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Bundesliga | 06.12.2013

Hoeneß mit Verständnis für Sammers Wutrede

Matthias Sammer hat für seine Wutrede nach dem Pokalspiel beim FC Augsburg Unterstützung von Präsident Uli Hoeneß bekommen.

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München - Als Bayern Münchens Sportvorstand Matthias Sammer im September die Mannschaft des Triple-Gewinners attackiert hatte, gab es umgehend einen Rüffel von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge - diesmal erhielt der 46-Jährige nach seiner Wutrede jedoch Unterstützung. "Ich kann die Aussagen von Matthias Sammer absolut verstehen! Ich würde am liebsten einigen Journalisten ihre Artikel von vor zwei Jahren vorlegen. Damals hieß es noch, die Ära des FC Bayern wäre vorbei. Jetzt spricht man davon, dass der FC Bayern die gesamte Liga dominiert und nicht zu schlagen ist", sagte Präsident Hoeneß der Münchner tz.

Für Hoeneß ist dies genau wie für Sammer eine vollkommen unnötige Diskussion. "Auch wir können Spiele verlieren - und es wird der Tag kommen, an dem wir wieder ein Spiel verlieren. Von einer Dominanz kann man aus meiner Sicht erst dann sprechen, wenn der Erfolg über zwei bis drei Jahre kontinuierlich andauert. Jetzt sind wir erst seit eineinhalb Jahren sehr gut", meinte der 61-Jährige.

Sammer war nach dem 2:0 im DFB-Pokal-Achtelfinale in Augsburg von der "blöden Diskussion um die Dominanz" gehörig genervt gewesen. Diese sei "an Oberflächlichkeit nicht zu überbieten und total scheinheilig", schimpfte er. Es werde "viel zu wenig anerkannt, dass wir einen unheimlich hohen Aufwand betreiben. Der FC Bayern München arbeitet jeden Tag extrem hart."

Bundesliga | 01.12.2013

Bayern und Dortmund: Klare Absage an Europaliga

Die Verantwortlichen von Bayern München und Borussia Dortmund haben Plänen für eine Europaliga eine klare Absage erteilt.

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München - Die Verantwortlichen von Bayern München und Borussia Dortmund haben Plänen für eine Europaliga eine klare Absage erteilt. "Ich halte das für eine Katastrophe vom Gedankengang her. All das, was sich Bayern und der deutsche Fußball erarbeitet haben, hat mit unheimlich viel Fleiß, Leidenschaft und Akribie zu tun gehabt. Ich halte die Europaliga für die nationale Liga für ein Todesurteil", sagte Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer bei NDR2.

Auch Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke warnte davor, "dass wir die Fußball-Kultur in Deutschland nicht kaputt machen dürfen. Wenn zwei, drei Teams in der Europaliga spielen, spielst du in der Bundesliga nur noch mit der Reserve", sagte er im ZDF-Sportstudio. Manchmal könne man "über den Unfug, der jede Woche vorgeschlagen wird, verzweifeln".

Diese Meinung vertrat auch Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im Bild-Interview: "Für die Bundesliga wäre das eine Katastrophe, auch finanziell. Ich bin dafür, dass wir es so lassen, wie es ist. Es heißt doch immer: Bundesliga, die beste Liga der Welt."

Er wisse aber, führte der Vorsitzende der Europäischen Klub-Vereinigung (ECA) weiter aus, "dass diese Gedanken von Kollegen aus dem Ausland manchmal diskutiert werden, aber ich bin kein Freund davon".

Zuletzt hatte Aurelio De Laurentiis, Präsident des SSC Neapel, einen derartigen Plan öffentlich gemacht. Auch Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn hatte sich wegen der Dominanz der Münchner in Deutschland für eine Europaliga ausgesprochen.

"Tut mir leid, das kann ich nicht nachvollziehen", konterte Sammer beim NDR, "wir sollten mal darüber nachdenken, dass in den letzten drei Jahren Borussia Dortmund zwei Mal Meister geworden ist und Bayern München nur einmal."

Aus diesem Grund hält Sammer auch jene Stimmen für falsch, die die nationale Überlegenheit der Bayern beklagen. Da werde jede Woche "auch etwas anderes diskutiert. Bisher waren es immer die Top zwei, die die Liga kaputt gemacht haben. Laut Herrn Bruchhagen (Vorstandschef bei Eintracht Frankfurt, d.Red.) ist jetzt auch Leverkusen dabei. Vielleicht sind es nächste Woche die Top vier oder fünf. Also, jeder darf seine Meinung äußern, aber ich muss mich nicht zu jedem hingezogen fühlen."

Champions League | 06.11.2013

Rückschlag für BVB - "Endspiel" gegen Neapel

Borussia Dortmund hat einen herben Rückschlag im Rennen um den Achtelfinale-Einzug in der Champions League erlitten. Gegen den FC Arsenal verlor der BVB mit 0:1 (0:0).

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Dortmund - Herber Rückschlag für Borussia Dortmund: Dem Vorjahresfinalisten droht nach einem Spiel der verpassten Möglichkeiten das Vorrunden-Aus in der Champions League. Die Westfalen verloren das vierte Gruppenspiel gegen den FC Arsenal mit 0:1 (0:0) und kassierten damit die erste Niederlage nach zuvor sieben Heimsiegen in der Königsklasse in Folge. Der Tabellenführer der Premier League stellte den Spielverlauf mit seinem ersten Torschuss zum Treffer von Aaron Ramsey (62.) auf den Kopf und nahm damit Revanche für das 1:2 zwei Wochen zuvor in London.

Nach der ersten Europacup-Heimniederlage gegen ein Team aus England hat die Borussia sechs Punkte, die Gunners um die Nationalspieler Per Mertesacker und Mesut Özil dagegen bereits neun Zähler auf dem Konto. Das nächste Gruppenspiel am 26. November gegen den SSC Neapel wird für den BVB zum "Endspiel".

Es war nicht das große Spektakel, sondern eine von Taktik und zwei zuverlässig arbeitenden Defensiv-Abteilungen geprägtes Duell auf Augenhöhe. Großer gegenseiter Respekt lag wie schon im Hinspiel über der Anfangsphase, in der die Borussia versuchte, über Ballkontrolle den kürzesten Weg in den Strafraum der Gäste zu finden.

Die erste Möglichkeit hatte der BVB, als Mertesacker dem einschussbereiten Robert Lewandowski den Ball im letzten Moment vom Fuß spitzelte (5.). Es war der Beginn der ersten Druckphase der Gastgeber, in der die Gunners nur zu sporadischen Offensiv-Aktionen kamen.

Immer öfter erarbeiteten sich die Westfalen ansprechende Schusspositionen und hatten Pech, als Neven Subotic das Tor aus kurzer Distanz nach einem Freistoß von Marco Reus nur knapp verfehlte. Dortmund agierte mit dem Selbstbewusstsein der letzten Erfolgserlebnisse in der Bundesliga und in der Königsklasse wesentlich zielstrebiger. Der frühe Führungstreffer lag in der Luft und wäre schon nach der ersten halben Stunde verdient gewesen. Vor der Pause hatte sie auch Henrich Mchitarjan (37.) auf dem Fuß, doch der Armenier schoss knapp am Tor vorbei.

Die Abwehr präsentierte sich gegen die Arsenal-Offensive mit dem enttäuschenden Özil konsequent und hochkonzentriert, obwohl Trainer Jürgen Klopp in der Viererkette Mats Hummels ersetzen musste. Den Nationalspieler plagen muskuläre Beschwerden. Dafür rückte Sokratis in die Innenverteidigung. Bis auf den Griechen hatte Klopp die Elf des Duells in London auf den regenschweren Rasen der Dortmunder Arena geschickt.

Das "englische" Wetter schien jedoch eher der Borussia in die Karten zu spielen, denn nach dem Wiederanpfiff schalteten die Schwarze-Gelben einen Gang hoch, forcierten das Tempo. Im Strafraum der Gäsze spielten sich mitunter turbulente Szenen ab, mehrfach stand Torhüter Wojciech Szczesny im Blickpunkt, so beim Kopfball von Reus (50.). Bis zu diesem Zeitpunkt war BVB-Keeper Roman Weidenfeller nahezu arbeitslos.

Der erste Torschuss von Arsenal landete prompt im Dortmunder Gehäuse, als Ramsey eine Kopfball-Vorlage von Özil nutzte. Der Treffer zeigte Wirkung, die anschließenden Dortmunder Offensiv-Aktionen wirkten nicht mehr allzu konsequent, während Arsenal noch zu einigen vielversprechenden Kontern kam.

Jakub Blaszczykowski und Sven Bender ragten bei den Borussen heraus, Arsenal hatte in Ramsey und Mertesacker seine besten Akteure.

Bundesliga | 02.11.2013

Shootingstar Arnold führt "Wölfe" auf Platz fünf

Senkrechtstarter Maximilian Arnold hat den VfL Wolfsburg in der Verfolgergruppe der Bundesliga etabliert und Eintracht Frankfurt in die Krise geschossen.

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Frankfurt/Main - Senkrechtstarter Maximilian Arnold hat den VfL Wolfsburg in der Verfolgergruppe der Fußball-Bundesliga etabliert und Eintracht Frankfurt in die Krise geschossen. Der 19-Jährige erzielte für die "Wölfe" in der 82. Minute das entscheidende Tor zum 2:1 (1:1) bei den Hessen, die nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 haben. Der VfL ist dagegen nach dem dritten Sieg in Serie Fünfter - Arnold war an allen Erfolgen mit jeweils einem Tor entscheidend beteiligt.

Bamba Anderson (2.) hatte den Gästen zunächst per Eigentor zur frühen Führung verholfen, Alexander Meier sorgte in der 35. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß für den Ausgleich. Für den Torjäger war es der 51. Bundesliga-Treffer im Eintracht-Trikot. Kurz vor Arnolds Siegtor hätte es zudem Foulelfmeter für Wolfsburg geben müssen, Constant Djapka hatte Daniel Caligiuri klar zu Fall gebracht.

Die 44.300 Zuschauer hatten kaum Platz genommen, da verpasste Anderson den Frankfurter Hoffnungen auf den ersten Heimsieg der Saison gleich einen herben Dämpfer. Der Innenverteidiger fälschte eine Flanke des Ex-Frankfurters Patrick Ochs, der 18 Jahre am Main gespielt hatte, unhaltbar für seinen Keeper Kevin Trapp ins eigene Netz ab. Nur fünf Minuten später verpasste Ivan Perisic das zweite Tor der Gäste, sein Schuss strich knapp am rechten Pfosten vorbei.

Der frühe Rückstand verunsicherte die Eintracht sichtlich, teilweise ließ sich das Team von Trainer Armin Veh von den spielfreudigen "Wölfen" vorführen und brachte kaum eine gelungene Offensivaktion zustande. Auf der anderen Seite rettete Trapp gegen Slobodan Medojevic (11.). Die von den Fans in der Kurve geforderte Marschroute ("Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten. Eintracht heißt kämpfen bis zum Schluss.") schien die Spieler auf dem Platz in der ersten halben Stunde nicht zu erreichen.

Die Gäste verpassten es in dieser Phase jedoch auch, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Der Meister von 2009 schaltete zwei Gänge zurück und machte keine großen Anstalten, ein zweites Tor zu erzielen. Entsprechend hektisch gab Hecking von der Seitenlinie immer wieder Anweisungen an seine zuletzt so überzeugende Elf. Der Coach hatte nach dem 3:0 gegen Werder Bremen auf personelle Änderungen verzichtet, er musste aber nach 32 Minuten Spielmacher Diego ersetzen. Für den Brasilianer kam Daniel Caligiuri.

Nach 28 Minuten forderte der Eintracht-Anhang vehement einen Elfmeter, nachdem Luiz Gustavo eine Flanke im eigenen Strafraum mit angelegtem Arm gestoppt hatte. Sieben Minuten später entschied Referee Marco Fritz (Korb) ebenfalls zu Recht auf Freistoß für die Eintracht, den Meier aus 20 Metern sehenswert ins rechte Toreck setzte.

Nur kurz nach dem Wiederanpfiff verpasste Meier sein zweites Tor. Der Kapitän scheiterte per Kopf am stark reagierenden VfL-Keeper Diego Benaglio (48.). Auch in der Folge waren die Gastgeber zunächst das spielbestimmende Team, ohne aber wirklich gefährlich vor Benaglios Tor zu kommen. Den Gästen gelang es jedoch auch nicht, an die starke Anfangsphase anzuknüpfen - Torchancen blieben Mangelware.

Beste Spieler bei der Eintracht waren Meier und Sebastian Rode, bei den Gästen überzeugten Perisic und Arnold.

Bundesliga | 23.10.2013

Zieler glaubt fest an WM-Teilnahme

Fußball-Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler glaubt fest an seine Nominierung für die Weltmeisterschaft 2014.

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Hamburg - Fußball-Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler glaubt fest an seine Nominierung für die Weltmeisterschaft 2014. "Ich gehe davon aus, dass ich in Brasilien dabei bin. Vorausgesetzt, ich bringe weiter meine Leistung", sagte der 24-Jährige der Bild-Zeitung. Der gebürtige Kölner kämpft mit René Adler (Hamburger SV) und Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund) um zwei Plätze und das Vertrauen von Bundestrainer Joachim Löw. Stammkeeper Manuel Neuer (Bayern München) ist gesetzt.

Zieler betonte zudem, dass er seine Zukunft trotz einer bestehenden Ausstiegsklausel in Hannover sieht. "Davon gehe ich aktuell absolut aus", sagte die Nummer eins der 96er, die laut Medienberichten für acht Millionen Euro aus dem bis 2015 gültigen Vertrag aussteigen kann: "Wenn ein Wechsel infrage kommt, dann zu einem Topklub." Einen Transfer zu Borussia Mönchengladbach schloss Zieler aus, mit dem kolportierten Interesse von Schalke 04 will er sich "derzeit nicht beschäftigen".

Ein Engagement im Ausland kann sich Zieler weiter vorstellen: "Ich hatte eine tolle Ausbildung bei Manchester United, aber kein Premier-League-Spiel. Der Reiz, das nachzuholen, ist da. Aber es muss nicht in den kommenden ein, zwei Jahren sein. Ich will noch 12, 13 Jahre spielen."

WM | 15.10.2013

Schweinsteiger zwölfter Spieler im Hunderter-Klub

Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger ist am Dienstag als zwölfter deutscher Spieler in den elitären Hunderter-Klub aufgestiegen.

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Stockholm - Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger ist am Dienstag als zwölfter deutscher Spieler in den elitären Hunderter-Klub aufgestiegen. Der Mittelfeldspieler wurde vor dem WM-Qualifikationsspiel in Schweden von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Generalsekretär Helmut Sandrock geehrt. Sein Debüt hatte Schweinsteiger, gemeinsam mit Lukas Podolski, am 6. Juni 2004 gegen Ungarn gegeben. Damals war noch Rudi Völler DFB-Teamchef.

Unangefochtener Spitzenreiter in der ewigen Bestenliste ist weiter Lothar Matthäus mit 150 Einsätzen für den DFB. Miroslav Klose (35) folgt mit 130 Spielen. Der 28-jährige Podolski (111) rangiert auf Rang drei, fehlt in Schweden aber verletzt. Es folgen Jürgen Klinsmann (108), Jürgen Kohler (105) und Franz Beckenbauer (103), der am Dienstag vom aktuellen Kapitän Philipp Lahm eingeholt wurde.

Nächster deutscher Spieler im Hunderter-Klub wird aller Voraussicht nach Per Mertesacker (94) sein, der in Schweden allerdings zunächst auf der Bank saß.

Zudem bestritten Joachim Streich (102) und Hans-Jürgen Dörner (100) mindestens 100 Auswahlspiele für die DDR. Ulf Kirstens 100 Spiele verteilten sich auf beide Verbände, zuerst 49 für den DFV, dann 51 für den DFB.

Nationalmannschaft | 15.10.2013

Schweinsteiger über "Schweini" und "Poldi"

Bastian Schweinsteiger schaut angesichts seines 100. Länderspiels am Dienstag mit Selbstironie auf seine Anfänge in der Fußball-Nationalmannschaft zurück.

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Stockholm - Bastian Schweinsteiger schaut angesichts seines 100. Länderspiels am Dienstag mit Selbstironie auf seine Anfänge in der Fußball-Nationalmannschaft zurück. Angesprochen auf den 2005 beim Confed Cup in Deutschland entstandenen Hype um "Schweini" und "Poldi" (Lukas Podolski) sowie eine lustige Pressekonferenz der beiden, erklärte der 29-Jährige auf dfb.tv: "Im Nachhinein muss man ein bisschen schmunzeln. Aber für uns war das damals der Anfang. Und jetzt sind ein paar Jahre vergangen - und wir sind immer noch hier." Podolski hat gar schon 111 Länderspiele bestritten, fehlte am Dienstag in Schweden aber wegen einer Verletzung.

In der Zentrale hat Schweinsteiger bei Bayern München wie in der Nationalmannschaft aber inzwischen seinen Platz gefunden. "Als ich außen gespielt habe, habe ich mehr Tore gemacht und hatte mehr Torvorlagen", meinte er: "Aber die Position, die ich seit 2009 spiele, liegt mir am meisten. Dort wurde ich ausgebildet. Und ich mag es, einen gewissen Rhythmus vorzugeben und auf dem Platz vielleicht auch Dinge zu machen, die man von außen nicht so erkennt, die aber für die Mannschaft wichtig sind."

Ein besonderes Lob äußerte Schweinsteiger für den "Staff" der DFB-Elf, das Team hinter dem Team: "Sie sind ein bisschen das Herz der Nationalmannschaft. Sie sind immer gut gelaunt. Deshalb macht es Spaß, immer wieder herzukommen."

Bundesliga | 04.10.2013

Hannover verpasst den Klubrekord

Hannover 96 hat den angestrebten Klubrekord verpasst und erstmals in der laufenden Saison der Fußball-Bundesliga zu Hause Punkte liegen lassen.

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Hannover - Hannover 96 hat den angestrebten Klubrekord verpasst und erstmals in der laufenden Saison der Fußball-Bundesliga zu Hause Punkte liegen lassen. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka kam nach zuletzt vier Heimsiegen in Serie am achten Spieltag im Verfolgerduell der Fußball-Bundesliga gegen Hertha BSC nach einer schwachen zweiten Halbzeit nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Christian Schulz (23.) hatte für zunächst überlegene Hannoveraner getroffen, der eine Minute zuvor eingewechselte Ronny sorgte jedoch mit einem fulminanten Freistoß-Treffer (81.) für den Berliner Punktgewinn.

Mit einem fünften Heimsieg in Serie zum Ligaauftakt hätten die Niedersachsen eine Vereinsbestmarke aufgestellt. Durch das Remis verteidigten die Roten aber dennoch Platz vier in der Tabelle erfolgreich (13 Punkte), der Aufsteiger aus der Hauptstadt bleibt mit einem Zähler weniger Fünfter. Weiterer Wehrmutstropfen für 96: Didier Ya Konan verletzte sich kurz vor dem Halbzeitpfiff offenbar schwer am linken Sprunggelenk und musste ausgewechselt werden. Noch während die Partie lief, war er auf dem Weg ins Krankenhaus.

Vor der Partie hatte Klub-Chef Martin Kind sein Team unter Erfolgsdruck gesetzt und seine Forderung wiederholt: Das Erreichen der Europa League ist Pflicht, insgeheim hofft der Präsident sogar auf die Teilnahme an der weitaus lukrativeren Champions League. "Platz drei ist mutig und provokativ, aber Rang sechs ist realistisch, und den möchte ich schon gerne erreichen", sagte Kind.

Hannover war von Beginn an das engagiertere Team, konnte aus dem Übergewicht aber zunächst keinen Ertrag erzielen - zu häufig wurde der letzte Pass in die Spitze zu ungenau gespielt. Folgerichtig fiel die Führung nach einer Standardsituation, nachdem der Ball eher zufällig vor die Füße von Schulz geprallt war. Der 30 Jahre alte Routinier wuchtete den Ball von der Strafraumgrenze unhaltbar für Thomas Kraft ins Tor. Zudem hatte Artur Sobiech (31.) noch eine gute Möglichkeit für die Gastgeber.

Hertha versuchte, defensiv gut zu stehen und die Räume für die konterstarken 96er eng zu machen. Nach Ballgewinnen und schnellem Umschalten setzten die Berliner dann ihrerseits Nadelstiche in Richtung des Tores von Nationalkeeper Ron-Robert Zieler. Hajime Hosogai (19.) mit einem Fernschuss und Sami Allagui (20.) hatten gute Möglichkeiten.

In der zweiten Hälfte verflachte die ohnehin nicht hochklassige Partie dann zusehends. Einzig ein nicht geahndetes Handspiel von Johannes van den Bergh erhitzte zunächst die Gemüter. Nach dem ersten gelungen Angriff vergab dann Änis Ben-Hatira die große Chance zum Ausgleich, sein Schuss aus acht Metern prallte vom rechten Pfosten zurück ins Spielfeld (58.). Danach plätscherte die Partie wieder vor sich hin: Hannover wollte nicht mehr konsequent nach vorne spielen, der Hertha fehlten die Mittel, um 96 noch einmal in Verlegenheit zu bringen. Doch Ronny half und erzielte Herthas fünftes Jokertor in dieser Saison mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze, der mit 119 km/h im Tor des machtlosen Zieler einschlug. Kurz vor dem Ende entschärfte Kraft einen Sobiech-Kopfball mit einer Glanzparade (89.).

Bei Hannover überzeugten Christian Schulz und Szabolcs Huszti, die Berliner hatten in Nico Schulz ihren Besten.

England | 02.10.2013

Knie-Verletzung: Chelsea drei Wochen ohne Torres

Der englische Spitzenklub FC Chelsea muss rund drei Wochen ohne Fußball-Weltmeister Fernando Torres (Innenbandverletzung) auskommen.

Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/ODD ANDERSEN

London - Der englische Spitzenklub FC Chelsea muss rund drei Wochen ohne Fußball-Weltmeister Fernando Torres (29) auskommen. Der spanische Stürmer zog sich im Champions-League-Duell am Dienstag bei Steaua Bukarest (4:0) eine Verletzung am Innenband des linken Knies zu. Damit fällt der Teamkollege des deutschen Nationalspielers André Schürrle wohl auch für das Auswärtsspiel des Europa-League-Siegers in der Königsklasse bei Schalke 04 am 22. Oktober aus.

DFB-Pokal | 25.09.2013

Luhukay-Zockerei kostet Hertha das Achtelfinale

Die Rotations-Zockerei von Jos Luhukay hat Hertha BSC die Chance auf sein "Finale daheim" gekostet. Das stark veränderte Berliner Team unterlag beim 1. FC Kaiserslautern mit 1:3.

Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/ODD ANDERSEN

Kaiserslautern - Die Rotations-Zockerei von Trainer Jos Luhukay hat Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC die Chance auf sein "Finale daheim" gekostet. Das im Vergleich zum jüngsten Ligaspiel beim SC Freiburg (1:1) auf neun Positionen veränderte Berliner Team unterlag in der 2. Runde des DFB-Pokals trotz einer Führung mit 1:3 (1:0) beim Zweitliga-Elften 1. FC Kaiserslautern.

Mohamadou Idrissou (52.), Karim Matmour (63.) und Olivier Occéan (83.) trafen für die Roten Teufel, die sich somit beim erfolgreichen Heimdebüt ihres neuen Trainers Kosta Runjaic für das 1:3 vor zwei Jahren im Achtelfinale in Berlin revanchierten. Daran änderte auch die Hertha-Führung durch Peter Niemeyer (25.) nichts.

Die 24.291 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion sahen zu Beginn starke Gastgeber, die durch einen Freistoß von Außenverteidiger Chris Löwe die erste gute Chance hatten (3.). Die Pfälzer, die ohne Albert Bunjaku, Florian Riedel und Christopher Drazan auskommen mussten, drängten auch im Anschluss auf die Führung, allerdings mangelte es an der nötigen Durchschlagskraft in der Offensive.

Die Berliner, bei denen Alexander Baumjohann, Marcel Ndjeng und John Anthony Brooks verletzungsbedingt fehlten, musste sich erst einmal orden. Schließlich hatte Luhukay unter anderem Ronny und Ramos auf die Ersatzbank gesetzt sowie zahlreiche weitere Stammspieler gleich ganz zu Hause gelassen.

Nach rund einer Viertelstunde kam die Hertha besser ins Spiel, Torchancen konnten sich die Berliner zunächst aber nicht erarbeiten. Viele Möglichkeiten brauchten die Gäste allerdings auch nicht. Die erste Gelegenheit nutzte Niemeyer gleich zur Führung. Bei dem Treffer sah die komplette Abwehr der Lauterer schlecht aus.

Im Anschluss übernahm der Hauptstadt-Klub immer mehr das Kommando, der FCK war durch den Rückstand spürbar verunsichert. Die Berliner kontollierten ohne große Anstrengung das Geschehen. Sami Allagui hätte in der 35. Minute den Vorsprung ausbauen müssen. Erst in den letzten Minuten wurden die Lauterer wieder stärker, Matmour vergab die Chance zum Ausgleich (39.).

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber mit viel Elan aus der Kabine. Die Belohnung für die Leistungssteigerung ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer Ecke traf der zuletzt in der Liga gesperrte Kameruner Idrissou per Kopf. Der Ausgleich befügelte den FCK zusätzlich, Hertha bekam immer größere Probleme.

Wie groß die Berliner Schwierigkeiten in der Defensive waren, zeigte sich beim Treffer Matmours. Dem Tor des Algeriers ging ein ein kollektiver Aussetzer der Hertha-Abwehr voraus. Kurz nach der FCK-Führung hätten die Berliner fast wieder gekontert, Lauterns Torwart Tobias Sippel parierte aber den Schuss von Ben Sahar (67.).

Beste Spieler bei den Berlinern waren Niemeyer und Allagui. Beim FCK konnten vor allem Idrissou und Außenverteidiger Florian Dick überzeugen.

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