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Eintracht Frankfurt

Skibbes Stürmer drängen auf Stammplätze

Text: sid  

Acht Siege in acht Spielen und das Motto "aus Vier mach Zwei": Testspiel-Meister Eintracht Frankfurt befindet sich zwei Wochen vor dem Bundesligastart in beeindruckender Frühform und Trainer Michael Skibbe hat die Qual der Wahl. Vor allen Dingen die Stammbesetzung im Sturm könnte bei den Hessen zu Saisonbeginn für reichlich Zündstoff sorgen.




Alle vier Angreifer - Ioannis Amanatidis, Halil Altintop, Martin Fenin und Neuzugang Theofanis Gekas - haben zum Teil deutlich ihre Ansprüche auf einen Platz in der Startelf angemeldet. "Wir haben eine gute Offensive. Bis zum 21. August im Auswärtsspiel bei Hannover 96 wird man sehen, was passiert", sagte Skibbe und legt sich bewusst noch nicht auf ein Sturm-Pärchen fest. Symptomatisch für das "Luxusproblem" am Main, dass in Alexander Meier der beste Frankfurter Liga-Torschütze der letzten Spielzeit (10 Tore) künftig im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden soll.

Den Konkurrenzkampf der Torjäger befeuert hat jüngst Amanatidis. Geht es nach dem Ex-Kapitän, dann führt kein Weg an ihm vorbei. "Wenn ich fit bin, dann spiele ich, da kann sowieso kommen, wer will. Ich fürchte keine Konkurrenz", meinte der Grieche selbstbewusst. Amanatidis, der wegen eines Knorpelschadens im Knie in der vergangenen Saison nur acht Bundesligapartien bestritten hatte, überzeugte zuletzt beim Sieg gegen den englischen Meister FC Chelsea (2:1) am vergangenen Sonntag.

Auch sein für eine Million Euro von Bayer Leverkusen verpflichteter Landsmann Gekas sowie der Türke Altintop und der Tscheche Fenin - allesamt Nationalspieler - sehen sich als Stammkräfte. Altintop verdiente sich am Donnerstag im Testspiel gegen den italienischen Europa-League-Teilnehmer US Palermo (2:1) in Klagenfurt gute Noten. Der 27-Jährige verwandelte zunächst einen an Maik Franz verursachten Elfmeter (50.) sicher und bereitete dann mit einem Zuckerpass den Siegtreffer durch Fenin (71.) vor.

Während Fenin ("Ich sehe mich nicht als Stürmer Nummer drei oder vier") auch verbal Werbung in eigener Sache betrieb, hielt sich Altintop mit Forderungen zurück - und übte doch leise Kritik an der vorlauten Konkurrenz. "Jeder hat seine Ansprüche. Der eine zeigt es auf dem Platz, der andere redet mehr darüber", sagte er.

Auch die Mitspieler beobachten den Vierkampf im Sturm mit Interesse. Abwehrspieler Franz glaubt, dass die hohe Qualität und Quantität der ersten Reihe auch Konsequenzen auf die taktische Ausrichtung hat. "Wir haben so viele gute Angreifer. Ich vermute, dass wir offensiver spielen in der neuen Saison", sagte der Innenverteidiger. Da passt es ins Bild, dass Skibbe sich für die Heimspiele des Tabellen-Zehnten der abgelaufenen Saison "mehr Attraktivität" wünscht.

Vor der Stürmerfrage wird Skibbe am Wochenende die Frage nach der Nummer eins im Tor beantworten. Routinier Oka Nikolov, der seit 1991 bei der Eintracht spielt, war mit einem Bonus gegenüber Ralf Fährmann in die Vorbereitung gestartet. "Oka war letzte Saison Stammspieler und hat es gut gemacht", begründete Skibbe die bessere Ausgangsposition des 36-Jährigen, der sich wohl erneut durchsetzen wird. Der mehr als 14 Jahre jüngere Fährmann hatte unlängst beim 1:1-Ausgleichstreffer von Chelseas Frank Lampard gepatzt.

Egal, wer letztlich spielen wird: Der erfahrene Franz glaubt, dass nach 46 Punkten in der letzten Runde diesmal "50 Punkte realistisch" seien. "Wir haben eine richtig gute Mannschaft", meinte der Ex-Karlsruher.



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