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England | 19.07.2013

ManCity würdigt Trautmann: "Eine Klub-Legende"

Der englische Fußball-Traditionsverein Manchester City hat seine am Freitag verstorbene Torhüter-Legende Bert Trautmann als "wunderbaren Botschafter seines Landes" gewürdigt.

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Manchester - Der englische Fußball-Traditionsverein Manchester City hat seine am Freitag verstorbene Torhüter-Legende Bert Trautmann als "wunderbaren Botschafter seines Landes" gewürdigt. "Bert war eine wahre Klub-Legende im besten Sinne des Wortes. Er war einer der großartigsten City-Torhüter aller Zeiten und ein wunderbarer Botschafter, nicht nur für sein Land, sondern auch für Manchester City. Bert wird von jedem, der ihn kannte, und von der gesamten Fußball-Welt schmerzlich vermisst werden", hieß es auf der Klub-Homepage.

Der in Bremen geborene Trautmann hatte nach seiner Kriegsgefangenschaft zwischen 1949 und 1964 insgesamt 545 Spiele für City absolviert. Zur Legende wurde er im FA-Cup-Finale 1956, als er mit einem Genickbruch weiterspielte und mit den Citizens gegen Birmingham City (3:1) den Pokal gewann. "Berts Aufstieg zur Legende ist im Fußball vielleicht einmalig", hieß es in der ManCity-Würdigung weiter.

Trautmann war am Freitagmorgen im Alter von 89 Jahren in seiner spanischen Wahlheimat Almenara-Playa in der Nähe von Valencia gestorben.

National | 04.07.2013

Studie: Kopfbälle können das Gehirn schädigen

Fußball-Profis, aufgepasst: Kopfbälle können das Gehirn schädigen. Eine Studie unter Leitung der Münchner Radiologin Inga Koerte lieferte konkrete Hinweise darauf.

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Köln - Fußball-Profis, aufgepasst: Kopfbälle können das Gehirn schädigen. Eine deutsch-amerikanische Studie unter Leitung der Münchner Radiologin Inga Koerte lieferte zumindest erstmals konkrete Hinweise darauf. "Unsere Untersuchungen haben nachgewiesen, dass es auch ohne akute Symptome wie eine Gehirnerschütterung zu Veränderungen des Gehirns kommen kann", sagte Koerte dem SID.

Geforscht wurde an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität und der Harvard Medical School (Dr. Martha Shenton). Koerte und ihr Team untersuchten zwölf Spieler eines deutschen Profi-Klubs, die noch nie eine Gehirnerschütterung erlitten hatten, und verglichen die Resultate mit den Ergebnissen einer Vergleichsgruppe von acht Hochleistungs-Schwimmern.

"Die strukturellen Veränderungen, die wir bei den Fußballern festgestellt haben, sind denen eines Schädel-Hirn-Traumas ähnlich", sagt Koerte über die gegenüber den Schwimmern großflächigen Unterschiede in den untersuchten Gehirnbereichen: "Betroffen ist die weiße Substanz, wo die Datenverbindungen des Gehirns laufen, und hier die Regionen, die für Aufmerksamkeit, visuelle Verarbeitung, komplexe Denkvorgänge und Erinnerungsvermögen zuständig sind."

Die Veränderungen des schwimmenden Gehirns könnten durch stoßartige Berührungen mit Schädelknochen entstehen, die aufgrund einer beim Kopfball-Spiel zwangsläufigen Schleuderbewegung erfolgen. Zwar räumt die Studienleiterin ein, dass die sehr kleine Fallzahl ihrer Untersuchungen längst keine verlässlichen Rückschlüsse zuließe und auch andere Faktoren wie sonstige Erschütterungen des Kopfes durch Bewegungen oder auch die generelle Lebensführung noch eingehender untersucht werden müssten.

Zugleich verweist Koerte jedoch auf eine ähnliche Studie der New Yorker Albert-Einstein-Universität: "Das Ergebnis war, dass die Denkleistung umso stärker abnimmt, desto mehr Kopfbälle gemacht wurden." Bedenkliche Werte entstanden durchweg bei Probanden, die für die vorherigen zwölf Monate mehr als 2000 Kopfbälle angegeben hatten.

International | 28.06.2013

Bombenfund vor Stockholmer Arena

Drei Tage vor der Einweihung des gemeinsamen Stadions der rivalisierenden schwedischen Klubs Djurgardens und Hammarby ist ein Sprengsatz vor der Arena in Stockholm gefunden worden.

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Stockholm - Drei Tage vor der Einweihung des gemeinsamen Stadions der rivalisierenden schwedischen Fußball-Klubs Djurgardens und Hammarby ist ein Sprengsatz vor der Arena in Stockholm gefunden worden. Die Polizei bestätigte der Nachrichtenagentur TT, dass es sich bei dem am Donnerstag gefundenen Paket mit der Aufschrift "bomb" um eine scharf gestellte Bombe gehandelt habe, die mit ihrer Sprengkraft Menschen hätte töten können. Der Sprengsatz war von der Polizei entschärft worden.

Ein für Donnerstagabend in der Arena geplantes Benefizspiel des Erstligisten Djurgardens wurde abgesagt. Das Freundschaftsspiel war unter Anhängern von Zweitligist Hammarby zuvor als Provokation des rivalisierenden Klubs angesehen worden, die Arena vor dem ersten offiziellen Spiel für sich zu beanspruchen. Die Einweihung des Stadions ist für Sonntag geplant. Nach Angaben der Polizei gibt es derzeit noch keine Verdächtigen.

Beide Vereine kritisierten die Aktion scharf und schrieben auf ihrer Internetseite: "Wir verurteilen jede Form von Gewalt oder Drohungen."

Spanien | 28.06.2013

FC Barcelona erweitert Trainerstab

Der spanische Fußball-Meister FC Barcelona hat seinen Trainerstab verstärkt. Rubi, bislang Coach des Zweitligsten FC Girona, wechselt zu den Katalanen.

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Barcelona - Der spanische Fußball-Meister FC Barcelona hat seinen Trainerstab verstärkt. Rubi, bislang Coach des Zweitligsten FC Girona, wechselt zu den Katalanen und unterstützt künftig Cheftrainer Tito Vilanova. Wie der Verein am Freitag mitteilte, soll jedoch Jordi Roura, der den krebskranken Vilanova in der vergangenen Saison drei Monate vertreten hatte, erster Co-Trainer bleiben.

National | 16.06.2013

Ex-Nationalspieler Flohe gestorben

Der 39-malige Fußball-Nationalspieler Heinz Flohe, Weltmeister von 1974, ist im Alter von 65 Jahren in seiner Heimatstadt Euskirchen gestorben.

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Köln - Fußball-Deutschland trauert um Heinz Flohe: Der 39-malige Nationalspieler und Weltmeister von 1974 ist nach mehr als dreijährigem Wachkoma am Samstag im Alter von 65 Jahren in seiner Heimatstadt Euskirchen gestorben. Der einstige FC-Mittelfeldstar ist der erste der Weltmeister von 1974, der verstorben ist.

"Flocke, alle, die den Fußball lieben, werden Dich nicht vergessen. Denn Du warst ein ganz Großer. Dein Poldi", kondolierte die langjährige FC-Ikone Lukas Podolski vom FC Arsenal via Facebook. Zum 65. Geburtstag von Flohe am 28. Januar hatten "Prinz Poldi" und sein Arsenal-Teamkollege Per Mertesacker mit einem Gunners-Trikot mit der Nummer 65 und dem Namen Flohe gratuliert.

In ganz Köln war die Betroffenheit groß. "Wir verlieren mit Heinz Flohe einen brillanten Fußballer und eine FC-Ikone", sagte FC-Vizepräsident Toni Schumacher, "er war ein solch genialer Fußballer, dass wir immer darüber gescherzt haben, dass selbst dann nicht vom Ball zu trennen gewesen wäre, wenn man Flocke mit zwei anderen Spielern in eine Telefonzelle eingeschlossen hätte."

Für die Kölner Mannschaft der 70er und 80er Jahre sei Flohe eine Integrationsfigur und Vorbild gewesen, so Schumacher, "sportlich sowie menschlich. Nicht zuletzt deshalb haben wir im vergangenen Jahr entschieden, die neu gegründete FC-Fußballschule nach ihm zu benennen, um seinen Namen in Ehren zu halten". FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle meinte: "Es ist ein trauriger Tag für den 1. FC Köln. Heinz Flohe ist einer der Größten, den dieser Klub hatte."

Flohes Freund, FC-Nachwuchsleiter Stephan Engels, äußerte: "Wir haben immer gehofft, dass er aus dem Koma noch einmal aufwacht, aber leider war das nicht realistisch." Engels hatte Flohe 1976 kennengelernt, als er als Profi beim FC begann: "Wir waren Zimmerkollegen, und er wurde zu meinem besten Freund im Fußball. Später war er mein Assistenztrainer. Heinz Flohe war jemand, auf den man sich immer verlassen konnte, auf dem Platz und außerhalb." Dem Express sagte der 53-Jährige: "Heinz war ein großer Fußballer und ein toller Mensch mit einem großen Herzen. Er ist friedlich eingeschlafen."

Der 11. Mai 2010 war es, der das Leben der Familie Flohe so radikal veränderte. Mittags besuchte Flohe eine Feier zur Einweihung des Box-Gyms von Weltmeister Felix Sturm. Bei einem anschließenden Spaziergang in der Kölner Südstadt brach er mit schweren Herzrhythmusstörungen zusammen. Um Schädigungen des Gehirns zu minimieren, versetzten ihn die Ärzte nach der Reanimierung in einen Kälteschlaf. Doch Flohe blieb im Koma.

"Im ersten Jahr war ich hilflos, im zweiten traurig", sagte Ulla Flohe rückblickend. Doch dann habe sie begonnen zu kämpfen, damit ihr Mann es so gut habe, wie eben möglich. Das kleine Klinikzimmer war geschmückt mit Dingen, die Flohe etwas bedeuteten. Mit Fotos aus seiner langen Karriere, mit Trikots seines 1. FC Köln. Die Verbindung zwischen Verein und Familie blieb auch Jahrzehnte nach dem Ende der Karriere eng.

Flohe bleibt ein Held in Köln. In einer Reihe mit Idolen wie Hans Schäfer, Overath, Schumacher und Pierre Littbarski steht er für Großtaten in Müngersdorf, aus denen der Klub noch heute sein Selbstbewusstsein zieht. In der Saison 1977/1978 holten die Kölner das Double, Kapitän Flohe war dabei der Lenker und Denker im Team. "Alle lieben Flocke", titelten daher die Kölner Zeitungen im Sommer 1978, als der Verein seinen Fans Pokal und Meisterschale präsentierte.

DFB-Pokal | 16.06.2013

Baumberg denkt über Protest nach

Fußball-Fünftligist Sportfreunde Baumberg denkt über einen Protest gegen die Auslosung der ersten Runde des DFB-Pokals 2013/14 nach.

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Monheim - Fußball-Fünftligist Sportfreunde Baumberg denkt über einen Protest gegen die Auslosung der ersten Runde des DFB-Pokals 2013/14 nach. "So wie es gelaufen ist, würde ich jetzt sagen: nochmal neu losen", sagte Baumbergs Präsident Jürgen Schink in einer ersten Reaktion auf die von einer Panne geprägten Auslosung am Samstag im Rahmen der ARD-Sportschau.

"Wir haben am Montag Vorstandssitzung und werden dann dieses Thema noch einmal genau erörtern und beraten, ob wir etwas unternehmen", kündigte Baumbergs Vize Hajo Ditz am Sonntag auf Nachfrage des Sport-Informations-Dienstes allerdings an. Man werde die genaue Rechtslage prüfen, "aber nichts unternehmen, nur um Theater zu machen".

Der Niederrhein-Pokalsieger war einer der Hauptbetroffenen der Panne bei der Auslosung im Rahmen der ARD-Sportschau am Samstag. Der ehemaligen Nationalspielerin Nia Künzer war als Glücksfee versehentlich eine Kugel aus dem Amateurtopf unter dem Arm hindurch in den Profitopf gerutscht. Plötzlich hieß die Paarung SF Baumberg gegen RB Leipzig: Amateurverein gegen Amateurverein.

Markus Stenger, als DFB-Abteilungsleiter verantwortlich für den Pokal, schritt ein und annullierte diesen Losvorgang. DFB-Präsident und Ziehungsleiter Wolfgang Niersbach ordnete daraufhin an, die Kugel mit der Aufschrift RB Leipzig zurück in den Topf 2 zu legen und einen neuen Gegner für Baumberg zu ziehen. Baumberg bekam Zweitligist FC Ingolstadt zugelost.

"Er hat absolut souverän reagiert und mit seinem schnellen Eingreifen dafür gesorgt, dass wir ein reguläres Auslosungsergebnis haben", sagte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker und schloss damit eine Wiederholung der Auslosung praktisch aus.

Euro League | 16.05.2013

Cech: "Ohne uns hätte England ein Problem"

Der FC Chelsea sieht sich nach dem zweiten Europacup-Sieg innerhalb von zwölf Monaten als Retter des englischen Fußballs.

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Amsterdam - Der FC Chelsea sieht sich nach dem zweiten Europacup-Sieg innerhalb von zwölf Monaten als Retter des englischen Fußballs. "Ohne uns hätte England ein Problem", sagte Torhüter Petr Cech nach dem 2:1-Sieg im Europa-League-Finale gegen Benfica Lissabon: "In den letzten beiden Jahren war der englische Fußball abhängig von uns. Für alle Premier-League-Klubs außer uns waren die letzten beiden Jahre im Europacup eine Enttäuschung. Wenn wir nicht so weit gekommen wären, wäre der UEFA-Koeffizient enorm gesunken."

Die Blues sind für den tschechischen Weltklasse-Keeper nun sogar die beste Adresse in Europa. "Vielleicht würden es manche nicht zugeben: Aber wer die Chance hat, zu Chelsea gehen, würde es immer tun", sagte Cech: "Fragen sie doch Fernando Torres, der vorher nie einen Vereinstitel gewonnen hat. Oder fragen sie Ashley Cole: Seit er Arsenal verlassen hat, hat er alles gewonnen. Also hat er alles richtig gemacht."

Chelsea hatte im Vorjahr durch einen Sieg im Elfmeterschießen gegen Bayern München die Champions League gewonnen.

International | 22.04.2013

Maccabi Tel Aviv zum 19. Mal israelischer Meister

Rekordmeister Maccabi Tel Aviv hat sich zum 19. Mal die israelische Fußball-Meisterschaft gesichert.

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Jerusalem - Rekordmeister Maccabi Tel Aviv hat sich zum 19. Mal die israelische Fußball-Meisterschaft gesichert. Nach dem 2:0 am Montag gegen Hapoel Ramat Hasharon ist die Mannschaft mit 13 Punkten Vorsprung auf Maccabi Haifa bei vier ausstehenden Spielen nicht mehr einzuholen. Für Maccabi Tel Aviv endet damit eine zehn Jahre lange Durststrecke nach dem Gewinn des 17. Titels in der Saison 2002/2003.

Schweden | 12.04.2013

Schweden: Abgebrochenes Ligaspiel wird fortgesetzt

Das am vergangenen Montag in Schweden abgebrochene Spiel zwischen Djurgarden Stockholm und Mjällby AIF wird ohne Zuschauer beim Stand von 0:1 in der 37. Minute fortgesetzt.

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Stockholm - Das am vergangenen Montag abgebrochene Spiel der schwedischen Fußball-Erstligisten Djurgarden Stockholm und Mjällby AIF wird ohne Zuschauer beim Stand von 0:1 in der 37. Minute fortgesetzt. Diese Entscheidung teilte der schwedische Verband am Freitag mit. Djurgarden wurde zudem zu einer Geldstrafe von umgerechnet 1800 Euro verurteilt.

Mjällbys Mittelfeldspieler Gbenga Arokoyo war vor dem Abbruch in der Bauchgegend von einer Flasche getroffen wurde. Auslöser für die Unruhen war der Führungstreffer der Gäste. Nach einem angeblichen Foul an Stockholms Yussif Chibsah spielte Mjällby weiter und ging durch Robin Stromberg in Führung. Als die Spieler das Tor feierten, warfen die aufgebrachten Stockholmer Fans unter anderem Flaschen, Früchte und Münzen.

Italien | 04.04.2013

Italienische Erstligisten hoch verschuldet

Trotz einer strengen Sparpolitik und steigender Umsätze wächst die Verschuldung der italienischen Fußball-Erstligisten weiter auf etwa 2,9 Milliarden Euro an.

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Rom - Trotz einer strengen Sparpolitik und steigender Umsätze wächst die Verschuldung der italienischen Fußball-Erstligisten weiter an. Die Verschuldung der 20 Vereine der Serie A steigerte sich in der Saison 2011/12 um 8,8 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des italienischen Fußballverbands (FIGC) hervor, die von der Gesellschaft PricewaterhouseCoopers durchgeführt wurde.

In der vergangenen Saison sind die Umsätze der italienischen Profi-Klubs um sieben Prozent auf 2,7 Milliarden Euro gestiegen. 81 Prozent entfallen auf die Serie A, 14 Prozent auf die Serie B, der Rest auf die Dritte Liga.

Die Kosten der Profi-Klubs betrugen in der vergangenen Saison drei Milliarden Euro, das sind 4,4 Prozent mehr als in der vergangenen Saison. Die Verluste betrugen 388 Millionen Euro, das sind zehn Prozent weniger als in der Spielzeit davor. Die Gewinne durch den Verkauf von Spielern sind um 21 Prozent gegenüber der Vorsaison auf 537 Millionen Euro gewachsen.

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