Nach der 2:3-Niederlage der Bayern

Endlich die Quittung

Als der FC Bayern das letzte Mal in der Champions League verloren hat, waren wir alle acht Monate jünger. Seitdem ist viel passiert. Wir waren sogar ein bisschen berauscht. Doch nun zeigt der Klub sein wahres Gesicht. Eine Demaskierung.

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Der FC Bayern hat nun wieder in der Champions League verloren. Nach acht Monaten. Bei jenem 0:2 gegen den FC Arsenal am 13. März 2013 stand man damals sogar kurz vor dem Ausscheiden in der Champions League. Es ist gerade noch so gut gegangen. Doch in der Folge würgte sich der FC Bayern mit indiskutablen Leistungen ins Finale, betrog erst den FC Barcelona und dann den BVB um Europas Krone und ernannte sich selbst zur besten Mannschaft der Welt. Es war ein Triumphzug, der in der breiten Masse nie Anerkennung fand.

Einfach zu schwach

Zu schwach waren die Leistungen des FCB, zu defensiv der Fußball, zu arrogant das Auftreten der Stars in Rot und Weiß. Im Sommer musste deswegen Jupp Heynckes gehen. Zu Unrecht, wie man jetzt weiß, denn mit Pep Guardiola holte sich der FC Bayern einen Großmeister des Betonfußballs ins Haus. Eine Luftnummer. Mit noch beschämenderen Leistungen rumpelte sich der einstige Vorzeigeklub also durch die neue Saison. Nur durch mitunter dubiose Tatsachenentscheidungen konnte man in der Bundesliga die Pole Position halten, der Rest der Liga sträubt sich jedoch gegen die offensichtliche Bevorteilung des Rekordmeisters.

Und so haben sich mittlerweile alle anderen 17 Klubs heimlich darauf verständigt, dass man das Fußballspielen gegen den FC Bayern verweigert. Sie wollen ein Zeichen setzen gegen die unlauteren Mittel des Branchenprimus. Zuletzt verloste Werder Bremen gar seine elf Stammplätze an Amateurfußballer, die Bayern stolperten sich mit aller Mühe zu einem 7:0-Sieg - und feierten den Sieg wie den Gewinn des Uli-Hoeneß-Cups. Ein Klub erlag dem Rausch an sich selbst. Es war unerträglich.

Sammer mundtot

Selbst Vollblutrealist Matthias Sammer, der mit angebrachten und ehrlichen Hinweisen versuchte, den Klub wieder auf den Pfad der Weisen zu führen, wurde mittlerweile mundtot gemacht. Bastian »Cheffchen« Schweinsteiger versteckt sich ohnehin seit Monaten hinter Verletzungen, die es vor zehn Jahren noch nicht einmal gegeben hat. Vielleicht ahnt er, dass dieser FC Bayern seine glanzvolle Karriere ernsthaft beschädigen kann.

Zu allem Überfluss versucht der Klub mit einer großangelegten Medienkampagne den, allenfalls ausgewiesenen Experten bekannten, Ersatzspieler Franck Ribery zum Weltfußballballer zu machen. Einen Spieler, den man bestenfalls als Stehgeiger und Abstauber umschreiben kann. Sollte das gelingen, wäre der Höhepunkt der Verhöhnung dieses schönen Sports und der Arbeit zahlreicher, blitzsauberer Funktionäre tatsächlich erreicht.

Doch jetzt bekam der FC Bayern endlich die Quittung. Gegen Manchester City hagelte es eine so krachende wie haushohe Niederlage. 2:3. Ein Nackenschlag, den die Vereinsverantwortlichen natürlich in der Folge herunterzuspielen versuchten. Angeblich sei das Spiel ohne Wert gewesen. Nicht mehr als eine Fingerübung. Und schließlich brauche jeder mal einen kleinen Durchhänger. Kein Problem.

Wir trauen uns dennoch zu fragen: Wann merkt Uli Hoeneß endlich, dass sein Klub vor die Hunde geht? Wann merken die Medien endlich, dass Pep Guardiola gar kein Deutsch spricht, sondern nur wahllos Konsonanten aneinanderreiht? Wann merken die Fans endlich, dass der Fußball Marke FCB nicht schön, sondern zermürbend ist. Für den Verein. Für den Fußball. Für alle 82 Millionen Nationaltrainer. Wann, wenn nicht jetzt?

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