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26.01.2012

2.Bundesliga

1860: Investor fordert Absetzung des Präsidenten

Text: sid  Bild: Imago

Der Machtkampf bei 1860 München zwischen Investor Hasan Ismaik und Präsident Dieter Schneider hat sich verschärft. Laut Medienberichten fordert der Jordanier Schneiders Rücktritt.

2.Bundesliga - 1860: Investor fordert Absetzung des Präsidenten


München - Der Machtkampf beim Fußball-Zweitligisten 1860 München zwischen Investor Hasan Ismaik und Präsident Dieter Schneider hat sich weiter verschärft. Laut übereinstimmender Medienberichte fordert der Jordanier Schneiders Rücktritt. Andernfalls wolle Ismaik seine Zahlungen an den Verein komplett streichen. Die "Löwen" kündigten daraufhin an, "sämtliche Transferbemühungen" einzustellen.

"Es war geplant, die Lizenzmannschaft punktuell und entsprechend unserer Philosophie zu verstärken", teilte 1860 am Abend mit. Dazu werde es nun nicht kommen. Es gelte daher, "nach vorne zu schauen" und "die begonnenen Sparmaßnahmen weiter zu intensivieren". Im Raum standen unter anderem die Verpflichtungen des ungarischen Mittelfeldspielers Vladimir Koman (Sampdoria Genua), des polnischen Verteidigers Grzegorz Wojtkowiak (Lech Posen) und des griechischen Verteidigers Georgios Tzavellas (zuletzt Eintracht Frankfurt).

Für Schneider kommt die freiwillige Aufgabe seines Amtes nicht infrage. "Ich sehe aufgrund der Sachlage keine Notwendigkeit zurückzutreten. Im Gegenteil. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass wir auf der Basis der getroffenen Kooperationsvereinbarung gemeinsam etwas Vernünftiges auf die Füße stellen können", sagte er.

Auch der Aufsichtsrat stärkte dem Präsidenten den Rücken. "Nur durch personelle Kontinuität kann ein erneut aufbrechendes Chaos im Verein vermieden werden", teilte das Gremium mit. Schneider habe als Präsident weiter "den klaren Auftrag", die Interessen des Vereins zu vertreten. Zuvor war der Aufsichtsrat in einer nächtlichen Sitzung nicht zu dem von Ismaik gewünschten Ergebnis gelangt. "Es ist bewusst nicht zu einer Abstimmung gekommen. Entscheidungen von solcher Tragweite werden wir nicht unter Zeitdruck treffen", ließ der Aufsichtsratsvorsitzende Otto Steiner mitteilen.

Sollte sich das Gremium dennoch zu einer Abwahl Schneiders durchringen, würde sich der Präsident dieser Entscheidung zwar fügen, freiwillig werde er aber nicht zurücktreten, sagte Schneider. Der 64-Jährige trifft am Wochenende bei einer außerordentlichen Sitzung der 1860 GmbH & Co. KGaA auf Ismaik, der seit Mai 2011 49 Prozent der Anteile an der KGaA hält.

Nachdem es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen dem Präsidenten und dem Investor gekommen war, schien sich die Lage zuletzt beruhigt zu haben. Erst im Januar hatte der 35 Jahre alte Jordanier die von der Deutschen Fußball Liga (DFL) geforderte Liquidität über 2,3 Millionen Euro sichergestellt.




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Kommentare

  • User
  • 26.01.2012 13:33:36 AntiMöller

    JETZT GEHT`S LOOHOOOS...

  • User
  • 26.01.2012 14:00:07 giselher

    ... bis zur nächsten Liquiditätslücke ...

  • User
  • 26.01.2012 15:11:28 mehmetwirdankendir

    Schneider ist/ war der beste Mann für den Verein. Er hat gekämpft wie das Wappentier. Dass er sich weigert neue Schulden über den Verein aufzunehmen. (Toller Investor im Übrigen) ist verständlich. Der Einzige mit Rückrat in dem Sauhaufen. Das Blut des Traditionsvereins 1860 klebt an Schäfers und Hinterbergers Fingern. Charakterlose Profílneurorotiker die zwei. Anders kann ichs nicht ausdrücken außer noch einmal Beileid zu wünschen.

    Jetzt gehen die Lichter aus. Endgültig.

  • User
  • 26.01.2012 15:30:39 AntiMöller

    "Feindliche Übernahme" ist das schlimmste, was besonders einem Fußballverein passieren kann.
    Andererseits mussten die 60er-Verantwortlichen genau mit sowas rechnen. Investor zieht nochmal die 2 %, verkauft das Tafelsilber schön mit versteckter Provision und hat trotzdem weiter unvermindert seine Pfoten auf der Klubkasse. Plus "interest"/Zinsen.

    Jedenfalls kommt mir das auch hier so vor. Wünsche viel Kraft!

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