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»Mein Gehalt ist Schmerzensgeld«

Aachens Trainer Krüger lässt Dampf ab

Text: sid  

Mit einer Wutrede und teilweise derbem Vokabular hat sich Trainer Michael Krüger vom Fußball-Zweitligisten Alemannia Aachen am Montagabend Luft verschafft. `Was ich hier an Rückschlägen erleben muss, tut richtig, richtig weh´, sagte der Coach nach der 0:1-Heimniederlage gegen Fortuna Düsseldorf: `Das Trainer-Team reißt sich Woche für Woche den Arsch auf bis zur Hutkrempe und am Ende stehen wir oft mit leeren Hände da.´ Dies liege vor allem an der personellen Situation, `denn kaum ist Aimen Demai von der Scheißerei genesen, sitzt Cristian Fiel in der Kabine und übergibt sich´.



Trotz der Personalnot blieben die Ansprüche beim Tabellenelften aber dieselben. `Mir ist die wirtschaftliche Lage ja auch bewusst. Schließlich kostet unser Postkasten hier ein paar Euro sechzig´, meinte Krüger mit Blick auf das im Sommer erbaute gelbe Stadion. Das Gerede vom Niemandsland könne er jedenfalls nicht mehr hören, sagte Krüger, `denn ich will noch ein paar Prämien gewinnen. Mein Gehalt ist nämlich eh kein Gehalt, das ist Schmerzengeld.´ Nach SID-Informationen erhält Krüger 7000 Euro monatlich. Zuvor im Sudan hatte er angeblich etwa eine Million Euro im Jahr verdient. Aachen sah Krüger als Chance an, sich bei einem deutschen Traditionsklub durchzusetzen und vielleicht den Sprung in die Bundesliga zu schaffen, `aber diese ständigen Nackenschläge sind auf Dauer unglaublich frustrierend´.




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Kommentare

  • User
  • 02.03.2010 13:49:33 rwerfurt

    7000 euro plus prämien im monat al... mein beileid herr krüger

    ich würde mich auch beklagen, dass ich so wenig verdiene.

    wann kommt ihr abgehobenen möchtegern-wichtig-menschen mal von eurem hohen tross herunter?

    es gibt so viele menschen in deutschland und auf der welt, die weitaus wichtigere und nützlichere arbeiten vollrichten und nicht einmal annähernd so viel verdienen wie sie.

  • User
  • 02.03.2010 14:19:21 einrudithömmes

    Steht da irgendwas von Brutto oder Netto, von Prämien? Wie lange arbeitet denn ein Trainer in einer zweiten oder dritten Liga und welche Verantwortung trägt der Trainer bei sportlichem Mißerfolg, was macht er "danach"?

    Drauf hauen kann man bei einigen Spielern, Funktionären und meinest wegen auch Trainers, was vermeintliche Überbezahlung angeht, aber hier will mir das nicht recht einleuchten, rwewortspiel.

  • User
  • 02.03.2010 14:26:52 vokabelle

    7000 Euro klingt nach brutto, und ich würde den Job für das Geld nie und nimmer machen, erst recht nicht, wenn ich über die fachliche Qualifikation verfügte. Mit dem letzten Absatz von rwerfurt gehe ich allerdings chloroform. Doch merke: Auch von einem hohen Tross lässt sich so manches vollrichten. Oder so ähnlich.

  • User
  • 02.03.2010 14:33:14 einrudithömmes

    Heisst das nicht, der Kopf stinkt, wenn er Fisch gegessen hat?

  • User
  • 02.03.2010 14:36:34 vokabelle

    Das hängt von seinem Bretto... äh, Nuttogewicht ab.

  • User
  • 02.03.2010 14:40:36 sgu07

    @rwerfurt: neidisch???
    was glaubst du zahlt rw erfurt seinem trainer?? weniger als dem krüger? mehr? zu viel? oder gerade soviel, dass du nicht neidisch wirst. also sagen wir 2000? oder 1000? oder noch weniger?

  • User
  • 02.03.2010 14:44:40 Hotte80

    7000? Sieben? Nee, also da kann der Krüger ja auch gleich einen auf Hartz IV machen.
    Verdammt nochmal, Arbeit muss sich wieder lohnen!

  • User
  • 02.03.2010 14:48:06 Atatenango

    Auf der einen Seite: niemand zwingt den Hr. Krüger bei Alemania zu arbeiten oder anderswo, wo er seiner Meinung nach zuwenig Geld verdient. Ich fänd 7000 € (auch wenn's brutto wäre) natürlich auch nicht schlecht, aber i.d.R. kriegen Bundesligatrainer wohl schon mehr Kohle, deshalb:

    Auf der anderen Seite: verdient ein Arzt oder so vermutlich nicht annähernd soviel wie ein Bundesligatrainer. Aber es gibt da halt nunmal verschiedene Messlatten in der Marktwirtschaft, dass der Job und somit das Gehalt eines Bundesligatrainers halt höher eingestuft wird als der Job einer Putzfrau. Aber das ist ne andere Diskussion finde ich und wenn ich sehe, was andere Trainer angeblich so verdienen ist 7000 dann wirklich schon eher als Schmerzensgeld zu werten.

  • User
  • 02.03.2010 14:51:19 einrudithömmes

    Und genau darum ging's mir, um diesen Fall.

    Alles andere ("Profisportler und -trainer sind überbezahlt") bitte in einen anderen Fred.

  • User
  • 02.03.2010 14:55:58 rwerfurt

    ob ich neidisch bin auf ein gahlt von 7.000 euro im monat?

    klar bin ich neidisch, denn wer möchte nicht so viel verdienen?

    das 7.000 euro im vergleich zu anderen trainern nicht viel ist, ist schon klar.

    ich habe keine ahnung was rwe seinem trainer zahlt, es ist mir auch egal.

    was mich eigentlich stört ist das gejammere, als ob der herr krüger mit diesem gehalt nicht über die runden kommen würde.

    und zum thema "was macht er danach": was macht denn ein nullachtfuffzehn-angesteller "danach"? ... richtig, er geht stempeln, so wie (fast) jeder es tut, wenn er seinen job los ist.

  • User
  • 02.03.2010 14:57:26 sgu07

    7000 euro brutto für einen leitenden angestellten eines mittelständischen unternehmens mit einem umsatz von ca. 10 mios. n' bisschen mickrig. noch dazu, wenn er in einer abteilung arbeitet, in der der maßgebliche umsatz fürs unternehmen und "für die ganze region" erwirtschaftet wird. ok, er hat noch erfolgsabhängige zusatzchancen, aber trozdem, so einen musst du erst mal finden. und dann auch mit ihm zufrieden sein.

    klar, das ist ne andere diskussion.

  • User
  • 02.03.2010 15:01:21 sgu07

    wenn du schon neidisch bist auf einen der 7000 euro verdient, mit welchen gefühlen trittst du dann jemandem gegenüber, der 70.000 oder gar 170.000 im monat verdient? und davon gibts ganz schön viele. nicht nur fußballtrainer.
    neid ist nicht gut.

  • User
  • 02.03.2010 15:02:25 einrudithömmes

    Um die etwaige Arbeitslosigkeit wollte ich gar nicht diskutieren. Es geht um das normale Erwerbsleben. Ein normaler Angestellter arbeitet eben auch in der Regel ein paar Jahre länger. Das Problem an der nicht-ganz-an-der-Spitze-stehenden Fachkräfte ist, dass ihre Lebensarbeitszeit auch mangels verwertbarer Zweitqualifikation häufig kürzer ist.

    Daher darf, nein, muss es auch meist ein bißchen mehr sein.

    Und, um zu Herrn Krüger zurückzukommen, was weißt du von seiner persönlichen Lebenssituation? Es kann gute Gründe dafür geben, dass durchschnittliche 7.000 Brutto im Monat schnell knapp werden. Zumal der Mann dieses stattliche Salär ja auch erst seit September bezieht - und wer weiß, für lange...

  • User
  • 02.03.2010 15:18:12 Atatenango

    Also, ich bin nicht neidisch auf den. Aber wenn ich einen Job machen würde, wo andere -zig mal soviel verdienen, würde ich mir halt auch Gedanken machen, ob das alles so richtig ist...ganz ohne Neid, es gibt da halt einen gewissen Marktwert, sowohl für Trainer als auch für Putzfrauen oder Ärzte!

    Davon abgesehen gibt es genügend arbeitslose Trainer und/oder Ex-Profis. Ich mein irgend so ein 22-jähriger, der alles auf eine Karte gesetzt hat und irgendwo in der 4. Liga rumkickt, das vielleicht auf diesem Niveau noch 10 Jahre tut, der kann vermutlich auch nicht viel mehr machen als nach seiner "Karriere" stempeln zu gehen. Ist halt schon auch ein hartes Geschäft, und wenn ich in diesem Geschäft arbeiten würde, würde ich auch zusehen so schnell wie möglich meine Schäfchen ins Trockene zu bringen, und das ist mit 7000 brutto glaub ich nicht unbedingt möglich, was nicht heißt, dass es dem Opel-Arbeiter, der in Bochum oder Eisenach arbeitslos wird besser geht...aber wie gesagt, das ist eine andere Diskussion!

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