Bild #48

Als der Schiedsrichter Alfons Berg aus Konz am letzten Spieltag der Saison 1991/92 der Frankfurter Eintracht eine Viertelstunde vor Schluss in Rostock den eindeutigsten Elfmeter aller Zeiten verweigerte und sie so um die Meisterschaft brachte, brannten dem gefoulten Ralf Weber die Sicherungen durch. Ihm war egal, wo der Abschlag landen würde, auf den der Schiri entschieden hatte. Ihm war auch egal, wie dieses Spiel nun ausgehen würde. Ihm war sogar das fünfte Gebot egal. Weber war alles egal, ja, er wollte dem Schiedsrichter Alfons Berg aus Konz an Leib und Leben. Dabei stand die Eintracht vor dem letzten Spieltag der Saison eigentlich schon als Meister fest. Trotz Punktgleichheit mit den Mannschaften aus Dortmund und Stuttgart lagen die Hessen aufgrund eines kaum einholbaren Torvorsprungs klar in der Pole Position. Doch als Frankfurt in Rostock stolperte, tauchte im Auswärtsspiel in Leverkusen plötzlich Stuttgarts Guido »Diego« Buchwald auf und erzielte vier Minuten vor dem Abpfiff den 2:1-Siegtreffer für seinen VfB. Frankfurt kam nicht wieder auf die Beine und die Stuttgarter sicherten sich im bis dato dramatischsten Meisterschaftsfinale der Bundesliga den Titel. Und während man in Stuttgart glücksbesoffen über den Rasen tanzte, sprach Frankfurts Trainer Dragoslav Stepanovic im fernen Rostock ein paar sehr weise Worte. »Lebbe geht weider!«