"Krakeler werden mit Stadionverbot bestraft"
BFC Dynamo geht gegen rechtsradikale Fans vor
Text: SID
Der Berliner Fußball-Oberligist BFC Dynamo ist auf Grund rechtsradikaler Äußerungen gegen einige seiner Problembesucher vorgegangen. `Eine Gruppe von 10 bis 15 Teenagern hatte in der ersten Halbzeit Naziparolen angestimmt. Daraufhin sind ich und andere vom Fanbeirat in den Block gegangen und haben die Leute erfolgreich zur Ruhe ermahnt´, sagte BFC-Fanbeauftragter Rainer Lüdtke und bestätigte entsprechende Berichte über fremdenfeindliche Gesänge in der Partie gegen den SV Babelsberg (0:3) in der NOFV-Nordstaffel.
Zudem hätten die BFC-Fans die Parolen sofort mit `Dynamo, Dynamo´-Sprechchören sowie Pfiffen übertönt, so Lüdtke. `Die Krakeeler werden beim nächsten Vergehen mit einem Stadionverbot bestraft´, betonte der BFC-Fanbeauftragte. Der nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) erklärte unterdessen, kein Verfahren gegen den zehnmaligen DDR-Meister einzuleiten. `Uns liegt kein Bericht über den Vorfall vor, damit ist er strafrechtlich nicht relevant´, sagte Wilfried Riemer, Leiter des NOFV-Spielbetriebs. Sowohl der Unpartaiische Matthias Lämpchen als auch ein Schiedsrichterbeobachter sowie ein NOFV-Sicherheitsbeauftragter hätten von den Gesängen nichts mitbekommen, so Riemer. Die Anhänger der Gäste aus Babelsberg hatten die Auswärtspartie beim BFC boykottiert, da die Vereinsspitze von Dynamo ihrer Meinung nach zu wenig gegen die Hooligans in seinem Umfeld tue.




