SID-IMAGES/AFP/GABRIEL BOUYS

Italien | 23.11.2012

AS Rom will eigenes Stadion bauen

Der italienische Fußball-Erstligist AS Rom will bis 2016 ein eigenes Stadion bauen.

Rom - Der italienische Fußball-Erstligist AS Rom will ein eigenes Stadion bauen. "Die neue Anlage soll 2016 eingeweiht werden und komplett im Besitz des Klubs sein", berichtete Christoph Winterling, deutscher Marketingdirektor der Roma nach Angaben von "Corriere dello Sport" am Freitag.

Das neue Stadion soll auf einem Gelände im Norden Roms gebaut werden, der im Besitz des Unternehmers Luca Parnasi steht. Die Stadt- und Regionsregierungen unterstützen das Vorhaben: "Die AS Roma hat ein Recht auf ein eigenes Stadion", sagte Bürgermeister Gianni Alemanno. Er betonte, dass auch der zweite Hauptstadtklub, Lazio Rom, der Verein des deutschen Nationalspieles Miroslav Klose, ein eigenes Stadion bauen dürfe.

Bisher spielen beide Vereine in dem für Fußballspiele nicht optimalen Olympiastadion. Unter Winterlings Regie will sich der AS Rom verstärkt um Internationalisierung seines Images bemühen. Der börsennotierte Klub, der mehrheitlich im Besitz eines Konsortiums nordamerikanischer Unternehmer steht, will zum Verein auf globaler Ebene aufrücken.

Italien | 13.11.2012

Schläger De Rossi für drei Spiele gesperrt

Wegen seines Ausrasters im Derby gegen Lazio ist AS Roms Mittelfeldspieler Daniele De Rossi zu einer Sperre von drei Spielen verurteilt worden.

Rom - Wegen seines Ausrasters im Derby gegen Lazio ist AS Roms Mittelfeldspieler Daniele De Rossi zu einer Sperre von drei Spielen verurteilt worden. Dieses Urteil verkündete das Sportgericht des italienischen Fußballverbandes FIGC. Der Lazio-Spieler Stefano Mauri, dem De Rossi bei einem Zweikampf mit der Faust ins Gesicht geschlagen hatte, wurde für eine Begegnung aus dem Verkehr gezogen.

Nach der Roten Karte hatte sich Schläger De Rossi bei Mauri entschuldigt. Trotzdem wurde er von Nationaltrainer Cesare Prandelli aus dem Kader für das Länderspiel gegen Frankreich am Mittwoch in Parma gestrichen. Der Fußballlehrer hatte für die Nationalmannschaft einen Ethik-Code eingeführt. Demnach verzichtet er freiwillig auf Spieler, die in der Liga wegen einer Tätlichkeit gesperrt sind.

Italien | 11.11.2012

Klose trifft bei Lazios Derbysieg

Derby-Triumph und Tor für Miroslav Klose, aber auch Platzverweise und Fan-Auschreitungen: Das Römer Derby zwischen Kloses Lazio und dem AS bot jede Menge Zündstoff.

Rom - Derby-Triumph und Tor für Miroslav Klose, aber auch Platzverweise und Fan-Auschreitungen: Das Römer Derby zwischen Kloses Lazio und dem AS bot jede Menge Zündstoff. Bereits im Vorfeld des 3:2 (2:1)-Sieges der Laziali waren zwei AS-Rom-Fans unweit des Olympiastadions von Lazio-Hooligans angegriffen worden, einer wurde durch Messerstiche verletzt. Zuvor hatten Lazio-Rowdys Molotow-Cocktails, Knallkörper und Rauchbomben gegen die Sicherheitskräfte geworfen. Drei Lazio-Hooligans, darunter zwei Minderjährige, wurden festgenommen.

Auf dem Platz schenkten sich die beiden Erzrivalen nichts. Nach der frühen Führung der Roma durch Erik Lamela (9.) drehten Antonio Candreva (35.) und Klose (43.) die Partie noch vor der Pause. Stefano Mauri (47.) erhöhte direkt nach Wiederanpfiff auf 3:1, Miralem Pjanic (86.) konnte nur noch verkürzen. Romas Nationalspieler Daniele de Rossi sah nach einer Tätlichkeit (45.) gegen Mauri die Rote Karte, Mauri selbst flog mit "Gelb-Rot" in der 85. Minute vom Platz.

Lazio bleibt durch den Dreier auf dem fünften Platz und hat mit jetzt 22 Punkten fünf Zähler Vorsprung auf den AS Rom. Vor Lazio liegt weiter der AC Florenz nach einem 3:1 (2:0)-Erfolg beim AC Mailand. Der Tabellenzweite Inter Mailand verlor bei Atalanta Bergamo mit 2:3 (0:1) und liegt mit 27 Punkten nun vier Zählern hinter Meister Juventus Turin. Der Spitzenreiter hatte am Samstag 6:1 (5:1) bei Aufsteiger Delfino Pescara gewonnen. Dritter bleibt der SSC Neapel durch ein 4:2 (0:1) beim FC Genua. Marek Hamsik (90.) und Lorenzo Insigne (90.+3) sorgten für einen Last-Minute-Sieg.

Italien | 08.11.2012

Strafen für Juve-Coach Conte und Neapel-Präsident

Das Sportgericht des italienischen Fußballverbands (FIGC) hat Trainer Antonio Conte vom Rekordmeister Juventus Turin zu einer Geldstrafe von 25.000 Euro verurteilt.

Rom - Das Sportgericht des italienischen Fußballverbands (FIGC) hat Trainer Antonio Conte vom Rekordmeister Juventus Turin zu einer Geldstrafe von 25.000 Euro verurteilt. Conte, der bis Dezember mit einer Berufssperre belegt ist, hatte dem gegen ihn ermittelnden FIGC-Chefankläger Stefano Palazzi vorgeworfen, die Spieler zu falschen Aussagen gedrängt zu haben. "Ich habe kein Vertrauen in die Sportjustiz", sagte Conte, der am 23. August ursprünglich für zehn Monate gesperrt worden war.

Der Coach soll in der Saison 2010/11 bei seinem Ex-Klub AC Siena von einer Ergebnisabsprache gewusst und diese nicht angezeigt haben. Daher war er zu jener Sperre verurteilt worden, die Anfang Oktober um vier Monate reduziert wurde. Conte bestreitet die Vorwürfe. Ersetzt wird Conte bis zum Ablauf der Sperre am 9. Dezember durch seinen Assistenztrainer Massimo Carrera.

Auch SSC-Neapel-Präsident Aurelio De Laurentiis muss eine Geldstrafe zahlen. Er hatte am 4. Juli behauptet, dass Fußball-Journalisten "große Rüpel" seien. "Sie sind nur an Geld interessiert", sagte er. Außerdem hatte Neapel unter De Laurentiis' Druck die Zeremonie am Ende des Supercups in Peking boykottiert, den die Neapolitaner gegen Juventus mit 2:4 verloren hatten. Daher muss De Laurentiis 37.000 Euro Strafe zahlen. Das Sportgericht verurteilte auch den Verein zu einer Geldbuße in Höhe von 34.000 Euro.

WM | 16.10.2012

Lahm: "Wieder zum Ursprung zurück"

Kapitän Philipp Lahm hat in der deutschen Nationalmannschaft eine verstärkte Rückbesinnung auf die Grundtugenden des Fußballs gefordert.

Berlin - Kapitän Philipp Lahm hat in der deutschen Nationalmannschaft eine verstärkte Rückbesinnung auf die Grundtugenden des Fußballs gefordert. Beim jüngsten 6:1 in Irland sei wichtig gewesen, "dass die Mannschaft sich an die Basis erinnert hat. Wir haben uns zuletzt ja auf etwas andere Dinge konzentriert. Es muss einfach wieder diese letzte Konzentration in den Kopf jedes einzelnen Spielers rein", sagte der Verteidiger von Bayern München vor dem WM-Qualifikationsspiel am Dienstagabend in Berlin gegen Schweden im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Deshalb müsse die DFB-Auswahl "jetzt mal wieder zum Ursprung zurück: kontrolliert spielen, das Zentrum schließen. In die Köpfe muss wieder rein, was wir als allererstes wollen: kompakt sein, geordnet stehen. Darum geht?s! Wir müssen nicht sofort zaubern, das kommt dann von allein - siehe Irland", führte Lahm weiter aus.

Auch Welt- und Europameister Spanien vergesse "die Grundtugenden nie", so der 28-Jährige. Deutschlands Stärke sei noch immer "das robuste Spiel", und dieses habe man vernachlässigt bei der 1:2-Niederlage gegen Italien im EM-Halbfinale. Die waren "nicht besser, aber eben cleverer".

Für die Kritik des Dortmunders Mats Hummels, der nach dem Länderspiel in Österreich einen Stellungsfehler von Lahm angeprangert hatte, zeigte der Kapitän indes wenig Verständnis. Hummels habe "eine Szene erklärt, das ist legitim. Ob man dabei Namen nennen muss, ist aber eine andere Frage."

Generell forderte Lahm einen bedachteren Umgang mit den Medien. Man lebe in "einer öffentlichen Welt, in der alles registriert wird. Da muss ich auf die Wortwahl achten und darauf, wie ich mich verhalte. Das müssen die jüngeren Spieler vielleicht noch lernen." Die Gefahr sei stets gegeben, "dass es viele Nebengeräusche gibt und dass darüber das Spiel in den Hintergrund gerät".

Einem Führungsspieler wie Bastian Schweinsteiger gesteht er aber kritische Worte durchaus zu, wie etwa dessen Anmerkung zum fehlenden Zusammenhalt bei der EM. "Wenn ein erfahrener Profi so etwas sagt, dann sollte jeder Spieler mit den Ohren schlackern und sich fragen: Hoppla, was meint er da? Hat er vielleicht recht?", erklärte Lahm erneut.

WM | 16.10.2012

Quali: Italien ohne Buffon

Der viermalige Fußball-Weltmeister Italien muss im Qualifikationsspiel zur WM 2014 gegen Dänemark am Dienstagabend auf Torhüter Gianluigi Buffon verzichten.

Mailand - Der viermalige Fußball-Weltmeister Italien muss im Qualifikationsspiel zur WM 2014 gegen Dänemark am Dienstagabend auf Torhüter Gianluigi Buffon verzichten. Der 34-Jährige laboriert noch immer an einer Adduktorenverletzung und hat den abschließenden Fitnesstest nicht bestanden. In Mailand wird ihn Morgan De Sanctis (SSC Neapel) zwischen den Pfosten vertreten.

Nationalmannschaft | 15.10.2012

Lahm: "Die Stimmung war schon mal besser"

Nach Bastian Schweinsteiger hat nun auch Kapitän Philipp Lahm fehlenden Teamgeist in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft angedeutet.

Berlin - Nach Bastian Schweinsteiger hat nun auch Kapitän Philipp Lahm fehlenden Teamgeist in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft angedeutet. "Die Stimmung war schon mal besser als bei der EURO. Aber: Wir hatten keine schlechte Stimmung", sagte der 28 Jahre alte Verteidiger von Bayern München vor dem WM-Qualifikationsspiel am Dienstag (20.45 Uhr/ARD) in Berlin gegen Schweden im kicker-Interview.

Schweinsteiger habe "als erfahrener Spieler, der jahrelang in der Nationalmannschaft seine Leistung bringt, das gute Recht, Dinge, die ihm auffallen, anzusprechen. Das gehört dazu. Vielleicht denken manche darüber nach, ob sie alles richtig gemacht und das Beste für die Mannschaft getan haben. Es geht doch darum, dass wir uns alle verbessern wollen", führte Lahm weiter aus.

Vor allem die Ersatzspieler nahm er dabei in die Pflicht. Man müsse alles der Mannschaft unterordnen, so Lahm: "Es gehört sicher dazu, dass Spieler unzufrieden sind, auch junge mit großem Talent. Aber man muss sich hintanstellen in einem Turnier. Und das kann dann ein Bastian Schweinsteiger mit Sicherheit ansprechen, weil sich dann Spieler eben hinterfragen."

Schon am Sonntag hatte sich der Bayern-Star auf die Seite seines "Vize" und Münchner Teamkollegen gestellt. Wenn dies so ein erfahrener Spieler sage, "dann müssen alle die Ohren aufmachen und sich hinterfragen. Deswegen sehe ich das alles sehr positiv."

WM | 11.10.2012

Özil widerspricht Schweinsteigers Kritik

Mesut Özil hat der Kritik seines Kollegen Bastian Schweinsteiger am Teamgeist in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft widersprochen.

Frankfurt/Main - Mesut Özil hat der Kritik seines Kollegen Bastian Schweinsteiger am Teamgeist in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft widersprochen. Schweinsteiger hatte behauptet, bei der EM hätten die Auswechselspieler bei Toren nicht so mitgejubelt wie bei Bayern München.

"Ich war ja mittendrin, habe eigentlich gespürt, dass wir eine Einheit waren. Da war jeder für den anderen da, jeder kämpfte für die Mannschaft. Bei der EM hat jeder Spieler Vollgas gegeben, auch wenn er eingewechselt wurde. Deshalb kann ich die Kritik auch nicht so verstehen", sagte Özil im Interview mit der Bild-Zeitung. Im Fachmagazin kicker sagte der 23-Jährige außerdem: "Auf dem Platz spürt man, dass wir eine Einheit sind. Ich glaube schon, dass sich jeder Spieler freut. Es ist etwas Besonderes, wenn man bei der Nationalmannschaft überhaupt dabei ist und man für die Nationalelf spielen darf." Schweinsteiger hatte auch nach einem Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff an seiner Meinung festgehalten.

Özil, Mittelfeldspieler von Real Madrid, erteilte zudem der Forderung von Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß, der Druck auf die Nationalspieler müsse erhöht werden, eine Absage. "Den haben wir genug! Wenn du deutscher Nationalspieler bist, wird von dir erwartet, dass du jedes Spiel gewinnst, am besten noch hoch. Das ist Druck", sagte Özil vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Irland in Dublin am Freitag (20.45 Uhr MESZ/ZDF).

WM | 05.10.2012

Bayerns Javi Martínez als Innenverteidiger berufen

Spaniens Fußball-Nationaltrainer Vicente del Bosque hat Javi Martínez von Bayern München als Innenverteidiger für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele nominiert.

Madrid - Spaniens Fußball-Nationaltrainer Vicente del Bosque hat Javi Martínez von Bayern München als Innenverteidiger für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele in Weißrussland und gegen Frankreich nominiert. Del Bosque reagierte damit auf die verletzungsbedingten Ausfälle von Carles Puyol (Ellbogen-Luxation) und Gerard Piqué (Fußverletzung/beide FC Barcelona). "Ich habe Javi Martínez als Innenverteidiger berufen und werde ihn dort einsetzen, wo wir ihn am dringendsten benötigen", sagte del Bosque.

Neben dem Bundesliga-Rekordtransfer stehen nur zwei weitere Innenverteidiger im Kader des amtierenden Welt- und Europameisters: Sergio Ramos und Raúl Albiol (beide Real Madrid). Für Javi Martínez ist die Rolle als Innenverteidiger nicht neu. Schon in der abgelaufenen Saison wurde der 24-Hährige, der unter Bayern-Trainer Jupp Heynckes bisher auf der "Sechs" zum Einsatz kam, bei Athletic Bilbao in der Abwehrzentrale eingesetzt.

Der Mönchengladbacher Innenverteidiger Álvaro Domínguez, im Sommer noch im erweiterten EM-Kader der Iberer, wurde indes nicht berücksichtigt. Ebenfalls nicht eingeladen wurde überraschend Juan Mata vom Champions-League-Sieger FC Chelsea.

Spanien trifft in der Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien neben Weißrussland und Frankreich auf Georgien und Finnland.

International | 02.10.2012

Weltfußballer: Ibrahimovic nicht für Messi

Lionel Messi vom FC Barcelona wäre für den schwedischen Starstürmer Zlatan Ibrahimovic (Paris St. Germain) bei der diesjährigen Wahl zum Weltfußballer nicht die richtige Wahl.

Paris - Lionel Messi vom FC Barcelona ist für den schwedischen Starstürmer Zlatan Ibrahimovic (Paris St. Germain) bei der diesjährigen Wahl zum Weltfußballer nicht die richtige Wahl. "Messi hat eine fantastische Saison gespielt, aber nicht viel gewonnen. Außerdem hat er den goldenen Ball schon dreimal errungen", sagte Ibrahimovic Eurosport, "es hängt davon ab, ob eine individuelle Leistung oder die kollektive Arbeit gewürdigt wird."

Ibrahimovic und Messi, zuletzt dreimal in Folge Weltfußballer, hatten in der Saison 2009/2010 beim FC Barcelona zusammengespielt. Für den PSG-Torjäger stehen die Messi-Teamkollegen, die Spanier Xavi und Andres Iniesta, beim Votum für den goldenen Ball höher im Kurs. Beide hätten den EM-Titel in diesem Jahr errungen, Messi lediglich den spanischen Pokal gewonnen. Ibrahimovic: "Jetzt sollte jemand anderer an der Reihe sein."

Der Weltfußballer wird am 7. Januar 2013 gekürt.

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