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WM | 27.08.2013

Blatter zur Sommer-WM in Katar: "Fehlentscheidung"

Für FIFA-Präsident Joseph S. Blatter war der Beschluss, die Fußball-WM 2022 im Sommer im Emirat Katar austragen zu lassen, "eine Fehlentscheidung".

Köln - Für FIFA-Präsident Joseph S. Blatter war der Beschluss, die Fußball-WM 2022 im Sommer im Emirat Katar austragen zu lassen, "eine Fehlentscheidung". "Jetzt müssen wir den internationalen Kalender ändern. Das können wir aber nicht hochmütig entscheiden", sagte der Chef des Weltverbandes dem Sport-Nachrichtensender Sky Sport News HD: "Nein, wir müssen uns mit den Ligen, den Klubs und den Spielern zusammensetzen." Stattdessen soll die WM-Endrunde in neun Jahren im Winter stattfinden.

Der 77-jährige Schweizer Blatter ist sicher, dass sein Vorschlag große Unterstützung findet: "Ich hatte die Gelegenheit, mit UEFA-Präsident Michel Platini zu sprechen. Er hat immer gesagt, dass man im Sommer in Katar nicht spielen kann. Also werden mir Europa und das Exekutivkomitee ganz sicher folgen." Mitglied im Exekutivkomitee der FIFA ist der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger.

Auch Holger Osieck, Nationaltrainer Australiens, befürwortet eine Verlegung der WM-Endrunde 2022 in den Winter: "Wir haben etliche Qualifikationsspiele in dem Gebiet absolviert. Die Bedingungen im Sommer sind sicher extrem. Im Januar 2011 haben wir die Asienmeisterschaft in Katar gespielt. Das ist eine angenehme Zeit, da sind die Temperaturen okay, und man konnte von vernünftigen Bedingungen reden."

Confed-Cup | 30.06.2013

Italien holt Platz drei im Elfmeterschießen

Italien hat sich beim Confed Cup mit Platz drei für all die Qualen in Brasilien entschädigt. Das Team bezwang Uruguay im Spiel um Platz drei mit 3:2 im Elfmeterschießen.

Salvador - Italien hat sich beim Confed Cup mit Platz drei für all die Qualen in Brasilien entschädigt. Der verletzungsbedingt arg dezimierte Vize-Europameister bezwang Uruguay im Spiel um Platz drei bei erneut äußerst schwierigen Bedingungen in Salvador da Bahia nach einer letzten Kraftanstrengung mit 3:2 im Elfmeterschießen. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 2:2 (1:0) gestanden.

Drei Tage nach der Halbfinal-Niederlage gegen Weltmeister Spanien, bei der Italien ebenfalls ins Elfmeterschießen musste, brachten Davide Astori (24.) und Alessandro Diamanti (73.) die Azzurri bei brütender Mittagshitze zweimal in Führung. Doch Edinson Cavani glich jeweils aus (58., 78.). Im Krimi vom Punkt sicherte Torwart Gianluigi Buffon den Italiernern mit gleich drei Paraden gegen Diego Forlan, Martin Caceres und Walter Gargano den Sieg.

Damit ging "Bronze" bei der "Mini-WM" zum vierten Mal nacheinander an eine Mannschaft aus Europa. Für Italien ist es die beste Platzierung beim "Festival der Champions", Südamerikameister Uruguay verlor bereits 1997 das "kleine Finale".

Trotz hoher Temperaturen und Luftfeuchtigkeit war es vor 43.382 Zuschauern eine sehr unterhaltsame Begegnung mit vielen Torszenen, die noch einmal Lust auf das Finale zwischen Brasilien und Spanien am Abend in Rio de Janeiro machte.

Italien musste in der Arena Fonte Nova gleich fünf Spieler wegen Verletzung oder Ermüdung ersetzen, darunter Regisseur Andrea Pirlo. Beim 1:0 bekam Italien gütige Mithilfe von Uruguays Torwart Fernando Muslera. Der unterschätzte die Freistoßflanke Alessandro Diamantis, die an den linken Innenpfosten krachte. Von da sprang der Ball an Musleras rechte Schulter und vor die Füße Astoris, der auf der Linie nur noch einschieben musste.

Angestachelt vom Rückstand kam jetzt auch Uruguay zu Torchancen. Luis Suárez (27.) und Diego Forlán (37.) scheiterten aber an Torwart Gianluigi Buffon. Pech hatten die "Urus", als Schiedsrichter Djamel Haimoudi (Algerien) ein Handspiel Giorgio Chiellinis in Italiens Strafraum ungeahndet ließ (40.). Cavani belohnte den Willen der "Celeste" bei einem Gegenstoß mit dem Ausgleich, später traf er wie Diamanti per direktem Freistoß erneut.

In der Verlängerung taten sich beide Teams kaum noch weh, die Strapatzen standen allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben. Die Gelb-Rote Karte gegen den Italiener Riccardo Montolivo wegen wiederholten Foulspiels (110.) fiel nicht mehr ins Gewicht.

Confed-Cup | 19.06.2013

Uruguay verzichtet erneut auf Stadion-Besichtigung

Wie schon vor dem Gruppenauftakt gegen Spanien verzichtet Uruguay auch vor dem zweiten Vorrundenspiel gegen Nigeria auf die einzige Möglichkeit, die Arena Fonte Nova zu erkunden.

Salvador - Uruguays Fußball-Nationalmannschaft zieht sich weiter in den Schmollwinkel zurück. Wie schon vor dem Gruppenauftakt gegen Spanien verzichtet der Südamerika-Meister auch vor dem zweiten Vorrundenspiel am Donnerstag in Salvador gegen Nigeria auf die einzige Möglichkeit, die Arena Fonte Nova vor dem Confed-Cup-Duell gegen den Afrika-Champion zu erkunden.

Wie zuvor in Recife begründete Nationaltrainer Oscar Tabárez seine Entscheidung mit der späten Ansetzung des Trainings durch den Weltverband FIFA. Die Urus sollten erst um 19.45 Uhr Ortszeit, und damit nach dem Abschlusstraining der Nigerianer, den Rasen betreten, und wären dann erst gegen 22.00 Uhr wieder im Hotel. Zu spät, laut Tabárez.

Uruguay hofft nach dem 1:2 zum Auftakt gegen Weltmeister Spanien auf einen Sieg gegen Nigeria, das den krassen Außenseiter Tahiti 6:1 besiegt hatte. Nur die beiden Gruppenersten ziehen ins Halbfinale ein.

Confed-Cup | 17.06.2013

Verkehrschaos verärgert Fans in Recife

Während Weltmeister Spanien beim 2:1 über Uruguay in der Arena Pernambuco spielerisch glänzte, fiel die Confed-Cup-Stadt Recife beim ersten Transporttest der Fans glatt durch.

Recife - Verkehrschaos in Recife: Während Fußball-Weltmeister Spanien beim 2:1 über Uruguay in der Arena Pernambuco spielerisch glänzte, fiel die Confed-Cup-Stadt Recife beim ersten großen Transporttest der Fans glatt durch. Staus auf den Straßen, überfüllte Metros, weite Fußmärsche machten An- und Abreise der 41.705 Zuschauer zu einem einzige Ärgernis.

Ob Fans oder Journalisten, wer, wie die lokalen Organisatoren eindringlich gebeten hatten, auf öffentliche Verkehrsmittel setzte, brauchte viel Geduld. Die Metro konnten den Ansturm an den zwölf Stationen kaum bewältigen, an der viel zu kleinen Endstation ballte es sich gefährlich. Von da an ging es sogar erst mit Bussen weiter und der letzte Kilometer dann zu Fuß.

Wer mit dem Auto oder Taxi die 19 Kilometer vom Stadtzentrum bis zur auf der grünen Wiese neu erbauten Arena in Angriff nahm, blieb auf der einzigen Zufahrtsstraße, die vorerst nur zweispurig ist, stecken. Fast eineinhalb Stunden Fahrt an einem Sonntag ohne Berufsverkehr. Der Auftritt von Andrés Iniesta und Co. war da nur eine kleine Entschädigung.

Die lokalen Organisatoren sprachen am Montag jedoch nur von kleineren Schwierigkeiten. "Es ist nicht einfach, zu diesem Stadion zu gelange, es handelt sich hier um ein sehr ambitioniertes Projekt der Stadtentwicklung, aber es hat funktioniert", sagte OK-Sprecher Saint-Clair Milesi. Dennoch hätten die Behörden im Bundesstaat Pernambuco zugesichert, beim nächsten Spiel in Recife am Mittwoch zwischen Italien und Japan den Fans zusätzliche Verkehrsmittel zur Verfügung zu stellen, um zur Arena zu gelangen.

Einige Zuschauer, die sich zur Arena durchgeschlagen hatten, fanden dort ein weiteres Problem vor: Ein wichtiges Einlasstor war einfach nicht zu öffnen. Es habe "kleinere Probleme" mit einem Tor gegeben, räumte Milesi ein: "Wir hatten da ein technisches Problem mit einem Schlüssel oder sowas. Aber das war schnell gelöst. Es hat leider eine Verzögerung gegeben, aber es waren alle Fans rechtzeitig zum Spiel drin. Es ist halt ein neues Stadion, sowas passiert."

Ricardo Leitão, WM-Staatssekretär von Pernambuco, gab die Schuld an das nationale Transport-Unternehmen Companhia Brasileira de Trens Urbanos (CBTU) weiter. "Die Endstation Cosme und Damião unterliegt dem Verantwortungsbereich der CBTU und damit der Bundesregierung. Wenn es zu operativen Fehlern kommt, werden wir bei dem Unternehmen Besserungen einfordern. Und angesichts der vielen Beschwerden, die wir erhalten haben, steht klar fest, dass Fehler aufgetreten sind."

Confed-Cup | 14.06.2013

FIFA lässt Uruguay im Regen stehen

Wegen der heftigen Niederschläge in Recife fand Uruguay am Donnerstag kein geeignetes Fußballfeld zum Trainieren und begnügte sich mit einer Übungseinheit im Fitnessstudio.

Recife - Uruguays Fußballer fühlen sich vom Weltverband FIFA sprichwörtlich im Regen stehen gelassen. Wegen der heftigen Niederschläge in Recife, wo der Südamerika-Champion am Sonntag (24.00 Uhr/ZDF) seine Auftaktpartie beim Confed Cup gegen Welt- und Europameister Spanien bestreitet, fanden die "Urus" am Donnerstag kein geeignetes Fußballfeld zum Trainieren und begnügten sich mit einer Übungseinheit im Fitnessstudio.

"Der Glanz eines Turniers hängt davon ab, wie sich die Teams vorbereiten. Wir sind negativ überrascht, weil wir es kaum glauben können, dass wir uns selber Plätze zum Training suchen mussten. Aber es gab schlichtweg keine", echauffierte sich Nationaltrainer Óscar Tabárez. Im von der FIFA vorgesehenen Arruda-Stadion glich der Rasen einer Sumpflandschaft. Der vom Weltverband in Aussicht gestellte Ausweichplatz gefiel den Südamerikanern wegen der Busanfahrt von über einer Stunde nicht.

Schon bei der Flugreise nach Brasilien am Mittwoch hatte die Celeste Pech, als ein auf 40 Minuten taxierter Zwischenstopp in der brasilianischen Stadt Manaus sich auf über drei Stunden ausdehnte. So musste die für Donnerstagmorgen vorgesehene Trainingseinheit auf den Nachmittag verlegt werden - und fand am Ende doch nicht statt.

WM | 08.06.2013

Argentinien verpasst Vorentscheidung um WM-Ticket

Dämpfer für Lionel Messi und Co.: Statt des erhofften vorentscheidenden Schritts Richtung WM-Endrunde 2014 musste sich Argentinien mit einem 0:0 gegen Kolumbien zufrieden geben.

Buenos Aires - Dämpfer für Lionel Messi und Co.: Statt des erhofften vorentscheidenden Schritts Richtung Fußball-WM-Endrunde 2014 musste sich Argentinien in den südamerikanischen Eliminatorias mit einer enttäuschenden Nullnummer gegen Kolumbien zufrieden geben. Die Gauchos bleiben dennoch mit 25 Punkten bei vier ausstehenden Spielen Spitzenreiter und haben weiter neun Zähler Vorsprung auf Platz fünf, der kein Direktticket mehr bringt.

In die Gruppe der besten Vier drang Chile (18 Punkte) nach einem 2:1 (1:0) beim schon abgeschlagenen Schlusslicht Paraguay (8) vor. Dank des Mönchengladbacher Torschützen Juan Arango wahrte auch der Tabellenfünfte Venezuela (16) beim 1:1 (0:0) in Bolivien (10) seine WM-Chancen. Und Peru (14) mit seinem Bundesliga-Trio brachte sich mit einem 1:0 (0:0) gegen Ecuador (20) zurück ins Rennen um eines der vier Direkttickets.

Den Treffer des Abends erzielte dabei der Münchner Claudio Pizarro bereits nach elf Minuten. Bundesliga-Kollege Arango hatte auf für ihn eher ungewöhnliche Art Venezuela in La Paz nach 57 Minuten in Führung gebracht. Doch das Kopfballtor des Borussen-Spielmachers glich Bolivien in der 86. Minute durch Jhasmany Campos aus. Ein Sieg hätte die "Vinotintos" vor dem direkten Duell am Dienstag gegen den spielfreien Tabellensiebten Uruguay (13) in eine bessere Ausgangsposition gebracht.

In Buenos Aires sorgten die Herausstellung von Gonzalo Higuaín (Argentinien) und Cristián Zapato nach einer Rangelei (27.) sowie ein wegen einer umstrittenen Abseitsstellung von Messi nicht gegebenes Tor von Gaucho-Stürmer Sergio Agüero (72.) für die größten Aufreger. Chiles Tore durch Eduardo Vargas (40.) und den Ex-Leverkusener Arturo Vidal (56.) beantwortete Paraguay erst spät durch den Ex-Münchner Roque Santa Cruz (88.).

International | 13.03.2013

Neuer Papst ist ein Fußball-Fan

Die Wahl von Jorge Mario Bergoglio zum neuen Papst hat in Argentinien auch die Fußball-Fans begeistert.

Buenos Aires - Die Wahl von Jorge Mario Bergoglio zum neuen Papst hat in Argentinien auch die Fußball-Fans begeistert. "Maradona, Messi... und jetzt Jorge Mario Bergoglio", titelte die Sportzeitung Olé am Mittwoch in ihrer Online-Ausgabe. Franziskus I. gilt in seiner Heimat als großer Anhänger des zehnmaligen Meisters San Lorenzo. Die Zeitung El Grafico nannte ihn am Mittwoch gar einen "fanatico" und zeigte ein Foto des Erzbischofs von Buenos Aires mit San-Lorenzo-Wimpel in der Hand.

Zum 100. Geburtstag des Klubs im Jahr 2008 hatte Bergoglio, der häufig bei Spielen des Vereins im Stadion war, die Ehrenmitgliedschaft erhalten. Sein Vater spielte zudem für die Basketball-Abteilung von San Lorenzo.

Olé überschrieb ein Foto des Papstes auf dem Balkon des Petersdoms, auf dem er dem Publikum zuwinkt, in Anspielung auf Maradonas legendäres Handspiel im WM-Viertelfinale 1986 gegen England mit der Überschrift "Le Mano de Dios" - Die Hand Gottes.

International | 26.09.2012

Ecuadors Nationalspielern droht Ausreiseverbot

Zwei Fußball-Nationalspielern Ecuadors droht wegen Zahlungsrückständen in die Rentenkasse ein Ausreiseverbot beim bevorstehenden WM-Qualifikationsspiel in Venezuela.

Quito - Zwei Fußball-Nationalspielern Ecuadors droht wegen Zahlungsrückständen in die Rentenkasse ein Ausreiseverbot und damit eine Zwangspause beim bevorstehenden WM-Qualifikationsspiel in Venezuela (15. Oktober). Jayro Campos (Barcelona Sporting Club/Ecuador) und Jorge Guagua (CF Atlante/Mexiko) müssen umgerechnet rund 4500 Euro beziehungsweise 4000 Euro in die ecuadorianische Rentenkasse nachzahlen, um das Ausreiseverbot wieder aufzuheben.

Sollten die Forderungen nicht umgehend beglichen werden, könnten die beiden Profis nur mit Hilfe eines Gnadengesuches das Land verlassen. Die Mannschaft von Nationaltrainer Reinaldo Rueda liegt mit 13 Punkten aus den bisherigen sieben Spielen aussichtsreich auf Rang drei der Eliminatiorias 2014.

Nationalmannschaft | 13.08.2012

Argentinien: Pérez ersetzt verletzten Rodríguez

Argentiniens Fußball-Nationaltrainer Alejandro Sabella muss für das Länderspiel auf den verletzten Maxi Rodríguez verzichten. Enzo Pérez wurde nachnominiert.

Frankfurt/Main - Argentiniens Fußball-Nationaltrainer Alejandro Sabella muss für das Länderspiel am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF) in Frankfurt/Main gegen Deutschland auf den verletzten Maxi Rodríguez verzichten. Enzo Pérez vom portugiesischen Erstligisten Benfica Lissabon wurde für den offensiven Mittelfeldspieler nachnominiert.

Nach dem Ausfall von Rodriguéz, der jüngst nach zehn Jahren Europa in seine Heimat zu den Newell's Old Boys zurückgewechselt war, stehen in Rodrigo Brana und Clemente Rodríguez nur noch zwei in Argentinien tätige Profis im 21-köpfigen Aufgebot.

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