SID-IMAGES/AFP/FABRICE COFFRINI

FIFA | 14.05.2013

Fußball-Betrüger aus Estland und Libanon gesperrt

Wegen Spielmanipulationen hat der Fußball-Weltverband FIFA einen Libanesen lebenslang und acht Esten für jeweils ein Jahr gesperrt.

Zürich - Wegen Spielmanipulationen hat der Fußball-Weltverband FIFA einen Libanesen lebenslang und acht Esten für jeweils ein Jahr gesperrt. Die FIFA übernahm damit die Strafen der beiden zuständigen Nationalverbände. Einzelheiten der Fälle sind nicht bekannt.

Erst im vergangenen Monat hatte die FIFA mehrere Fußball-Betrüger aus dem Libanon auf Grundlage von Urteilen des nationalen Verbandes aus dem Verkehr gezogen. Ein Erstliga-Manager und ein Spieler wurden dabei lebenslang gesperrt, 22 weitere Spieler mit Sperren zwischen zwei und drei Jahren belegt.

DFB | 13.05.2013

Bundesliga-Schiedsrichter erhalten mehr Geld

Die Schiedsrichter der Fußball-Bundesliga erhalten ab der kommenden Saison deutlich mehr Geld.

Frankfurt/Main - Die Schiedsrichter der Fußball-Bundesliga erhalten ab der kommenden Saison deutlich mehr Geld. FIFA-Referees der Elite-Klasse etwa bekommen für die kommende Saison einen festen Betrag in Höhe von 60.000 Euro, bisher lag die Summe bei 40.000 Euro. Bis zur Saison 2016/2017 soll der Betrag, der unabhängig von der Anzahl der Einsätze gezahlt wird, schrittweise auf 75.000 Euro steigen. Das beschlossen der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Montag bei einem Treffen mit den Spitzen-Schiedsrichtern in Frankfurt.

"Unsere Schiedsrichter tragen eine extrem hohe Verantwortung und leisten Außergewöhnliches", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: "Es ist unsere Aufgabe und gemeinsam mit der DFL unser Anliegen, auf die gestiegenen Anforderungen im Spitzenfußball zu reagieren und den deutschen Schiedsrichtern möglichst optimale Bedingungen zu schaffen."

FIFA-Schiedsrichter und Schiedsrichter der Bundesliga mit mehr als fünf Jahren Erfahrung erhalten statt bisher 30.000 Euro in der kommenden Saison 50.000 Euro. Für alle anderen Bundesliga-Schiedsrichter ist ein fester Betrag von 40.000 Euro (bisher 20.000) vorgesehen, der sich bis zur Saison 2016/2017 auf 55.000 Euro erhöht. Durch die Anpassung erfolge eine Annäherung an die wirtschaftliche Situation der Schiedsrichter in anderen großen europäischen Ligen wie Spanien oder Italien, hieß es in einer Erklärung von DFB und DFL.

Zufrieden mit der Lösung zeigte sich auch Herbert Fandel als Vorsitzender der Schiedsrichterkommission: "Seit der Umstrukturierung der Schiedsrichterkommission vor drei Jahren haben wir die Professionalisierung des Schiedsrichterwesens kontinuierlich vorangetrieben", so Fandel: "Das Paket mit weiteren Qualifizierungsmaßnahmen sowie die Anpassung des Grundbetrags wurden in sehr vertrauensvollen Gesprächen mit dem DFB beschlossen und sind ein wichtiger Schritt auf diesem Weg."

Unverändert bleiben die Spielhonorare: Schiedsrichter der Bundesliga erhalten weiterhin pro Einsatz 3800 Euro, in der 2. Bundesliga liegt das Honorar bei 2000 Euro. Der Status der Schiedsrichter ändere sich durch die Anpassung der Grundbeträge nicht, hieß es weiter, es bestehe auch weiterhin kein festes Arbeitsverhältnis mit dem DFB.

International | 09.05.2013

Ex-Frankfurter Kweuke erhält Rekordstrafe

Der frühere Bundesliga-Stürmer Leonard Kweuke hat in Diensten des tschechischen Fußball-Erstligisten Sparta Prag für einen unrühmlichen Rekord gesorgt.

Prag - Der frühere Bundesliga-Stürmer Leonard Kweuke hat in Diensten des tschechischen Fußball-Erstligisten Sparta Prag für einen unrühmlichen Rekord gesorgt. Der kamerunische Nationalspieler wurde von der Disziplinarkommission des tschechischen Fußballverbandes FACR am Donnerstag nach einem Foul mit schweren Verletzungsfolgen für zwölf Spiele gesperrt. Damit kassierte Kweuke die härteste Strafe im Profi-Fußball seit der Unabhängigkeit Tschechiens im Jahr 1993.

Der 25-Jährige war im Halbfinal-Rückspiel des nationalen Pokals gegen Mlada Boleslav (1:2) in der 47. Minute des Feldes verwiesen worden, nachdem er seinem Gegenspieler Radek Dosoudil mit einem brutalen Foul Schien- und Wadenbein gebrochen hatte. Kweuke war in den Jahren 2009 und 2010 für Eintracht Frankfurt und Energie Cottbus im Einsatz gewesen.

UEFA | 07.05.2013

Gibraltar wehrt sich gegen spanische Angriffe

Gibraltars Chefminister Fabian Picardo wehrt sich gegen die Politisierung des Antrags des britischen Überseegebiets auf Vollmitgliedschaft in der Europäischen Fußball-Union UEFA.

Gibraltar - Gibraltars Chefminister Fabian Picardo wehrt sich gegen die Politisierung des Antrags des britischen Überseegebiets auf Vollmitgliedschaft in der Europäischen Fußball-Union UEFA. "Wir glauben, dass Politik und Sport nicht miteinander vermischt werden sollten. Daher ist es unglücklich, dass von spanischen Politikern Bemerkungen über sportliche Angelegenheiten gemacht worden sind", sagte Picardo der Nachrichtenagentur AFP.

Erst Anfang April hatte die spanische Regierung ihre Haltung gegen einen Aufstieg Gibraltars zum vollwertigen UEFA-Mitglied unterstrichen. "Die Regierung zieht offizielle Fußballspiele zwischen Spanien und Gibraltar nicht in Betracht", hieß es in einer Mitteilung. Bereits im vergangenen Jahr hatte Spaniens Sport- und Kulturminister José Ignacio Wert verkündet, alle Rechtsmittel auszuschöpfen, um Gibraltars Vollmitgliedschaft in der UEFA zu verhindern.

Das an der Südspitze der iberischen Halbinsel gelegene Gibraltar ist seit Oktober 2012 provisorisches Mitglied der UEFA. Über den Antrag des Verbandes GFA auf UEFA-Mitgliedschaft soll am 24. Mai im Rahmen des UEFA-Kongresses in London entschieden werden. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte im August festgelegt, dass die UEFA die Mitgliedschaft des britischen Überseegebietes in Betracht ziehen müsse.

Gibraltar war von Dezember 2006 bis Januar 2007 schon einmal provisorisches Mitglied der UEFA, eine Aufnahme scheiterte jedoch schon damals am Widerstand Spaniens.

Champions League | 07.05.2013

FC Bayern startet Verlosung von Final-Tickets

Bei den Fans von Bayern München begann am Dienstagmittag das Hoffen und Bangen: Der deutsche Rekordmeister startete die Verlosung der rund 25.000 zur Verfügung stehenden Tickets.

München - Bei den Fans von Bayern München begann am Dienstagmittag das Hoffen und Bangen: Der deutsche Fußball-Rekordmeister startete die Verlosung der rund 25.000 zur Verfügung stehenden Tickets für das Finale der Champions League am 25. Mai in London gegen Borussia Dortmund.

Der Ansturm auf die begehrten Karten war riesig: Dem Verein mit seinen fast 200.000 Mitgliedern und 3000 Fanklubs lagen bis Sonntag über 250.000 Bestellungen vor. Die Ziehung erfolgt unter stichprobenartiger notarieller Begleitung durch Dieter Mayer, der auch Vorsitzender des Ehrenrates des FC Bayern ist.

Finalgegner BVB hatte bis zum Ablauf der Bestellphase am Sonntagabend exakt 502.567 Ticketanfragen. Dortmund erhält für das Endspiel 24.042 Karten von der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Darüber hinaus gibt es weitere 450 Sichtbehinderten-Karten, die ebenfalls in den Verkauf gehen.

Die Tickets kosten von 72 bis 396 Euro. Bayern-Mitglieder erhalten maximal zwei Eintrittskarten, pro Fanklub gibt es acht. Nicht-Mitglieder wurden bei der Verlosung nicht berücksichtigt. "Es ist uns aufgrund der Vielzahl der Bestellungen nicht möglich, es allen recht zu machen - eine Ticketzuteilung mit strengster Kontingentierung und per Losentscheid ist der einzig gerechte Verteilmodus", teilten die Münchner mit.

FIFA | 06.05.2013

Arbeitsgruppe schlägt "Rassismus-Beobachter" vor

Die Arbeitsgruppe gegen Rassismus des Weltverbandes FIFA hat vorgeschlagen, im Stadion einen zusätzlichen Offiziellen zur Beobachtung rassistischer Vorfälle einzusetzen.

Zürich - Die Arbeitsgruppe gegen Rassismus und Diskriminierung des Weltverbandes FIFA hat auf ihrer ersten Sitzung vorgeschlagen, im Stadion einen zusätzlichen Offiziellen zur Beobachtung möglicher rassistischer Vorfälle einzusetzen. Zudem sollen Vereine bei diskrimierenden Vergehen erst mit leichten und im Wiederholungsfall mit härteren Sanktionen wie zu Beispiel Punktabzug, Wettbewerbsausschluss oder Zwangsabstieg bestraft werden.

Als weiteren Punkt setzte die Arbeitsgruppe eine stärkere Haftung der Mitgliedsverbände und Klubs für das Verhalten ihrer Spieler, Funktionäre und Fans auf ihre Agenda. Über die vorgeschlagenen Maßnahmen stimmen die FIFA-Mitglieder bei ihrem Kongress auf Mauritius (30./31. Mai) ab.

Kevin-Prince Boateng, der in der Vergangenheit Opfer rassistischer Schmähungen war und Mitglied der Arbeitsgruppe ist, ist am Mittwoch mit dem italienischen Erstligisten AC Mailand bei Delfino Pescara im Einsatz und fehlte daher bei der Eröffnungssitzung.

DFL | 03.05.2013

Rettig: DFL begrüßt Einführung von Blutkontrollen

Im deutschen Profi-Fußball werden im Kampf gegen Doping möglicherweise noch in diesem Jahr erstmals Bluttests durchgeführt.

Frankfurt/Main - Im deutschen Profi-Fußball werden im Kampf gegen Doping möglicherweise noch in diesem Jahr erstmals Bluttests durchgeführt. "Der Profi-Fußball begrüßt grundsätzlich die Einführung von Blutkontrollen und setzt sich damit intensiv auseinander. Das Thema ist bereits mit den Managern der Klubs und im Ligavorstand besprochen worden", sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig auf SID-Anfrage. Die Gesamtzahl der Tests und damit der Aufwand solle konstant bleiben. Rettig: "Gleichzeitig wäre aber durch den stellenweisen Einsatz von Blut- anstelle von Urintests eine verbesserte Kontrolle möglich."

Die Süddeutsche Zeitung hatte in ihrer Freitagausgabe von der Möglichkeit der Einführung von Bluttests noch in diesem Jahr berichtet. "Die NADA wird nach meiner Einschätzung im Jahr 2013 in den meisten Mannschaftssportverbänden mit der Einführung von Blutkontrollen beginnen", sagte DFB-Vize-Präsident Rainer Koch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission des Deutschen Fußball-Bundes der SZ. Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) hat allerdings noch keinen genauen Zeitplan fixiert.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte bereits herausgestellt, den Anteil der Bluttests an den Gesamtkontrollen auf zehn Prozent steigern zu wollen. In Italien und England gibt es Blutkontrollen im Fußball schon länger.

Folgende Vorgehensweise könnte sich abzeichnen: Mit der Vorbereitung auf die neue Saison könnte es zu Bluttests bei Spielern der ersten und zweiten Bundesliga sowie Kickern des Nationalmannschaftskaders kommen. Als eher unwahrscheinlich gilt, dass Blutkontrollen nach den Wettkampfspielen genommen werden. "Unstrittig ist, dass einzelne Dopingmittel derzeit ohne einen Bluttest nicht zu detektieren sind. Blutkontrollen im deutschen Fußball schließen daher eine Lücke, wobei Trainingskontrollen gewiss wichtiger wären als Wettkampfkontrollen", hatte DFB-Teamarzt Professor Tim Meyer erklärt.

Der Weltverband FIFA hatte im Februar mitgeteilt, vor der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien von jedem Spieler einen Blutpass erstellen zu wollen. Bereits beim Confederations Cup (15. bis 30. Juni) soll mit der biologischen Profilierung der Spieler begonnen werden. Erstmals sollen bei allen Spielern der beiden Turniere Trainings- und Wettkampfkontrollen durchgeführt werden.

Champions League | 02.05.2013

Hitzfeld: Dortmund begegnet München auf Augenhöhe

Für Bayern Münchens und Borussia Dortmunds ehemaligen Meistermacher Ottmar Hitzfeld ist das Final-Duell seiner beiden Ex-Klubs in der Champions League völlig offen.

Nürnberg - Für Bayern Münchens und Borussia Dortmunds ehemaligen Meistermacher Ottmar Hitzfeld ist das Final-Duell seiner beiden Ex-Klubs in der Champions League völlig offen. Im Endspiel am 25. Mai in London "begegnet der BVB dem FC Bayern auf Augenhöhe. Sportlich gibt es eigentlich keinen Unterschied", schrieb der Schweizer Fußball-Nationaltrainer am Donnerstag in seiner kicker-Kolumne. Hitzfeld, der 1997 Dortmund und vier Jahre später München zum Triumph in der europäischen Königsklasse führte, sieht die Bayern dennoch als leicht favorisiert an: "Aufgrund der internationalen Meriten, der Erfahrung und des Renommees des Klubs."

Generell ist für den 64-Jährigen durch Bayerns Halbfinalerfolg gegen den FC Barcelona "die Wachablösung im europäischen Vereinsfußball vollzogen". Die beiden klaren Siege der Münchner gegen Barcelona seien "ein Signal dafür. Die deutschen Mannschaften haben den spanischen den Rang abgelaufen. Die hervorragende Arbeit der Bundesliga trägt Früchte - und der deutsche Fußball erfährt einen Imagegewinn."

Hitzfeld schätzt die historisch einmalige Konstellation mit zwei Bundesliga-Klubs im Finale von Europas wichtigstem Vereinswettbewerb als "keine Momentaufnahme, sondern einen Trend" ein. Insbesondere München sagt der Schweizer Nationaltrainer eine dominierende Rolle in Europa voraus: "Die Bayern werden den Abstand zu Barcelona in den nächsten Jahren noch vergrößern. Anders als etwas der FC Chelsea oder Manchester City haben sie ihre Mannschaft nicht zusammengekauft, sondern gezielt entwickelt und verstärkt. Das ist die beste Basis für Erfolg."

Dortmund bescheinigt Hitzfeld "auf internationaler Ebene einen bemerkenswerten Lern- und Reifeprozess". Seit der 2005 abgewendeten Insolvenz vor acht Jahren hätten die Westfalen "Großartiges geleistet und ein modernes Märchen geschrieben".

Champions League | 02.05.2013

Merkel über deutsches Finale: "Ich freue mich"

Angela Merkel hat mit Freude auf das deutsche Champions-League-Endspiel reagiert. "Ich freue mich. Denn eines ist sicher: Deutschland gewinnt", schrieb die Bundeskanzlerin.

Berlin - Angela Merkel hat mit Freude auf das deutsche Champions-League-Endspiel reagiert. "Ich freue mich. Denn eines ist sicher: Deutschland gewinnt", schrieb die CDU-Vorsitzende noch am Mittwochabend über den Finaleinzug von Bayern München und Borussia Dortmund auf ihrer Facebook-Seite. Die fußballinteressierte Merkel hatte in der Vergangenheit unter anderem bei Welt- und Europameisterschaften mehrere Spiele der deutschen Nationalmannschaft besucht.

FIFA | 30.04.2013

Boateng in FIFA-Task-Force gegen Rassismus

Kevin-Prince Boateng und der amerikanische Nationalspieler Jozy Altadore sind vom Fußball-Weltverband FIFA in die neu gegründete Anti-Rassismus-Task-Force berufen worden.

Zürich - Kevin-Prince Boateng und der amerikanische Nationalspieler Jozy Altadore sind vom Fußball-Weltverband FIFA in die neu gegründete Anti-Rassismus-Task-Force berufen worden. Beide Spieler waren in der Vergangenheit Opfer rassistischer Fans, Boateng unter anderem bei einem Freundschaftsspiel mit seinem Klub AC Mailand beim italienischen Amateurverein Pro Patria, Altidore als Profi beim niederländischen Erstligisten AZ Alkmaar.

Der Task Force steht CONCACAF-Präsident Jeffrey Webb vor, weitere Mitglieder sind unter anderem Schiedsrichter Howard Webb und der Vorsitzende der Spielergewerkschaft FIFPro, Theo Van Seggellen. Das Komitee wird sich am 6. Mai zum ersten Mal treffen und im Rahmen des FIFA-Kongresses auf Mauritius Ende Mai die ersten Resultate vorstellen.

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