SID-IMAGES/AFP/CARLO HERMANN

International | 13.04.2013

Maradona als Wahlkämpfer in Venezuela

Diego Maradona hat sich im Wahlkampf Venezuelas für den sozialistischen Interimspräsidenten Nicolás Maduro stark gemacht und an den verstorbenen Staatschef Hugo Chávez erinnert.

Caracas - Argentiniens Fußball-Idol Diego Maradona hat sich im Wahlkampf Venezuelas für den sozialistischen Interimspräsidenten Nicolás Maduro stark gemacht und an den kürzlich verstorbenen Staatschef Hugo Chávez erinnert. Am Donnerstag trat der 52-jährige Maradona bei der Abschlusskundgebung in Caracas auf, am Freitag besuchte er das Grab des langjährigen Präsidenten Chávez, der am 5. März einem Krebsleiden erlegen war.

"Er ist körperlich nicht mehr bei uns, aber wir setzen den Weg mit Nicolás fort", sagte Maradona. Am Sonntag tritt Maduro zur Wahl gegen den Oppositionsführer Henrique Capriles an.

Italien | 11.03.2013

US Palermo: Gasperini zum zweiten Mal entlassen

Gian Piero Gasperini ist binnen fünf Wochen zum zweiten Mal als Coach des abstiegsbedrohten italienischen Fußball-Erstligisten US Palermo entlassen worden.

Palermo - Gian Piero Gasperini ist binnen fünf Wochen zum zweiten Mal als Coach des abstiegsbedrohten italienischen Fußball-Erstligisten US Palermo entlassen worden. Gasperini hatte das Traineramt beim Vorletzten der Serie A erst Ende Februar übernommen, nachdem er drei Wochen zuvor gefeuert worden war.

Nach Medienberichten soll Giuseppe Sannino die Nachfolge Gasperinis antreten. Für Sannino wäre es ebenfalls das zweite Engagement bei den Sizilianern in dieser Spielzeit. Der 55-Jährige war Mitte September nach einem enttäuschenden Saisonstart durch Gasperini ersetzt worden.

Zehn Spieltage vor Schluss hat der Tabellen-19. Palermo fünf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Nach dem 1:2 gegen den gleichfalls auf einem Abstiegsrang stehenden AC Siena hatten am Sonntag Hunderte von Palermo-Fans ihrem Ärger Luft gemacht und den Teambus mit Gegenständen beworfen und Schmähgesänge auf Besitzer Maurizio Zamparini angestimmt.

International | 11.03.2013

Montpelliers Maradona-Projekt geplatzt

Argentiniens Fußball-Idol Diego Maradona hat auf der Suche nach einem neuen Trainer-Posten vom französischen Meister HSC Montpellier eine herbe Abfuhr bekommen.

Paris - Argentiniens Fußball-Idol Diego Maradona hat auf der Suche nach einem neuen Trainer-Posten vom französischen Meister HSC Montpellier eine herbe Abfuhr bekommen. "Ich habe alles gestoppt. Ich habe es satt. Es ist unmöglich, mit einem seiner Manager zu sprechen. Es gibt sieben Stück davon, jetzt sogar einen achten. Es ist unerträglich und ein unbeschreiblicher Sauhaufen", begründete HSC-Präsident Louis Nicollin in einem Interview mit der französischen Sportzeitung L'Equipe die Einstellung seiner Bemühungen um ein Engagement des argentinischen Weltmeister-Kapitäns von 1986: "Es wäre genial gewesen, aber bei diesem Überangebot von Agenten wird man ganz krank im Kopf."

Maradona, der seit seiner Entlassung bei Al-Wasl in Dubai auf eine neue Aufgabe wartet, hatte in der Vorwoche Interesse an dem zur neuen Saison vakant werdenden Trainer-Job in Montpellier signalisiert.

Kurz darauf ließ Nicollin ebenfalls Bereitschaft zu entsprechenden Gesprächen erkennen, verdeutlichte zugleich allerdings auch schon Skepsis aufgrund der Entourage des extrovertierten Südamerikaners: Bis zu Beginn von ersten Verhandlungen wollte Nicollin überprüfen, "ob es einen Berater gibt, dem ich trauen kann. Er hat nämlich etwa zehn davon. Einen Argentinier, einen Nordafrikaner und so weiter".

Montpelliers derzeitiger Coach Rene Girard, der HSC in der vergangenen Saison sensationell zur Meisterschaft in der Ligue 1 geführt hatte, verlässt den Klub am Saisonende. Momentan rangiert Montpellier nur auf dem siebten Tabellenplatz und hat keine Aussichten auf eine erfolgreiche Titelverteidigung mehr.

Nach dem geplatzten Maradona-Projekt will Nicollin sich wieder nach einem französischen Trainer umschauen. Frankreichs Ex-Nationaltrainer Raymond Domenech kommt für die Aufgabe allerdings nicht infrage. "Ich habe versprochen, jetzt vernünftig zu bleiben", sagte Nicollin zu Spekulationen über eine Verpflichtung des Ex-Profis.

Italien | 01.03.2013

Juventus Turin bleibt auf Meisterkurs

Juventus Turin hat in der Serie A weiter beste Aussichten, seinen Meistertitel erfolgreich zu verteidigen. Der italienische Rekordmeister erkämpfte beim SSC Neapel ein 1:1.

Neapel - Juventus Turin hat in der Serie A weiter beste Aussichten, seinen Meistertitel erfolgreich zu verteidigen. Der italienische Fußball-Rekordmeister erkämpfte sich im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten SSC Neapel ein 1:1 (1:1) und führt die Liga mit sechs Punkten Vorsprung an.

Giorgio Chiellini brachte Turin per Kopfball in Führung (10.), Gökhan Inler glich kurz vor der Halbzeit aus (43.). Nach dem Wechsel drängten die Gastgeber auf den Sieg, vergaben aber einige gute Gelegenheiten.

Italien | 26.02.2013

Maradona: "Bin kein Steuerhinterzieher"

Das argentinische Fußball-Idol Diego Maradona hat in Neapel versichert, dass er kein Steuerhinterzieher ist.

Neapel - Das argentinische Fußball-Idol Diego Maradona hat in Neapel versichert, dass er kein Steuerhinterzieher ist. "Ich will Italien ohne Probleme bereisen. Ich will unbehelligt durch Neapel gehen können", sagte Maradona am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

Seinem Enkel Benjamin wolle er die Stadt Neapel zeigen, in dem er große Erfolg gefeiert habe. Maradona bat zudem um ein Treffen mit dem italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano, um ihm seine Position zu schildern. "Ich kann niemanden zwingen über meine Angelegenheit zu sprechen, aber wenn Präsident Napolitano mich sprechen will, werde ich ihm alles erklären", sagte Maradona, der gerne seinen EX-Klub SSc Neapel trainieren würde: "Ich würde gerne, wie andere Trainer auch, Neapel trainieren. Doch wir müssen den jetzigen Trainer Walter Mazzarri respektieren, der eine großartige Arbeit leistet."

Maradona war am Montag nach Italien zurückgekehrt. Gegen den 52-Jährigen läuft seit Jahren ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung. Zuletzt hatte Maradonas Verteidiger behauptet, dass sein Mandant die langjährigen Probleme mit der italienischen Steuerbehörde gelöst habe. Die italienischen Behörden bestritten allerdings eine Einigung. Maradona war 2005 wegen Unregelmäßigkeiten während seiner Zeit beim SSC Neapel (1984 bis 1991) zur Zahlung von 37,2 Millionen Euro verurteilt worden. Die italienische Justiz hatte den Fall 2011 neu aufgerollt.

Italien | 24.02.2013

Palermo holt Trainer Gasperini zurück

Nicht einmal drei Wochen nach seiner Entlassung beim US Palermo sitzt Gian Piero Gasperini wieder auf dem Trainerstuhl des italienischen Fußball-Erstligisten.

Palermo - Kurioser Trainerwechsel in der Serie A: Nicht einmal drei Wochen nach seiner Entlassung beim US Palermo sitzt Gian Piero Gasperini wieder auf dem Trainerstuhl des italienischen Fußball-Erstligisten. Das Schlusslicht trennte sich am Sonntag vom neuen Coach Alberto Malesani und installierte dessen Vorgänger als Nachfolger. Das gab der Klub nach dem 0:0 gegen den FC Genua bekannt.

"Malesani ist ein großartiger Trainer, wir danken ihm für seine Leistungen. Die Entscheidung schien uns die einzig mögliche in unserer schwierigen Situation", hieß es in einem Statement des Vereins.

Palermo hat als Letzter der Serie A sechs Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und wartet seit Ende November auf einen Sieg. Malesani war bereits der dritte Trainer bei den Sizilianern in der laufenden Saison und führte das Team in drei Einsätzen zu drei Unentschieden.

Italien | 17.02.2013

Serie A: Niederlagen für Neapel und Juventus

Der SSC Neapel hat im Kampf um die italienische Meisterschaft einen Dämpfer hinnehmen müssen. Die Neapolitaner kamen gegen Ex-Meister Sampdoria Genua nicht über ein 0:0 hinaus.

Neapel - Der SSC Neapel hat im Kampf um die italienische Fußball-Meisterschaft einen Dämpfer hinnehmen müssen. Drei Tage nach dem 0:3 im Zwischenrunden-Hinspiel der Europa League gegen Viktoria Pilsen kamen die Neapolitaner gegen Ex-Meister Sampdoria Genua nicht über ein 0:0 hinaus und ließen den Patzer von Tabellenführer Juventus Turin ungenutzt.

Der Rekordmeister hatte am Samstag durch einen Treffer von Altstar Francesco Totti beim AS Rom mit 0:1 (0:0) verloren. Pokalsieger Neapel hat mit 51 Zählern vier Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter.

Inter Mailand (43 Punkte) verpasste den Sprung auf Platz drei durch ein 1:4 (0:2) beim AC Florenz (42). Der Ex-Hoffenheimer Marvin Compper saß bei Florenz 90 Minuten auf der Bank.

Lazio Rom (44) kann am Montag ohne den verletzten Nationalspieler Miroslav Klose wieder Rang drei vom AC Mailand (44) übernehmen. Der Europa-League-Gegner von Borussia Mönchengladbach gastiert bei Schlusslicht AC Siena.

Italien | 17.02.2013

Neapel-Spieler Hamsik überfallen und beraubt

Der slowakische Fußball-Nationalspieler Marek Hamsik ist nach dem 0:0 seines SSC Neapel gegen Sampdoria Genua mit einer Waffe bedroht und ausgeraubt worden.

Neapel - Der slowakische Fußball-Nationalspieler Marek Hamsik ist nach dem 0:0 seines SSC Neapel gegen Sampdoria Genua mit einer Waffe bedroht und ausgeraubt worden. Wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtet, wurde Hamsik eine wertvolle Uhr geraubt. Der 25-Jährige blieb bei dem Überfall am Sonntag aber unverletzt.

Laut Medienberichten hatte Hamsik kurz mit seinem Wagen auf der Autobahn gestoppt, als er mit seiner Frau auf dem Weg zum Flughafen war. Dann näherten sich drei maskierte Männer auf Motorrollern und schlugen eine Scheibe des Wagens ein. Neapel hat den Vorfall zunächst nicht kommentiert.

Italien | 14.09.2012

Conte auch in der Champions League gesperrt

Juventus Turin muss auch in der Champions League auf Trainer Conte verzichten. Das Disziplinar-Komitee der FIFA übernahm am Freitag die zehnmonatige Sperre gegen den 43-Jährigen.

Zürich - Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin muss auch in der Champions League auf Trainer Antonio Conte verzichten. Das Disziplinar-Komitee der FIFA übernahm am Freitag die zehnmonatige Sperre gegen den 43-Jährigen, der damit am Mittwoch im Spiel bei Titelverteidiger FC Chelsea nicht auf der Bank der Alten Dame sitzen kann. "Die Sperre betrifft alle Arten von Spielen, einschließlich nationaler, internationaler, offizieller und Freundschaftsspiele", teilte die FIFA mit.

Conte war vom italienischen Fußballverband FIGC verurteilt worden, weil er in der Saison 2010/11 bei seinem Ex-Klub AC Siena von einer Ergebnisabsprache gewusst und diese nicht angezeigt habe. Conte bestreitet die Vorwürfe. Der letztinstanzliche Schiedsspruch des obersten Sportgerichts in Italien wird bis Ende September erwartet.

Italien | 22.08.2012

Juve-Coach Conte bleibt zehn Monate gesperrt

Trainer Antonio Conte vom italienischen Fußball-Meister Juventus Turin bleibt im Zuge des Manipulationsskandals für zehn Monate gesperrt.

Rom - Trainer Antonio Conte von Meister Juventus Turin und der bisherige Zweitligist US Lecce waren am Mittwoch im Manipulationsskandal des italienischen Fußballs die großen Verlierer der Berufungsverhandlungen. Conte bleibt wegen unterbliebener Weitergabe von Kenntnissen über Manipulationen für zehn Monate gesperrt, und Lecce wurde wegen seiner Rolle in der Affäre vom Sportgericht des nationalen Verbandes FIGC zum Zwangsabstieg in die dritte Liga verurteilt.

Strahlend verließen hingegen Nationalspieler Leonardo Bonucci und sein Juve-Kollege Simone Pepe nach neuerlichen Freisprüchen den Gerichtssaal. Auch Marco Di Vaio (ehemals FC Bologna, mittlerweile Montreal Impact) kann weiter als Profi spielen. Bestätigt dagegen wurde die dreijährige Sperre gegen Emanuele Pesoli von Zweitligist Hellas Verona ungeachtet seines aufsehenerregenden Hungerstreiks vor der Verbandszentrale in der Vorwoche.

Im "Fall Conte" sah auch das Sportgericht als erwiesen an, dass der Coach 2011 als damaliger Trainer des AC Siena Kenntnisse über Spielmanipulationen hatte und seine Informationen nicht gemeldet hat. Chefankläger Stefano Palazzi hatte ursprünglich sogar eine 15-monatige Sperre für Turins Meister-Coach, der vor rund drei Monaten von einem verhafteten Profi belastet worden war, gefordert. Conte hat alle Vorwürfe stets bestritten. Einen Antrag des Trainers in der ersten Instanz auf einen Vergleich hatte die Disziplinarkommission überraschend abgelehnt.

Juves Klubpräsident Andrea Agnelli bezeichnete die Strafe im Anschluss der Berufungsverhandlungen als "tiefe Ungerechtigkeit" und kündigte an, erneut Einspruch einlegen zu wollen. "Die Sportjustiz führt in Italien oberflächliche Prozesse mit barbarischen Methoden", wetterte Agnelli.

Der Verdacht gegen Bonucci wegen vermeintlicher Manipulationen im Jahr 2010 während seines Engagements beim AS Bari hatte vor der EM für Aufregung im Lager der Squadra Azzurra gesorgt. Wie schon die Disziplinarkommission in erster Instanz erachtete jedoch auch das Sportgericht die belastenden Aussagen von Bonuccis früherem AS-Kollegen Andrea Masiello als unglaubwürdig, obwohl Palazzi in der Berufung eine dreieinhalbjährige Sperre und damit ein sechs Monate längeres Berufsverbot als in erster Instanz gefordert hatte. Pepe konnten Kenntnisse über Manipulationen ebenso nicht nachgewiesen werden wie Di Vaio eine Beteilung am Sportbetrug.

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