SID-IMAGES/AFP/CHRISTOF STACHE

Champions League | 09.12.2013

Robben stellt Vertragsverlängerung in Aussicht

Der derzeit verletzte Superstar Arjen Robben kann sich eine Verlängerung seines Vertrags bei Bayern München über 2015 hinaus vorstellen.

München - Der derzeit verletzte Superstar Arjen Robben kann sich eine Verlängerung seines Vertrags bei Bayern München über 2015 hinaus vorstellen. "Im Moment passt alles, aber ich habe schon immer gesagt, dass ich mich in München wohlfühle und beim FC Bayern einfach glücklich bin. Ich bin stolz, Teil dieser Mannschaft zu sein. Bayern ist einer der besten Vereine der Welt. Meine Familie fühlt sich wohl, alles ist gut. Natürlich weiß man nie, was im Fußball passiert, aber ich kann mir gut vorstellen, hier noch viele Jahre zu spielen", sagte der 29 Jahre alte Niederländer dem Fachmagazin kicker.

Im Moment kann Robben wegen einer schweren Knieverletzung jedoch nicht spielen, er verpasst deshalb auch die Klub-WM in Marokko in der kommenden Woche. "Ich war so gut drauf und habe mich wirklich auf jedes Spiel gefreut. Ich wollte spielen und Spaß haben. Dann passiert so was wie in Augsburg, und das ist einfach schade", sagte der niederländische Nationalspieler: "Aber insgesamt muss man sagen, dass das Jahr 2013 für mich ein super Jahr war, das ich eigentlich mit der Klub-WM erfolgreich abschließen wollte."

Der Zeitpunkt von Robbens Rückkehr ist nach wie vor offen. Sechs Wochen Pause waren zunächst veranschlagt gewesen. Fraglich ist deshalb, ob Robben am 5. Januar mit ins Trainingslager nach Katar fliegt. "Das weiß ich noch nicht. Die Verletzung ist ja erst ein paar Tage alt. Schon das Aufstehen fällt schwer. Zur Untätigkeit verurteilt zu sein, das gefällt mir natürlich gar nicht."

Ein dickes Lob zollte der Mittelfeldspieler indes seinem Trainer Pep Guardiola. "Ich bleibe bei der Meinung, dass Guardiola für uns im Moment der richtige Trainer ist und dass er der ist, der uns noch weiterbringen kann. Ich freue mich persönlich, dass ich mit so einem großen Trainer arbeiten darf. Auch in meinem Alter kann ich immer noch Sachen lernen", sagte Robben.

Bundesliga | 06.12.2013

Arjen Robben: "Ich kann kaum auf Toilette gehen"

Bayern Münchens Superstar Arjen Robben denkt nach seiner tiefen Risswunde aus dem DFB-Pokal-Achtelfinale beim FC Augsburg (2:0) noch nicht an ein Comeback.

München - Bayern Münchens Superstar Arjen Robben denkt nach seiner tiefen Risswunde aus dem DFB-Pokal-Achtelfinale beim FC Augsburg (2:0) noch nicht an ein Comeback. "Ob ich in Katar im Trainingslager dabei bin, weiß ich nicht. Das ist erst gerade passiert", sagte der niederländische Fußball-Nationalspieler dem kicker. Der Rekordmeister hält vom 5. bis 14. Januar in Doha sein Wintertrainingslager ab. Das Wichtigste sei im Moment die Heilung des Oberschenkelknochens, der beim rüden Foul des FCA-Torwarts Marwin Hitz verletzt worden ist.

Robben, der zwei Nächte in einer Augsburger Klinik verbracht hatte, sagte, er habe noch immer Schmerzen. "Ich brauche erst mal viel Ruhe, ich kann nicht viel machen. Schon wenn ich aufstehe, tut das sehr weh. Ich kann kaum auf Toilette gehen. Zur Untätigkeit verurteilt zu sein, das gefällt mir natürlich nicht." Die Folgen der Aktion zu sehen, sei ein "richtiger Schock" gewesen: "Ich habe gesehen, wie das Blut richtiggehend hochgespritzt ist."

Der 29-Jährige macht Hitz allerdings keinen Vorwurf. "Er hat sich entschuldigt, und das fand ich sehr nett. Ich glaube ihm, dass er niemanden verletzen wollte", sagte Robben. Es sei ein Unfall gewesen, einfach Pech. "Das hätte jedem passieren können."

Robben fehlt dem Triple-Gewinner vor Weihnachten nicht nur in den beiden Ligaspielen in Bremen und gegen Hamburg, sondern auch im abschließenden Gruppenspiel der Champions League gegen Manchester City und vor allem bei der Klub-Weltmeisterschaft in Marokko. Erst kurz vor Rückrundenbeginn ist wohl wieder mit Robben zu rechnen.

Bundesliga | 06.12.2013

Hertha sieht sich in der Favoritenrolle

Hertha BSC geht mit viel Selbstbewusstsein ins Aufsteiger-Duell bei Eintracht Braunschweig. Hertha-Trainer Luhukay warnte jedoch davor, die Niedersachsen zu unterschätzen.

Berlin - Hertha BSC geht mit viel Selbstbewusstsein ins Aufsteiger-Duell der Fußball-Bundesliga am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) bei Eintracht Braunschweig. "Wir stehen auf Platz sieben, Braunschweig ist Tabellenletzter, das sollte auf dem Platz zu sehen sein", sagte Hertha-Trainer Jos Luhukay.

Der Niederländer warnte jedoch davor, die Niedersachsen zu unterschätzen. Braunschweig investiere in den Heimspielen unheimlich viel, "es wird nicht einfach. Aber wir sind vorbereitet", sagte Luhukay, der personell auf den verletzten Abwehrspieler Sebastian Langkamp (Muskelfaserriss im linken Oberschenkel) verzichten muss. Wer den Innenverteidiger in der Startelf ersetzt, ließ Luhukay offen.

In der Offensive hat der Hertha-Coach den formschwachen Aufstiegshelden Ronny noch nicht abgeschrieben, auch wenn der Brasilianer kürzlich bei Klubmanager Michael Preetz wegen seiner fehlenden Fitness und schwachen Trainingsleistungen zum Rapport antreten musste. "Wir prügeln nicht auf ihn ein", sagte Preetz, "aber wir wollen, dass er seine Qualität auf den Platz bringt. Daran müssen wir ihn erinnern."

DFB-Pokal | 04.12.2013

Robben öffnet Tür ins Viertelfinale

Triple-Gewinner Bayern München steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Beim FC Augsburg setzte sich die Mannschaft von Pep Guardiola mit 2:0 (1:0) durch.

Augsburg - Auch ein früher Ausfall von Arjen Robben hat Bayern München nicht von seinem Erfolgsweg abgebracht. Der Fußball-Rekordmeister ist mit einem glanzlosen 2:0 (1:0) im bayerischen Duell beim FC Augsburg ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen und darf weiter vom erneuten Gewinn des Triples träumen. Die über 52 Jahre währende Durststrecke der Schwaben gegen den FC Bayern setzte sich hingegen fort.

Robben erzielte bereits in der 4. Minute den Führungstreffer, musste jedoch schon nach 16 Minuten nach einer rüden Attacke von FCA-Torwart Marwin Hitz verletzt aus dem Spiel. Der Niederländer wurde auf einer Trage aus dem Stadion gebracht. Nach Angaben des Vereins zog er sich eine klaffende und tiefe Risswunde am rechten Knie zu. In der 78. Minute sorgte der für Robben eingewechselte Nationalspieler Thomas Müller in einer hitzigen Begegnung für die Entscheidung.

Der FC Bayern, der sich auch auf einen extrem aufmerksamen Manuel Neuer im Tor verlassen konnte, bleibt damit inmitten des dichtgedrängten Programms vor der Winterpause auf (Rekord-)Kurs. Bis Weihnachten absolviert die Mannschaft von Pep Guardiola noch fünf Pflichtspiele in Bundesliga, Champions League und bei der Klubweltmeisterschaft in Marokko.

Augsburg begann gegen den scheinbar übermächtigen Gegner wie von Trainer Markus Weinzierl angekündigt ohne Angst und ging forsch in die Zweikämpfe. Ein Warnschuss von Daniel Baier (3.) sorgte dabei für die erste Aufregung. Die Bayern ließen sich davon aber nicht beeindrucken und schlugen sofort eiskalt zu. Robben traf im Nachsetzen, nachdem er von Mario Mandzukic bedient worden war und zunächst an Hitz scheiterte.

Fortan kontrollierte Guardiolas Team das Geschehen, musste jedoch einen Rückschlag durch Robbens Verletzung hinnehmen. Der 29-Jährige, der sich aktuell in glänzender Verfassung präsentiert, wird aber wohl nicht längere Zeit ausfallen.

Wie schon vor fast genau einem Jahr, als sich der FCA und die Bayern ebenfalls im Pokal-Achtelfinale (0:2) gegenüberstanden, entwickelte sich ein umkämpftes und phasenweise hektisches Spiel. Die Schwaben, die sehr robust zu Werke gingen, blieben trotz des Rückstandes mutig und hatten insbesondere in den Minuten nach Robbens Auswechslung einige auffällige Szenen. Dabei trat vor allem André Hahn mit Chancen (18./22.) in Erscheinung. Kurz vor der Pause hätten die Münchner einen Elfmeter bekommen müssen, als Müller von Matthias Ostrzolek gehalten wurde.

Dass die Münchner den Gegner keineswegs auf die leichte Schulter genommen hatten, zeigte schon Guardiolas Aufstellung. Der Spanier setzte auf die nahezu bestmögliche Formation. Der nach einem Rippenanbruch genesene Franck Ribéry stand noch als Ersatzspieler bereit und wurde in der 66. Minute für den blassen Mario Götze eingewechselt.

Insgesamt strahlte Guardiolas Elf nicht die gewohnte Dominanz aus und kam nur vereinzelt zu Gelegenheiten. Nach einer knappen Stunde besserte sich dies etwas, auch wenn die Fehlerquote im Passspiel ungewohnt hoch blieb. Die Augsburger vermochten sich offensiv kaum noch durchzusetzen, einzig der schnelle Hahn setzte hier und da Akzente. Auf Zuspiel von Jerome Boateng zerstörte Müller die Hoffnungen des Außenseiters endgültig. Im Anschluss hielt Neuer stark gegen Raphael Holzhauser.

Beim FC Bayern ragte Torhüter Neuer heraus. Javi Martínez wusste ebenfalls zu gefallen. Der FCA hatte in Hahn und Daniel Baier seine besten Akteure.

DFB-Pokal | 04.12.2013

Torschütze Robben mit Risswunde vom Platz getragen

Bayern München droht der nächste Ausfall eines Stars: Arjen Robben musste am Mittwochabend im DFB-Pokal-Achtelfinale beim FC Augsburg bereits nach 16 Minuten ausgewechselt werden.

Augsburg - Bayern München droht der nächste Ausfall eines Stars: Arjen Robben musste am Mittwochabend im DFB-Pokal-Achtelfinale beim FC Augsburg bereits nach 16 Minuten ausgewechselt werden. Der 29 Jahre alte Niederländer zog sich nach einer üblen Attacke von FCA-Keeper Marwin Hitz eine tiefe Risswunde am rechten Knie zu. Das teilten die Bayern in der Halbzeitpause mit. Nach längerer Behandlung war Robben, der durch Thomas Müller ersetzt wurde, auf einer Trage in die Kabine gebracht worden. In der 4. Minute hatte der Nationalspieler den Triple-Sieger noch in Führung geschossen.

Bundesliga | 02.12.2013

FC Bayern: Alaba verlängert bis 2018

Bayern München hat beim Vertragspoker mit seinen Stars einen ersten großen Erfolg erzielt. Wie der Champions-League-Sieger mitteilte, bleibt David Alaba bis Juni 2018 ein Münchner.

München -

Fußball-Rekordmeister Bayern München hat beim Vertragspoker mit seinen Stars einen ersten großen Erfolg erzielt. Wie der Champions-League-Sieger am Montag mitteilte, bleibt David Alaba bis Juni 2018 ein Münchner.

Der alte Kontrakt von Österreichs Sportler des Jahres war 2015 ausgelaufen. "David hat bei uns eine großartige Entwicklung gemacht, er zählt heute schon zu den besten und erfolgreichsten Außenverteidigern Europas. Wir freuen uns sehr, dass wir weiterhin auf ihn und seine Leistungen zählen können", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge über den 21-Jährigen. Sportvorstand Matthias Sammer sprach im Klub-TV von einem "sehr wichtigen Signal" - wohl mit Blick auf die anstehenden Gespräche mit anderen Profis.

Alaba, der 2008 als 16-Jähriger zu den Münchnern stieß, nannte den FC Bayern "meinen Verein". Er sei "glücklich, dass nun alles klar ist und ich mindestens bis 2018 für diesen Klub spielen darf".

Die Personalie Alaba ist indes nur die erste von mehreren, die bei den Bayern in den kommenden Wochen zu klären sind. Bei fünf Profis laufen die Verträge im Sommer 2014 aus (Daniel van Buyten, Claudio Pizarro, Lukas Raeder, Rafinha, Patrick Weihrauch). Erste Priorität haben aber die Arbeitspapiere von Arjen Robben, Jerome Boateng und Toni Kroos, die allesamt 2015 enden. Boateng steht einem jüngsten Bericht der Sport Bild zufolge vor einer Verlängerung bis 2019. Auch bei Kroos sollen erste Gespräche positiv verlaufen sein.

In Sachen Robben sagte Präsident Uli Hoeneß jetzt dem kicker: "Arjen weiß, was er an uns hat, und wir wissen, was wir an ihm haben. Er macht keinen Druck, wir machen keinen Druck. Zu gegebener Zeit werden wir eine Lösung finden." Bisher hat es mit dem 29 Jahre alten Profi keine Gespräche gegeben. "Das sind noch eineinhalb Jahre, daher verstehe ich die Aufregung nicht", meinte Hoeneß.

Von den fünf Spielern, die nur noch bis Saisonende unter Vertrag stehen, hat besonders Rafinha gute Karten auf einen neuen Kontrakt. Die Rede ist hier von einer Verlängerung bis 2017. Überdies soll es erste Gespräche gegeben haben, Abwehrchef Dante länger an den Verein zu binden. Der Vertrag des früheren Gladbachers läuft bis 2016, die Verlängerung dürfte mit einer ordentlichen Gehaltserhöhung verbunden sein. Die hat es offenbar auch bei Alaba gegeben.

International | 02.12.2013

Neuer ist Kandidat für "Mannschaft des Jahres"

Der deutsche Fußball-Nationaltorwart Manuel Neuer darf auf die Wahl in die "Mannschaft des Jahres 2013" des Weltverbandes FIFA hoffen.

Zürich - Der deutsche Fußball-Nationaltorwart Manuel Neuer darf auf die Wahl in die "Mannschaft des Jahres 2013" des Weltverbandes FIFA hoffen. Der 27-Jährige von Rekordmeister und Triple-Gewinner Bayern München steht zusammen mit fünf weiteren Keepern auf der insgesamt 55 Namen umfassenden Anwärter-Liste. Die weiteren Spieler enthüllt die FIFA je nach Position bis zum 9. Dezember.

Neuer gehört zudem zu den 23 Kandidaten, die bis Ende November zum Weltfußballer des Jahres gewählt werden konnten. Beide Ergebnisse wird die FIFA bei der Ballon d'Or Gala in Zürich am 13. Januar 2014 verkünden. Die drei Weltfußballer-Finalisten gibt die FIFA ebenfalls am 9. Dezember bekannt. Im vergangenen Januar stand kein deutscher Profi in der "Mannschaft des Jahres". - die nominierten Torhüter im Überblick:

Gianluigi Buffon (Italien, Juventus Turin), Iker Casillas (Spanien, Real Madrid), Petr Cech (Tschechien, FC Chelsea), Manuel Neuer (Deutschland, Bayern München), Victor Valdés (Spanien, FC Barcelona)

Bundesliga | 02.12.2013

Höjbjerg dankt Guardiola: "Auch Pep hat geweint"

Pierre-Emile Höjbjerg hat emotional von der Krebserkrankung seines Vaters berichtet und begegnet seinem Klub Bayern München sowie Pep Guardiola mit tiefer Dankbarkeit.

München - Mittelfeldtalent Pierre-Emile Höjbjerg hat emotional von der Krebserkrankung seines Vaters berichtet und begegnet seinem Klub Bayern München sowie dessen Trainer Pep Guardiola mit tiefer Dankbarkeit. Der 18-Jährige erzählte im Anschluss an seine Auszeichnung zum "Fußball-Talent des Jahres" im dänischen Fernsehen, sein Vater habe im August 2013 die Diagnose Magenkrebs erhalten.

"Die dänischen Ärzte glaubten nicht, dass er das überleben kann", sagte Höjbjerg, "ich kam zum Training, habe nur geweint und geweint. Ich sagte: Mein Vater könnte sterben, ich bin 18 Jahre alt, ich bin hier, ich bin verletzt und ich bin allein. Was soll ich tun?"

Guardiola habe ihn dann zu sich gerufen und gesagt: "Ich habe von deinem Vater gehört. Es tut mir sehr, sehr leid. Lass uns reden." Höjbjerg sagte, er habe geweint und Guardiola gesagt, dass er Angst habe. "Er hat gesagt: Du musst zu den Leuten stehen, die dir nahe sind, auch wenn deine Arbeit darunter leidet. Dann hat Pep geweint und wusste nicht mehr, was er sagen sollte. Er hat gesagt, er und der Verein werden immer für mich da sein."

Guardiola und der deutsche Rekordmeister hätten dafür gesorgt, dass sein Vater nach Deutschland fliegen konnte, um dort behandelt zu werden: "Nun sagen sie, mein Vater habe eine realistische Überlebenschance."

Pierre-Emile Höjbjerg ist in der laufenden Saison noch nicht für die A-Mannschaft der Bayern zum Einsatz gekommen. Er absolvierte zehn Spiele (3 Tore) für die Regionalliga-Reserve und erzielte bei seinem Debüt für die U21 Dänemarks zwei Treffer.

Bundesliga | 30.11.2013

Hertha tritt auf der Stelle: 0:0 gegen Augsburg

Aufsteiger Hertha BSC tritt in der Fußball-Bundesliga auf der Stelle. Das Team von Trainer Jos Luhukay kam gegen den FC Augsburg nicht über ein 0:0 hinaus.

Berlin - Aufsteiger Hertha BSC tritt in der Fußball-Bundesliga auf der Stelle. Das Team von Trainer Jos Luhukay kam in einem glanzlosen und zeitweise zähen Heimspiel gegen den FC Augsburg nicht über ein 0:0 hinaus und ist nach dem Remis gegen Luhukays Ex-Klub seit nunmehr drei Heimspielen ohne Erfolgserlebnis. Mit 19 Punkten liegen die Berliner in der Tabelle aber weiterhin im Soll.

Die Augsburger kamen eine Woche nach dem überzeugenden 2:0 gegen 1899 Hoffenheim zu einem erneuten Achtungserfolg. Mit nunmehr 17 Punkten haben sich die Schwaben im Tabellen-Mittelfeld der Liga festgesetzt und tankten Selbstvertrauen für das schwierige Achtelfinal-Duell im DFB-Pokal am Mittwoch mit Rekordmeister Bayern München (20.30 Uhr).

Vor den Augen von Herthas Ex-Trainer Otto Rehhagel agierten beide Teams lange Zeit vorsichtig und boten den knapp 38.667 Zuschauern im Olympiastadion wenig Sehenswertes. Einsatz und Laufbereitschaft bestimmten das Spiel auf beiden Seiten, die Aktionen in der Offensiv blieben lange durchschaubar und verpufften frühzeitig.

Hertha konnte im Gegensatz zu den Gästen zumindest mit Angriffen über die Flügel noch für etwas Schwung sorgen. Nach schöner Einzelaktion von Marcel Ndjeng über die linke Seite (18.) kam Änis Ben-Hatira aus acht Metern zum Schuss, doch der Angreifer verfehlte das Gehäuse. Kurz danach Pech für die Hausherren: Innenverteidiger Sebastian Langkamp musste verletzt vom Platz. Für den Ex-Augsburger kam Peter Niemeyer zum Einsatz. Niemeyer ging ins defensive Mittelfeld, Hajime Hosogai rückte in die Innenverteidigung.

Augsburg war offenbar von Beginn mit einem 0:0 zufrieden. Lediglich durch Freistöße setzten die Gäste in der gegnerischen Hälfte Akzente. Hertha blieb auch im zweiten Durchgang optisch überlegen und hatte durch Torjäger Adrian Ramos einige gute Szenen. In der 55. Minute setzte sich der Kolumbianer gegen Paul Verhaegh durch und zog aus 20 Metern ab. Augsburges Keeper Marwin Hitz tauchte rechtzeitig ab und rettete zur Ecke.

In der 66. Minute schickte Luhukay den erst 18 Jahre alten Hany Mukhtar ins zentrale Mittelfeld und ließ Freistoßspezialist Ronny draußen. Der kleine Mukhtar bemühte sich in seinem dritten Bundesliga-Spiel nach Kräften, doch die große Wende konnte auch das Berliner Eigengewächs nicht einleiten.

Bei den Berlinern gehörten Ndjeng und Ramos zu den effektivsten Akteuren, aufseiten der Gäste waren Keeper Hitz und Daniel Baier die auffälligsten Akteure.

Bundesliga | 30.11.2013

Zweimal Robben: Bayern bleiben auf Rekordkurs

Bayern München bleibt im deutschen Fußball das Maß der Dinge: Der Triplesieger setzte auch gegen das oft überforderte Schlusslicht Eintracht Braunschweig mit 2:0 (2:0) durch.

München - Bayern München bleibt im deutschen Fußball das Maß der Dinge: Der Triplesieger setzte auch gegen das oft überforderte Schlusslicht Eintracht Braunschweig seinen Rekordkurs fort und blieb durch ein hochverdientes, aber glanzloses 2:0 (2:0) im 39. Bundesligaspiel in Serie ungeschlagen.

In einer einseitigen Partie vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena leitete der seit Wochen in Topform spielende Arjen Robben den 16. Liga-Heimsieg der Münchner in diesem Jahr mit zwei Treffern (2. und 30.) ein. Zwischen beiden Teams lagen vor allem im ersten Durchgang Welten. Das ängstliche Braunschweig hatte Glück, dass die stark ersatzgeschwächten Bayern angesichts von noch sechs Spielen bis Weihnachten vor allem in der zweiten Halbzeit einige Gänge zurückschalteten.

Es dauerte gerade einmal 111 Sekunden, da waren alle Pläne von Braunschweigs Coach Torsten Lieberknecht, möglichst lange die Null zu halten, Makulatur. Nach Traumpass von Mario Götze tauchte Robben alleine vor Daniel Davari auf. Zunächst traf der Niederländer nur den Pfosten, doch im zweiten Anlauf bugsierte er den Ball aus kurzer Distanz mit dem Kopf über die Linie.

Danach entwickelte sich ein Spiel fast wie im Handball. Braunschweig igelte sich komplett am eigenen Strafraum ein, die klar überlegenen Bayern ließen Ball und Gegner laufen. Zunächst fanden die Gastgeber aber keine weitere Lücke im engmaschigen Defensivverbund der Eintracht, die nur um Schadensbegrenzug bemüht war.

So dauerte es bis zur 20. Minute, ehe es für den Aufsteiger wieder brenzlig wurde. Einen Kopfball von Dante konnte Mirko Boland auf der Linie klären. Danach übertrieben es die Münchner manchmal mit dem Klein-Klein, ehe sich erneut Robben in Szene setzen konnte. Nach Pass von Toni Kroos fasste sich der 29-Jährige ein Herz, zog aus 14 Metern ab und erzielte seinen sechsten Saisontreffer.

Braunschweig benötigte indes 47 Minuten, um überhaupt einmal auf das Münchner Tor zu schießen. Beim abgefälschten Schuss von Marco Caligiuri hatte Manuel Neuer, der ansonsten Probleme hatte, nicht festzufrieren, aber wenig Probleme. Glück hatte der Bayern-Torhüter allerdings, dass Ermin Bicakcic nach dem ersten Eckball der Norddeutschen in der 54. Minute den Ball nicht richtig traf.

Die Bayern ließen der Eintracht nun etwas mehr Räume, blieben aber trotzdem klar am Drücker - ohne sich dabei groß anstrengen zu müssen. Vielmehr verwalteten sie den Vorsprung, nahmen angesichts der anstehenden Belastungen oft auch das Tempo aus ihren Aktionen und agierten zeitweise etwas nachlässig, was sich fast noch gerächt hätte. Erst musste Neuer gegen Dominik Kumbela Kopf und Kragen riskieren, beim Nachschuss von Karim Bellarabi klärte David Alaba mit einer artistischen Einlage (72.). Kevin Kratz traf mit einem abgefälschten Freistoß zudem noch die Latte (85.).

Bei den Münchnern verdiente sich neben dem agilen Doppel-Torschützen Robben noch der ballsichere und umsichtige Thiago die besten Noten. Bei Braunschweig erreichte kein Spieler das nötige Format.

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