SID-IMAGES/AFP/ELVIS BARUKCIC

Bundesliga | 21.10.2013

Spahic gedenkt in Bosnien verunglückter Fans

Emir Spahic von Bayer Leverkusen hat am Sonntag in seiner bosnischen Heimat Abschied von drei tödlich verunglückten Fans genommen.

Leverkusen - Emir Spahic vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen hat am Sonntag in seiner bosnischen Heimat Abschied von drei Fans genommen, die auf dem Heimweg vom WM-Qualifikationsspiel zwischen Litauen und Bosnien-Herzegowina (0:1) in der vergangenen Woche bei einem Autounfall ums Leben gekommen waren. Als Kapitän legte Spahic stellvertretend für die gesamte bosnische Nationalmannschaft einen Blumenkranz bei der Gedenkfeier nieder.

Das tragische Schicksal der verunglückten Fans überschattete die erste WM-Qualifikation des kleinen Landes, das sich mit dem Erfolg in Litauen das Ticket für die Endrunde im nächsten Sommer in Brasilien gesichert hatte, und sorgte in Bosnien-Herzegowina für große Anteilnahme. Mehr als 15.000 Menschen gedachten der drei Opfer. Für Spahic war es am trainingsfreien Sonntag der Werkself eine Selbstverständlichkeit, bei der öffentlichen Trauerfeier anwesend zu sein.

WM | 15.10.2013

Ibisevic führt Bosnien zur ersten WM-Teilnahme

Bundesliga-Stürmer Vedad Ibisevic hat die Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina zu einem 1:0 (0:0) in Litauen und damit zur ersten WM-Teilnahme geführt.

Kaunas - Bundesliga-Stürmer Vedad Ibisevic hat die Fußball-Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina zur ersten WM-Teilnahme geführt. Der Stuttgarter erzielte das Siegtor zum 1:0 (0:0) in Litauen und sicherte seinem Team damit den ersten Platz in der Qualifikationsgruppe G. Der punktgleiche Ex-Europameister Griechenland muss dagegen nach dem 2:0 (1:0) gegen Liechenstein aufgrund der deutlich schlechteren Tordifferenz als Tabellenzweiter in die Play-offs für die WM 2014 in Brasilien.

Bosnien dominierte in Kaunas von Beginn an das Spiel, kam über Ibisevic und den Ex-Wolfsburger Edin Dzeko immer wieder zu hochkarätigen Torchancen. Doch der starke litauische Torhüter Giederius Arlauskas war lange nicht zu überwinden. Erst in der 68. Minute traf Ibisevic aus fünf Metern, es war sein achtes Tor in der WM-Qualifikation. Neben dem VfB-Profi spielten auch der Leverkusener Emir Spahic, der Braunschweiger Ermin Bicakcic und der Hoffenheimer Sead Salihovic von Beginn an.

In Piräus brachte Dimitrios Salpingidis den Europameister von 2004 gegen den Fußballzwerg Liechtenstein früh in Führung (7.). Danach blieben die Griechen zwar überlegen, aber wenig zwingend. Erst in der 81. Minute erhöhte Altstar Georgios Karagounis auf 2:0.

EM | 20.09.2013

Platini zu Wüsten-WM 2022: Noch nichts entschieden

Die Verbände der Europäischen Fußball-Union (UEFA) haben sich geschlossen gegen die Austragung der höchst umstrittenen Wüsten-WM 2022 in den Sommermonaten ausgesprochen.

Dubrovnik - Die Verbände der Europäischen Fußball-Union (UEFA) haben sich geschlossen gegen die Austragung der höchst umstrittenen Wüsten-WM 2022 in den Sommermonaten ausgesprochen - die große Kampfansage an FIFA-Boss Joseph S. Blatter blieb aber aus.

"Grundsätzlich", sagte UEFA-Boss Michel Platini am Freitag nach der Sitzung seines Exekutivkomitees in Dubrovnik, "haben die europäischen Verbände nichts dagegen, im Winter zu spielen. Darüber hinaus wurde nichts beschlossen. Wir sind einverstanden, aber wir haben auch gesagt, dass es schwierig wird. Es gibt kein Dossier der UEFA."

Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Mitglied im UEFA-Exko, warnte im SID-Interview vor einer vorschnellen genauen Terminierung des Turniers bei der Exekutivkomitee-Sitzung der FIFA am 3. und 4. Oktober. "Auch ich gehöre zu denjenigen, die sagen: Du kannst dort im Sommer nicht Fußball spielen. Eine Festlegung bereits im Oktober macht aber keinen Sinn", sagte er: "Wir brauchen vorher eine europäische Position, die mit allen Stakeholdern abgestimmt ist. Es bringt nichts, wenn jeder einzelne Landesverband nach Zürich fährt und seine Idee dort hinterlegt. Bei einer so wichtigen Frage müssen wir uns die nötige Zeit nehmen."

Damit ist zu erwarten, dass Blatter seinen Winter-Plan bei der Exko-Sitzung in Zürich zumindest grundsätzlich durchdrücken wird. An weitergehende Beschlüsse zum Zeitpunkt glaubt auch Platini nicht. "Im Oktober wird noch nichts entschieden", sagte er: "Das ist eine offene Diskussion mit vielen Spekulationen. Das einzige, was ich weiß, ist, dass es diese Sitzung geben wird. Was Herr Blatter da sagen wird, wissen wir nicht. Ich glaube, dass er die europäische Fußballfamilie anruft."

Der Franzose hatte zuvor aus seiner persönlichen Abneigung gegen eine Sommer-WM nie einen Hehl gemacht. Er persönlich glaube, "es wäre besser, im Winter zu spielen. Ob das möglich ist, weiß ich nicht. Herr Blatter wird versuchen, das hinzubekommen - aber vielleicht ist es ein Ding der Unmöglichkeit." Der Schweizer Blatter (77) will anscheinend eine WM im November/Dezember.

WM | 12.09.2013

Litauens Trainer Laszlo tritt zurück

Wegen des schwachen Abschneidens in der Qualifikation zur Fußball-WM 2014 hat Litauens Trainer Csaba Laszlo seinen Rücktritt beim nationalen Verband LFF eingereicht.

Vilnius - Schwaches Abschneiden in der Qualifikation zur Fußball-WM 2014 hat innerhalb von nur zwei Tagen den vierten Trainer den Job gekostet. Litauens ungarischer Trainer Csaba Laszlo reichte am Donnerstag seinen Rücktritt beim nationalen Verband LFF ein. In der Europa-Gruppe G liegen die Litauer aussichtslos auf dem vierten Tabellenplatz, sie haben nur zwei von acht Spielen gewonnen - beide gegen Liechtenstein. Laszlo wird vorerst durch den bisherigen Assistenten Igoris Pankratjevas ersetzt.

Am Mittwoch hatte Irland die Trennung von Trainer Giovanni Trapattoni verkündet. In Tschechien trat Michal Bilek zurück, in Usbekistan Mirdjalal Kasimow.

WM | 07.06.2013

Bosnien mit Bundesliga-Trio auf WM-Kurs

Mit einem Bundesliga-Trio steuert die Fußball-Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina auf WM-Kurs. Die Bosnier gewannen in Lettland souverän mit 5:0 (0:0).

Riga - Mit einem Bundesliga-Trio steuert die Fußball-Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina auf WM-Kurs. Das Team um Stürmer Vedad Ibisevic vom VfB Stuttgart, Mittelfeldstratege Sejad Salihovic (1899 Hoffenheim) und Abwehrspieler Mensur Mujdza (SC Freiburg) feierte in Lettland einen souveränen 5:0 (0:0)-Erfolg und führt in der Gruppe G mit 16 Punkten aus sechs Spielen weiter die Tabelle an. Griechenland liegt nach dem 1:0 (1:0) in Litauen weiter drei Zähler zurück.

Ibisevic steuerte in der 53. Minute sein sechstes Tor im sechsten WM-Qualifikationsspiel bei. Senad Lulic (48.), Haris Medunjanin (63.), Miralem Pjanic (80.) und der Ex-Wolfsburger Edin Djeko (82.) erzielten die weiteren Treffer in Riga. Bosnien hat damit gute Chancen, erstmals eine WM-Endrunde zu erreichen.

UEFA | 15.11.2012

Platini rechnet mit "großer Mehrheit" für EM-Pläne

UEFA-Präsident Michel Platini sieht große Chancen für sein revolutionäres Vorhaben, die Endrunde der EM 2020 in 13 über den gesamten Kontinent verteilten Spielstätten auszutragen.

Köln - UEFA-Präsident Michel Platini sieht große Chancen für sein revolutionäres Vorhaben, die Endrunde der Fußball-EM 2020 in 13 über den gesamten Kontinent verteilten Spielstätten auszutragen. "Mein Gefühl sagt mir, dass es eine große Mehrheit für diesen Plan gibt. Aber wir können noch nicht in die Details gehen, ehe das Exko entschieden hat", sagte Platini der Bild-Zeitung (Freitagausgabe).

Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union tritt am 6. Dezember zusammen. "Stimmt die Mehrheit zu, kann es schnell eine Entscheidung geben. Mit DFB-Boss Wolfgang Niersbach und weiteren Präsidenten habe ich schon über diese schöne Idee gesprochen", sagte Platini.

Niersbach bestätigtete am Donnerstagabend auf einer Podiumsdiskussion in Passau die Aussagen Platinis. "Der Trend ist klar. Es kann sein, dass das Modell schon im kommenden Dezember beschlossen wird", sagte der DFB-Präsident und hob hervor: "Das soll kein Modell für die Ewigkeit sein." Offizieller Anlass soll das 60-jährige EM-Bestehen in dem betreffenden Jahr sein. Platini hatte seinen Plan aber auch stets damit begründet, dass die Austragung einer EM in Zeiten der Finanzkrise für nur ein Land immer schwerer zu realisieren ist.

Nach derzeitigem Stand könnten mindestens drei der Spiele in Deutschland ausgetragen werden. Sollte sich die deutsche Nationalmannschaft qualifizieren, soll sie ihre Gruppenspiele in Berlin austragen. "Die Finalwoche soll in einer Stadt stattfinden, die UEFA denkt da an Istanbul", sagte Niersbach. Die Türkei hatte Interesse angemeldet, die EM 2020 im gewohnten Modus auszurichten.

Niersbach hob die Einmaligkeit des Vorhabens hervor und betonte, er sei "ein Anhänger des alten Modells". Er verwies auf die Probleme für die Fans, die eine Ausrichtung des Turniers auf dem kompletten Kontinent mit sich bringen würde.

Derweil lehnt Platini die Wiedereinführung von Stehplatz-Bereichen in europäischen Wettbewerben kategorisch ab: "Ich werde als UEFA-Präsident nie mehr Stehplätze in den Stadien akzeptieren. Dafür habe ich im Fußball zu viele Stadion-Katastrophen erlebt. Wir haben dafür gekämpft, dass die Zäune hinter den Toren wegkommen. Aber Stehplätze wird es unter meiner Führung nicht mehr geben."

Platini hatte im Endspiel des Landesmeister-Pokals 1985 in Brüssel, das als Heysel-Katastrophe mit 39 Toten in die Geschichte einging, das 1:0-Siegtor für Juventus Turin gegen den FC Liverpool erzielt.

Der UEFA-Präsident schloss zudem auch die Einführung der Torlinien-Technologie erneut aus: "Ich war immer gegen den Einsatz von Technik im Fußball. Deshalb wird es in den europäischen Wettbewerben keine Torlinien-Technologie geben. Auch aus finanziellen Gründen: Wenn ich die Technik in der Champions League und Europa League einführe, kostet mich das jetzt 32 Millionen Euro für 78 Stadien. In fünf Jahren kostet es dann 54 Millionen."

Auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte sich am Mittwoch gegen die Pläne von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter gestellt und eine Einführung der Torlinientechnik zur Saison 2013/14 ausgeschlossen.

Italien | 07.07.2012

Buffon übernimmt Viertligisten komplett

Gianluigi Buffon, Kapitän der italienischen Fußball-Nationalmannschaft, ist zum einzigen Aktionär des italienischen Viertligisten Carrarese Calcio aufgerückt.

Turin - Gianluigi Buffon, Kapitän der italienischen Fußball-Nationalmannschaft, ist zum einzigen Aktionär des italienischen Viertligisten Carrarese Calcio aufgerückt.

Der 34 Jahre alte Torhüter von Meister Juventus Turin hatte den Klub seiner toskanischen Geburtsstadt Carrara vor zwei Jahren mit Cristiano Lucarelli und anderen Aktionären vor der Pleite gerettet und ihn in die vierte Liga geführt. Buffon hofft, finanzstarke Unternehmer für sein Projekt gewinnen zu können. Sein Ziel sei, mit dem Klub junge italienische Talente zu fördern, sagte Buffon auf seiner Facebook-Seite.

Facebook, Twitter und Google+

Freund von 11FREUNDE werden