Zuschauer ein teilweise konfuses Spiel. Hertha zeigte aber auch ohne den gesperrten Ronny die deutlich bessere Spielanlage.

Völlig unnötig aber das Foul von FC-Kapitän Miso Brecko am agilen Änis Ben-Hatira im Strafraum, Kobiaschwili verwandelte. Das Niveau des Spiels erreichte nach der Pause seinen Tiefpunkt, als zunächst Ben-Hatira (46.) und dann auf der anderen Seite Matthias Lehmann (50.) den Ball jeweils drei Meter vor dem Tor verstolperten. Geburtstagskind Morales überwand dann per Kopf Geburtstagskind Timo Horn (20) im Kölner Tor, Adrian Ramos traf noch die Latte (62.). Clemens war per Schlenzer erfolgreich.

Beim FC hinterließen Adam Matuschyk und Clemens noch den besten Eindruck. Bei Hertha ragten Fabian Lustenberger und Kapitän Peer Kluge heraus.

International | 06.05.2013

Riise tritt aus Nationalteam zurück

Der norwegische Fußball-Rekord-Nationalspieler John Arne Riise (32) hat seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt.

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Oslo - Der norwegische Fußball-Rekord-Nationalspieler John Arne Riise (32) hat seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Das gab der Verteidiger des englischen Premier-League-Klubs FC Fulham am Montag in einer Pressemitteilung bekannt. "Ich habe mir in letzter Zeit viele Gedanken gemacht. Es fühlt sich richtig an, alles hat seine Zeit. Ich habe jede Sekunde im Nationaltrikot genossen", sagte Riise, der in 110 Länderspielen 16 Tore erzielte, sich mit seinem Land aber nie für Welt- oder Europameisterschaften qualifizieren konnte.

Er habe noch vier oder fünf Jahre, um erfolgreich Vereinsfußball zu spielen. Darauf wolle er sich nun konzentrieren, sagte der schussgewaltige Routinier.

Bundesliha | 05.05.2013

Kahn: "Hoeneß sollte sich zurückzuziehen"

Oliver Kahn hat die Informationspolitik von Uli Hoeneß kritisiert. Zudem forderte er Hoeneß auf, sein Präsidenten-Amt bei Bayern offenbar bis auf Weiteres ruhen zu lassen.

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Mainz - Der ehemalige Fußball-Nationaltorhüter Oliver Kahn hat die Informationspolitik von Bayern Münchens Präsidenten Uli Hoeneß kritisiert. Zudem forderte der langjährige Bayern-Torhüter Hoeneß auf, sein Amt offenbar bis auf Weiteres ruhen zu lassen. "Für ihn als Mensch ist es schon richtig, sich ein bisschen zurückzuziehen, bis diese Sache geklärt ist. Und dann kann man ja schauen, je nachdem, wie diese Geschichte ausgeht, wie es weitergeht", sagte Kahn im Aktuellen Sportstudio des ZDF: "Dieser permanente Druck der Öffentlichkeit kann auch mal über die Kräfte eines Menschen hinausgehen."

Der langjährigen Bayern-Kapitän zeigte aber nicht nur Mitleid für den damaligen Klub-Manager, sondern kritisierte auch dessen Vorgehensweise. "Gerade in der heutigen Medienwelt, wo alles transparent ist und wo alles immer rauskommt, ist es doch immer wichtig, das Heft des Handelns in der Hand zu halten", sagte Kahn: "Wenn man mal in so einer schwierigen Situation ist, ist es am besten, gleich sofort am Anfang reinen Tisch zu machen und zu sagen, okay, da gibt es Probleme, das sollte ich mich vielleicht jetzt mal rausnehmen, mich zurückziehen, auch mit Rücksicht auf meine Familie und mich als Mensch. So kommt man nun in eine Situation, und die halte ich für problematisch, in der man vom Aufsichtsrat angehalten wird, doch eine Entscheidung zu treffen."

Champions League | 02.05.2013

250.000 Anfragen: Fan-Ansturm beim BVB

Borussia Dortmund erlebt vor dem Champions-League-Endspiel einen Ansturm seiner Fans. Am Donnerstag lagen dem BVB nach Angaben von Hans-Joachim Watzke 250.000 Ticket-Anfragen vor.

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Dortmund - Borussia Dortmund erlebt vor dem Champions-League-Endspiel am 25. Mai in London gegen Bayern München einen Ansturm seiner Fans. Am Donnerstag lagen dem BVB nach Angaben von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke 250.000 Ticket-Anfragen für die Partie im Wembleystadion vor. "Es wird noch weiter nach oben gehen. Wir rechnen am Ende mit 400.000 bis 500.000 Anfragen", sagte Watzke.

Jeder Klub erhält für das Endspiel rund 25.000 Karten von der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

Bundesliga | 01.05.2013

Hoeneß zockte fast krankhaft

Uli Hoeneß war jahrelang ein beinahe krankhafter Börsenspekulant. Das sagte der Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters in einem Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit.

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Köln - Uli Hoeneß war jahrelang ein beinahe krankhafter Börsenspekulant. Das sagte der Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters in einem Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit. "In den Jahren 2002 bis 2006 habe ich richtig gezockt, ich habe teilweise Tag und Nacht gehandelt, das waren Summen, die für mich heute auch schwer zu begreifen sind", sagte der 61-Jährige: "Diese Beträge waren schon teilweise extrem. Das war der Kick, das pure Adrenalin."

Er halte sich jedoch "nicht für krank, zumindest heute nicht mehr". Sollte er wegen seiner Steueraffäre vor Gericht müssen, erscheine er dort "nicht als kranker Mann. Ein paar Jahre lang war ich wohl nah dran. Aber inzwischen halte ich mich für kuriert."

Er habe zur Zeit des Internetbooms "heftiger" spekuliert, erklärte Hoeneß - anscheinend bis an den Rand der Pleite: "Als diese Blase dann platzte, fuhr ich schwere Verluste ein, ich war da richtig klamm." Das sei der Moment gewesen, an dem der frühere adidas-Boss Robert-Louis Dreyfus ihm angeboten habe, "was zusammen" zu machen, "er würde es finanzieren. So kamen die Millionen auf das Konto, es war immer klar, das war ein Konto zum Zocken, für nichts anderes."

Den Ausstieg hat Hoeneß erst Jahre später gefunden. "Ich habe zu viele Verluste gemacht. Ich konnte nicht mehr so viel zocken. Und dann kam 2008 die Finanzkrise, und dann ging es endgültig in den Keller." Außerdem sei er auch nicht mehr "auf der ständigen Suche nach dem großen Kick". Er werde eben älter, sagte Hoeneß.

Bundesliga | 01.05.2013

Medien: Streich soll Schalke abgesagt haben

Fußball-Bundesligist Schalke 04 wollte Christian Streich angeblich als Trainer verpflichten, der Coach vom Ligakonkurrenten SC Freiburg soll aber abgesagt haben.

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Köln - Fußball-Bundesligist Schalke 04 wollte Christian Streich angeblich als Trainer verpflichten, der Coach vom Ligakonkurrenten SC Freiburg soll aber abgesagt haben. Dies berichten die Zeitungen der WAZ-Gruppe am Mittwoch.

Demnach sollen sich die Schalker Verantwortlichen vor zwei Wochen mit Streich getroffen haben. Der 47-Jährige wollte aber den Freiburgern treu bleiben, weil er den Klub nach dem Weggang von Sportdirektor Dirk Dufner zu Hannover 96 nicht auch noch verlassen wollte.

Nach WAZ-Informationen soll sich Schalkes Sportdirektor Horst Heldt am Mittwoch mit Stefan Effenberg zu einem Gedankenaustausch treffen. Der ehemalige Nationalspieler gilt seit Sonntagabend als Trainerkandidat bei den Königsblauen. Am Dienstag hatten Heldt und der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies einen Medienbericht vehement dementiert. Sport1.de zufolge soll sich der Klub für den Fall, dass die Mannschaft mit dem derzeitigen Trainer Jens Keller nicht die Champions-League-Qualifikation erreicht, bereits mit Effenberg auf eine Verpflichtung geeinigt haben.

Sollte Effenberg Trainer auf Schalke werden, soll nach WAZ-Informationen Peter Hermann, zur Zeit Assistent von Jupp Heynckes bei Bayern München, Co-Trainer werden.

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