SID-IMAGES/AFP/FRANCISCO LEONG

EM | 17.06.2012

Oranje raus - Ronaldo schießt Portugal weiter

Portugal dank Cristiano Ronaldo obenauf: Vize-Weltmeister Niederlande muss bei der EM in Polen und der Ukraine nach einer 1:2-Niederlage gegen Portugal die Heimreise antreten.

Charkow - Oranje am Boden, Portugal dank Cristiano Ronaldo obenauf: Vize-Weltmeister Niederlande muss bei der EM in Polen und der Ukraine nach einer historisch schlechten Vorrunde die Heimreise antreten. Die Elftal verlor in Charkow nach zwei Ronaldo-Treffern mit 1:2 (1:1) und scheiterte trotz totaler Offensive kläglich bei ihrem Versuch, als erste Mannschaft in der EM-Geschichte nach zwei Niederlagen zum Auftakt doch noch ins Viertelfinale einzuziehen. Null Punkte aus drei Spielen - das gab's für Oranje noch nie.

Die Portugiesen stehen dagegen im Viertelfinale, dank der ersten beiden Turniertreffer von Ronaldo (28. und 74.), der es all seinen Kritikern zeigte. Gegner des EM-Zweiten von 2004 in der ersten K.o.-Runde ist am Donnerstag in Warschau Tschechien.

Rafael van der Vaart brachte die Niederlande zwar schon in der elften Minute mit 1:0 in Führung, doch danach was es vorbei mit der Oranje-Herrlichkeit. Ein Sieg mit zwei Toren Unterschied hätte hergemusst, gleichzeitig waren die Niederländer auf Schützenhilfe des Erzrivalen Deutschland angewiesen. Nur eins von beiden traf ein, die DFB-Elf gewann gegen Dänemark 2:1.

"Wir haben dreimal verloren, ein schlechtes Turnier gespielt und es nicht verdient, weiterzukommen. Portugal war die bessere Mannschaft", sagte Torschütze van der Vaart: "Das ist eine Schande. Jeder von uns muss jetzt in den Spiegel blicken."

Bondscoach Bert van Marwijk, dessen Zukunft nun ungewisser denn je ist, hatte schon mit der Aufstellung die Zeichen auf Offensive pur gestellt. Er brachte erstmals Bundesliga-Torschützenkönig Klaas-Jan Huntelaar von Beginn an. Ebenfalls neu in der voll auf Offensive ausgerichteten Startelf standen van der Vaart und Ron Vlaar, weichen mussten Kapitän Mark van Bommel, Jon Heitinga und Ibrahim Afellay. Portugals Trainer Paulo Bento vertraute der gleichen Elf wie beim 3:2-Sieg gegen Dänemark.

Auf dem Rasen zahlte sich die totale Offensive zunächst aus, 37.445 Zuschauer in Charkow sahen zu Beginn eine überlegene Oranje-Mannschaft, die im Mittelfeld beinahe nach Belieben kombinieren durfte. Angetrieben vom starken van der Vaart sowie Flügelstürmer Arjen Robben setzte Holland die Portugiesen unter Dauerdruck und wurde früh belohnt: Nach Vorarbeit von Robben schoss van der Vaart in seinem 99. Länderspiel aus 20 Metern unhaltbar ein.

Statt auf den zweiten Treffer zu drängen, zog sich das Oranje-Team nach der Führung überraschend zurück. Allen voran Portugals Superstar Cristiano Ronaldo schaltete einen Gang höher und riss das Spiel an sich. Pech hatte der Real-Torjäger, als er nach schöner Einzelleistung mit seinem Schuss nur den linken Außenpfosten (16.) traf. Zwei Minuten später konnte Helder Postiga einen bösen Schnitzer von Gregory van der Wiel nicht nutzen (18.), Raul Meireles traf kurz darauf das Außennetz (19.).

In der Folge übernahm Portugal immer mehr das Kommando. Während Holland mit seinem flüssigen Kombinationsspiel kein Durchkommen mehr fand, nutzte die Seleccao gekonnt den entstehenden Freiraum. So auch beim Ausgleich: Nach einem Ballverlust spielte Joao Pereira einen Traumpass durch die unsichere niederländische Viererkette auf Ronaldo, der zu seinem ersten Turniertor vollendete. Kurz darauf hätte Ronaldo mit einem Flatterball aus 35 Metern sogar beinahe das 2:1 erzielt.

Nach der Pause begannen die Niederlande erneut druckvoll, die erhoffte schnelle Führung verpassten aber sowohl der schwache Huntelaar (51.) als auch Vlaar (54.). Mit zunehmender Spieldauer schwanden dann die Hoffnungen bei der Elftal. Während Robben und Co. die Enttäuschung immer deutlicher ins Gesicht geschrieben war, lauerten die Portugiesen nur noch auf Konter.

Ein Gegenstoß wie aus dem Lehrbuch führte in der 67. Minute beinahe zum zweiten Tor der Portugiesen. Der spielfreudige Ronaldo überbrückte das gesamte Mittelfeld und bediente den mitgelaufenen Fabio Coentrao, der in Maarten Stekelenburg seinen Meister fand. Nachdem auch Nani freistehend an dem Oranje-Schlussmann gescheitert war, machte es Ronaldo höchstpersönlich: Nach einem Pass von Nani hatte der Superstar alle Zeit der Welt und vollendete überlegt zum 2:1. Van der Vaart traf in der 83. Minute mit einem Distanzschuss nur den Pfosten, ebenso Ronaldo kurz vor dem Abpfiff.

EM | 15.06.2012

Zeugen: Kroaten bewarfen Balotelli mit Bananen

Die Fußball-EM hat offenbar einen neuen Rassismusfall. Augenzeugen zufolge bewarfen kroatische Fans im Spiel gegen Italien deren dunkelhäutigen Stürmer Mario Balotelli mit Bananen.

Warschau/Posen - Die Fußball-EM hat anscheinend einen neuen Rassismusfall. Augenzeugenberichten zufolge bewarfen kroatische Fans im Spiel gegen Italien am Donnerstag in Posen den dunkelhäutigen italienischen Stürmer Mario Balotelli mit Bananen. Ein Foto der französischen Nachrichtenagentur AFP zeigt einen Ordner, der eine Banane vom Spielfeld entfernt. AFP übermittelte das Foto der Europäischen Fußball-Union (UEFA), eine Stellungnahme des Verbandes steht noch aus.

Zudem sollen vereinzelte Affenlaute zu hören gewesen sein, wenn Balotelli am Ball war. Die meisten der kroatischen Fans hatten die Italiener ausgepfiffen, während sie in Ballbesitz waren. Zudem flogen Feuerwerkskörper aus dem kroatischen Block auf das Spielfeld.

Beschwerde reichte die italienische Delegation allerdings wegen anderer Zwischenfälle ein. Demetrio Albertini, Vizepräsident des Verbandes FIGC, brachte in einem Brief an UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino sein "großes Bedauern" zum Ausdruck, dass in beiden Gruppenspielen gegen Spanien und Kroatien Pfiffe zu vernehmen gewesen seien, während die italienische Hymne abgespielt wurde.

Gegen den kroatischen Verband läuft bereits ein Disziplinarverfahren der UEFA, weil die Fans des Teams bereits während des Spiels gegen Irland Feuerwerkskörper abgebrannt hatten.

Der bislang einzige durch die UEFA offiziell bestätigte Rassismus-Fall der EURO hatte sich während eines öffentlichen Trainings der Niederländer in der vergangenen Woche in Krakau ereignet. Die dunkelhäutigen Spieler der Oranje-Auswahl mussten Affenlaute ertragen. Die UEFA reagierte mit der Forderung nach verschärften Sicherheitsvorkehrungen und harten Strafen gegen die Täter.

EM | 15.06.2012

Mandzukic vor Abschied in Wolfsburg

Mario Mandzukic vom VfL Wolfsburg steht anscheinend vor seinem Abschied. "Ich bin jetzt konzentriert auf die EM, danach werde ich sagen, was ich mache", sagte der Kroate.

Posen - Der Abschied des kroatischen Stürmerstars Mario Mandzukic vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg steht anscheinend bevor. "Ich bin jetzt konzentriert auf die EM, danach werde ich sagen, was ich mache", sagte Mandzukic. Auf die Frage, ob er vom Verhalten der Wolfsburger in den vergangenen Wochen enttäuscht sei, antwortete der 26-Jährige: "Klar, bin ich."

Obwohl Mandzukic bei den Niedersachsen noch einen Vertrag bis 2014 besitzt, hat Trainer und Manager Felix Magath in den vergangenen Wochen angedeutet, den Angreifer im Sommer verkaufen zu wollen. Mandzukic soll ein Angebot des italienischen Erstligisten AC Florenz vorliegen, auch über einen Wechsel nach Russland zu Lokomotive Moskau wird spekuliert. Dort steht in der nächsten Saison der kroatische Nationaltrainer Slaven Bilic an der Seitenlinie.

Bei der EM in Polen und der Ukraine macht Mandzukic beste Werbung für sich. Beim 1:1 gegen Italien erzielte er bereits seinen dritten Turniertreffer und führte die Torjägerliste gemeinsam mit Mario Gomez und dem Russen Alan Dsagojew an. "Ich bin Angreifer. Alle sagen, mein Job ist es, Tore zu machen", sagte Mandzukic: "Zum Glück gelingt mir das. Aber ich glaube, ich mache auch viele andere Sachen auf dem Platz."

EM | 14.06.2012

Italien muss bei EM um Viertelfinal-Einzug bangen

Italien muss bei der Europameisterschaft um den Einzug ins Viertelfinale bangen. Der viermalige Weltmeister kam in Posen gegen Kroatien nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus.

Posen (Polen) - Italien hat fast fertig: Nur ein Sieg gegen Giovanni Trapattoni kann dem Weltmeister von 2006 noch den Einzug ins EM-Viertelfinale retten. Gegen Kroatien kam die skandalgeplagte Squadra Azzurra auch in ihrem zweiten Gruppenspiel nicht über ein Unentschieden hinaus und muss nach dem 1:1 (1:0) nun unbedingt gegen "Traps" Iren gewinnen. Kroatien (4 Punkte) dagegen könnte sich nach dem 3:1 zum Auftakt gegen die "Boys in Green" im günstigsten Fall sogar eine Niederlage gegen Titelverteidiger Spanien leisten - und stünde dennoch wie vor vier Jahren in der K.o.-Runde.

Spielverderber für die Italiener, die das wohl langweiligste Spiel der EM-Endrunde 45 Minuten lang mühelos kontrollierten, war Mario Mandzukic. Der Angreifer vom VfL Wolfsburg, bereits zweifacher Torschütze beim Sieg gegen Irland, belohnte in der 72. Minute das Anrennen seiner Mannschaft. Von Ivan Strinic mustergültig bedient, schoss er aus kurzer Distanz mit voller Wucht an den Innenpfosten, von dort prallte der Ball ins Tor. Andrea Pirlo, der geniale Stratege der Azzurri schon beim WM-Triumph 2006, hatte die Italiener mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung gebracht (39.).

Italien droht damit eine Wiederholung des WM-Desasters von 2010. In Südafrika war die Squadra Azzurra ohne Sieg in der Vorrunde ausgeschieden. Dabei hatte der Europameister von 1968 gegen Kroatien, das seit der Unabhängigkeit 1991 auch im sechsten Spiel gegen den Nachbarn ohne Niederlage blieb, gut begonnen. Das Spiel vor 37.096 Zuschauern in Posen war dann aber vor allem in der ersten Halbzeit von Ereignisarmut geprägt, vom Geniestreich Pirlos mal abgesehen. Nach der Pause wollte Italien das Ergebnis verwalten, Kroatien war immerhin bemüht um den Ausgleich - und wurde belohnt.

Bei den Italienern war die Konstanz die Überraschung. Cesare Prandelli, Allenatore der Squadra Azzurra, gab tatsächlich Mario Balotelli eine erneute Chance im Sturm, obwohl der junge Exzentriker sich beim 1:1 gegen Spanien vor dem gegnerischen Tor fürchterlich blamiert hatte. Torschütze Antonio Di Natale dagegen saß auf der Bank. Immerhin hatte Balotelli aber gleich eine gefährliche Szene (3.); wenig später knallte Claudio Marchisio von der Strafraumgrenze auf das kroatische Tor, der Ball zischte haarscharf am Winkel vorbei (11.).

Auch taktisch beließ Prandelli alles beim Alten: Ein 3-5-2 mit dem Mittelfeldspieler Daniele de Rossi in der Abwehrzentrale, das bei Bedarf blitzschnell in ein 5-3-2 umgewandelt wurde. Kroatiens Trainer Slaven Bilic setzte auf ein Bundesliga-Quartett mit Mandzukic, dem Doppel-Torschützen beim 3:1 gegen Irland. Mandzukic sah jedoch lange keinen Ball: Wenn mal eine Flanke in den Strafraum kam, war sie meist zu hoch oder zu schnell.

Ansonsten passierte nicht viel. Die italienische Defensive stand halbwegs sicher, den Kreativen um Antonio Cassano, der trotz seiner schwulenfeindlichen Äußerungen spielen durfte, fehlten die Ideen. Kroatien war lange nicht allzu sehr am Mitspielen interessiert - obwohl ein Sieg schon den direkten Einzug ins Viertelfinale versprach. Rund 37.096 Zuschauer langweilten sich daher zunächst, etwa 2500 Plätze waren in der Posener Arena ohnehin leer geblieben.

Aufregend wurde es erst wieder in der 37. Minute, als Marchisio sich aus einem Zweikampf herausdrehte, alleine vor Kroatiens Torhüter Stipe Pletikosa stand, aber zweimal aus nächster Nähe scheiterte. Cassano hatte die Szene mit einem herrlichen Pass eingeleitet. Dann kam Pirlos Auftritt - der Weltmeister von 2006 zirkelte den Ball über die Mauer, Pletikosa flog vergeblich. Kroatien wehrte sich spät, aber mit Macht. Mandzukic nutzte seine erste Großchance.

EM | 13.06.2012

Nani kennt nur Bendtner, und schuld ist der Ball

Vor dem schon entscheidenden zweiten Spiel hat die Portugal den Schuldigen für ihre Torflaute gefunden: den Ball. Gegner Dänemark halten sie dagegen nicht für das größte Problem.

Lwiw - Flügelflitzer Nani verdribbelte sich schon vor dem Anpfiff. "Bendtner ist sehr stark. Und dieser andere Typ, die Nummer neun. Wie heißt der noch gleich?", antwortete Portugals Angreifer, als er nach den besten Dänen gefragt wurde. Prompt lästerte die dänische Tageszeitung Jyllands-Posten vor dem EM-Vorrundenduell am heutigen Mittwoch (18.00 Uhr/ZDF): "Ups! Nani kennt nur Bendtner."

Nanis fehlendes Wissen über den Gegner im schon entscheidenden Spiel der Portugiesen lässt tief blicken. Die Dänen, gegen die der Stürmer von Manchester United immerhin zweimal in der EM-Qualifikation spielte und zwei Tore erzielte, sehen Nani und Co. offenbar nicht als ihr größtes Problem - weder England-Legionär Nicklas Bendtner, noch die erwähnte Neun, Michael Krohn-Dehli, den Helden des sensationellen 1:0 gegen die Niederlande.

Vielmehr glauben die Portugiesen, den Schuldigen für ihre Auftaktpleite gegen die deutsche Nationalmannschaft (0:1) und die Torflaute der vergangenen Monate gefunden zu haben: den Ball. "Der wollte ja überall hin, aber nur nicht ins Tor", jammerte Nani. Und Mittelfeldspieler Miguel Veloso assistierte: "Es ist die Wahrheit. Wir haben einen Haufen Torchancen kreiert, aber der Ball wollte nicht rein." Seit dem 6:2 im Play-off am 15. November hat die Selecção in vier sieglosen Spielen nur noch ein Tor erzielt - trotz Stars wie Cristiano Ronaldo und Nani.

Zumindest Trainer Paulo Bento hat erkannt, dass es nicht nur an der fehlenden Kooperation des Spielgeräts liegt, dass den Portugiesen schon das EM-Aus droht. Er denkt darüber nach, Stürmertalent Nélson Oliveira statt des enttäuschenden Helder Postiga in die Spitze zwischen Ronaldo und Nani zu stellen. Der 20-Jährige von Benfica Lissabon, auch der "Cantona Portugals" genannt, verfügt über alle Anlagen eines Strafraumstürmers - kopfballstark, physisch stark, beidfüßig.

Für Nani steht indes fest, dass gar nicht viel geändert werden muss. "Wenn wir mit der gleichen Einstellung und Leistung wie gegen Deutschland spielen, wird es diesmal zum Sieg reichen", behauptet der 25-Jährige, von den Dänen erwarte er nicht, "dass sie aufs Ganze gehen".

Wie Portugal zu schlagen ist, wissen Bendtner und Co. allerdings genau. Drei der letzten fünf Vergleiche haben die Dänen gewonnen, mit dem 2:1 am 11. Oktober 2011 im Parken in Kopenhagen schickten sie den Vize-Europameister von 2004 in die Play-offs. "Sie sind besser geworden, seit wir das letzte Mal auf sie getroffen sind", sagt Trainer Morten Olsen, "aber auch wir können noch besser werden, ich erwarte deshalb ein sehr enges Spiel."

Mit dem überraschenden Auftaktsieg gegen Vize-Weltmeister Niederlande haben die "Wikinger" bereits Erinnerungen an den sensationellen Titelgewinn 1992 geweckt. "Mein Vater ist damals jubelnd durch den ganzen Garten gerannt. Ich hoffe, es wird wieder so ein Sommer", sagte der Stuttgarter William Kvist dem kicker.

Mit einem weiteren Sieg wären sie höchstwahrscheinlich schon für das Viertelfinale qualifiziert. "Wir wissen, wie die Portugiesen zu schlagen sind", sagt Olsen, "das ist unser Vorteil." Respekt haben Bendtner und Co. vor allem vor Superstar Cristiano Ronaldo und seinen Freistößen, auch wenn der ehemalige Weltfußballer zuletzt die Bälle meist in den Himmel jagte.

EM | 01.06.2012

Dopingkontrolle bei DFB-Auftaktgegner Portugal

Superstar Cristiano Ronaldo von Deutschlands Auftaktgegner Portugal hat sich eine Woche vor Beginn der Fußball-EM einer Dopingproben unterziehen müssen.

Lissabon - Superstar Cristiano Ronaldo von Deutschlands Auftaktgegner Portugal und neun weitere Nationalmannschafts-Kollegen haben sich eine Woche vor Beginn der Fußball-EM in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) einer Dopingproben unterziehen müssen. Offizielle der Europäischen Fußball-Union (UEFA) nahmen im Trainingslager der Portugiesen in Óbidos insgesamt Proben der Spieler, darunter auch vom ehemaligen Bremer Bundesligaprofi Hugo Almeida.

Erst vor wenigen Tage hatte die portugiesische Anti-Doping-Agentur auf Anfrage des nationalen Fußball-Verbandes FPF Dopingtests bei der Mannschaft von Trainer Paulo Bento durchgeführt. Auch im Trainingslager des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) waren die Kontrolleure innerhalb von neun Tagen dreimal unangemeldet aufgetaucht und hatten insgesamt 22 Proben entnommen.

Portugal trifft am 9. Juni in Lwiw in Gruppe B auf Deutschland. Die weiteren Gegner sind Dänemark (13. Juni) und die Niederlande (17. Juni).

EM | 29.05.2012

Ronaldo fühlt sich wohl als Außenseiter

Superstar Cristiano Ronaldo von Deutschlands Gruppengegner Portugal fühlt sich als Außenseiter bei der Fußball-EM in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) pudelwohl.

Köln - Superstar Cristiano Ronaldo von Deutschlands Gruppengegner Portugal fühlt sich als Außenseiter bei der Fußball-EM in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) pudelwohl. "Wir spielen in einer komplizierten Gruppe, in einer Todesgruppe, und unser erstes Ziel muss es sein, diese Gruppe zu überstehen. Umso besser, dass wir nicht die Favoriten sind", sagte der ehemalige Weltfußballer vom spanischen Meister Real Madrid im Interview mit dem Wettanbieter bwin.

Dass Außenseiter der Endrunde ihren Stempel aufdrücken können, hält Ronaldo für unwahrscheinlich: "Ich glaube nicht, dass es viele Überraschungen geben wird, denn Spanien ist sehr stark, und dahinter gibt es noch einige starke Gegner mehr."

Portugal ist am 9. Juni in Lwiw erster Gegner der deutschen Mannschaft. Außerdem spielen in der Gruppe B die Niederlande und Dänemark.

EM | 24.05.2012

Dänemarks EM-Kader ist komplett

Trainer Morten Olsen von Deutschlands Gruppengegner Dänemark hat seinen Kader für die Fußball-EM in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) komplettiert.

Kopenhagen - Deutschlands Gruppengegner Dänemark hat seinen Kader für die Fußball-EM in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) komplettiert. Nationaltrainer Morten Olsen berief am Donnerstag Verteidiger Jores Okore (19) vom dänischen Meister FC Nordsjaelland und Stürmer Nicklas Pedersen (24) vom niederländischen Erstligisten FC Groningen in sein Aufgebot.

Olsen hatte am 16. Mai zunächst nur 20 Spieler für die Endrunde nominiert. Am Sonntag hatte der 62-Jährige dann zunächst Torhüter Anders Lindegaard (28) vom englischen Rekordmeister Manchester United ins Boot geholt.

Ex-Europameister Dänemark trifft bei der EM neben Deutschland in Gruppe B noch auf die Hochkaräter Niederlande und Portugal. Am Samstag trifft der Champion von 1992 in Hamburg auf Rekordweltmeister Brasilien (15.30 Uhr/ZDF). - Das dänische EM-Aufgebot:

Tor: Thomas Sörensen (Stoke City), Stephan Andersen (FC Évian TG), Anders Lindegaard (Manchester United)

Abwehr: Andreas Bjelland (FC Nordsjaelland), Daniel Agger (FC Liverpool), Daniel Wass (FC Évian TG), Lars Jacobsen (FC Kopenhagen), Simon Kjaer (AS Rom), Simon Poulsen (AZ Alkmaar), Jores Okore (FC Nordsjaelland)

Mittelfeld: Christian Poulsen (FC Évian TG), William Kvist (VfB Stuttgart), Christian Eriksen (Ajax Amsterdam), Jakob Poulsen (FC Midtjylland), Lasse Schöne (NEC Nijmegen), Michael Silberbauer (Young Boys Bern), Niki Zimling (FC Brügge), Thomas Kahlenberg (FC Évian TG)

Angriff: Dennis Rommedahl (Bröndby IF), Michael Krohn-Dehli (Bröndby IF), Nicklas Bendtner (AFC Sunderland), Tobias Mikkelsen (FC Nordsjaelland), Nicklas Pedersen (FC Groningen)

EM | 24.05.2012

Ronaldo sieht DFB-Team bei EM in Favoritenrolle

Superstar Cristiano Ronaldo hat der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor dem EM-Gruppenspiel gegen Portugal die Favoritenrolle zugeschoben. "Der Druck liegt nicht bei uns."

Köln - Superstar Cristiano Ronaldo hat der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor dem EM-Gruppenspiel gegen Portugal die Favoritenrolle zugeschoben. "Der Druck liegt nicht bei uns. Den Druck haben die Deutschen oder auch Teams wie die Niederlande und natürlich Spanien. Portugal hingegen wird sein Bestes geben, aber es darf bei diesem Turnier auch Spaß haben", sagte der Offensivspieler des spanischen Meisters Real Madrid dem kicker.

Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw trifft in ihrem ersten EM-Spiel am 9. Juni in Lwiw auf Portugal. "Deutsche Teams sind immer stark, stehen sehr kompakt. Es wird zwar hart, aber nicht unmöglich", sagte Ronaldo. Respekt hat der 27-Jährige aber auch vor den weiteren Gruppengegnern Niederlande und Dänemark: "Es ist die schwierigste aller Gruppen, eine wahre Todesgruppe."

International | 23.05.2012

Nordsjaelland erstmals dänischer Meister

Der FC Nordsjaelland hat sich erstmals in der Vereinsgeschichte die dänische Fußball-Meisterschaft gesichert.

Farum - Der FC Nordsjaelland hat sich erstmals in der Vereinsgeschichte die dänische Fußball-Meisterschaft gesichert. Der Klub aus Farum hielt am letzten Spieltag der Superliga durch ein 3:0 (1:0) gegen den AC Horsens Titelverteidiger FC Kopenhagen auf Distanz. In der kommenden Saison nimmt Nordsjaelland an der Gruppenphase der Champions League teil, Kopenhagen ist in der Qualifikation für die Königsklasse möglicher Gegner von Bundesligist Borussia Mönchengladbach.

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