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Als der VfL Wolfsburg nach der Hinrunde nur auf Platz neun der Tabelle überwinterte, rechnete wohl niemand damit, dass die Autostädter noch ein Wort im Kampf um die Meisterschale mitreden würde. Was folgte war allerdings eine der denkwürdigsten Rückrunden der Liga-Historie, die seinen Höhepunkt in einem 5:1-Auswärtssieg in München fand. Unvergessen dabei vor allem das rotzfreche Solo von Grafite, der eine halbe Bayern-Elf im Alleingang lächerlich machte. Auch Wolfsburg-Trainer Felix Magath hatte noch eine Demütigung für seinen ehemaligen Arbeitgeber parat. Er wechselte eine Minute vor Schluss Ersatztorwart André Lenz ein und grinste an der Seitenlinie wie ein Honigkuchenpferd auf LSD. Sein Gegenüber Jürgen Klinsmann war in München als großer Reformator angetreten und musste kurze Zeit nach der 5:1-Pleite seine Buddha-Figuren wieder einpacken und die Säbener Straße unehrenhaft verlassen.