SID-IMAGES/AFP/DANIEL MIHAILESCU

Champions League | 30.08.2012

Vogel: Auch Europa League für Basel "ein Privileg"

Das Aus für den Schweizer Double-Gewinner FC Basel in der Champions-League-Qualifikation hat der deutsche Trainer Heiko Vogel mit Gelassenheit kommentiert.

Cluj - Von Katzenjammer keine Spur: Das Aus für den Schweizer Double-Gewinner FC Basel in der Champions-League-Qualifikation hat der deutsche Trainer Heiko Vogel mit Gelassenheit kommentiert. "Man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen", sagte der Nachfolger des Bundesliga-Coaches Thorsten Fink vom Hamburger SV nach der 0:1 (0:1)-Pleite beim rumänischen Vertreter CFR Cluj (Hinspiel: 1:2): "Natürlich bin ich sehr enttäuscht. Ich freue mich aber auch sehr auf die Europa League. Dieser Wettbewerb ist absolut nicht einfach Trostpflaster für uns. Auch da können wir uns wieder gegen erlesene Mannschaften international präsentieren - und das ist ein Privileg."

Basel hatte in der vergangenen Champions-League-Saison überraschend das Achtelfinale erreicht und dabei in der Vorrunde auch Mitfavorit Manchester United ausgeschaltet. In der Runde der besten 16 allerdings scheiterten die Eidgenossen am deutschen Rekordmeister Bayern München.

In Cluj war der frühere Bundesliga-Profi Alexander Frei die tragische Figur der Gäste: Zwei Minuten vor der Pause scheiterte der ehemalige Dortmunder beim Stand von 0:1 mit einem Strafstoß und vergab damit die große Chance auf eine Wende des Spiels.

Für Vogel war Clujs Einzug in die Gruppenphase der Champions League auch deswegen nur folgerichtig: "Wer zwei Spiele in den Play-offs gewinnt, steht verdient in der Champions League. Wir haben es leider erneut nicht geschafft, den Gegner in Verlegenheit zu bringen. Dies lag zum einen am Geschick von Cluj, zum anderen an unserem Ungeschick. Insgesamt ist meine Mannschaft zu wenig in den Abschluss gegangen und hat so verpasst, das Glück zu erzwingen."

International | 06.08.2012

Bulgarischer Verband suspendiert drei Referees

Der bulgarische Fußball-Verband BFU hat knapp eine Woche vor dem Saisonstart drei Schiedsrichter aus dem Verkehr gezogen.

Sofia - Der bulgarische Fußball-Verband BFU hat knapp eine Woche vor dem Saisonstart drei Schiedsrichter aus dem Verkehr gezogen. Grund für die Suspendierung seien laut Medienberichten schwache Leistungen gewesen. Demnach wurden Krassimir Popow, Dimitar Manolow und Iwan Michajlow für unbestimmte Zeit von der Liste der Referees in der bulgarischen Fußball-Liga gestrichen.

Das bestätigte Nikolaj Dschuganski, der vergangene Woche zum Chef der Schiedsrichter-Kommission ernannt wurde, in lokalen Medien. "Es gibt mehrere Gründe, unter anderem schlechte Schiedsrichterleistungen und der Mangel an angemessenen Spielberichten", wurde Dschuganski weiter zitiert.

International | 10.07.2012

Fornalik tritt Nachfolge von Smuda in Polen an

Waldemar Fornalik tritt die Nachfolge von Franciszek Smuda als polnischer Fußball-Nationaltrainer an. Das teilte Verbandspräsident Grzegorz Lato nach einer Sitzung am Dienstag mit.

Warschau - Waldemar Fornalik tritt die Nachfolge von Franciszek Smuda als polnischer Fußball-Nationaltrainer an. Das teilte Verbandspräsident Grzegorz Lato nach einer Sitzung am Dienstag mit. "Es war eine lange Diskussion und keine einstimmige Entscheidung. Es gab aber eine deutliche Mehrheit", sagte der WM-Torschützenkönig von 1974.

Fornalik hatte in der vergangenen Saison Ruch Chorzow überraschend zur polnischen Vize-Meisterschaft geführt. Smudas Vertrag war nach dem enttäuschenden EM-Vorrundenaus im eigenen Land nicht verlängert worden. Als Nachfolger für Smuda hatte Lato auch den ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts ins Gespräch gebracht. Fornalik setzte sich bei der Abstimmung gegen zwei weitere Kandidaten durch und wird das Team erstmals am 15. August beim Länderspiel in Estland betreuen.

Bundesliga | 26.06.2012

Gebre Selassie will sich in Bundesliga etablieren

Werder Bremens neuer Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie erhofft sich von seinem Wechsel an die Weser einen Leistungs- und Karrieresprung.

Bremen - Werder Bremens neuer Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie erhofft sich von seinem Wechsel an die Weser einen Leistungs- und Karrieresprung. "Ich will mich in der Bundesliga, die eine der besten Ligen der Welt ist, schnell durchsetzen", sagte der 25-Jährige am Dienstag bei seiner Präsentation in der Hansestadt.

Für den Sohn eines Arztes aus Äthiopien und einer tschechischen Lehrerin, der mit der tschechischen Nationalmannschaft bei der EM-Endrunde im Viertelfinale an Portugal scheiterte, waren die Norddeutschen bezüglich eines Transfers stets die erste Wahl: "Ich habe das Angebot der Bremer sofort und gerne angenommen." Gebre Selassie wird nach einem zweiwöchigen Urlaub Mitte Juli in die Saisonvorbereitung der Grün-Weißen einsteigen.

Die bei der EM immer wieder kolportierte Geschichte, sein Vater habe sich aus Bewunderung für den Wunderläufer Haile Gebrselassie einen neuen Namen geben lassen, dementierte der Abwehrspieler bei seinem ersten offiziellen Termin im Weserstadion: "Das klingt nett, aber es stimmt nicht. Gebre Selassie ist mein Geburtsname."

EM | 17.06.2012

Bilek lobt Wolfsburger Duo Pilar und Jiracek

Der tschechische Nationaltrainer Michal Bilek hat das Wolfsburger Bundesligaduo Vaclav Pilar und Petr Jiracek für die guten Leistungen bei der EM in Polen und der Ukraine gelobt.

Breslau - Der tschechische Fußball-Nationaltrainer Michal Bilek hat das Wolfsburger Bundesligaduo Vaclav Pilar und Petr Jiracek für die guten Leistungen bei der EM in Polen und der Ukraine gelobt. "Beide spielen ein sehr gutes Turnier", sagte Bilek einen Tag nach dem Viertelfinaleinzug seiner Mannschaft bei einer Pressekonferenz in Breslau.

Pilar (23), der im Sommer von Viktoria Pilsen zum niedersächsischen Klub von Trainer-Manager Felix Magath wechselt, habe seinem polnischen Gegenspieler Lukasz Piszczek auf der linken Mittelfeldseite klar die Grenzen aufgezeigt. "Das war stark", betonte Bilek.

Jiracek (26) habe mit seinem zweiten Turniertreffer beim 1:0-Sieg gegen Co-Gastgeber Polen erneut seine Offensiv-Qualitäten unter Beweis gestellt. Auch Pilar hat bereits zwei Treffer auf seinem Konto.

Gefeiert wurde nach dem überraschenden Einzug in die Runde der letzten Acht bei den Tschechen derweil nicht. "Es gab ein paar Bier, das war's", sagte Bilek, der seiner Mannschaft am Sonntag einen freien Tag gönnte. Am Montag beginnt die Vorbereitung auf das Viertelfinalspiel drei Tage später in Warschau.

EM | 12.06.2012

Rosicky will mit Tschechien Rache für 2004

Vor acht Jahren warf Griechenland die Tschechen in Porto im EM-Halbfinale raus. Jetzt wollen Tomas Rosicky und Co. Rache. Es droht jedoch das frühe Aus.

Breslau - Nein, sagt Tomas Rosicky mit finsterem Blick, "so etwas vergisst man nicht". Den bittersten Moment in seiner Karriere hat der Kapitän der tschechischen Nationalmannschaft noch genau vor Augen - und jetzt sieht er den Moment der Rache gekommen. "Wir hatten bisher nie die Chance, auf dem Rasen eine Antwort auf diese Niederlage zu geben. Jetzt ist sie da!", sagt Rosicky. "Diese Niederlage" war das Aus im EM-Halbfinale gegen Griechenland 2004.

Acht Jahre danach kann sich die "Narodny Tym" nach dem völlig verkorksten EM-Auftakt gegen Russland (1:4) heute (18.00 Uhr/ARD) in Breslau bei den Hellenen revanchieren. Zugleich gilt es, ein erneutes Aus zu verhindern, das nicht weniger bitter wäre als damals.

Rückblende: 1. Juli 2004 in Porto. Die Tschechen treten im Halbfinale der EURO in Portugal als klare Favoriten gegen Griechenland an - und fliegen gegen den späteren Champion raus. Das "Silver Goal" von Traianos Dellas reißt Rosicky und Co. in der Verlängerung aus den Träumen. "Das war wirklich sehr dramatisch. Nun ist es unsere Chance, uns doch noch für dieses Spiel zu revanchieren", sagt der frühere Bundesliga-Star.

Rosicky, 31 Jahre alt ist er inzwischen, hatte damals die Entscheidung auf dem Fuß - er traf mit seinem Volleyschuss aus 23 Metern aber nur die Querlatte. Auch Torhüter Petr Cech und Milan Baros waren dabei, als die Griechen mit ihrem Trainer Otto Rehhagel ausgelassen den Finaleinzug bejubelten. Diesmal, sagt Rosicky, "sind wir bereit für Griechenland. Solche Fehler wie gegen Russland zum Auftakt werden uns nicht wieder passieren."

Das sollten sie auch nicht, denn bei einer zweiten Niederlage wäre für Tschechien wie schon 2008 das Vorrunden-Aus fast besiegelt. "Wir werden nach vorne spielen, uns nicht verstecken", verspricht Rosicky. Cech sagte: "Es ist das wichtigste Spiel der Vorrunde - und wir werden es gewinnen."

Doch die Griechen, die als unbequemer Partygast zum Auftakt überraschend einen Punkt gegen Co-Gastgeber Polen (1:1) eingefahren hatten, haben schon unter Beweis gestellt, dass sie kein Punktelieferant sind. Vielmehr ist das unter der Finanzkrise ächzende Land auf den Geschmack gekommen und träumt ebenfalls vom Einzug ins EM-Viertelfinale.

"Wir kämpfen immer noch um den ersten Platz in dieser sehr ausgeglichenen Gruppe A. Es ist noch alles möglich", sagte Nationaltrainer Fernando Santos bei der Abschlusspressekonferenz: "Wir haben die Stärken der Tschechen ganz genau studiert und unsere Hausaufgaben gemacht. Wir sind optimal vorbereitet."

EM | 06.06.2012

Tschechien bangt weiter um Baros

Hinter dem Einsatz von Stürmer Milan Baros im ersten EM-Spiel der tschechischen Fußball-Nationalmannschaft am Freitag in Breslau gegen Russland steht immer noch ein Fragezeichen.

Warschau - Hinter dem Einsatz von Stürmerstar Milan Baros im ersten EM-Spiel der tschechischen Fußball-Nationalmannschaft am Freitag (20.45 Uhr/ARD) in Breslau gegen Russland steht immer noch ein dickes Fragezeichen. Der 30 Jahre alte Stürmer von Galatasaray Istanbul, Torschützenkönig der EM 2004 in Portugal, hatte im Training am Dienstag eine Oberschenkelverletzung erlitten.

"Milan fühlt sich viel besser, weil er keine Schmerzen mehr hat. Er will am Donnerstag wieder trainieren", sagte der tschechische Mannschaftsarzt Petr Novak nach einer Kernspintomographie. Baros erzielte in 89 Länderspielen für sein Heimatland bislang 40 Tore. Die Tschechen treffen in der Gruppe A neben Russland auf Co-Gastgeber Polen und Ex-Europameister Griechenland.

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