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Spanien | 22.07.2013

"Barca" in München mit Roura auf der Bank

Unabhängig von der Einigung mit einem neuen Trainer wird Jordi Roura beim spanischen Meister FC Barcelona im Duell um den Uli-Hoeneß-Cup am Mittwoch in München auf der Bank sitzen.

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Barcelona - Unabhängig von der Einigung mit einem neuen Trainer wird Jordi Roura beim spanischen Fußball-Meister FC Barcelona im Duell um den Uli-Hoeneß-Cup am Mittwoch (18.30 Uhr/ZDF) bei Triple-Gewinner Bayern München auf der Bank sitzen. Spanische Medien berichteten am Montag, dass der Argentinier Gerardo Martino der neue Trainer werde und einen Dreijahresvertrag erhalte. Der 50-Jährige werde am Mittwoch in Barcelona erwartet und soll am Donnerstag das Training aufnehmen.

Roura, der nicht zu den Kandidaten für die Nachfolge des in der Vorwoche wegen seiner Krebserkrankung zurückgetretenen Barca-Chefcoaches Tito Vilanova zählt, hatte die Katalanen bereits in der vergangenen Saison interimsweise betreut. Während Vilanovas Krebsbehandlung trug der 45 Jahre alte Ex-Profi von Mitte Dezember bis Anfang April die sportliche Verantwortung für das Starensemble.

Schon unter Münchens neuem und Barcelonas früherem Cheftrainer Pep Guardiola gehörte Roura dem Betreuer-Stab des Nobelklubs an. Von 2009 bis 2012 war die Gegner-Analyse seine Hauptaufgabe, ehe Roura vor der abgelaufenen Spielzeit von Guardiolas Nachfolger Vilanova zum Co-Trainer befördert wurde.

England | 22.07.2013

ManUnited für Fàbregas zu Rekordtransfer bereit

Der spanische Welt- und Europameister Cesc Fàbregas bleibt für den englischen Rekordmeister Manchester United auch nach einem Korb im ersten Anlauf das Objekt der Begierde.

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Tokio - Der spanische Welt- und Europameister Cesc Fàbregas bleibt für den englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United auch nach einem Korb im ersten Anlauf das Objekt der Begierde. "Wir haben dem FC Barcelona ein zweites Angebot gemacht, und wir sind noch in Kontakt mit ihnen", sagte Manchesters neuer Teammanager David Moyes am Montag auf der Japan-Reise der Red Devils zum Stand der Bemühungen um den 26 Jahre alten Mittelfeldstar des spanischen Champions.

Angeblich soll Manchesters neue Offerte jenseits der Grenze von umgerechnet rund 35 Millionen Euro liegen. Moyes soll außerdem bereit sein, für Fàbregas auch über die fünf Jahre alte United-Rekordablöse von 38 Millionen Euro für den früheren Leverkusener Dimitar Berbatow hinauszugehen. "Natürlich gibt es eine Schmerzgrenze, aber da sind wir noch nicht. Wenn man einen Spieler wirklich will, sucht man nach jeder Möglichkeit, diesen Wunsch zu erfüllen", sagte Moyes.

Barcelona hatte in der vergangenen Woche Manchesters Eröffnungsgebot für Fàbregas von rund 29 Millionen Euro als unzureichend abgelehnt. Old Trafford wäre die zweite Station des Offensivspielers im Fußball-Mutterland, nachdem Fàbregas schon von 2003 bis 2011 beim FC Arsenal unter Vertrag gestanden hatte.

Spanien | 16.07.2013

Barcelona: Vilanova kritisiert Vorgänger Guardiola

Das Verhältnis von Pep Guardiola zu seinem Ex-Klub FC Barcelona ist weiterhin stark belastet. Am Dienstag wurde Bayerns Cheftrainer ausgerechnet von seinem Nachfolger attackiert.

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Barcelona - Das Verhältnis von Bayern Münchens Cheftrainer Pep Guardiola zu seinem Ex-Klub FC Barcelona ist weiterhin stark belastet. Am Dienstag wurde Guardiola ausgerechnet von seinem Nachfolger bei Barca, Tito Vilanova, attackiert. In der Zeitung Marca beschwerte sich der Coach, dass ihn Guardiola während seiner Krebserkrankung nicht in New York besucht habe.

"Ich war allein, ich musste eine schwere Zeit überstehen und hätte Hilfe gebraucht", wurde Vilanova zitiert. Angeblich soll ihn Guardiola, der nach seinem Abschied bei den Katalanen ein Sabbatjahr in New York eingelegt hatte, gemieden haben. Das wird allerdings vom Bayern-Trainer vehement bestritten.

Zuletzt hatte Guardiola selbst auf Missstände im Verhältnis zu seinem langjährigen Arbeitgeber Barca hingewiesen. "Im vergangenen Jahr sind zuviele Dinge passiert, die Grenzen überschritten haben", hatte der 42 Jahre alte Spanier während des Trainingslagers in Trentino in Richtung Barca erklärt. Er sei bei seiner Auszeit in New York 6000 Kilometer weg gewesen, "ich hatte die Vereinsspitze gebeten, mich in Ruhe zu lassen. Doch das haben sie nicht getan", wetterte Guardiola.

Barcelona habe vor allem versucht, die Krebserkrankung von Vilanova zu nutzen, "um mir zu schaden, das werde ich nie vergessen. Denn ich habe Tito in New York gesehen". Und nun solle er sich rechtfertigen? "Das ist wirklich, wirklich geschmacklos. Dafür gibt es keine Worte", sagte ein aufgebrachter Guardiola. Deshalb solle man ihn "in Ruhe lassen. Sie sollen sich um ihre Dinge kümmern. Und mich machen und genießen lassen."

Brisanterweise kommt es am 24. Juli beim Uli-Hoeneß-Cup in München zu einem Wiedersehen zwischen Guardiola und seinem Ex-Klub. Da könne man sich "umarmen, ich wünsche Barcelona eine gute Zukunft. Aber es gibt Sachen, die ich niemals vergessen werde. Niemals." Am vergangenen Sonntag war der Transfer von Thiago Alcántara (22) für 25 Millionen Euro von Barca zum FC Bayern endgültig perfekt gemacht worden. Der spanische U21-Europameister ist der ausdrückliche Wunschspieler Guardiolas.

Confed-Cup | 01.07.2013

Goldener Ball: Neymar bester Confed-Cup-Spieler

Neymar war der beste Spieler beim Confed Cup. Der 21-jährige von Turniersieger Brasilien erhielt nach dem Finale, bei dem er sein viertes Turniertor erzielte, den "Goldenen Ball".

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Rio de Janeiro - Neymar war der beste Spieler beim Confed Cup. Der 21 Jahre alte Angreifer von Turniersieger Brasilien erhielt nach dem 3:0-Finalsieg in Rio de Janeiro gegen Weltmeister Spanien, bei dem er sein viertes Turniertor erzielte, den "Goldenen Ball".

Neymar, für den es das Abschiedsspiel aus Brasilien vor seinem Wechsel zum FC Barcelona war, setzte sich bei einer Wahl der bei der "Mini-WM" akkreditierten Journalisten vor dem Spanier Andrés Iniesta und seinem Teamkollegen Paulinho durch. Letzter Sieger war 2009 mit Kaká ebenfalls ein Brasilianer.

Auch der "Goldene Handschuh" ging an einen Spieler der Seleção: Die "Technische Studiengruppe" des Fußball-Weltverbandes FIFA ernannte Júlio César zum besten Torhüter des Turniers. Spanien erhielt den Fair-Play-Preis, obwohl Abwehrspieler Gerard Piqué im Finale die einzige Rote Karte des Turniers gesehen hatte.

Confed-Cup | 30.06.2013

Demonstranten stürmen neues CBF-Domizil

Eine Gruppe von rund 30 Demonstranten hat vor dem Finale des Confed Cups zwischen Brasilien und Spanien versucht, ein Gebäude des brasilianischen Fußballverbandes zu stürmen.

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Rio de Janeiro - Eine Gruppe von rund 30 Demonstranten hat wenige Stunden vor dem Finale des Confed Cups zwischen Brasilien und Spanien versucht, ein Gebäude des brasilianischen Fußballverbandes CBF zu stürmen. Die Mitglieder der Frente Nacional de Torcedores (Nationale Fanfront) wurden jedoch von Polizisten davon abgehalten, ins Innere des Bürohauses vorzudringen.

Bei dem Gebäude handelt es sich um den neuen CBF-Sitz, der in Kürze bezogen werden soll. Auf Plakaten forderten die Demonstranten "Marin raus" und "FIFA raus". CBF-Boss José Maria Marin wird vorgeworfen, das neue Stammhaus des brasilianischen Fußballs mit umgerechnet rund 25 Millionen Euro weit über Marktwert erstanden zu haben.

"Das ist ein überteuert gekauftes Gebäude. Er ist nicht der Herr des Fußballs. Der Fußball gehört dem Volk", sagte João Hermínio Marques, Führer der Fanfront, der herbeigeeilten Presse. Anschließend machte sich die Gruppe Richtung Maracanã-Stadion auf, wo am Nachmittag (00.00 Uhr MESZ) weitere Proteste erwartet wurden.

Confed-Cup | 30.06.2013

Del Bosque: Finale wird "Fußball-Fiesta"

Gegen Brasilien, und dann auch noch im "Tempel" Maracanã: Das Traumfinale beim Confed Cup lässt auch das Herz des spanischen Nationaltrainers Vicente del Bosque höher schlagen.

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Rio de Janeiro - Gegen Fußball-Rekordweltmeister Brasilien, und dann auch noch im "Tempel" Maracanã: Das Traumfinale beim Confed Cup lässt auch das Herz des mitunter so distanziert wirkenden spanischen Nationaltrainers Vicente del Bosque höher schlagen. "Das wird eine Fußball-Fiesta", sagte der 62-Jährige über das Endspiel am Sonntag (24.00 Uhr/ZDF) in Rio de Janeiro: "Für alle von uns wird es etwas Wunderschönes. Fußball ist meine Leidenschaft und mein Laster. Ich muss zugeben, ich genieße diesen Moment - auch wenn ich das nicht unbedingt offen zeige."

Seine Verschlossenheit kehrte bei der Frage nach der Aufstellung zurück. Die Spanier Sergio Ramos, Piqué, Cesc Fàbregas und Roberto Soldado hatten zuletzt kleinere Wehwechen, doch del Bosque wollte nicht verraten, ob einer von ihnen ausfällt. "Es ist doch gar nicht so wichtig zu wissen, wer spielt, die Aufstellung wird ähnlich sein wie die, die wir zuletzt gegen Italien hatten", sagte er. Laut del Bosque kommt das Duell mit Brasilien für seine Mannschaft trotz der harten Prüfung im Halbfinale gegen die Azzurri zum "richtigen Zeitpunkt. Wir sind gut drauf und müssen nicht nervös sein."

Das sehen seine Spieler ähnlich. "Spanien wird das Spiel dominieren. Wir haben große Chancen, diesen Titel zu gewinnen", sagte Mittelfeldspieler Xavi. Der Profi des FC Barcelona dachte sogar noch einen Schritt weiter, an die WM im nächsten Jahr. "Dann würden wir gerne eine neue Ära des Erfolgs begründen. Wir haben viel Talent und eine großartige Generation in der Hinterhand, die darauf wartet, unseren Weg weiterzugehen."

Kapitän Iker Casillas warnte unterdessen vor einer Fixierung auf Brasiliens Jungstar Neymar. "Es wäre falsch, sich auf Neymar zu konzentrieren, sie haben viele andere, die Fußball spielen können und in Europa bereits gezeigt haben, was sie drauf haben. Sie alle sind gefährlich. Sie haben gegen Italien vier Tore erzielt und wir hatten gegen Italien Probleme, zu treffen", sagte er.

Spanien | 28.06.2013

Neymar gibt Barca-Debüt wohl gegen FC Santos

Der brasilianische Star Neymar (21) wird sein Debüt beim spanischen Fußball-Meister FC Barcelona wohl gegen Ex-Klub FC Santos geben.

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Barcelona - Der brasilianische Star Neymar (21) wird sein Debüt beim spanischen Fußball-Meister FC Barcelona wohl gegen Ex-Klub FC Santos geben. Die Katalanen teilten am Freitag mit, dass der FC Santos zu einem Freundschaftsspiel am 2. August im Camp Nou antreten werde.

Neymar trifft mit der Seleção bereits am Sonntag (24.00 Uhr MESZ/ZDF) im Confed-Cup-Finale gegen Spanien auf einige seiner neuen Mannschaftskollegen. Seine Ankunft in Barcelona wird nicht vor dem 29. Juli erwartet.

Der Angreifer war für ein 57 Millionen Euro umfassendes Transferpaket zu Barca gewechselt. Zur Vereinbarung zählt neben der Begegnung in Barcelona ein weiteres Freundschaftsspiel, das zu einem späteren Zeitpunkt in Brasilien stattfinden soll.

Confed-Cup | 20.06.2013

Gnadenlose Spanier feiern Rekordsieg gegen Tahiti

Spaniens gnadenlose "Rote Furie" hat mit Fußball-Zwerg Tahiti kurzen Prozess gemacht und bezwang den Ozeanien-Champion im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiromit 10:0 (4:0).

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Rio de Janeiro - Spaniens gnadenlose "Rote Furie" hat mit Fußball-Zwerg Tahiti kurzen Prozess gemacht und steht nach einem Rekordsieg beim Confed Cup in Brasilien fast sicher im Halbfinale. Die "B-Elf" des Welt- und Europameisters bezwang den bedauernswerten Ozeanien-Champion im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro mit 10:0 (4:0) und übertraf damit das 8:2 von Brasilien gegen Saudi-Arabien bei der "Mini-WM" vor 14 Jahren. Für Spanien war es der zweite Erfolg im zweiten Spiel am Zuckerhut. Es war zugleich der deutlichste Triumph bei einem FIFA-Turnier im Männer-Bereich. Diese Bestmarke hielt zuvor Ungarn mit dem 10:1 gegen El Salvador bei der WM 1982.

Ein Viererpack von Fernando Torres (5., 33., 57., 78.), ein Dreierpack von David Villa (39., 49., 64.) sowie Tore von David Silva (31. und 89.) und Juan Mata (66.) entschieden die einseitige Partie. Torres schoss einen Handelfmeter (78.) an die Latte und vergab damit die Chance auf den ersten Fünferpack bei der "Mini-WM".

In der gegenüber dem 2:1 zum Auftakt gegen Uruguay auf zehn (!) Positionen veränderten Startelf der "Furia Roja" stand diesmal auch Bayern-Profi Javi Martínez.

Am Abend (Ortszeit) traf in Salvador Spaniens letzter Gegner Nigeria auf Uruguay. Nur ein Sieg des Südamerikameisters konnte dabei den Einzug Spaniens in die Vorschlussrunde noch verhindern. Tahiti hatte zum Auftakt 1:6 gegen Nigeria verloren und ist damit wie erwartet ausgeschieden.

Doch dem Außenseiter gehörten auch im Maracanã die Herzen der Fans. Bereits als sie das Stadion betraten und mit Erinnerungsfotos vom mythenumrankten Stadion schossen, brandete Jubel auf. Beim Warmmachen wurde Tahiti gefeiert, jeder Spielername beim Verlesen der Aufstellung ebenso beklatscht wie später jeder Ballkontakt. Die Spanier dagegen wurden meist ausgebuht, vor allem, als sie nach dem vierten Treffer versuchten zu zaubern.

Kurz vor dem Spiel machte Tahiti noch einmal Werbung in eigener Sache. Jeder Tahitianer, auch die Ersatzleute, überreichte seinem Gegenspieler ein Halskettchen und einen kleinen Wimpel. Vielleicht, um die spanischen "Fußballgöter" gnädig zu stimmen? Geholfen hat es ebensowenig wie die Fünfer-Abwehrkette. Spanien, Nummer 1 der Welt, reichte gegen den 138. eine Durchschnittsleistung zum Erfolg. Den nationalen Rekord (13:0 gegen Bulgarien 1933) verfehlten sie aber.

In der 69. Minute schrieb Tahiti seinerseits ein kleines Stück Fußball-Geschichte. Als Lorenzo Tehau eingewechselt wurde, hatten erstmals bei ein und demselben FIFA-Turnier drei Brüder gespielt. Alvin und Jonathan Tehau standen in der Startelf.

Während des Spiels versammelten sich in der Stadt Zehntausende Demonstranten, um erneut gegen Korruption und politische Missstände zu protestieren. Vor dem Stadion zeigte die Polizei starke Präsenz, die Zufahrtsstraßen waren weiträumig abgesperrt worden. Wer Zugang erhalten wollte, musste schon Hunderte Meter vom Maracanã entfernt eine Karte für das Spiel vorzeigen. Über dem Stadion kreiste immer wieder ein Polizei-Hubschrauber. Einige Fans hatten Plakate dabei. Sie demonstrierten nicht gegen Brasiliens Mannschaft, sondern gegen die Korruption im Lande, stand darauf.

Confed-Cup | 19.06.2013

Spanien gegen Tahiti ohne Casillas

Welt- und Europameister Spanien verzichtet in seinem zweiten Gruppenspiel beim Fußball-Confed-Cup am Donnerstag in Rio de Janeiro gegen Tahiti auf Torhüter Iker Casillas.

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Rio de Janeiro - Welt- und Europameister Spanien verzichtet in seinem zweiten Gruppenspiel beim Fußball-Confed-Cup am Donnerstag (21.00 Uhr/Sport1) in Rio de Janeiro gegen Tahiti auf Torhüter Iker Casillas. Der Kapitän bekomme eine Pause, sagte Coach Vicente del Bosque am Mittwoch.

Stattdessen komme Pepe Reina vom FC Liverpool oder Barcelonas Victor Valdés zum Zug. Überhaupt will del Bosque das Duell zwischen der Nummer 1 und der Nummer 138 der FIFA-Weltrangliste nutzen, um seiner zweiten Reihe Einsatzminuten zu geben, wie er ankündigte.

Tahiti darf sich derweil kaum Hoffnungen machen, dass es die Spanier im Maracanã-Stadion locker angehen lassen. "Wir wollen unsere Tugenden zeigen und gewinnen", sagte del Bosque: "Ein Sieg ist unsere Pflicht, und wenn wir noch dazu viele Tore schießen, ist es okay. Respekt dem Gegner und Publikum gegenüber heißt auch, dass wir unseren besten Fußball spielen."

Confed-Cup | 17.06.2013

Top-Favorit Spanien zeigt seine Klasse

Top-Favorit Spanien hat im ersten Auftritt beim Confed Cup in Brasilien seine Klasse gezeigt und mit einem 2:1 (2:0) gegen Uruguay die eigenen Titel-Ambitionen unterstrichen.

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Rio de Janeiro -

Top-Favorit Spanien hat gleich bei seinem ersten Auftritt beim Confed Cup in Brasilien seine Klasse gezeigt. Der Welt- und Europameister kam mit Triple-Gewinner Javi Martínez in Recife gegen Südamerikas Champion Uruguay zu einem kaum gefährdeten 2:1 (2:0) und unterstrich seine Titel-Ambitionen.

Die Stürmer Pedro (20.) und Roberto Soldado (32.) brachten die "Rote Furie" mit ihren Toren vor der Pause auf die Siegerstraße. Am Ende musste Spanien nach dem Freistoßtor von Luis Suárez (88.) noch ein wenig zittern, rettete den Erfolg aber souverän über die Zeit.

"Am Ende waren wir etwas müde und wollten das Ergebnis verwalten. Aber das ist normal bei diesen Temperaturen. Es sind drei wunderbare Punkte, die uns den Weg ins Halbfinale ebnen können", sagte Spaniens Nationalcoach Vicente del Bosque. Uruguays Kapitän Diego Lugano meinte mit Blick auf das WM-Qualifikationspiel am vergangenen Dienstag in Venezuela: "Wir waren noch müde. Wir haben versucht, gut zu stehen, auf Konter zu spielen. Aber das ist nicht aufgegangen - auch, weil ich Pedros Schuss abgefälscht habe."

Der erste Spieltag der "Mini-WM" wird am Montag beschlossen, wenn in Belo Horizonte Spaniens nächste Gegner in Gruppe B, Tahiti und Nigeria, aufeinandertreffen (21.00 Uhr MESZ).

Vor 41.705 Zuschauern in der für die WM 2014 neu erbauten Arena Pernambuco fehlte Martínez etwas überraschend in Spaniens Startelf, er wurde aber in der 76. Minute eingewechselt. Del Bosque hatte sich in Abwesenheit des verletzten Xabi Alonso (Real Madrid) mit Sergio Busquets vom FC Barcelona zunächst für nur einen defensiven Mittelfeldspieler entschieden. Erst, als er den "Dreier" absichern wollte, brauchte er den Bayern-Star.

Im Tor stand wie erwartet Kapitän Iker Casillas, obwohl der in Madrid zuletzt auf der Bank hatte schmoren müssen. Casillas hatte allerdings nicht allzu viel zu tun. Uruguay, das ohne Diego Forlán und mit dem 90 Millionen Euro schweren Angriff Suárez und Edinson Cavani begann, fiel eher durch übertriebene Härte auf. Dagegen hatte Gerard Piqué sogar noch vor der Pause die Chance auf das 3:0 (38.). Mit ihrem erneut beeindruckenden Passspiel zog die Selección bald auch die meisten Fans auf ihre Seite, die zunächst mehrheitlich den vermeintlichen Außenseiter unterstützt hatten.

Nach weiteren Chancen durch Andrés Iniesta (56.) und Pedro (64.) schaltete Spanien mindestens zwei Gänge zurück. Unter großem Jubel der Zuschauer wurde Forlán eingewechselt (69.), doch auch er konnte das müde Spiel des zweimaligen Weltmeisters Uruguay kaum beleben.

Im Umfeld kam es erneut zu einigen Pannen. Wie schon bei den beiden Spielen zuvor waren auch hier nicht alle Plätze im Stadion besetzt. Die Anreise gestaltete sich für viele Fans sehr schwierig. Staus verstopften die einzige zweispurige Zufahrtsstraße, die Metro war hoffnungslos überfüllt und brauchte für die rund 20 km vom Zentrum zum Stadion teilweise rund drei Stunden.

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