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Bundesliga | 04.12.2013

Schürrle: Premier League stärker als Bundesliga

Nationalspieler André Schürrle findet die englische Premier League stärker als die Fußball-Bundesliga.

Köln - Nationalspieler André Schürrle findet die englische Premier League stärker als die Fußball-Bundesliga. "Die Bundesliga hat sich unglaublich gut entwickelt, aber die Premier League ist in der Spitze noch ein Stück besser", sagte der 23-Jährige im Interview mit dem Sport-Nachrichtensender Sky Sport News HD und schob die Begründung hinterher: "Es gibt hier vier, fünf, sechs Mannschaften, die eine unglaublich große Qualität und einen unglaublich großen Kader in ihren Reihen haben."

Schürrle war im Sommer von Bayer Leverkusen zum FC Chelsea gewechselt. "Wenn man heutzutage als deutscher Nationalspieler irgendwo hinkommt, dann herrscht viel Respekt, weil jeder vor unserer Mannschaft und dem DFB größten Respekt hat", sagte Schürrle, der erneut von seinem Trainer José Mourinho schwärmte: "Auch wenn mich Trainer Mourinho mal nicht aufstellt, habe ich immer das Gefühl, dass er einen Plan mit mir hat und mir vertraut."

England | 29.11.2013

Englischer Wettskandal: Angeklagte vor Gericht

Mit Chann Sankaran (33) und Krishna Sanjey Ganeshan (43) müssen sich am Freitag zwei Angeklagte im Manipulationsskandal im englischen Fußball vor Gericht verantworten.

London - Zwei Angeklagte im Manipulationsskandal im englischen Fußball müssen sich am Freitag vor Gericht verantworten. Chann Sankaran (33) aus Singapur und Krishna Sanjey Ganeshan (43), der die Staatsbürgerschaften von Singapur und Großbritannien besitzt, werden Verschwörung und Betrug vorgeworfen, sie werden einem Richter in Cannock vorgeführt. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. Gegen die zwei mutmaßlichen Mitglieder der Wettmafia war am Donnerstagabend Klage erhoben worden, ihnen droht eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren.

Sankaran und Ganeshan sollen an Spielmanipulationen vom 1. bis 26. November dieses Jahres beteiligt gewesen sein. Insgesamt sind sieben Personen festgenommen worden. Der auf der Insel festgenommene Wettpate aus Singapur hatte nach Angaben der britischen Tageszeitung The Telegraph erklärt, dass er weltweit Spiele manipuliert habe, darunter auch WM- und WM-Qualifikationsspiele. Begegnungen der englischen Premier League sollen nicht betroffen sein. "Wir haben dieses Thema betreffend eng mit den Behörden zusammengearbeitet", sagte ein Sprecher der FA.

Der verurteilte Wettbetrüger Wilson Raj Perumal aus Singapur stritt derweil jegliche Beteiligung ab, auch wenn er Kenntnis von den Manipulationen einräumte. Perumals Name soll in einem verdeckt aufgenommenen Video eines fingierten Verhandlungsgespräches mit einem Mittelsmann des Wettsyndikats gefallen sein.

International | 24.11.2013

Neapel verliert, ManUnited nur Remis

Ein Sieg, zwei Unentschieden, eine Niederlage - so lautet die Bilanz von vier deutschen Champions-League-Gegnern in den Generalproben vor den Duellen am Dienstag und Mittwoch.

Köln - Ein Sieg, zwei Unentschieden, eine Niederlage - so lautet die Bilanz von vier deutschen Champions-League-Gegnern in den Generalproben vor den Duellen am Dienstag und Mittwoch. Der zweimalige italienische Fußball-Meister SSC Neapel kassierte am 13. Spieltag der Serie A vor dem Duell am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) bei Borussia Dortmund gegen den FC Parma eine 0:1 (0:0)-Pleite. Parmas Ex-Nationalstürmer Antonio Cassano (82.) machte mit seinem fünften Saisontor die zweite Pleite für Neapel in Folge perfekt. Zudem fällt der slowakische Mittelfeldspieler Marek Hamsik bei Neapel aus. Der Offensivspieler erhielt in Parma einen Schlag auf den linken Fuß.

Vor dem wichtigen Spiel bei Bundesligist Bayer Leverkusen am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) kam der englische Meister Manchester United nur zu einem 2:2 (2:1) bei Aufsteiger Cardiff City. Für ManUnited, das über weite Stecken enttäuschte und in der Tabelle nur auf Rang sechs liegt, trafen Wayne Rooney (15.) und Patrice Evra (45.). Frazier Campbell (33.) und Kim Bo-Kyung (90.) erzielten die Tore für den stark mitspielenden Unterdog aus Wales.

Dagegen gelang Bayern Münchens kommender Gegner ZSKA Moskau ein Sieg im Derby. Die Gastgeber setzten sich gegen Spartak Moskau mit 1:0 (1:0) durch und liegen als Vierter punktgleich mit den Gästen nur noch drei Zähler hinter Spitzenreiter St. Petersburg. Für ZSKA, das am Mittwoch (18.00 Uhr/Sky) zu Hause auf die Bayern trifft, war der Ivorer Seydou Doumbia bereits in der 8. Minute erfolgreich.

Der rumänische Rekordmeister Steaua Bukarest verteidigte vor dem Duell gegen Schalke 04 am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) die Tabellenführung in Rumänien erfolgreich. Im Spitzenspiel bei CS Pandurii Targu Jiu kam Steaua über ein 1:1 (0:1) aber nicht hinaus. Lukasz Szukala (49.) rettete den Punkt. Eric Pereira (27.) hatte die Gastgeber in Führung geschossen.

International | 19.11.2013

Deutschland erobert erneut das Wembley-Stadion

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat wieder einmal das Wembley-Stadion erobert und bleibt für die Briten in deren Wohnzimmer ein echter Albtraum.

London - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat wieder einmal das Wembley-Stadion erobert und bleibt für die Briten in deren Wohnzimmer ein echter Albtraum. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw gewann den Länderspiel-Klassiker gegen England mit 1:0 (1:0) und erwies sich dabei zum sechsten Mal seit 1975 als Party-Schreck in der englischen Kultstätte. Den Siegtreffer in einer an Höhepunkten armen Partie erzielte ausgerechnet Abwehrchef Per Mertesacker (39.) vom FC Arsenal, der die DFB-Elf in seiner Wahlheimat als Kapitän aufs Feld führen durfte.

Nach dem 1:1 am Freitag in Italien bestand die DFB-Elf damit trotz des Ausfalls zahlreicher Leistungsträger und einiger Unzulänglichkeiten auch den zweiten Härtestet mit Blick auf die WM 2014 in Brasilien. Die ebenfalls qualifizierten Briten tragen nach dem 0:2 am Freitag gegen Deutschlands nächsten Gegner Chile (5. März in Stuttgart) dagegen zwei Heimniederlagen ohne eigenes Tor ins neue Jahr.

Schon mit Anpfiff hatte Roman Weidenfeller deutsche Fußball-Geschichte geschrieben. Der Dortmunder war mit genau 33 Jahren und 106 Tagen der älteste Torhüter-Debütant aller Zeiten in der deutschen Nationalelf und löste damit den "Helden von Bern" Toni Turek ab. Eine Novität stellte in Abwesenheit der verletzten Sami Khedira, Bastian Schweinsteiger und Ilkay Gündogan auch die Formation der "Doppel-Sechs" dar, die in Lars und Sven Bender erstmals Zwillinge bildeten. Beim 3:4 gegen die USA im Juni hatten die beiden als erste Zwillinge seit 39 Jahren gemeinsam in der Startelf gestanden, damals agierte der Leverkusener Lars aber als rechter Außenverteidiger.

Insgesamt nahm Löw, der Manuel Neuer, Philipp Lahm und Mesut Özil am Wochenende bereits nach Hause entlassen hatte, acht Änderungen gegenüber dem 1:1 am Freitag in Italien vor: Nur Toni Kroos, Mario Götze und Jerome Boateng blieben in der Startelf. Mit vier Dortmundern und drei Bayern-Stars in der Anfangsformation vermied der Bundestrainer unnötige Diskussionen über eine mögliche Benachteiligung eines der beiden deutschen Top-Klubs vor dem direkten Duell am Samstag. Englands Coach Roy Hodgson änderte sein Team nach der Pleite gegen Chile sogar auf neun Positionen.

Die Briten gingen vor 85.934 Zuschauern von der ersten Sekunde an hochmotiviert zu Werke und wollten das letztmalig in grünen Trikots spielende DFB-Team offenbar regelrecht überrennen. Der Weltranglistenzweite benötigte ohne Führungsspieler wie Schweinsteiger, Lahm oder Khedira einige Minuten, um sich zu ordnen, schaffte es mit großem Einsatz aber zumindest, den Ball von Weidenfellers Tor fernzuhalten.

Die Engländer versuchten es immer wieder über die Außen, wo sie Marcel Schmelzer und den überraschend aufgestellten Heiko Westermann offenbar als Schwachpunkte ausgemacht hatten, ihnen fehlten aber meist die technischen Mittel zum Erzeugen gefährlicher Situationen. Die deutsche Innenverteidigung mit Mertesacker und Boateng als "Schatten" von Stürmerstar Wayne Rooney stand gut. Bis nach vorne, wo in Max Kruse wieder ein echter Stürmer lauerte - Mario Götze begann nach seinem missglückten Experiment als "falscher Neuner" in Italien auf rechts - kam die DFB-Elf aber ihrerseits kaum durch.

Erstmals Gefahr vor dem englischen Tor erzeugte Lars Bender, der im letzten Moment geblockt wurde (37.). Die folgende Ecke schlug Kroos auf den Kopf von Mertesacker, doch Joe Hart parierte. Wenige Sekunden später war der englische Keeper machtlos und Mertesacker gelang nach einer Kroos-Flanke sein viertes Tor im 95. Länderspiel, das erste per Kopf für den 1,98 m großen Innenverteidiger.

Nach dem Wechsel testete Löw weiter durch, brachte zunächst Marcell Jansen für Marcel Schmelzer als Linksverteidiger und Mats Hummels für den starken Boateng, zehn Minuten später folgte Sidney Sam für Kruse. Reus hatte in der 48. Minute die Vorentscheidung auf dem Fuß, doch der Dortmunder scheiterte freistehend am gut reagierenden Hart.

Löw war mit dem Spiel seiner Mannschaft nicht wirklich zufrieden und ging am Spielfeldrand leidenschaftlich mit. In der 57. Minute war Weidenfeller bereits bezwungen, doch der Pfosten verhinderte beim 25-m-Schuss von Andros Townsend sein erstes Gegentor im A-Team. Sein erstes Tor für die Nationalelf verpasste derweil der Leverkusener Sam (67.), als er frei vor Hart den Ball übers Tor lupfte.

Nach nur 20 Minuten Einsatzzeit musste Hummels schon wieder angeschlagen vom Feld, für ihn kam Benedikt Höwedes. Trotz der vielen Umstellungen in der deutschen Defensive fanden die Briten aber kaum ein Durchkommen, Weidenfeller blieb bei seinem Debüt fast keine Chance, sich auszuzeichnen. Nicht eingreifen musste der BVB-Schlussmann auch in der 80. Minute, als Chris Smalling aus aussichtsreicher Position an den Hinterkopf von Julian Draxler köpfte.

Beste deutsche Akteure waren Boateng, Torschütze Mertesacker und einmal mehr Toni Kroos. Bei den Gastgebern überzeugten Townsend und Kapitän Steven Gerrard.

International | 13.11.2013

Geldstrafen für England und Polen

Die Fußball-Verbände von England und Polen sind wegen Verstößen ihrer Fans beim WM-Qualifikationsspiel in London (2:0) zu Geldstrafen vom Weltverband FIFA verurteilt worden.

Zürich - Die Fußball-Verbände von England und Polen sind wegen Verstößen ihrer Fans beim entscheidenden WM-Qualifikationsspiel in London (2:0) zu Geldstrafen vom Weltverband FIFA verurteilt worden. England muss umgerechnet rund 8000 Euro zahlen, Polen 24.000 Euro. Im letzten Gruppenspiel am 15. Oktober in Wembley hatten polnische Anhänger Pyrotechnik gezündet und Rauchbomben auf den Rasen geworfen. 35 englische sowie polnische Fans waren in Gewahrsam genommen worden.

WM | 12.11.2013

Hodgson: Afrikanische Teams mit Klima-Vorteilen

Englands Nationaltrainer Roy Hodgson traut den afrikanischen Teams bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien einiges zu.

London - Englands Nationaltrainer Roy Hodgson traut den afrikanischen Teams bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien einiges zu. "Ich denke, sie haben bessere Chancen als europäische Mannschaften - um ehrlich zu sein, aufgrund des Klimas", sagte der 66-Jährige, der zudem den afrikanischen Spielern eine "ausgezeichnete Qualität" bescheinigte: "Sie spielen in den europäischen Top-Ligen und machen die afrikanischen Teams sehr stark." In der WM-Geschichte hat bislang noch nie eine afrikanische Mannschaft ein Halbfinale erreicht.

Champions League | 06.11.2013

S04: Hildebrands Aussetzer leitet Niederlage ein

Schalke 04 hat in der Champions League auch das zweite Duell mit dem FC Chelsea verloren. Das Team von Trainer Jens Keller verlor mit 0:3 (0:1) bei den Blues.

London - Mit einem kapitalen Patzer hat Timo Hildebrand Schalke 04 in der Champions League in die Bredouille gebracht. Der Torhüter schenkte dem FC Chelsea beim 0:3 (0:1) an der Stamford Bridge das kuriose Führungstor und leitete damit die zweite Niederlage der Königsblauen innerhalb von zwei Wochen gegen den Gruppenfavoriten ein. Der ehemalige Nationalkeeper schoss an der eigenen Strafraumgrenze Blues-Stürmer Samuel Eto´o an, der Ball trudelte ins Tor (31.). Beim zweiten Treffer des Kameruners (54.) war der Ex-Stuttgarter ebenso machtlos wie beim Tor des kurz zuvor eingewechselten ehemaligen Bundesligaprofis Demba Ba (83.).

Der Bundesliga-Sechste, der bis zu Hildebrands Aussetzer eine starke Vorstellung beim Europa-League-Sieger gezeigt hatte, verspielte damit seine hervorragende Ausgangsposition in der Gruppe E. Vor den letzten beiden Gruppenspielen bei Steaua Bukarest und gegen den FC Basel ist der Druck auf die Gelsenkirchener wieder deutlich gewachsen. Sie müssen unbedingt punkten, um zum vierten Mal in die K.o.-Runde einzuziehen.

Gut ein Jahr nach dem Schalker 2:0-Coup beim FC Arsenal spielte an der Stamford Bridge ausgerechnet Hildebrand die Hauptrolle. Der 34-Jährige, der beim 2:0 am Samstag bei Hertha BSC noch überragend gehalten hatte, leistete sich einen folgenschweren Aussetzer. Der Keeper hatte alle Zeit der Welt, um den Ball nach vorne zu spielen, wartete aber, bis Eto´o kurz vor ihm stand, und schoss den Kameruner an. Danach verhöhnten die englischen Fans den Schlussmann bei jeder Ballberührung.

Vor neuneinhalb Jahren hatte Hildebrand mit dem VfB Stuttgart ein 0:0 bei den Blues erkämpft, alle anderen deutschen Klubs verloren am Fulham Broadway. Schalke durfte nach einem überraschend offensiven Start eine halbe Stunde von einem Punktgewinn träumen. Innerhalb weniger Sekunden bot sich gleich zweimal die Chance zur frühen Führung: Zunächst verfehlte Julian Draxler mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nur um Zentimeter das Chelsea-Tor (5.), dann schoss Adam Szalai nach einem Draxler-Solo ebenfalls nur knapp vorbei (6.).

Von der Defensivtaktik, die Trainer Jens Keller nach den schlechten Erfahrungen aus dem Hinspiel (0:3) angekündigt hatte, war zunächst wenig zu sehen. Es dauerte bis zur 20. Minute, ehe die Blues erstmals offensiv auffällig wurden. Einen Freistoß von André Schürrle parierte Hildebrand.

Die zuvor in sechs Champions-League-Spielen auswärts ungeschlagenen Schalker zogen sich nun weiter zurück. Der Tabellenzweite der Premier League übernahm mehr und mehr die Spielkontrolle, der letzte Pass in die Spitze kam aber nicht an, auch weil Schalke sehr konzentriert verteidigte. Erst Hildebrands Fauxpas kippte das Spiel.

Der starke Draxler hatte zwar die Chance zum Ausgleich, scheiterte aber an Chelsea-Keeper Petr Cech (52.). Nach dem 0:2 hatte Chelsea alles im Griff - auch weil Draxler verletzt raus musste (62.).

Schalke-Trainer Keller hatte die siegreiche Mannschaft von Berlin auf drei Positionen umgestellt. Der seit Wochen starke Jungstar Max Meyer erhielt wie schon beim 1:3 gegen Borussia Dortmund eine Pause. Linksverteidiger Christian Fuchs rückte wie gegen den BVB wieder ins offensive Mittelfeld, Dennis Aogo von der Doppel-Sechs in die Abwehrkette. Dafür kehrte Jermaine Jones in die Startelf zurück.

Chelsea-Teammanager Jose Mourinho hatte nach der 0:2-Pleite bei Newcastle United fast seine ganze Mannschaft umgekrempelt. Neben dem verletzten Weltmeister Fernando Torres fielen fünf weitere Spieler aus der Anfangsformation heraus, unter anderem Mittelfeldstar Frank Lampard. Der Ex-Leverkusener Schürrle profitierte von den Umstellungen und rückte ins Team.

England | 29.10.2013

Arsenal scheitert im Ligapokal an Chelsea

Mesut Özil hat das Aus seines FC Arsenal im englischen Ligapokal nicht abwenden können. Die Gunners verloren ihr Heimspiel gegen den FC Chelsea mit 0:2 (0:1).

London - Fußball-Nationalspieler Mesut Özil hat das Aus seines FC Arsenal im englischen Ligapokal nicht abwenden können. Der Regisseur und Hoffnungsträger der Gunners war im Achtelfinale gegen den FC Chelsea nach einer Stunde eingewechselt worden, kurz bevor die Gastgeber den Treffer zum 0:2 (0:1)-Endstand kassierten.

Trainer Arsène Wenger hatte Özil zunächst geschont und komplett auf die übrigen Deutschen verzichtet. So standen Per Mertesacker und die Youngster Serge Gnabry, Thomas Eisfeld und Gedion Zelalem nicht im Kader. Lukas Podolski war nach seiner schweren Muskelverletzung erst am Nachmittag wieder ins Training eingestiegen.

Die Tore für den Lokalrivalen Chelsea, bei dem André Schürrle ebenfalls nicht im Aufgebot stand, erzielten die spanischen Nationalspieler Cesar Azpilicueta (25.) und Juan Mata (66.). Der Ex-Bremer Kevin de Bruyne, der bei den Blues zuletzt kaum zu Einsätzen gekommen war, bekam von Trainer José Mourinho eine Chance von Beginn an, wurde allerdings nach 69 durchwachsenen Minuten wieder vom Feld genommen. Der frühere Hoffenheimer Demba Ba durfte immerhin neun Minuten lang mitwirken.

Mourinho, der die Ansetzung der Partie nur zwei Tage nach dem Premier-League-Duell mit Manchester City (2:1) kritisiert hatte, bekam nach dem Abpfiff ein besonderes Präsent. Özil überreichte dem portugiesischen Star-Trainer sein Trikot mit der Nummer zehn.

Neben Chelsea schaffte auch Manchester United den Einzug ins Viertelfinale des Ligapokals. Der viermalige Champion, der den Cup zuletzt 2010 gewonnen hatte, gewann gegen Ligakontrahent Norwich City 4:0 (1:0). Javier Hernández (20./FE und 54.), Phil Jones (88.) und Fabio (90.) erzielten die Tore in der einseitigen Partie.

Stoke City setzte sich mit Ex-Nationalspieler Robert Huth bei Birmingham City 4:2 im Elfmeterschießen durch. Nach 120 Minuten hatte es 4:4 (3:3, 1:1) gestanden. Der Ex-Bremer Marko Arnautovic traf zum zwischenzeitlichen 3:1 für Stoke. Ohne den früheren Bundesligaprofi Sascha Riether unterlag der FC Fulham derweil bei Leicester City 3:4 (1:2).

England | 21.10.2013

Wenger: Bei Podolski "ist mehr drin"

Riesenlob für Mesut Özil und Per Mertesacker, Kritik an Lukas Podolski: Teammanager Arsène Wenger vom FC Arsenal ist nicht mit allen seinen deutschen Nationalspielern zufrieden.

München - Riesenlob für Mesut Özil und Per Mertesacker, Kritik an Lukas Podolski: Teammanager Arsène Wenger vom englischen Spitzenklub FC Arsenal ist derzeit nicht mit allen seinen deutschen Fußball-Nationalspielern gleichermaßen zufrieden. Während der Franzose in der ZDF-Sportreportage Neuzugang Özil als "geborenen Weltklassefußballer" und Mertesacker als "einen der besten Verteidiger der Welt" beschrieb, erwartet er von Podolski mehr.

"Lukas Podolski ist super begabt, kann mit anderen sehr gut spielen, hat super Power, kann Freistöße schießen, Tore machen von überall, gut flanken, aber er kann sich noch besser entwickeln", sagte Wenger: "Bei ihm hat man immer das Gefühl, dass er zu 80, 90 Prozent da ist, aber man will von ihm eben die 100 Prozent - und das ist bei ihm Weltklasse. Da ist noch mehr drin." Podolski, der wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel seit Wochen ausfällt, müsse sein Potenzial in Zukunft konstant "rausbringen", forderte Wenger.

Für Özil, der im Sommer von Real Madrid kam, hat Wenger indes nur Lob. "Mesut ist ein Traum, er ist für den Fußball geboren, alles, was er macht, ist klasse, aber schaut sehr einfach aus. Er arbeitet sehr hart und hat eine sehr gute physische Qualität. Er ist ein geborener Weltklassefußballer. Die nächsten Jahre wird es für ihn darum gehen, dass er von allen als top-, top-, topklasse anerkannt wird."

Bei Mertesacker gefällt dem 63-Jährigen die "super Einstellung. Er ist sehr intelligent, genießt großen Respekt von allen, ist sehr professionell, hat sich technisch sehr gut entwickelt bei uns, auch taktisch. Für mich ist er einer der besten Verteidiger der Welt."

Zu Wengers erweitertem Kader gehören drei weitere Deutsche: Serge Gnabry, Thomas Eisfeld und Gedion Zelalem. Gnabry habe "super Potenzial, ich glaube sehr stark an ihn. Er kann entscheidend sein", sagte Wenger. Den früheren Dortmunder Jugendspieler Eisfeld nannte er "sehr talentiert und sehr intelligent".

Arsenal, mit zwei Punkten Vorsprung auf den FC Chelsea derzeit Tabellenführer der Premier League, trifft am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) in der Champions League auf die Borussia. "Wir müssen auf unserem besten Niveau spielen, mit sehr, sehr viel Rhythmus - und Lewandowski sowie Reus ruhig halten", sagte Wenger, der an die eigene Stärke glaubt: "Das Wichtigste ist, dass wir auf unserem Niveau spielen, dann haben wir sehr, sehr gute Chancen."

England | 17.10.2013

Arsenal will weiter auf Talente setzen

Der 13-malige englische Meister FC Arsenal will auch nach dem Rekordwechsel des deutschen Nationalspielers Mesut Özil seine vergleichsweise sparsame Transferpolitik nicht ändern.

London - Der 13-malige englische Fußballmeister FC Arsenal will auch nach dem Rekordwechsel des deutschen Nationalspielers Mesut Özil seine vergleichsweise sparsame Transferpolitik in Zukunft nicht ändern. "Wir waren in den vergangenen Jahren finanziell limitiert, aus dieser Phase sind wir herausgekommen", sagte Teammanager Arsène Wenger am Donnerstag. Zu den Werten des Klubs gehöre es jedoch, eigene Spieler zu entwickeln. "Das ist das Wesentliche dieses Vereins", sagte Wenger.

Die Londoner hatten in den vergangenen Jahren ihre Umsätze gesteigert. Im Sommer war der Transfer von Özil, der für die vereinsinterne Rekordablöse von 50 Millionen Euro von Real Madrid kam, ein Ergebnis dieser Entwicklung. Im Vergleich zum Stadtrivalen FC Chelsea oder den Manchester-Großklubs United und City ist Arsenal jedoch zurückhaltender auf dem Transfermarkt. Wenger war von den eigenen Fans hierfür mehrfach kritisiert worden.

"Arsenals Zukunft basiert weiterhin auf der Entwicklung eigener Talente", sagte der 63-Jährige nun: "Aber man kann natürlich auch Spieler kaufen, die sich bereits bewiesen haben. Wir haben gezeigt, dass wir nicht davor zurückschrecken zu investieren."

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