SID-IMAGES/AFP/ALEJANDRO PAGNI

International | 11.03.2013

River-Plate-Fan niedergestochen

Gewalt bleibt die Geißel des argentinischen Fußballs. Trotz zwei Todesfällen durch Krawalle seit Februar sorgten Fans am vergangenen Wochenende erneut für Schreckensnachrichten.

Buenos Aires - Gewalt bleibt die Geißel des argentinischen Fußballs. Trotz zwei Todesfällen durch Krawalle seit Ende Februar sorgten Hooligans am vergangenen Wochenende erneut für Schreckensnachrichten. Vor dem Erstliga-Punktspiel zwischen River Plate Buenos Aires und Colon (2:1) wurde am Sonntag bei gewalttätigen Auseinandersetzungen rivalisierender Anhänger nach Polizeiangaben ein Fan der Gastgeber in der Nähe des Stadions niedergestochen. Tags zuvor schon hatten Hooligans von San Martin kurz vor Abpfiff des Punktspiels gegen Racing Club Buenos Aires beim Stand von 0:3 durch Ausschreitungen den Abbruch der Begegnung provoziert.

In den vergangenen Tagen waren zwei Menschen durch Gewaltexzesse von Fußball-Hooligans ums Leben gekommen. Zu Monatsbeginn starb bei einem Zweitliga-Spiel ein 31-Jähriger durch einen Schuss in die Brust. Ende Februar erlag ein Anhänger des Erstligisten Tigre seinen Verletzungen, die er mehrere Tage zuvor bei einer Schießerei vor dem Spiel seines Klubs gegen River Plate erlitten hatte.

Die Messer-Attacke auf den River-Plate-Fan war am vergangenen Sonntag der traurige Höhepunkt der Krawalle beim Spiel in Buenos Aires. Wie schwer der Mann verletzt worden ist, teilten die Behörden nicht mit. Die Polizei berichtete zudem von schweren Schlägereien zwischen Fan-Gruppen beider Teams auf einer Stadtautobahn der argentinischen Metropole.

In San Martin hatten die Fans der Platzherren zahlreiche Gegenstände auf das Spielfeld geworfen und versucht, über die Absperrgitter in den Innenraum der Arena zu gelangen. Weil die Polizei die Situation offenbar nicht in den Griff bekommen konnte, entschloss sich der Schiedsrichter zum Abbruch.

International | 25.02.2013

Argentinien: 13 Verletzte bei Schießerei

Bei einer Schießerei im Vorfeld des Duells zwischen den argentinischen Fußball-Erstligisten River Plate und Tigre sind am Sonntag 13 Menschen verletzt worden.

Buenos Aires - Bei einer Schießerei im Vorfeld des Duells zwischen den argentinischen Fußball-Erstligisten River Plate und Tigre sind am Sonntag 13 Menschen verletzt worden. Auslöser des Vorfalls mit Beteiligung beider Fan-Lager war laut Behörden in Victoria, einem Vorort von Buenos Aires, eine kriminelle Bande. "Es geht um Geld und die Kontrolle wichtiger Geschäfte. Diese Mafia wird von den Klubs toleriert und ist bewaffnet", sagte Monica Nizzardo von der Organisation "Save Football" ("Rettet den Fußball").

Nizzardo erhob schwere Vorwürfe gegen die argentinischen Fußball-Funktionäre: "Die Klub-Direktoren tragen einen Großteil der Verantwortung, genau wie der argentinische Fußball-Verband, die Justiz und die Polizei." Ihren Angaben nach hat Gewalt im Fußball in Argentinien seit dem Jahr 1979 165 Menschen das Leben gekostet.

International | 05.02.2013

Appell: Maradona möchte nach Italien zurückkehren

Fußball-Idol Diego Maradona hat einen Appell an die italienische Politik gerichtet, die ihm wieder die Rückkehr nach Italien ermöglichen soll.

Rom - Fußball-Idol Diego Maradona hat einen Appell an die italienische Politik gerichtet, die ihm wieder die Rückkehr nach Italien ermöglichen soll. Der Argentinier, gegen den der italienische Fiskus ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung führt, beteuerte in einer von dem TV-Kanal Sky Tg 24 gesendeten Videobotschaft, dass er kein Steuersünder sei.

"Ich bin kein Steuerhinterzieher, und es ist ungerecht, dass ich nicht nach Italien zurückkehren darf. Ich habe nichts gestohlen. Es gibt keine Beweise, um mich zu verfolgen. Ich werde einen Appell an Italiens Staatschef Giorgio Napolitano richten, damit man mir die Rückkehr nach Neapel ermöglicht", betonte Maradona.

In der vergangenen Woche hatte Maradonas Verteidiger behauptet, dass der argentinische Weltmeister von 1986 seine langjährigen Probleme mit der italienischen Steuerbehörde gelöst habe. Der Fiskus hatte von Maradona 40 Millionen Euro verlangt. Die italienischen Behörden bestritten allerdings eine Einigung. Sie drohten Maradona sogar mit einer Klage, da der Anwalt Informationen verbreite, die nicht der Position der Behörden entsprechen würden.

Maradona war 2005 wegen Unregelmäßigkeiten während seiner Zeit beim SSC Neapel (1984 bis 1991) zur Zahlung von 37,2 Millionen Euro verurteilt worden. Die italienische Justiz hatte den Fall 2011 neu aufgerollt.

Maradona hatte zuletzt immer wieder betont, er wolle eine Geschichte beenden, die sein "Leben vergiftet" und ihn vieler Gelegenheiten beraubt habe. "Sie hat mir aber vor allem 18 Jahre Liebe der Neapolitaner entzogen. Ich bin kein Steuersünder, daher ist diese Situation für mich besonders bitter", sagte Maradona.

Der einstige Weltstar wird in Neapel noch immer wie ein Held verehrt. Er führte Napoli 1987 und 1990 zur Meisterschaft sowie 1989 zum Gewinn des UEFA-Pokals.

Italien | 19.01.2013

Fotograf wegen Spieler-Erpressung verurteilt

Der italienische Skandal-Fotograf Fabrizio Corona ist vom Kassationsgericht in Rom letztinstanzlich zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

Rom - Der italienische Skandal-Fotograf Fabrizio Corona ist vom Kassationsgericht in Rom letztinstanzlich zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Dutzende Prominente, darunter mehrere Fußball-Stars, waren von dem Fotografen und seinen Komplizen erpresst worden. Corona hatte Sportlern, Politikern und TV-Sternchen des Landes gedroht, Fotos von ihnen zu veröffentlichen, falls sie ihn nicht bezahlten. Der Paparazzi-Skandal war 2007 aufgeflogen.

Die Polizei wollte Corona verhaften, konnte ihn in seiner Mailänder Wohnung aber nicht auffinden. Italienische Medien spekulieren, dass der 38-Jährige geflüchtet ist.

Zu den Opfern Coronas zählten unter anderem der französische Fußball-Star David Trezeguet, der zugegeben hatte, 20.000 Euro für 20 kompromittierende Fotos mit einem Model bezahlt zu haben. Ex-Profi Francesco Coco zahlte 6.000 Euro für Bilder, die ihn mit einer Frau vor einer Mailänder Diskothek zeigen. Corona hatte gedroht, die Bilder so zu manipulieren, dass die Frau als ein Transvestit dargestellt werde.

Der Motorrad-Pilot Marco Melandri wurde von Corona unter Druck gesetzt, nachdem er von den Paparazzi mit einem Pornostar fotografiert worden war. Corona verlangte 10.000 Euro, um die Fotos nicht an Magazine zu verkaufen. Melandri weigerte sich jedoch.

Corona hatte stets seine Unschuld beteuert. Es sei in der Branche üblich gewesen, Prominenten den Kauf von Bildern anzubieten. Das könne nicht als Erpressung betrachtet werden.

International | 19.01.2013

Debakel für Argentiniens und Brasiliens U20

Debakel für den Nachwuchs der Fußball-Großmächte Argentinien und Brasilien: Beide Teams schieden bei der Copa América der U20-Junioren in der Gruppenphase aus.

San Juan - Historisches Debakel für den Nachwuchs der südamerikanischen Fußball-Großmächte Argentinien und Brasilien: Sowohl der Gastgeber der diesjährigen Copa América der U20-Junioren als auch der Titelverteidiger schieden beim Turnier in Argentinien bereits in der Gruppenphase aus. Damit haben beide Teams auch eines der vier zu vergebenen Tickets für die U20-Weltmeisterschaft (21. Juni bis 13. Juli) in der Türkei verpasst.

Der sechsmalige Junioren-Weltmeister Argentinien konnte seinen Heimvorteil nicht nutzen und belegte mit nur einem Sieg aus vier Spielen Platz vier in seiner Gruppe. Brasilien, das die letzten drei Südamerika-Turniere gewonnen hatte, musste sich am Freitagabend in San Juan mit einem 0:2 gegen Peru und mit ebenfalls nur einem Sieg auf der Habenseite verabschieden. In einer Sechsergruppe werden nun die vier WM-Teilnehmer ausgespielt.

International | 31.12.2012

Neymar wieder "König Amerikas"

Brasiliens Ausnahmespieler Neymar bleibt im südamerikanischen Fußball das Maß aller Dinge.

Montevideo - Brasiliens Ausnahmespieler Neymar bleibt im südamerikanischen Fußball das Maß aller Dinge. Bei der Wahl zum "König Amerikas" der uruguayischen Zeitung "El Pais" für Profis aus Vereinen auf dem amerikanischen Kontinent wiederholte der Stürmer vom brasilianischen Spitzenklub FC Santos seinen Erfolg aus dem Vorjahr. Von 438 teilnehmenden Sportjournalisten stimmten 199 für den 20-Jährigen. Wegen der Begrenzung des Kandidatenkreises standen Stars wie der argentinische Weltfußballer und Tor-Weltrekordler Lionel Messi vom spanischen Nobelverein FC Barcelona nicht zur Wahl.

Hinter Neymar, der im vergangenen Jahr als erster Brasilianer seit Romario 2000 die Wahl gewann, belegte der frühere Bundesliga-Profi Paolo Guerrero vom brasilianischen Klub-Weltmeister Corinthians São Paulo deutlich abgeschlagen mit 50 Stimmen Rückstand den zweiten Platz. Zum besten Trainer wurde Kolumbiens argentinischer Nationaltraier José Pekerman gekürt.

International | 11.12.2012

Boca Juniors trennen sich von Trainer Falcioni

Der argentinische Fußball-Traditionsklub Boca Juniors hat sich von seinem Trainer Julio César Falcioni getrennt, nachdem Fans lautstark dessen Rauswurf gefordert hatten.

Buenos Aires - Der argentinische Fußball-Traditionsklub Boca Juniors hat sich von seinem Trainer Julio César Falcioni getrennt, nachdem Fans lautstark dessen Rauswurf gefordert hatten. "Ich möchte den Fans und Mitgliedern mitteilen, dass wir uns nach einem Gespräch mit Falcioni dazu entschieden haben, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Nach den Vorkommnissen am Samstag haben wir gemerkt, dass es schwer werden würde, unter diesem Druck weiter zu arbeiten", erklärte Präsident Daniel Angelici. "La Bombonera hat gesprochen, und da können wir nicht hochmütig sein", sagte Angelici weiter.

Nach dem 2:1 gegen Godoy Cruz am vergangenen Samstag im letzten Apertura-Meisterschaftsspiel der Saison hatte Falcioni sich im Stadion Bombonera ein Pfeifkonzert anhören müssen. Trotz seiner Erfolge mit den Boca Juniors, zu denen unter anderem die Meisterschaft 2011 gehört, waren die Fans gegen den 56 Jahre alten ehemaligen Torhüter.

International | 29.11.2012

River Plate holt Erfolgstrainer Díaz zurück

Der argentinische Rekordmeister River Plate Buenos Aires knüpft an die Vergangenheit an, um in Zukunft wieder Erfolge zu feiern und holt Trainer Ramón Díaz zurück.

Buenos Aires - Der argentinische Rekordmeister River Plate Buenos Aires knüpft an die Vergangenheit an, um in Zukunft wieder Erfolge zu feiern. Ramón Díaz, der zwischen 1996 und 2002 fünf Meisterschaften mit dem Klub geholt hatte, kehrt als Trainer ins El Monumental zurück. Díaz wird damit Nachfolger des entlassenen Matias Almeyda.

Im vergangenen Jahr war River Plate erstmals nach 80 Jahren in die Primera B Nacional abgestiegen, hatte unter Almeyda allerdings sofort die Rückkehr geschafft. Nach 17 von 19 Spieltagen der ersten Halbjahres-Meisterschaft liegt River auf Platz neun, mit zwölf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Vélez Sársfield.

International | 23.11.2012

Brasilien wirft Menezes raus

Fußball-Rekordweltmeister Brasilien hat am Freitag überraschend Nationaltrainer Mano Menezes entlassen.

São Paulo - - Fußball-Rekordweltmeister Brasilien hat am Freitag überraschend Nationaltrainer Mano Menezes entlassen. Der Nachfolger des 50-Jährigen, der am Mittwoch die Seleção noch zum Titel im "Superclásico de las Américas" gegen Erzrivalen Argentinien im Elfmeterschießen geführt hatte, soll erst im neuen Jahr ernannt werden. Dies vermelden übereinstimmend Medien in Brasilien. Eine offizielle Bestätigung vom Verband CBF erfolgte zunächst nicht.

Mit der Gastgeber-Elf der kommenden WM hatte Menezes 21 Siege bei je sechs Niederlagen und Unentschieden eingefahren. Als Nachfolgekandidaten werden die Ex-Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari und Vanderlei Luxemburgo sowie Santos-Trainer Muricy Ramalho genannt.

Menezes hatte im Juli 2010 nach dem vorzeitigen WM-K.o. Dunga beerbt und sollte dem Team ein neues Gesicht für die WM-Endrunde 2014 verleihen. Doch die verpassten Titel bei der Copa América und zuletzt bei den Olympischen Spielen in London hatten den Trainer, der 2009 mit dem SC Corinthians Pokalsieger geworden war, zunehmend in die Kritik gebracht.

International | 22.11.2012

Brasilien gewinnt Superclásico im Elfmeterschießen

Brasiliens Fußballer haben den "Superclásico de las Américas" gegen Argentinien im Elfmeterschießen mit 4:3 für sich entschieden. Superstar Neymar behielt vom Punkt die Nerven.

Buenos Aires - Brasiliens Fußballer haben den "Superclásico de las Américas" gegen Argentinien im Elfmeterschießen für sich entschieden. Superstar Neymar behielt vom Punkt die Nerven und erzielte das entscheidende Tor zum 4:3-Sieg.

Nach 90 Minuten hatte Argentinien mit einem 2:1 (0:0) die Niederlage im Hinspiel ausgeglichen und das Elfmeterschießen erzwungen. Ignacio Scocco (81./89.) hatte die Gastgeber im La Bombonera in Buenos Aires zweimal in Führung geschossen, Fred traf zum zwischenzeitlichen 1:1 (83.).

Beim Superclásico verzichten die Nationaltrainer auf die Stars der europäischen Topligen und setzen auf heimische Profis. So blieb auch Superstar Lionel Messi in Barcelona.

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