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London

Ronaldinho »Fußballer des Jahrzehnts«

Text: sid  

Der brasilianische Starstürmer Ronaldinho vom italienischen Spitzenklub AC Mailand ist vom britischen Fußball-Magazin World Soccer zum `Fußballer des Jahrzehnts´ ernannt worden. Der zweimalige Weltfußballer und Weltmeister von 2002 setzte sich bei der Auswertung der jährlichen Abstimmungen des Magazins von 2000 bis 2009 gegen den Argentinier Lionel Messi vom FC Barcelona und Cristiano Ronaldo (Portugal/Real Madrid) durch. 



Kommentare

  • User
  • 11.12.2009 10:51:08 blauklausausdemall

    Na ja wurde da nicht jemand vergessen Zinedine Zidane .

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  • 11.12.2009 13:06:53 teckenbrauro

    zidane hatte seine glanzzeit doch zwischen 1998 und 2003, die letzten jahre waren doch deutlich schwächer. er hat einfach das pech in der übergangszeit gespielt zu haben.
    ein ronaldinho zwischen 02 und 06 war schon überragend, wie ich finde. da hat auch c. ronaldo rein gar nix verloren. der hatte jetzt 2 gute jahre, mehr aber auch nicht. er ist kein spieler wie ronaldihno oder zidane es waren, die ihre mannschaft besser machten, sondern ein egozentriker, der möglichst viele tore schiessen will.

    auf dauer führt an messi gar kein weg vorbei...

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  • 11.12.2009 13:29:59 Haensgen vom Deich

    Also dieses Ronaldo-Bashing... Ich mein, klar isser 'n Selbstdarsteller und Spinner, aber ihm seine sportliche Spitzenklasse abzusprechen grenzt an Realitätsverlust.

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  • 11.12.2009 13:31:37 Haensgen vom Deich

    ...womit nich nicht sagen möchte, dass er den unnötigen Titel "Fußballer des Jahrzents" verdient hätte.

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  • 11.12.2009 13:45:10 Süüdkurvä

    hm, an der wm06 war zidane aber noch gut im saft. wenn ich da an das spiel frankreich-brasilien denke... junge junge!

    man könnte ja auch mal ne wahl machen 'bester fussballer von 1990 bis 2010', schlage ryan giggs vor...

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  • 11.12.2009 13:46:11 wojcicki

    Auszeichnungen, die man braucht wie die Wahl zum "Mitarbeiter der Woche". Wer wird´s wohl dieses Mal? Tina, die Klofrau oder Paul vonner Frittenschmiede ..?

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  • 11.12.2009 14:02:49 Süüdkurvä

    man könnte ja auch mal ne wahl machen 'bester fussballer von 1990 bis 2010', war auch mehr ironisch gemeint. viel wichtiger wäre eine auszeichnung für die beste auszeichnung. die wäre auf einer stufe mit dem 'first annual montgomery burns award for outstanding achievement in the field of excellence'!!

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  • 11.12.2009 15:26:26 Matzator

    Schön dass ich die Nuller-Jahre (ein blöder Name für ein Jahrzehnt) miterleben durfte.

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  • 11.12.2009 15:47:53 Ramon Diaz

    da hat auch c. ronaldo rein gar nix verloren. der hatte jetzt 2 gute jahre, mehr aber auch nicht. er ist kein spieler wie ronaldihno oder zidane es waren, die ihre mannschaft besser machten, sondern ein egozentriker, der möglichst viele tore schiessen will.kursiv formatierter Text

    Stimmt schon das er kein SPieler wie Zidane oder Dinho ist, jene die Augrund ihrer Sicht des Spiels dieses ansich reißen konnten(Dinho scheint das irgendwie verlernt zu haben). Kaká kann das schon, im gegensatz zu "CR9" und das ist auch die eigentliche Kritik, Messi, den teckenbrauro ja als den nächsten Riesen feiert(kann man auch machen aber einige Dinge trotzdem beachten). Der gute Messi ist genau so ein egozentriker nur lässt er das nicht so raushängen, und er kann kein Spiel lenken, was er in der Nationalmannschaft die ganze Quali über eindrucksvoll bewiesen hat, er braucht Xavi und Iniesta damit sie ihm den Ball so servieren das er den Strafraum penetrieren kann, denn hier ist er wirklich der beste der Welt und seine Tempodribbligs wirklich atemberaubend. Ein Egozentriker ist er, das sieht man meiner Meinung nach daran schon allein daran,dass er das tor von Bolatti gegen Uruguay überhaupt nicht gefeiert hat während alle anderen wie wild umher sprangen. Es springt nur nicht sofort ins Auge weil er ein "perfil bajo" pflegt und sich eher bescheiden gitb, was man vom guten Ronaldo nun eher nicht behaupten kann. Wusstet ihr das sein Vater (der ihn leider auf diesen Egotrip gebracht zu haben scheint) der AFA drohte Leo für Spanien spielen zu lassen falls sie ihn nicht mit zur WM 06 nehmen würden?! Achja fasst vergessen, ich denke schon das CR9 auf dem selben Niveau wie Messi jede Mannschaft der Welt besser macht.

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  • 11.12.2009 15:49:01 Ramon Diaz

    Das mit dem kursiv üben wir noch einmal

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  • 11.12.2009 19:27:23 teckenbrauro

    Was Ronaldo angeht wurde ich missverstanden. Natürlich ist der einer der 5 besten Spieler, die momentan aktiv sind, aber mir fehlt einfach dieses gewisse etwas, das ihn von anderen abhebt. individuelle fähigkeiten sind natürlich extrem gut, nur schafft er es noch nicht so sehr wie andere vor ihm diese auch der mannschaft zur verfügung zu stellen.
    messi wird sich hoffentlich noch mehr zu einem spielmacher entwickeln als zu einem reinen aussenflitzer. die hoffnung habe ich noch nicht aufgegeben. dazu müsste er aber mal mehr den ball fordern und häufiger die position wechseln. ist bei dem spielsystem von barca zwar nicht so leicht, aber ronaldinho hat auch als LA das Spiel gemacht. OHNE jedesmal 1 gegen 1 zu suchen, sondern auch mal mit schönen Pässen in die Tiefe...
    Schade, dass er diese dinge nicht mehr zeigen kann!

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  • 11.12.2009 20:28:41 Hotte80

    Carsten Nulle vom FC Carl Zeiss is ja bei der Wahl zum Jenaer Sportler des Jahres 2009 auf Platz 2 gelandet.
    Sieger: Sprinter Robert Hering von der TuS Jena.

  • User
  • 11.12.2009 23:20:47 Catilina

    Die Auszeichnung ist wohl ähnlich zu verstehen wie der Friedensnobelpreis an Obama: Während Obama motiviert werden sollte, seine Wahlversprechen einzuhalten, soll die Wahl zum "Spieler des Jahrzehnts" für Ronaldinho ein Anreiz sein, wieder der zu werden, der er bis vor zweieinhalb Jahren war.

  • User
  • 11.12.2009 23:27:58 Catilina

    mit schönen Pässen in die Tiefe...

    Z.B. der hier - herrlich.

  • User
  • 12.12.2009 14:54:11 Luis Enrique

    großartig! aber auch geil abgeschlossen!

  • User
  • 13.12.2009 02:32:28 monssolis

    Bester Spieler 1997-2007: Dick van Burik. Aber ganz klar!

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  • 13.12.2009 14:30:18 pandrodor

    Catilina, wenn das wie bei Obama abläuft, dann sollte Ronaldinho schleunigst um 30.000 Gramm "aufstocken" :)

    Auszeichnungen sind immer eine subjektive Sache. Aber wenn man Dinge wie Weltbester Fußballer im Jahre XXX aufstellt, gibts natürlich auch die des Jahrzehnts. (Ich bin auch kein großer Freund solcher Aufstellungen, aber ich finde sie immernoch sinnvoller zeitnah zu machen als Jahrzehnte später irgendwen zum besten Fußballer aller Zeiten zu "ernennen".)

  • User
  • 13.12.2009 18:25:48 Catilina

    Catilina, wenn das wie bei Obama abläuft, dann sollte Ronaldinho schleunigst um 30.000 Gramm "aufstocken" :)


    :-DDD

  • User
  • 13.12.2009 21:38:57 Delije

    ...mhhh koennte ich mitgehen bei der Wahl. Mir hat frueher immer imponiert mit was fuer Freude der gespielt hat und diese unnachahmliche Technik...ABER, um zu den ganz grossen zu gehoeren fehlt mir der Biss und der Ehrgeiz...das hat nachgelassen...wenn es eine Kreuzung zwischen Genaro Gatuso und Ronaldinho Gaucho gaebe waere es der Idealfussballer...

  • User
  • 14.12.2009 09:37:43 UrmelAusmEis

    Ich glaub ja weiterhin nicht, dass das eine "Wahl" war. Sondern ein Platzierungsauszählen, sprich eine Wahl-Statistik.

    Müsste man sich also eher mit der Frage auseinandersetzen, ob es der Kleine 2004 und '05 verdient hatte, gewählt zu werden. Und das hatter wohl ohne Zweifel.

  • User
  • 20.03.2010 00:09:03 Catilina

    Zidane und Ronaldinho sind beide Weltmeister geworden, und hatten am Titelgewinn ihrer Nationalmannschaften nicht nur
    Anteil, sondern ein gerüttelt Maß davon.

    Wenn man dieses Kriterium nicht anlegt, wird man sich kaum einen Kreis der in Frage kommenden Spieler einigen können, viel weniger auf den Allerbesten. Wenn es um schieres Können geht, dann wäre bspw. Dragan Stojkovic höher zu bewerten als Gullit, Van Basten, Matthäus (und wie sie alle hießen, die Weltfußballer der Jahre um 1990). Zwischen 1987 und 1990 war Stojkovic definitiv der genialste Fußballer in Europa, und er war filigraner als jeder der 3 Herren aus Mailand.

    Ein anderes Beispiel: Wenn es um`s schiere Können geht, müßte man etwa Dennis Bergkamp mit Zidane auf dieselbe Stufe stellen. Bergkamp war genauso spektakulär, genauso komplett wie Zidane, einige seiner Tore und Aktionen haben sich genauso ins kollektive Gedächtnis der Fußballwelt eingebrannt, und er hat bei denselben Turnieren geglänzt wie der Franzose. Nur hat er weder ein Turnier noch die Champions League gewonnen.

  • User
  • 20.03.2010 01:20:49 AntiMöller

    Wenn es um schieres Können geht, dann wäre bspw. Dragan Stojkovic höher zu bewerten als Gullit, Van Basten, Matthäus

    Da gebe ich Dir Recht. Allerdings konnten die anderen genannten dafür ganz andere spielwichtige Talente entscheidend einbringen. Solche Wahlen finde ich eigentlich sowieso Quatsch, weil ein Defensivspieler (ausser mal Cannavaro oder Beckenbauer) so gut sein kann, wie er will, aber ausser einer "honorable mention" kommt an persönlichen Pokalen nix in die Wohnzimmervitrine. Gewählt wird eigentlich immer der Star des Titelträgers oder wenigstens Finalteilnehmers.
    Es reicht völlig aus zu wissen, das Maradona der Beste aller Zeiten war.

    P.S.: ich wäre zwar für Zidane gewesen, aber Ronaldinho geht schon ok.

  • User
  • 20.03.2010 01:23:05 AntiMöller

    naaa...Sammer hat`s ja auch gepackt. Da finden sich bestimmt noch ein paar Erlauchte. Rijkaard?

  • User
  • 20.03.2010 13:17:15 Catilina

    ...und Stojkovic ist ein ähnlicher Grenzfall wie Michael Laudrup.

    Obwohl, wenn ich`s so recht bedenke, wäre Laudrup schon ein Kandidat gewesen in den frühen 90er Jahren. Stojkovic dagegen büßte mit seinem Transfer nach Marseille seine Form ein und ist, alles in allem, den Beweis schuldig geblieben, sich in einer westeuropäischen Topliga etablieren zu können. Laudrup dagegen gewann mit 2 verschiedenen Clubs 5 spanische Meisterschaften in Folge sowie die Champions League und eine Handvoll Pokalwettbewerbe.

  • User
  • 20.03.2010 13:18:52 Catilina

    Rijkaard wäre ein absoluter Top-Aspirant gewesen, hat aber, soviel ich weiß, den ballon d`or nie gewonnen.

  • User
  • 20.03.2010 16:39:46 Catilina

    A propos: Frank Rijkaard hat während seiner Zeit als Barca-Coach in einem Interview auf den Punkt gebracht, was von Auszeichnungen wie dem ballon d`or zuhalten ist.


    Every player is different but whether someone is a 'star' or not is something the public creates, not the player. I can guarantee that every team is the same at whatever level: there are one or two players who are leaders and others who follow; one or two players who talk more than the others. I can guarantee you that wherever our players have come from they would look around the dressing-room and know that whatever success they achieved personally was dependent on the other guys.

    Football is a team game. Of course, sometimes a training exercise suits some players more than others and then you have to consider individuals. But this is one reason why I don't like a big squad. If I had 30 players then, inevitably, I would be sending eight or nine to watch from the stands every week. As it is I have 19 plus a few from the youth team so everyone feels a part of what we are doing – especially since we had four bad injuries early in the season. I like players who are versatile and can play in two or three positions. Then they know that, if they are out of the team, they have a better chance of getting back in. My aim is always to create a team spirit so every player feels he is contributing to our success. Then everyone's happy.

  • User
  • 20.03.2010 16:41:51 Catilina

    Rijkaard sagte ferner:

    For example, Shevchenko is a great striker. You can see that from his record. But football is a team game, so how can you compare the value of a Shevchenko with a defender whose work is not so obvious but is equally important? I'm against these sort of awards. If we must have them then we should have comparative awards – for goalkeepers, defenders, midfielders and strikers in their own right.

  • User
  • 20.03.2010 18:03:03 AntiMöller

    Fachbezogene awards fände ich auch besser. Aber wahrscheinlich ist es einfach menschlich, am Ende "dem Einen" huldigen zu wollen.

    ...und Stojkovic ist ein ähnlicher Grenzfall wie Michael Laudrup.

    ...und Savicevic!

  • User
  • 21.03.2010 02:25:41 Catilina

    Aber wahrscheinlich ist es einfach menschlich, am Ende "dem Einen" huldigen zu wollen.

    "Der Eine" ist dann mit großer Sicherheit ein Zwischending aus Spielmacher und Torjäger.

    O.K., Bergkamp kann man ausschließen, weil der ganz große Erfolg ihm versagt blieb, auch wenn er fußballerisch auf demselben Level gewesen sein mag wie Zidane.

    Aber was ist z.B. mit RIVALDO ? Was mit FIGO ?

    Gegen Rivaldo spricht, daß er mit gerade einmal 31 Jahren von der großen Fußballbühne abgetreten ist. Gegen Figo spricht, daß er keine Welt- oder Europameisterschaft gewonnen hat. Aber davon abgesehen, sind beide Spieler auf demselben Level wie Zidane. Für Figo spricht außerdem die Beständigkeit. Er hat 11 Jahre lang (1995-2006) auf Topniveau gespielt.

  • User
  • 21.03.2010 02:53:01 Catilina

    Johan Cruyff war nach der Finaldresche, die sein Dream Team von den Rotschwarzen bezogen hatte, zeitweilig ein wenig von allen guten Geistern verlassen. Bis dahin hatten die Transfers, die er veranlaßt hatte, sich immer als Glücksfälle erwiesen: Laudrup z.B. war bei Juve an der Aufgabe gescheitert, Platini zu ersetzen.
    Der Club bot dem FC Liverpool für Ian Rush eine hohe Ablösesumme plus Laudrup im Paket, aber Liverpool winkte ab. Kurzum: Laudrup stand nach mageren Jahren bei Juve im Ruf, a spent man zu sein. Kaum jemand hätte erwartet, daß er bei Barca zu einem der größten Spielmacher aller Zeiten reifen würde.

    Von den Transfers, die Cruyff im WM-Sommer `94 tätigte, hat sich allein Gheorge Popescu als eine Art Glücksfall erwiesen. Cruyff ließ Zubizarreta ziehen, verzichtete aber darauf, einen ebenbürtigen Ersatz zu verpflichten, sodaß Carlos Busquets, der Vater des heutigen Feldspielers, 2 Jahre lang mit wechselhaftem Erfolg das Barca-Tor hüten mußte. Der hochbegabte Hagi blieb bei Barcelona genauso blaß, wie er Jahre zuvor bei Real Madrid gewesen war. Dasselbe gilt für Robert Prosinecki, der ein Jahr später nach Barcelona kam - auch er ein aufgehörter Real Madrid-Mittelfeldregisseur.Zudem gingen im Laufe der Saison 94/95 sowohl Stoitchkov als auch Romario von Bord. Als Ersatz zog Barcelona einen Bosnier namens Kodro an Land, der nicht zu Unrecht heute vergessen ist.

    Aber in seiner letzten Transferentscheidung hat Cruyff dann wieder den Instinkt bewiesen, der ihn in seinen erfolgreichen Jahren bei Barca auszeichnete: Er verpflichtete eine hageren 23jährigen von Sporting Lissabon, ebenjenen FIGO.

  • User
  • 05.04.2010 13:54:20 Catilina

    Fachbezogene awards fände ich auch besser. Aber wahrscheinlich ist es einfach menschlich, am Ende "dem Einen" huldigen zu wollen.

    ODER der Preis müßte an Spieler vergeben werden werden, die in Offensive und Defensive gleichermaßen überragend sind: Rijkaard, Matthäus, Ze Roberto, Deco, Redondo, Ronald Koeman.

  • User
  • 21.12.2010 00:55:32 Rafael Thunderfart

    Will man herausfinden, wie ein Fußballer zu beurteilen ist, ist es lohnend, sich die Frage vorzulegen, ob eine Mannschaft, die mit 10 identen Spielern (z.B. mit 10 Ronaldinhos, wie in dem TV-Spot) aufliefe, im internationalen Fußball konkurrenzfähig wäre.

    Bei Ronaldinho kann man diese Frage schlankweg verneinen. Ronaldinho in der Form der Jahre 2002-2007, unübertroffen in dem, was er machte; vielleicht der Fußballer mit der größten Begabung im Umgang mit dem Ball, der je dagewesen ist, brauchte er nichtsdestoweniger eine Mannschaft, die a) seine Sonderrolle akzeptierte und b) die sich auf ihn einstellte. Wiewenig selbstverständlich a) und b) sind, hat man 2007/08 gesehen, als er außer Form geriet. Plötzlich wollte die Mannschaft seine Privilegien nicht mehr hinnehmen. Der unwiderstehlichste, genialste Angriffsspieler seit Maradona ist ohne Aufgabe, sobald der Gegner in Besitz des Balles ist und die eigene Mannschaft in der Rückwärtsbewegung. Sein ganz auf explosive Schnellkraft ausgerichteter Körperbau macht ihn für defensive Kärrnerarbeit ungeeignet.

    Entsprechendes gilt für viele, aber nicht für alle Fußballer: Eine Mannschaft, die mit 10 Ruud Gullits (in der Form von 1988/89) aufliefe, hätte es im Weltfußball dieser Jahre wohl mit den meisten Gegnern aufnehmen können. Gullit war so komplett, daß er in jeder Position eine gute Figur gemacht hätte: Schnell, technisch brillant, physisch so immens stark, daß er so gut wie nicht vom Ball zu trennen war, schuß- und kopfballstark, torgefährlich, aber eben auch - woran man sich vielleicht nicht so gut erinnert - ein Spieler, der den Ball erobern konnte und sich nicht zu schade war, defensiv zu arbeiten und zu grätschen.

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