SID-IMAGES/AFP/FABRICE COFFRINI

UEFA | 05.12.2013

Platini schlägt Zeitstrafe statt Gelber Karten vor

UEFA-Präsident Michel Platini hat sich für die Einführung von Zeitstrafen anstelle des Zeigens der gelben Verwarnungskarte stark gemacht.

Madrid - UEFA-Präsident Michel Platini hat sich für die Einführung von Zeitstrafen anstelle des Zeigens der gelben Verwarnungskarte stark gemacht. "Ich würde gerne den Spieler, der ein Foul begangen hat, für zehn oder 15 Minuten aus dem Spiel nehmen. So wie im Rugby", sagte der 58-Jährige im Interview mit der spanischen Tageszeitung AS. Diese Vorgehensweise würde der gegnerischen Mannschaft im Spiel zugute kommen. Von einer Gelbsperre profitiere hingegen ein drittes Team.

"Man muss sehen, ob dieser Vorschlag umgesetzt werden kann. Es ist eine Idee, die noch reifen muss. Man muss schauen, ob es wirklich gut für das Spiel ist", sagte "Platoche", der Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter wollte am Donnerstag in Costa do Sauípe zum Platini-Vorschlag nichts sagen und verwies auf das bewährte System der Verwarnungen per Gelber Karten.

International | 30.11.2013

Skibbe kassiert Niederlage mit den Grasshoppers

Die Grasshopper Zürich mit ihrem deutschen Trainer Michael Skibbe haben in der ersten Schweizer Fußball-Liga einen Rückschlag hinnehmen müssen.

Zürich - Die Grasshopper Zürich mit ihrem deutschen Trainer Michael Skibbe müssen in der ersten Schweizer Fußball-Liga einen Rückschlag hinnehmen. Die Mannschaft des ehemaligen Bundesliga-Coaches kassierte eine 1:2 (0:1)-Niederlage gegen den FC Luzern und verpasste es, zumindest vorübergehend am Spitzenreiter FC Basel vorbei zu ziehen. Der Titelverteidiger, Gruppengegner von Schalke 04 in der Champions League, tritt am Sonntag bei den Young Boys Bern an.

Doping | 29.11.2013

Neuer Dopingnachweis: Bislang 266 positive Proben

266 positive Dopingproben aufgrund des neuen Langzeit-Nachweises allein im Kölner Labor sind noch nicht das Ende.

Köln - 266 positive Dopingproben aufgrund des neuen Langzeit-Nachweises allein im Kölner Labor sind noch nicht das Ende. "Wenn die seit Jahren gelagerten Proben getestet werden, kommen noch weitere dazu", erklärte Hans Geyer als Stellvertretender Chef des Kölner Labors bei einer Anti-Doping-Konferenz des Fußball-Weltverbandes FIFA in Zürich.

Für das Kölner Labor, das bei rund 16.000 Proben jährlich rund 200 positive Tests verzeichnet, darunter nur ganz wenige aus Deutschland, kamen laut Laborchef Wilhelm Schänzer noch einmal die mehr als doppelte Anzahldazu. Davon entfallen 184 Fälle auf Stanozolol, das 1988 bei Olympia in Seoul zum Eklat um den kanadischen Sprinter Ben Johnson führte, und 82 auf das frühere DDR-Mittel Oral-Turinabol. Bei Fußballern, Radsportlern und deutschen Athleten gebe es keine positiven Fälle.

In Köln wurde die Nachweismethode entwickelt, mit der man Stanozolol statt zwei mindestens vier Wochen und in einigen Fällen etliche Monate nachweisen kann. Im Moskauer Labor gelang ein über angeblich sechs Monate möglicher Nachweis für Oral-Turinabol.

Die Konferenz in Zürich unter dem Motto "Zeit für einen Wechsel" veranstaltet die FIFA zusammen mit der Welt Anti Doping Agentur (WADA) und dem Internationalen Olympischen Komittee (IOC). Einer der wichtigsten Punkte ist die Einführung eines sogenannten biologischen Passes, der als Langzeit-Nachweis für Doppel-Einnahmen gilt. Über diesen Schritt soll bei der WM 2014 in Brasilien gesprochen werden. Laut FIFA-Chefmediziner Jiri Dvorak kostet der jährliche Anti-Doping-Kampf weltweit 300 bis 400 Millionen Dollar.

WM | 28.11.2013

Medien: FIFA gewährt WM-Stadion Fristaufschub

Der Weltfußballverband FIFA gewährt dem Organisationskomitee der WM-Stadionbaustelle in São Paulo/Brasilien nach dem Unglück mit zwei Todesopfern anscheinend einen Fristaufschub.

São Paulo - Der Weltfußballverband FIFA gewährt dem Organisationskomitee der WM-Stadionbaustelle in São Paulo/Brasilien nach dem Unglück mit zwei Todesopfern anscheinend einen Fristaufschub. Die Tageszeitung Folha de São Paulo schrieb, die FIFA habe keinen Plan B und werde eine Verzögerung bei der Fertigstellung bis Ende Januar, Anfang Februar akzeptieren, weil der Vorfall unerwartet passiert sei.

Das lokale Organisationskomitee LOC sieht zudem keinen Anlass, an der rechtzeitigen Fertigstellung zu zweifeln. "Wir werden zusammenkommen, um die genauen Folgen dieses Unfalls noch einmal zu bewerten. Aber der Standort wird auf keinen Fall bei dem WM fehlen", sagte zudem Ricardo Trade, LOC-Generaldirektor, im Gespräch mit der Tageszeitung O Estado de Sao Paulo. Wann genau das Stadion nun fertiggestellt werde, sei momentan jedoch "unmöglich" anzugeben.

Bei dem Unglück waren sieben Monate vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-WM zwei Arbeiter getötet worden. Ein Kran war auf das Dach der Arena des Klub-Weltmeisters Corinthians gestürzt, der Kranführer (44) und ein Arbeiter (42) kamen dabei ums Leben. Teile des Stadions, in dem am 12. Juni 2014 Brasilien die WM im eigenen Land eröffnen soll, wurden beschädigt. Die Statik des Stadions, hieß es in Folha de São Paulo, sei durch den Unfall nicht beeinträchtigt worden. Ein Sprecher des zuständigen Bauunternehmens Odebrecht bestätigte dies dem britischen Sender BBC.

Auch eine Verlegung des Eröffnungsspiels in ein anderes Stadion soll nach Informationen der Zeitung kein Thema sein. Ein Grund dafür sei auch, dass der jährliche FIFA-Kongress in São Paulo stattfinde, und nach Einschätzung des Weltverbandes keine andere Stadt die benötigten Unterkünfte für alle 209 Nationalverbände bereitstellen könne.

Über die Ergebnisse eines Dringlichkeitstreffens zwischen dem WM-OK und der brasilianischen Baufirma Odebrecht, das im Laufe des Mittwochs stattfinden sollte, wurde bislang nichts bekannt. Das Stadion im Stadtteil Itaquera war zum Unglückszeitpunkt zu 94 Prozent fertiggestellt und sollte im Januar eingeweiht werden, nur das letzte Dachteil fehlte noch. Die Baustelle ist nun zunächst gesperrt. Der Unfall war bereits der dritte auf einer WM-Baustelle in Brasilien.

WM | 27.11.2013

"Geisterspiel"-Strafe für Ukraine bestätigt

Der Fußball-Weltverband FIFA hat die "Geisterspiel"-Strafe gegen die Ukraine bestätigt und den Einspruch abgewiesen.

Zürich - Der Fußball-Weltverband FIFA hat die "Geisterspiel"-Strafe gegen die Ukraine bestätigt und den Einspruch abgewiesen. Beim ukrainischen Heimspiel in der WM-Qualifikation Anfang September in Lwiw gegen San Marino hatten einheimische Zuschauer fremdenfeindliche Parolen gerufen und Nazi-Symbole gezeigt.

Die Ukraine muss somit das nächste Heimspiel in der Qualifikation für die WM 2018 in Russland unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestreiten. Die A-Verbandsmannschaft darf während der WM-Ausscheidung zudem keine Spiele in der Arena in Lwiw absolvieren. Der ukrainische Verband FFU wurde ferner mit einer Geldstrafe von umgerechnet 36.500 Euro (45.000 Schweizer Franken) belegt.

FIFA | 25.11.2013

FIFA-Sicherheitsdirektor sieht positive Ansätze

Ralf Mutschke (53), deutscher Sicherheitsdirektor des Fußball-Weltverbandes FIFA, sieht positive Ansätze im weltweiten Kampf gegen Spielmanipulation.

Zürich - Ralf Mutschke (53), deutscher Sicherheitsdirektor des Fußball-Weltverbandes FIFA, sieht positive Ansätze im weltweiten Kampf gegen Spielmanipulation. "Wir sehen zunehmend positive Reaktionen. Die ersten Erfolgsknospen sprießen aus der Erde. Wir werden als Ansprechpartner gesucht", sagte Mutschke laut einer FIFA-Pressemitteilung.

Inzwischen seien 145 nationale Verbände auf verschiedenen Ebenen in die Integritätsinitiative der FIFA in Zusammenarbeit mit Interpol eingebunden worden. Die Disziplinarkommission des Weltverbandes hat ihrerseits 267 Sanktionen von nationalen Verbänden im Jahr 2013 weltweit ausgedehnt. Mutschke: "Auch die qualitativen Hinweise über unsere Hotline mehren sich. Nachhaltigen Erfolg haben wir dann, wenn es zum Regelfall wird, dass Spieler und Offizielle Anwerbungsversuche der organisierten Kriminalität melden."

Irak | 25.11.2013

FIFA verordnet Irak Neuwahlen

Der Fußball-Weltverband FIFA hat nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshof CAS Neuwahlen beim irakischen Fußballverband IFA bis zum 20. Januar 2014 angeordnet.

Bagdad - Der Fußball-Weltverband FIFA hat nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshof CAS Neuwahlen beim irakischen Fußballverband IFA bis zum 20. Januar 2014 angeordnet. Das bestätigte IFA-Vizepräsident Abdulkhaliq Massud der Nachrichtenagentur AFP.

Der CAS hatte die Wahlen von 2011, aus denen der amtierende Präsident Najeh Hmoud als Sieger hervorgegangen war, unter anderem wegen Verletzungen der FIFA-Regularien für ungültig erklärt.

WM | 21.11.2013

Katar: EU-Parlament "beunruhigt" über Bedingungen

Das Europäische Parlament hat seine Besorgnis über die Arbeitsbedingungen der Gastarbeiter in Katar ausgedrückt und sowohl Behörden als auch FIFA zum Handeln aufgefordert.

Doha - Das Europäische Parlament hat seine Besorgnis über die Arbeitsbedingungen der Gastarbeiter im WM-Gastgeberland Katar ausgedrückt und sowohl Behörden als auch FIFA zum Handeln aufgefordert. Das Parlament sei "beunruhigt" und verlangte von Katar unter anderem, das "Festsetzen von vor dem Arbeitgeber geflüchteten Personen zu stoppen", hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Resolution. Vom Weltverband FIFA forderte das Parlament eine "klare und starke Botschaft in Richtung Katar", die WM 2022 sei derzeit "überschattet" von den Vorwürfen.

Die FIFA begrüßte in einer ersten Stellungnahme die Resolution. Diese gehe "mit den zwischen der FIFA und dem Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) getroffenen Vereinbarungen einher", teilte der Verband mit. Die FIFA sei zudem bereit, mit allen zuständigen Stellen und Behörden zusammenzuarbeiten, um "die Probleme zu bekämpfen und sicherzustellen, dass der Schutz der Gastarbeiter weiterhin ganz oben auf der Tagesordnung steht".

WM | 20.11.2013

FIFA verspricht Druck auf Katar

Der Weltverband FIFA hat dem IGB und dem DFB ein entschiedenes Vorgehen gegen die miserablen Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen in Katar zugesichert.

Zürich - Der Weltverband FIFA hat dem Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein entschiedenes Vorgehen gegen die miserablen Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen in Katar zugesichert. "Die FIFA will entsprechend ihrer internationalen Bedeutung und Verantwortung entschieden auf die Verantwortlichen in Katar einwirken", sagte IGB-Präsident Michael Sommer nach einem Treffen mit FIFA-Boss Joseph S. Blatter, DFB-Chef Wolfgang Niersbach und FIFA-Exekutivkomiteemitglied Theo Zwanziger am Mittwoch in Zürich.

Sommer machte gleichzeitig noch einmal klar, dass ihm Absichtserklärungen aber nicht reichen werden. "Wir Gewerkschaften bleiben bei unserer Forderung: Handeln die Verantwortlichen vor Ort nicht, müssen Konsequenzen folgen, und die WM 2022 muss Katar wieder weggenommen werden", äußerte der Funktionär, der auch dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) vorsteht: "Der Atem der internationalen Gewerkschaftsbewegung ist lang - und wir werden nicht ruhen, bis sich die Arbeitsbedingungen in Katar grundlegend verbessert haben."

Nach Ansicht Sommers wurde am Mittwoch ein erster Schritt in diese Richtung gemacht. "Im Gespräch hat die FIFA deutlich gemacht, dass sie ihre gesellschaftspolitische Verantwortung wahrnehmen und sich gemeinsam mit der Internationalen Gewerkschaftsbewegung dafür einsetzen will, dass die Situation der Wanderarbeiter in Katar nachhaltig verbessert wird", sagte der Chef des IGB, der weltweit 176 Millionen Arbeitnehmer vertritt.

WM | 19.11.2013

Professor Schürmann kritisiert Katar und die FIFA

Massive Kritik an den Arbeitsbedingungen in Katar hat der Kölner Pädagogik-Professor Volker Schürmann geübt.

Köln - Massive Kritik an den Arbeitsbedingungen in Katar hat der Kölner Pädagogik-Professor Volker Schürmann geübt. Beim 5. Abend der Sportwissenschaften an der Sporthochschule Köln nahm Schürmann mit Blick auf die Fußball-WM 2022 im Emirat am persischen Golf den Weltverband in die Pflicht: "Die FIFA ist der Veranstalter, und insofern haben sie da eine besondere Verantwortung."

Schümann warf Organisationen wie der FIFA und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) im Zusammenhang mit der Vergabe von Veranstaltungen nach China, Russland oder Katar vor: "Sie argumentieren stets, sie würden in solche Länder gehen, um kritische Öffentlichkeit herzustellen", doch am Ende passiere in dieser Hinsicht wenig. Auch deshalb, weil die Sport-Organisationen sich auf den Standpunkt zurückziehen würden: "Das ist ein freier souveräner Staat, in dessen Angelegenheiten man sich nicht einmischen darf."

Hinsichtlich der Untersuchung der Arbeitsbedingungen in Katar durch Amnesty International meinte Schürmann: "Wir sind als Bürger, als Staaten und als Institution aufgefordert, etwas zu tun. Das ist letztlich eine Frage der kontinuierlichen Öffentlichkeit." Oft entstehe allerdings der Eindruck, dass "man eher das Gefühl hat, dass es stört, wenn eine Organisation wie Amnesty die dortigen Missstände aufdeckt".

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