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Nach Fan-Attacke auf Schiedsrichter

DFB ermittelt gegen 1860

Text: sid  

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am Dienstag Ermittlungen gegen den Zweitligisten TSV 1860 München eingeleitet. Zwei Anhänger des Klubs waren am Montagabend nach dem 0:1 gegen Rot Weiss Ahlen auf den Platz gerannt und hatten Schiedsrichter Markus Wingenbach (Diez) attackiert. Zudem war Ahlens Torhüter Sascha Kirschstein während des Spiels von einem Feuerzeug aus dem Löwenblock am Kopf getroffen worden.

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Die Löwen, den eine empfindliche Strafe droht, bedauerten die Vorfälle in einer offiziellen Stellungnahme und kündigten an, gegen die beiden Randalierer ein dreijähriges Stadionverbot verhängen und sie für den möglichen Schaden in Regress nehmen zu wollen. Darüber hinaus werde man die Zahl der Sicherheitskräfte künftig erhöhen. `Offensichtlich reichen 50 Sicherheitskräfte am Spielfeldrand nicht aus, um unkontrollierte Fanreaktionen zu verhindern´, sagte 1860-Geschäftsführer Manfred Stoffers. Um die Schiedsrichter besser zu schützen, würden die Unparteiischen künftig vom Ordnungsdienst in die Kabine eskortiert.




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Kommentare

  • User
  • 09.02.2010 15:07:21 Akki Akkermann

    Fragwürdig fand ich auch die Aktion vom Stadionsprecher, der wohl durchsagte, dass sich die "Fans" nicht vom Ahlener Torhüter provozieren lassen sollten, nachdem er von einem Feuerzeug am Kopf getroffen wurde und vorher mit Sascha Rösler zusammengestoßen war. Wo da eine Provokation von Kirschstein vorgelegen haben soll, erschloss sich mir als TV-Zuschauer jetzt nicht (außer dass er ziemlich gut gehalten hat). Dass so eine Aussage auch nicht besonders deeskalierend wirkt versteht sich wohl auch. Da könnte wohl auch ein bisschen Mitschuld beim Stadionsprecher gesucht werden...

  • User
  • 09.02.2010 15:15:07 GTEvo

    den Fan hat der Hoeness sicherlich bestochen^^............

  • User
  • 09.02.2010 15:16:38 UrmelAusmEis

    Ich wär für eine Platzsperre. Die Löwen müssen 5 Heimspiele an einem Ort austragen, der mindestens 10 Kilometer von der Allianz Arena entfernt liegt.

    Hmmm - halt, noch mal nachmessen:

    Yo, passt!

  • User
  • 09.02.2010 15:20:16 AntiMöller

    Warum boykottieren sie die Arena nicht wie andere Kollegen auch? Stattdessen reiten sie den Verein noch tiefer in die Scheisse.
    Naja, muss ich ja zum Glück nicht verstehen.

  • User
  • 09.02.2010 17:59:05 Akki Akkermann

    Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens auch das Vorwort von Manfred Stoffers in der Stadionzeitschrift (ich zitiere mal kicker.de):
    "Liebe Löwenfans, welchen unserer Gegner können Sie am wenigsten leiden? Sicher sind Ihnen schlagartig mindestens zwei Kotzbrocken-Vereine eingefallen. Innerlich haben Sie sich schon die Hasskappe übergestülpt, ohne eigentlich genau zu wissen, warum? Mir geht es übrigens genauso. Diese Feindschaften pflegen wir sorgsam, wenn nicht gar liebevoll. Wir sind dankbar für jedes Ereignis, das uns in der Abneigung gegen diese Vereine bestätigt. Und wenn wir dann im Spiel auf diese Gegner treffen, dann lassen wir sie lustvoll raus - die Häme, die Wut, vielleicht sogar den Hass. Sind die Schimpftiraden erst einmal rausgebrüllt und haben wir sogar noch gegen den Erzfeind gewonnen, fühlen wir uns richtig klasse."

  • User
  • 10.02.2010 09:19:07 stifmeister87

    Ich würde den Stadionsprecher feuern,
    dann haben sie wieder auch bisschen mehr Geld zur verfügung um
    das Stadioncatering von den Bayern zu bezahlen.

    Auch wenn ich kein Freund der Bayern bin und als FCK Fan zu den Löwen halten sollte, kanns net sein den Club anzuklage,
    der mich vor dem Bankrott bewahrt hat

  • User
  • 10.02.2010 19:32:46 Zach27

    @ Akki Akkermann
    wenn du schon das Vorwort zitierst warum nicht das komplette??

    ...Gute Kinderstube hin, gediegene Bildung her: Es ist so. Ich steh' dazu.

    Warum wir so reagieren, ist entwicklungsgeschichtlich eine olle Kamelle. Jeder Fremde, der sich unserer Höhle oder Hütte und später unserem Haus, unserer Burg oder unserer Ranch näherte, war zunächst mal ein lebensbedrohlicher Feind, den man sich am besten auf Distanz hielt. Reserviertheit oder Feindseligkeit gegenüber Fremden war also ein Überlebensprinzip. Das steckt immer noch tief verwurzelt in uns drin. Beim Fußball können wir diese Ur-Gefühle wunderbar rauslassen. Sobald wir das Stadion verlassen, spätestens wenn wir wieder zu Hause ankommen, sind wir auch in dieser Beziehung wieder in die Zivilisation zurückgekehrt. Die vorher lustvoll entfesselte Fremdenfeindlichkeit ist wieder an die Kette gelegt.

    Leider gibt es aber auch bei uns eine kleine Minderheit von Fans, deren ideologische Heimat Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass sind. Sie missbrauchen unsere Spiele, um ihre rassistischen Ressentiments auszuleben und zu verbreiten. Das hat nichts mehr mit unseren genüsslich gepflegten "Feindschaften" zu tun. Hier ist Schluss mit lustig. Diesen Leuten werden wir gemeinsam die Rote Karte zeigen.

    Zurück zum wichtigsten Ereignis des Tages. Mögen Sie eigentlich Rot Weiss Ahlen. Also, wenn ich ganz ehrlich bin...

    P.S. liebst du alle Vereine dieser Welt?

  • User
  • 10.02.2010 19:45:07 Luis Enrique

    du hast dich nicht ernsthaft angemeldet, um diese aktion zu verteidigen, oder? krass.

  • User
  • 10.02.2010 21:24:05 Zach27

    Um etwatige Missverständnissen vorzubeugen, weder das werfen von Gegenständen noch das Angehen des Schiris ist tolerierbar.

    Aber gerade einen so umstrittenen Text sollte man doch den interessierten Leser komplett zugänglich machen und nicht nur die ersten Zeilen anteasen.
    Ob der Text jetzt gut oder schlecht ist, vielleicht dem einen oder anderen aus der Seele spricht oder man sich mit Abscheu abwendet, muss doch jeder für sich selbst beurteilen.

    Aber um das tun zu können sollte man ihn schon komplett lesen.

  • User
  • 10.02.2010 21:55:18 UrmelAusmEis

    Und ich sag danke dafür.
    Ich hatte keine Ahnung, was dieses Vorwort soll, jetzt weiß und verstehe ich es. Und klar ist: hier aus Stoffers Erörterung nur die Antithese zu präsentieren ist entweder naiv oder frech. In jedem Fall manipulierend.

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