SID-IMAGES/AFP/ALEXANDER HASSENSTEIN

BL | 19.11.2013

Seifert glaubt nicht an Umverteilung der Gelder

Die Spitze der Deutschen Fußball Liga glaubt derzeit nicht an die Umverteilung der Gelder im europäischen Fußball von den reichen zu den ärmeren Vereinen.

Frankfurt/Main - Die Spitze der Deutschen Fußball Liga (DFL) glaubt derzeit nicht an die von vielen Seiten geforderte Umverteilung der Gelder im europäischen Fußball von den reichen zu den ärmeren Vereinen. "Ich glaube, Klubs wie Bayern oder Dortmund hätten gar nicht so ein großes Problem damit, wenn die UEFA 10 oder 15 Millionen Euro weniger an die Champions-League-Klubs ausschüttet. Sie würden weniger Gewinn machen, aber der AC Mailand und andere würden mehr Verlust machen. Deshalb wird eine Umverteilung kurzfristig und europaweit schwierig durchzusetzen sein", sagte DFL-Chef Christian Seifert der Sport Bild.

Zuletzt hatte vor allem Vorstandsboss Heribert Bruchhagen vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt immer wieder für eine Umverteilung plädiert. Frankfurts Manager Bruno Hübner fordert nun eine Reform der Champions League, damit es in der Liga nicht dauerhaft zur Vorherrschaft der Topteams von Bayern München und Borussia Dortmund kommt. "Eine Idee könnte sein, dass die Pokalsieger aus allen europäischen Ligen in der Champions League spielen und nicht in der Europa League. Dadurch hätten auch andere Vereine mal die Chance auf die großen Einnahmen", äußerte Hübner.

Vor wenigen Wochen hatte sich bereits Hübners Kollege vom Lokalrivalen FSV Mainz 05 für eine Reform der Königsklasse ausgesprochen. Laut Christian Heidel sollte in der Champions League "maximal der Zweite eines Landes" mitspielen: "Die UEFA vergisst die Europa League. Ich würde viel mehr Geld investieren, damit die Europa League interessanter wird."

Der ehemalige Meister-Trainer Felix Magath hatte angesichts der Dominanz von Bayern und Dortmund vor wenigen Tagen sogar eine separate europäische Liga ins Gespräch gebracht. "Eigentlich müsste man sie aus dem nationalen Wettbewerb ausschließen - eine Europa-Liga wäre ehrlicher. Ich sehe die Bundesliga als einen Wettbewerb, bei dem der erste Platz fest an Bayern München vergeben ist", sagte der 60-Jährige: "Die Klubs, die ständig in der Champions League spielen, haben riesige Vorteile."

WM | 23.10.2013

Niersbach: Kein Poker um WM-Prämien

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sieht Verhandlungen mit den Fußball-Nationalspielern über die Prämien für die WM 2014 in Brasilien gelassen entgegen.

Frankfurt/Main - DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sieht Verhandlungen mit den Fußball-Nationalspielern über die Prämien für die WM 2014 in Brasilien gelassen entgegen. "Das wird im Rahmen bleiben. Den Poker mit zugezogenen Gardinen und gedämpftem Licht hat es ja schon lange nicht mehr gegeben", sagte der 62-Jährige vor dem Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes in Nürnberg.

Für die erfolgreiche Qualifikation hatten acht Spieler der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw die Maximalsumme von 200.000 Euro kassiert, insgesamt schüttete der Verband rund vier Millionen Euro aus.

DFB | 11.10.2013

Hövelriege mit Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet

Der Sport- und Jugendclub Hövelriege (Kreis Paderborn) ist in Köln mit dem Julius-Hirsch-Preis des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgezeichnet worden.

Frankfurt/Main - Vor dem Länderspiel der Nationalmannschaft gegen Irland ist der Sport- und Jugendclub Hövelriege (Kreis Paderborn) in Köln mit dem Julius-Hirsch-Preis des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgezeichnet worden. Die mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Auszeichnung in Gedenken an den in Auschwitz ermordeten deutschen Nationalspieler jüdischen Glaubens vergab eine Jury unter Leitung des DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach.

Hövelriege erhielt den Preis aufgrund einer Sommerfahrt zu den Gedenkstätten in den griechischen Orten Kalavrita und Distormo. Dort war es 1943 und 1944 zu Massakern durch deutsche Wehrmacht und SS gekommen.

Den zweiten Preis erhielten die Ultras Nürnberg. Gemeinsam mit dem 1. FC Nürnberg wurden sie für eine Choreografie im Derby gegen Bayern München und eine anschließende Veranstaltung in Erinnerung an den ehemaligen jüdischen Club-Trainer Jenö Konrad ausgezeichnet.

Der Ehrenpreis ging an den Journalisten Ronny Blaschke, der in seinem Buch "Angriff von Rechtsaußen" die Auswirkungen rechtsextremer Einstellungen auf den Fußball beschrieben hat und sich seit Jahren mit dem Einfluss von rechts auf den Profisport beschäftigt.

Champions League | 26.05.2013

FC Bayern erreicht München bei strömendem Regen

Im strömendem Regen ist der FC Bayern nach dem Sieg in der Champions League am späten Sonntagnachmittag nach München zurückgekehrt.

München - Im strömendem Regen ist der FC Bayern nach dem Sieg in der Champions League am späten Sonntagnachmittag nach München zurückgekehrt. Um 17.30 Uhr setzte der Airbus A30, auf den in Höhe des Cockpits ein großer Bayern-Schal aufgemalt war, auf dem Flughafen im Erdinger Moos auf.

Empfangen wurde die Mannschaft auf einem abgesperrten Teil des Rollfeldes bei zusätzlich starkem Wind allerdings lediglich von Medienvertretern und einigen Flughafen-Mitarbeitern, die zum Teil in Bayern-Kluft erschienen waren. Auf einen "großen Bahnhof" und eine Feier mit ihren Fans hatten die Bayern bewusst verzichtet.

Mit dem "Henkelpott in der Hand" stiegen anschließend Trainer Jupp Heynckes und Philipp Lahm als erste die bereitgestellte Treppe herunter, kurz dahinter folgten Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller. Die Spieler trugen blaue T-Shirts mit dem weißen Aufdruck: "Mian san Champions." Am Fuße der Gangway lag ein roter Teppich.

Nach dem Aussteigen drängten die Spieler bei Temperaturen von lediglich sechs Grad Celsius in den bereitgestellten Mannschaftsbus. "Das Wetter ist scheiße", stellte der nie um einen Spruch verlegene Müller mit einem Grinsen fest. "Für das Wetter kann ja keiner was", ergänzte Lahm im ZDF.

Die Münchner haben nun am Montag frei, danach beginnt schon die Vorbereitung auf das DFB-Pokalfinale am kommenden Samstag in Berlin gegen den VfB Stuttgart. "Klar, wir wollen das Triple gewinnen. Wir werden uns konzentriert darauf vorbereiten", sagte Lahm.

Bundesliga | 12.05.2013

Seehofer reicht Hoeneß bei Meisterfeier die Hand

Der wegen seiner Steueraffäre in die Kritik geratene Uli Hoeneß hat Zuspruch erhalten. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer lobte den Bayern-Präsidenten auf der Meisterfeier.

München - Der wegen seiner Steueraffäre in die Kritik geratene Uli Hoeneß hat Zuspruch von höchster Stelle erhalten. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer lobte den Präsidenten von Fußball-Rekordmeister Bayern München auf der Meisterfeier des Klubs im Münchner Postpalast demonstrativ für dessen Lebenswerk, den FC Bayern. Hoeneß erhielt minutenlang Standing Ovations von den anwesenden 500 Gästen. Der 61-Jährige ging zu Seehofer auf die Bühne, wo sich beide die Hand reichten.

Seehofer, der seit Januar vom Steuerfall Hoeneß wusste, hatte sich zuletzt öffentlich ein wenig vom langjährigen Bayern-Manager distanziert. "Steuersünder werden in Bayern genauso nachhaltig verfolgt wie anderswo", sagte Seehofer, der Fall Hoeneß sei "schwerwiegend" und müsse mit den Mitteln des Rechtsstaats bewertet, aufgeklärt und entschieden werden. "Ich pflege Partnerschaften, aber bei mir gibt es keine Kumpanei", stellte er zudem klar.

Allerdings nannte er es auch "vertretbar", dass Hoeneß "bis zur vorläufigen Klärung der Angelegenheit als Präsident im Amt bleibt". Hoeneß nicht zum Rücktritt zu drängen, gebiete seiner "persönlichen Auffassung nach der Respekt vor seinem Lebenswerk, das einzigartig ist".

DFB | 08.12.2012

Niersbach: Sicherheitskonzept ohne Verzögerung

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wünscht sich am kommenden Mittwoch ein klares Votum für das umstrittene Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Köln - DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wünscht sich am kommenden Mittwoch ein klares Votum für das umstrittene Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL). Für eine weitere Verzögerung sieht der 62-Jährige keinen Grund. "Ich wüsste nicht, was eine Verschiebung bringen sollte. Unsere gemeinsame Position ist völlig klar: Wir sind für den Erhalt von Stehplätzen. Wir sind für eine verstärkte Präventivarbeit in den Fan-Projekten, da sind wir auch bereit, höhere Finanzmittel zur Verfügung zu stellen", sagte Niersbach im Interview mit der Bild am Sonntag.

Ein Stadion, sagte Niersbach, sei "kein rechtsfreier Raum". Die Maßnahmen seien "im Sinne der großen Masse der Fans, für 99,95 Prozent der Zuschauer". Es sei zwar vermessen, zu glauben, dass mit dem Sicherheitskonzept alle Probleme gelöst wären: "Aber wir brauchen klare und stabile Leitplanken, die in allen Stadien halten."

Eine von der Polizei geforderte Beteiligung der Vereine an den Kosten für die Sicherheitsmaßnahmen lehnt der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ab: "Nehmen wir mal ein Stadion mit 50.000 Zuschauern - der Verein zahlt Steuern, die Fußballer, die Zuschauer. Das sind riesige Geldbeträge, die durch eine einzige Veranstaltung zustande kommen. Und im Gegenzug leistet der Staat das, was er auch bei Volksfesten, Ausstellungen oder Parteitagen macht: Er ist verantwortlich für die Sicherheit."

Auch der designierte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig gibt sich im Interview mit dem Deutschland-Radio überzeugt, dass das Sicherheitskonzept beschlossen wird. Eine Verschiebung wäre "auch das falsche Signal", sagte Rettig, der jedoch Fehler aufseiten der DFL sieht: "Wir haben den Fan in seiner Gesamtheit zu spät mitgenommen."

DFB | 07.12.2012

Niersbach wirbt für mehr Respekt

Nach dem Angriff auf einen Linienrichter hat DFB-Präsident Niersbach in einen Brief an alle Fußballvereine in Deutschland um Respekt im Umgang mit den Schiedsrichtern geworben.

Frankfurt/Main - Nach dem tödlichen Angriff auf einen Linienrichter in den Niederlanden hat DFB-Präsident Wolfgang Niersbach in einen Offenen Brief an alle 25.641 Fußballvereine in Deutschland um Respekt im Umgang mit den Schiedsrichtern geworben. "Das Engagement der vielen Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen in Deutschland verdient von uns allen höchste Anerkennung. Und wir sollten nicht nur Respekt vor ihrer Leistung haben, sondern auch vor dem jeweiligen Menschen dahinter", schrieb Niersbach nach der "unfassbaren Tat, die uns betroffen macht und die uns gleichzeitig dafür sensibilisieren sollte, wie wichtig Respekt und Rücksicht im Umgang miteinander sind."

"Was in den Niederlanden passiert ist, darf sich niemals auch nur ansatzweise wiederholen. Nicht dort, nicht bei uns, nirgendwo", erklärte der DFB-Präsident weiter: "Wir alle, jeder Verein, jeder Spieler, jeder Zuschauer, sind aufgefordert, unseren Beitrag für ein faires, für ein friedliches Miteinander zu leisten. Niemand darf zulassen, dass aus sportlichem Ehrgeiz Aggression wird, dass aus Emotionalität Hass entsteht, dass Gewalt ins Spiel kommt."

Desweiteren forderte Niersbach alle Adressaten dazu auf, bei Aggressionen gegen Schiedsrichter auch einzuschreiten. "Wir alle sind aufgerufen, weiter entschlossen und gemeinsam für Respekt und Rücksicht einzustehen und sehr genau hinzusehen, wenn auf und neben den Plätzen beleidigt, diskriminiert, geschlagen und getreten wird", schrieb er: "Gerade die Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen brauchen dabei unseren besonderen Schutz. Ohne sie wären die rund 1,6 Millionen Fußballspiele im Jahr gar nicht erst möglich. Ohne sie gäbe es den flächendeckend geregelten Wettbewerb nicht."

EM | 06.12.2012

Rummenigge bringt Spielort München ins Gespräch

Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hat sich nach der Entscheidung, die Fußball-EM 2020 in mehreren Ländern auszutragen, für München als Spielort ausgesprochen.

München - Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hat sich nach der UEFA-Entscheidung, die Fußball-EM 2020 in mehreren Ländern auszutragen, für München als Spielort ausgesprochen. "Ich hoffe und wünsche mir, dass München als einer dieser Austragungsorte nominiert wird", sagte der 57-Jährige auf SID-Anfrage. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Wolfgang Niersbach, hatte angekündigt, dass sich der DFB "auf jeden Fall mit einer deutschen Stadt bewerben" werde. Bislang wurde vorwiegend über Berlin als Austragungsort spekuliert.

In seiner Funktion als Chef der europäischen Klub-Vereinigung ECA begrüßte Rummenigge eine über den Kontinent verteilte EM. "Ich halte diese Entscheidung in Zeiten eines vereinten Europas für gut. Außerdem zwingt man so in Zeiten der Eurokrise nicht ein, zwei Länder dazu, Geld in infrastrukturelle Maßnahmen zu stecken, sondern greift auf bestehende Strukturen zurück", sagte Rummenigge.

Bundesliga | 12.09.2012

Hoeneß erhält bayerische Staatsmedaille

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß ist für sein soziales Engagement ausgezeichnet worden. Der 60-Jährige erhielt in der Münchner Residenz die bayerische Staatsmedaille.

München - Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß ist für sein soziales Engagement ausgezeichnet worden. Der 60-Jährige erhielt in der Münchner Residenz aus den Händen der bayerischen Sozialministerin Christine Haderthauer die bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste. Haderthauer würdigte Hoeneß' Leistungen. Diesen gingen "weit über das normale Maß hinaus", sagte sie.

Neben dem Präsidenten des Fußball-Rekordmeisters wurden 14 weitere Personen ausgezeichnet. "Wir wissen alle, dass wir auf der Sonnenseite des Lebens stehen, und einen Teil dieser Sonne sollten wir abgeben", sagte Hoeneß. Unter anderem hatte Hoeneß die Dominik-Brunner-Stiftung gegründet, die sich für Zivilcourage einsetzt. Brunner war vor drei Jahren in München-Solln ums Leben gekommen, als er Kinder vor zwei jugendlichen Schlägern schützen wollte und selbst angegriffen wurde.

Bundesliga | 27.08.2012

Financial Fairplay: Rummenigge fordert Überwachung

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat angesichts der Millionen-Ausgaben Paris St. Germains das Financial Fairplay der UEFA hinterfragt.

München - Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat angesichts der Millionen-Ausgaben des französischen Fußball-Erstligisten Paris St. Germain das Financial Fairplay der UEFA hinterfragt. "Gerüchtweise hört man, dass Paris wohl einen internationalen Verlust-Rekord aufstellt. Es wurde uns mal versichert, dass man das Financial Fairplay seriös angeht und umsetzt. Jetzt ist die UEFA gefragt, da auch genau hinzuschauen", sagte der 56-Jährige dem Münchner Merkur (Dienstag-Ausgabe).

Rummenigge forderte die UEFA zu einer genaueren Überwachung auf. "Ich habe den Eindruck, die Leute im Kontrollgremium glauben, dass sich die Dinge von alleine regeln", sagte Rummenigge. Im Zweifel solle die UEFA einen Präzedenzfall schaffen und einem namhaften Klub die Teilnahme an der Champions League verweigern. "Sonst sagt sich doch bald der eine oder andere Klub: 'Ja, sind wir denn blöd? Wir erfüllen die Kriterien der UEFA - und die anderen scheren sich darum nichts!'", so Rummenigge.

Der durch die Millionen einer Investorengruppe aus Katar aufgerüstete Hauptstadt-Klub Paris hatte unter anderem Zlatan Ibrahimovic und Thiago Silva im Paket für 62 Millionen Euro vom AC Mailand geholt.

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